T4-8, MONEMVASIA (in der Nähe)

(Wer hier Bilder des historischen MONEMVASIA erwartet, der sei auf den Vorjahresbeitrag verwiesen)

Du meine Güte!

Ist das überhaupt erlaubt?

Darf man das?

Dürfen wir das wirklich?

Urlaub ist das ja nicht. Urlaub, wo von eigentlich? Von einem gar nicht anstrengenden Segelsommer?

Ah, ich hab´s: Wir machen Urlaub von CORONA.

CORONA ist für alles gut. Passt immer als Ausrede, als Fassade, als Streitpunkt.

Stellplatz am Strand in der Nähe von MONEMVASIA

Da lungern wir schon drei Nächte am gleichen Strand in der Nähe von MONEMVASIA herum. Die vierte Nacht bricht gleich an. Eigentlich wollten wir hier nur kurz mal bleiben, sozusagen als Startpunkt unserer diesjährig geplanten West-Exkursion der PELOPONNES, nach der grandiosen Osttour im letzten Jahr.

Doch die Sonne strahlt so ganz famos vom Himmel, warum sollte man da eigentlich im Auto sitzen und durch die Gegend kurven? Am Strand ist es doch eindeutig viel schöner! OK, man muss manchmal auch aufpassen, das das Strandleben nicht zu(uuuu) langweilig wird.

Am Strand in der Nähe von MONEMVASIA

Als Gegenmittel erprobt:

1) Morgens durch die Gegend laufen und die nähere Umgebung erkunden
2) Aufgeschobene Sachen formulieren und endlich mal aufschreiben
3) Bücher verschlingen (lesen wäre glattes Understatement)
4) Kleine Reparaturen / Verbesserungen am Auto vornehmen

Zwischendurch immer mal ein Bad im 10 Meter entfernten Meere. Kristallklares Wasser, wärmer, als es jemals in diesem Jahr in dem OSTSEE war.

Ansonsten passiert nicht viel. Reicht ja auch.

Am Strand in der Nähe von MONEMVASIA

Gestern Abend waren wir in der gut 2,5 Kilometer entfernten Taverne THE ATHAS zum Abendessen. Zu Fuß versteht sich. Beide Wege! Super gepflegtes Lokal, astreines Essen für wenig Geld. Am tollsten in solchen Tavernen ist ja immer der Preis für den Tafelwein: 6 € der Liter. Sollte mal in Deutschland ein Restaurant auf die Idee kommen, einfachen Tafelwein für 6 € auf den Tisch zu stellen. Und dazu auch noch sehr gut zu kochen.

Schon prima, wie schnell, nach nur einer Woche (!) Deutschland ganz weit weg ist. Und das dortige Wetter auch 😉

In der Nähe von MONEMVASIA

Die Anreise, so weit:
Um vom Norden des PELOPONNES ganz in den Süden zu kommen braucht man gut und gern 360 Landstraßenkilometer. Hört sich nicht viel an und die ahnungsloseren Navigationssysteme rechnen denn auch mal nur 4 Stunden Fahrzeit dafür aus. Die wissenden Navi´s kommen auf 8 Stunden. Und das ist noch optimistisch. Viel Verkehr ist gar nicht mal das Hauptproblem, eher sind es die vielen Windungen, Steigungen und engen Straßenzügen in den Dörfern, die auf dem Weg die Durchschnittsgeschwindigkeit auf unter 50 Km/h drücken. So zu fahren macht zwar auch Spaß, aber nach der bisherigen Anreise nur bedingt. Nun, man kann ja auch die Autobahn nehmen. Ist etwas länger, doch dafür ist man in nur vier Stunden am Ziel seiner Reise. Einziger Wermutstropfen: Es handelt sich um eine MAUT Autobahn und man bezahlt gefühlt ganz schön oft. Doch am Ende kommen „nur“ 34,10 Euro zusammen. Zieht man den vermutlich gesparten Diesel ab und addiert die entspannteren Nerven zur Ersparnis ist die Welt doch auch wieder in Ordnung. Einfache Formel, gell?
So konnten wir wenigstens direkt bei Ankunft noch mit Sonnenlicht ins Meer hüpfen, erstmals den neuen Außengrill in Betrieb nehmen und die Ankunft gebührend feiern.

Alleine, diesmal. Leider.

Immerhin zu zweit.

Neustadt MONEMVASIA

Bleibt noch nachzutragen, das unsere Fähre bei Ankunft in PATRAS gut fünf Stunden Verspätung hatte. Nix mit schnellerer Fahrt die Verspätung wieder rein holen. Zum Glück kamen wir recht schnell von Bord, ein Uniformierter am Hafengate wollte unsere PLF sehen und dann wurden wir auch schon in die Nacht von PATRAS entlassen. Übernachtet haben wir auf einem mehr schlecht als rechten Stellplatz 50 KM außerhalb von PATRAS (AKILO BEACH), wie immer mit PARK4NIGHT vorher ausgekundschaftet. Am Ende war der Platz zwar weit weg von eventuell finsteren Gestalten in PATRAS, aber viel zu nah an einem Wohngebiet. Für eine kurze Nacht OK. Längst schon wieder Vergangenheit.

Nun denn, schauen wir mal wohin wir weiter ziehen. So lange uns die Sonne hier fest nagelt, könnten wir ja auch einfach bleiben wo wir sind 😉

Peter.

In der Nähe von MONEMVASIA

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