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T19+20: FINIKOUNDA, zum zweiten

Da sind wir also wieder.

Nur knapp acht Stunden nicht da gewesen und doch von einigen Wiedererkannt! Die denken allerdings, wir hätten nur umgeparkt weil wir einen erste Reihe Strandplatz erspäht hätten. Das wir gut und gerne 90 Kilometer für das Umparken gebraucht haben spielt dabei keine Rolle.

Ein Alltagsfoto, allein der fantastischen Farben willen…

Doch nun stehen wir tatsächlich so schön hinten in einer Ecke, direkt am Strand, da haben wir sozusagen unsere eigenen Duschen und Spülmöglichkeit.

Dieser abgeschiedene Stellplatz führt aber zu kuriosem:
Die Marokko-Fahrer, die wir bei Sturm am KAP MATAPAN über MAROKKO ausgequetscht haben, treffen wir Tags darauf auf dem Platz nun zum dritten Male! Geht zwar nach Bremer Recht, statistisch aber schon wirklich schräg. KAP MATAPAN, KALMATA und nun FINIKOUNDA. Ohne jede Verabredung, ohne jeden Ortsnachweis. Komische Sache das.

Das Wasser auf dem Tisch ist natürlich FAKE NEWS

Und noch mehr:
An einem Abend werden wir von „den anderen Campern“ gebeten, zum gemeinschaftlichen Grillen dazu zu kommen. Das geht im ersten Anlauf erst mal nicht, müssen wir doch mal wieder einen Berg von Schalentieren aus dem Meer pulen und mit Spagetti, Olivenöl und viel Knoblauch zubereiten. Sonst fangen die irgendwann an, wieder zu schwimmen. Das wollen wir ja auch nicht. Aber nach dem Essen, dann kommen wir dazu!

Garnelen mit Kräutern und Knoblauch in der Pfanne, Spagetti im Topf – am Strand

Und so sitzen da bei viel Kerzenlicht vielleicht 20 Menschen aus Deutschland und Österreich und schnacken in Grüppchen einen aus, ohne sich zu kennen. OK, die Familien mit den kleinen Kindern haben auch tagsüber miteinander zu tun und kennen sich daher schon ein wenig.
Der Fahrer schaut aus versehen mal wieder viel zu tief ins Glas, bittet kurz um Ruhe in die Runde, da er eine wichtige Frage habe:

WAS IST EIGENTLICH MIT SEX IN DER WÜSTE?

Peinlich, peinlich, denkt die Beifahrerin. Der Fahrer merkt nichts, hat er doch den ganzen Abend mit einem ehemaligen Rocker der härteren Gangart gesabbelt.

Ah´, da ist sie, die Weinflasche….

Nun, die Runde schweigt betreten und als einige (Kerle) versuchen, eine witzig intelligent anmutende Antwort zu geben gibt der Fahrer doch leicht resigniert auf. Mindestens die Mannschaft aus KÖLN auf einer gewissen BELLA hätten, wären sie an diesem bezaubernden Abend hier, sofort mit mir den langsamen Song von IDEAL namens SEX IN DER WÜSTE angestimmt. Vielleicht auch die Surfer aus HILDEN. Aber hier keiner.

Kann man machen nix.

Oder doch. Glas austrinken und sich in die Gute Nacht verabschieden.

Oft ist das Bett ja eine gute Lösung.

Peter.