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Greece 20-23, Patras, Ancona, Köln

Das letzte Frühstück in Griechenland findet am östlichen Strand von Patras statt. Der Wind bläst immer noch wie verrückt, es ist kühl, aber die Sonne und dieser sagenhaft strahlend blaue Himmel sind zurück! Klasse!

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: An der Brücke Rio Andirrio (Patras)

Doch wie immer an solch besonderen Reisetagen: Eine leichte Anspannung bei den Reisenden liegt in der Luft. Klappt alles mit der Fähre? Gibt es Reisebeschränkungen? Patras ist eine Großstadt. Von den 1,1 Millionen Bewohnern des Peloponnes wohnen hier 200.000 Menschen. Das riecht schon förmlich nach Coronagefahr. Für uns kein Problem, wollen wir die Stadt doch gar nicht besuchen. Wir sehen oft die Polizei, einige Streifen kontrollieren die Eingeborenen. Und wenig Menschen, wenn, dann alle mit Masken.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Wolken über den Bergen von Patras

Unsere kleine Reisegesellschaft löst sich feierlich am Strand auf: Die Autos sind für unterschiedliche Fähren gebucht, unsere geht gegen 17:30 Uhr, die Fähre der Freunde soll um 18:30 Uhr ablegen. Schon irre, oder? Da legen Samstag Abends gleich zwei Fähren, vollgepackt mit großen LKW´s, aus Patras (Griechenland) ab um irgendwelche Güter zunächst nach Ancona (Italien) und von dort aus irgendwo nach Europa zu bringen. Schon klar. Freier Warenverkehr und so. Aber so viel? Wollten wir das so?

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Die Fähre Superfast XI
Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Die Fähre Superfast XI

Auf dem Weg in den Hafen den 120 Liter fassenden Dieseltank des Autos noch mal so richtig voll mit gutem griechischen Stoff füllen. Für faire 1,029 € / Liter. Das reicht dann locker bis Deutschland. In Italien kostet der Treibstoff schon mal 1,309 €, oder mehr. Bei einem so großen Tank macht ein Preisvergleich schon ordentlich was aus. In Deutschland verwenden wir übrigens die App “Clever-Tanken” in der Bezahlversion. Kostet pro Jahr 1,99 € und ist damit werbefrei, spart aber, wenn man auf Basis des damit möglichen regionalen Preisvergleiches klug tankt, gerne schon mal 10 Euro, wenn der Tank nur noch 20 Liter hat. Da freut man sich!

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Die Fähre Superfast XI

Obwohl wir schon bei der Anreise in Ancona unsere Rückfahrtickets bekommen haben, schickt uns der Security-Mann an der Zufahrt zum Hafen erst mal an den Schalter der Fährlinie. Die Fährgesellschaft hat eine andere Fähre eingesetzt und wir bekommen neue Tickets. Dann wieder zurück zur Sicherheitskontrolle. Das Auto wird nun tatsächlich genau in Augenschein genommen bevor es in das Sperrgebiet des Hafens einfahren darf. Wirklich nur zwei Personen? Oder etwa einen Flüchtling im Bett versteckt? Nein, natürlich nicht. Gut zu sehen, das die LKW´s auch genau untersucht werden: Die Laderäume werden tatsächlich geöffnet, mit Taschenlampen und Leitern der Inhalt untersucht.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Fähre im Hafen von Patras

Wie gut, das wir durch die neuen Tickets den Schiffsnamen unserer heutigen Fähre wissen: Superfast XI. Keine Schilder weisen im Hafengebiet einem den Weg. Also vielleicht in etwa: “Ancona da lang”. Einfach mal im Hafengewusel die Pier abfahren und zum Heck eines knallroten Dampfers durchdringen. Oh, ich habe ja mal auf einem knallroten Dampfer gearbeitet! Im ersten Leben. Kurze Erinnerung, dann Freestyleparking. Keine Einweiser. Keine Aufseher.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Ankunft der Fähre Cruise Europa der Fährlinie Minoan Lines

Da könnte man ja glatt noch ein paar coole Dampferfotos machen…

…wieder aus nächster Nähe. Bei der Suche nach der richtigen Perspektive darauf aufpassend, nicht von einem der vielen Sattelschlepper überfahren zu werden. Als ich von der kleinen Fotopirsch zurück komme, ist die Beifahrerin in heller Aufregung! Wir sollen unverzüglich an Bord fahren und hier nicht doofe Touristenbilder machen. Ja ja, schon klar 😉

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Ankunft der Fähre Cruise Europa der Fährlinie Minoan Lines

Flugs an Bord gekurvt, wieder über eine innen liegende Rampe ein Deck höher, wieder ganz ans Heck und wieder eine Lücke zwischen den großen eng stehenden Trucks auffüllen. Wozu Reisemobile so alles gut sind? Auto geparkt, Handbremse angezogen, Klamotten gegriffen und ab ins Schiff. Auf der Superfast gibt es zwar auch eine Rezeption, aber die Kabinenschlüssel sind aus Pappe und wir haben sie vorhin im Büro mit den neuen Tickets bekommen. Die Kajüte ist gefühlt etwas kleiner, das Bad aber größer als auf der Hinreise. Prima. Wir freuen uns nach 14 Tagen wassersparendem duschen auf das viele heiße Wasser, das hier mit Sicherheit aus der Wand kommt.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Ankunft der Fähre Cruise Europa der Fährlinie Minoan Lines

Zurück an Deck halten wir Ausschau nach unseren Freunden, die nun auch da unten irgendwo im Gewühl der LKW´s, Trailer und Zugmaschinen sein müssen. Wir entdecken sie tatsächlich und verabreden über Whatsapp eine winkende Vorbeifahrt.
Der Fährhafen von Patras ist eine ganz kluge Geschichte: Es gibt gleich zwei Hafeneinfahrten. Blickt man von der endlos langen Pier aufs Meer, laufen die Schiffe links in den Hafen ein, gehen metergenau rückwärts an einen relativ kleinen, der Schiffsbreite entsprechenden Treppenabsatz an ihren Liegeplatz und verlassen dann vorwärts auf der rechten Seite den Hafen. Also so eine Art Kreisverkehr für Schiffe mit minimalen Hafenmannövern, komplett ohne Wende. Clever, aber so eine Anlage braucht natürlich auch unendlich viel Platz an Land. Hier in Patras, wo der relativ neu wirkende Südhafen einfach weiter südlich der Stadt in die leere Landschaft gebaut wurde, ging das wohl gut. Aber in Ancona wäre ein solches Verfahren undenkbar. Zu viel Stadt um den Hafen herum.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: An Deck der Fähre Superfast XI

Dennoch scheint es eine Art Manöververbot zu geben, wenn gerade eine Fähre einläuft und eine andere auslaufen will. Denn erst als die leicht verspätete Fähre unserer Freunde direkt hinter uns fest macht, legt unsere ab obwohl wir offenkundig schon längst seeklar waren und nun dadurch selbst Verspätung haben. Solche Regeln machen aber auch Sinn, schließlich trennen keine 10 Meter die beiden Dampfer.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Der Hafen von Patras

Tja, und dann sind wir schon weg aus diesem tollen Griechenland. Mittels Straßennavigations-App OsmAnd finden wir heraus, das wir schon gut 25 Knoten laufen. Superfast halt. Das sind fast 50 km/h. Mit unserem Boot Stormvogel schaffen wir vielleicht 16 km/h, wenn es wirklich gut läuft. Kurz vor Mitternacht macht unser Dampfer noch kurz einen Zwischenstopp in Igoumenitsa und dann schließlich direkter Kurs auf Ancona. Das Meer ist auf der Rückreise etwas mehr in Bewegung als auf der Hinfahrt, aber der Dampfer bewegt sich kaum.

Sleep very well in your Bettgestell.

Je näher wir am Sonntag der italienischen Küste kommen, um so dichter wird der Seenebel. Mit OsmAnd schätzen wir nun den Abstand zum Ziel ein, denn diese App funktioniert auch offline, also ohne Handynetz. Die Luft ist raus. Jetzt reicht es uns auch. Ankommen und nach Hause.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Der Hafen von Ancona

Keine Einreisekontrolle in Italien. Doch die örtlichen Behörden wissen auch so, wer wir sind. Beim Einsteigen in Patras mussten wir ein Dokument mit unseren Kontaktdaten abgeben, in dem wir erklären das wir keine Corona-Symthome haben und nur auf der Durchreise sind.

Es ist kalt. Die kurzen Hosen und die blanken Füße werden zum Problem. Ein wenig Seenebel liegt noch über der Altstadt direkt am Hafen und an diesem Sonntagnachmittag wirken die Straßen sehr leer. Coronabeschränkungen. Auch hier.

Wir gehen noch mal kurz Lebensmittel einkaufen um dann direkt auf die Mautautobahn nach Norden zu gehen. Das Ziel für diese Nacht: Die deutsche Grenze. In den seit diesem Wochenende geltenden Coronaregeln für Deutschland wird zum Glück weiterhin zwischen “Aufenthalt” und “Durchreise” unterschieden. Wenn wir in maximal 24 Stunden Deutschland erreichen, haben wir uns nicht in den Risikogebieten Italien und Österreich aufgehalten.

So kommt es, das wir das phantastische Alpenpanorama der Brennerautobahn nicht sehen können. Rabenschwarze Nacht. Das ist schade. Gut, sogar sehr gut ist der sehr wenige Straßenverkehr in dieser Sonntagnacht. Wenn wir uns die Autobahn mit den ganzen wartenden LKW´s (Nachtfahrverbot für LKW´s) teilen müssten, würden wir wohl zwei oder drei Stunden mehr Zeit benötigen und mehr viel mehr Stress haben. Keine sichtbaren Kontrollen an der Grenze Italien / Österreich.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Der Hafen von Ancona

Aber auf der A93 an der Grenze von Österreich nach Deutschland. Montagmorgen, gegen 1:00 Uhr wird die Fahrbahn auf eine Spur verengt und zwei deutsche Grenzpolizisten sehen den im Schritttempo vorbei rollenden Fahrzeuginsassen streng ins Gesicht. Rechts daneben sind provisorische Zelte mit Flutlichtscheinwerfern aufgebaut, in denen offenbar Fahrzeuge unter- bzw. durchsucht werden.

Wir werden durchgewunken und müssen nicht halten. Die Kontrolle hat wohl nichts mit Corona zu tun, sondern mit irgendwelchen Ganoven?

Ein letztes Mal während dieser Reise haben wir mit PARK4NIGHT einen Platz für die Nacht ausgesucht. Wir stellen uns auf den offiziellen Wohnmobilstellplatz in Kiefersfelden um endlich ein paar Stunden zu schlafen. Touristisch beherbergt fühlen wir uns da nicht. Nur Müde.

Familienangelegenheiten führen uns am nächsten Tag nach Köln und nicht nach Hause. Muss so sein. Kann man machen nix.

So endet im tiefsten Bayern mitten in der Nacht völlig unspektakulär unsere außerordentlich schöne Griechenlandreise.

Viel Zeit mit Freunden verbracht.

Sehr gut gegessen.

Und auch was getrunken.

Einige tolle Bilder gemacht.

Jede Menge schöner Landschaften gesehen.

Noch viel mehr positive, gute Eindrücke in uns aufgesaugt.

Peter.

Greece 11-13, Saladi Beach

Der Weg nach Saladi Beach (auch Salanti Beach genannt / geschrieben) führt uns über Nafplio.

Die Wettervorhersage für diesen Mittwoch behält leider Recht. Während wir seit Tagen blauen Himmel, ein paar Wolken und sehr angenehme Temperaturen von gut über 20°C genießen durften, fängt der neue Tag schon regnerisch und trübe an. Schlimmer noch: Für den Mittag ist Starkregen angesagt. Also ein guter Tag, um weiter zu reisen, einen Ort anzusehen und sich auf den Donnerstag zu freuen – denn da soll wieder perfekter Spätsommer sein.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Frühstück in Nafplio

Kaum haben wir den Strand von Kazarma verlassen, wird ist die Landschaft deutlich bebauter und ist städtischer geprägt. Luftlinie nach Athen so bummelig 250 Kilometer. Bereits gegen 09:00 Uhr fällt auf, hier stimmt was nicht! So vollkommen ruhig haben wir Griechenland um diese Uhrzeit noch nicht erlebt? In der Nähe von Nafplio frühstücken wir im strömenden Regen in den Autos auf einem verlassenen Parkplatz vor der Stadt. Kurze Zeit später parken wir auf dem Hafenparkplatz von Nafplio. Der ist als Kontrast gerammelt voll. Sehr merkwürdig.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Superyacht im Hafen von Nafplio

Beim Stadtrundgang wird klar das dieser regnerische Mittwoch ein Feiertag sein muss. Nur welcher?

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Hafen von Nafplio

Während die, die seit Jahren versuchen die Landessprache zu lernen, nicht so richtig weiter kommen, klärt die Beifahrerin mal eben auf Englisch diese schwerwiegende Feiertagsfrage. Einmal mehr stellen wir erfreut fest, das man mit Englisch wirklich sehr gut durchkommt. Bei den jungen Leuten sowieso, doch auch viele Griechen in unserem Alter sprechen diese Fremdsprache. Mindestens so gut / schlecht wie wir.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Altstadt von Nafplio

Der 28. Oktober ist traditionell der “Ochi-Tag” in Griechenland. Immerhin der zweit wichtigste weltliche Feiertag. “Ochi” bedeutet “Nein” und die Griechen sind stolz darauf, zu Beginn des zweiten Weltkrieges an der richtigen Stelle “Nein” gesagt zu haben. Kleines Beispiel dafür, das die Lenker anderer Länder sich bewusst anders entschieden haben.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Altstadt von Nafplio

Beim kleinen Stadtrundgang haben wir Glück mit dem Wetter, es bleibt für knapp zwei Stunden trocken. Doch dann geht es wieder los und wir fahren weiter.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes
Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: In den Bergen

Einmal mehr müssen wir hohe Berge erklimmen, wollen wir den nächsten Strand erreichen. Die Straßen sind recht glatt, besser schmierig aufgrund der langen Trockenheit und der aktuellen Feuchte. Gerade bei den Aufwärtsserpentinen drehen die Vorderräder gerne mal durch. Aber alles im Rahmen, kein wirkliches Problem.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Abfahrt nach Saladi Beach
Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Blick auf Saladi Beach mit der Hotelruine im Mittelpunkt

Der Blick auf die Bucht von Saladi ist zu Beginn der Zielabfahrt auf den Strand geradezu spektakulär! Auf die markante Hotelruine inmitten der Bucht waren wir vorbereitet und betrachten sie einfach als Teil des Ganzen. Am super breiten Strand gibt es genügend Stellplätze für die paar Autos die zu dieser Jahreszeit noch unterwegs sind. Wir richten uns ein und stellen durchaus fest, der der Untergrund bei weitem nicht so fest ist, wie er erscheint.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Saladi Beach

Schließlich beginnt es zu tröpfeln und weil mal wieder Grillen angesagt ist, muss die Markise ausgefahren werden. Aus dem Tröpfeln wird sehr schnell Regen und aus dem Regen wird noch schneller Starkregen. Da ist er also, der angekündigte Starkregen hat Verspätung!
Die Markise steht gut und die Beifahrerin kommt kurz darauf auf die Grandiose Idee, das viele Regenwasser aufzufangen. In weniger als 10 Minuten sammeln wir 10 Liter bestes Regenwasser, dann sind unsere frei verfügbaren Speicherkapazitäten leider erschöpft. Zum ersten Mal seit wir in Griechenland sind, müssen wir im Auto bei geöffneter Schiebetür zu Abend essen.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Saladi Beach mit Hotelruine im Hintergrund

Wir überlegen kurz, ob der viele Regen über Nacht zum Problem werden kann? Kommen aber zu dem Schluss, das wohl keine Gefahr droht. Die Wettervorhersage ist sicher, das es in der Nacht aufhört zu regnen und selbst wenn das Regenwasser nicht abläuft oder versickert, stehen wir höchstens ein wenig im Wasser.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Saladi Beach

Der nächste Tag bringt die versprochene Sonne zurück und wir begreifen, an was für einen phantastischen Ort wir gelandet sind. Ein wirklich riesiger Strand, fast menschenleer. OK, durch den Regen hier und da ein wenig matschig, doch am Wasser sind wieder jede Menge Kieselsteine, völlig frei von Matsch.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Ziegengherde am Saladi Beach

Am ersten Tag treibt ein Ziegenhirte seine Herde mit schätzungsweise 100 Tieren über den Strand. Die großen Böcke fressen mit Vorliebe das Grün der wenigen Bäume an und scheuen dafür auch keine artistischen Kunsttücke, um an die unteren grünen Zweige zu kommen. Am zweiten Tag erscheint zunächst eine etwas kleinere Schafsherde, eine Stunde später kommen die bereits bekannten Ziegen wieder. Spät am Nachmittag geht es dann für beide Herden wieder nach Hause, wo immer das genau sein mag.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Stellplatz am Saladi Beach

Ein ungelöstes Rätsel werden die 30-Tonner bleiben, die aus einer offenkundigen Sackgasse, ca. 10 Kilometer entfernt weit am Strand vorbei brettern und sich den Berg empor schrauben. Was könnten diese Monstertrucks wohl in diesem abgelegenen Winkel des Peloponnes transportieren? Und so viel davon? Ein ungelöstes Rätsel halt. Jeder Ort braucht seine Geheimnisse.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Großer Baum am Saladi Beach

Gegen Mittag klappert ein kleiner Jeep mit einem älteren Herrn am Steuer alle Wohnmobile am Strand ab und offeriert frisches Brot, Gebäck, Wein und Konservendosen. Wir kaufen schon aus Höflichkeit immer etwas, sehr zur Freude des Mannes.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Saladi Beach

So kommt es, das wir drei Nächte an diesem Ort bleiben. Die Hotelruine ist als “Lost Places” eine kleine Berühmtheit, sogar im Fernsehen wurde darüber berichtet. Währen die Strandgerüchte zunächst von Wasserknappheit als Grund für die Schließung sprachen, beansprucht der kleine Beitrag von PRO7 Galileo wohl die ganze Wahrheit für sich. Doch kann das wirklich so gewesen sein? Zeitzeugen, die wir befragen könnten, treffen wir jedenfalls nicht.

In der täglichen Standroutine fällt nicht weiter auf, das wir eigentlich schon wieder beim Essen kochen improvisieren müssten. Kann ja keiner ahnen, das wir hier so lange bleiben werden. Da der Wunsch nach dem Besuch einer Taverne bisher nicht erfüllt wurde, kommen unglaubliche Strapazen auf den Fahrer zu, ohne das er diese zunächst bemerkt.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Abendstimmung am Saladi Beach

Die Idee der Mitreisenden: Wir gehen zu Fuß in eine Taverne im nächstgelegen Ort mit Namen Didima. Der liegt in den Bergen, nur 7 Kilometer entfernt. Nun, 7 Kilometer sollten drin sein, doch nach kurzer Überlegung fällt auf: Es gibt ja noch so was wie einen Rückweg. 14 Kilometer auf der Straße durch die Berge? Kann das gut gehen?

An dieser Stelle muss nun eingeschoben werden, das das mitreisende Wohnmobil einen Motorroller mit sich führt. EINEN, nicht zwei. Die am Knie operierte Beifahrerin könnte die Strecke also fahrender Weise absolvieren. Wir Gesunden müssen laufen. Und so machen wir uns am späten Nachmittag auf und laufen die ganze Serpentinenstraße bergauf um nach 1,5 Stunden, es ist mittlerweile 19:00 Uhr und dunkel, am Marktplatz von Didima auf einen Stuhl der Taverne Ταβέρνα Ψησταριά Μαρία erschöpft zu sinken und nach einem Mythos zu verlangen. Was für eine ungewohnte Anstrengung. Aber gut. Wirklich gut!

Noch besser ist das Essen. Griechischer Salat, Tzatziki, Lamm vom Grill mit selbst gemachten Kartoffelscheiben. Gekocht und serviert von Maria. In Wuppertal geboren, in Deutschland und Griechenland aufgewachsen, insgesamt 12 Jahre in Deutschland verbracht und sich doch für Griechenland entschieden. Nicht, das wir es darauf anlegen würden, in diesem Land in unserer Sprache sprechen zu wollen, doch eine gemeinsame Sprache erleichtert die Erklärung der Lebensumstände im Dorf, der Coronasituation und natürlich der Speisekarte ungemein. Einmal mehr: Sprache ist der Schlüssel.

Der Mann, der die Wohnmobile am Strand mit dem nötigsten versorgt, begrüßt uns. Es stellt sich raus, das seine Familie den Supermarkt und eine Bäckerei im Ort betreibt. Er kümmert sich nur noch um den selbst gemachten Honig – und um die Wintertouristen am Strand.

Der Rückweg ist hart. Der letzte Kilometer besonders.

Nun könnte man ja denken, des Nachts in den Bergen herrscht totenstille. Tut es nicht. Irgendwo bellt immer ein Hund, der hoffentlich angeleint ist. Und auf der Bergstraße bretten auch um 23:00 Uhr aus unerfindlichen Gründen die bereits erwähnten 30 Tonner durch die Serpentinen. Man tut gut daran, nicht auf der Straße zu stehen, wenn einer vorbei kommt.

Toller Ausflug, doch am nächsten Tag erstrecken sich die zurück gelegten Wege ausschließlich auf die kurze Distanz vom Auto zum Meer und wieder zurück. Doch wie immer im Leben. Wenn was richtig gut war möchte man es wiederholen und so gehen wir am übernächsten Tag wieder auf den Berg um die Taverne von Maria aufzusuchen, die sich sehr darüber freut. Auch wenn es die Mitreisenden nicht zugeben wollten, auch sie litten ein wenig unter dem ersten Rückweg. Und so kommt es, typisch Deutsch, zu einer ungeahnten Optimierung.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Saladi Beach nach dem Regen

Aus Asien wissen alle Reisenden, das auf einen normalen Motorroller auch mehr als eine Person sitzen kann. Also zwei. Oder drei? Vier wohl eher nicht, weil einer der vier ja eigentlich für zwei zählt womit es dann fünf auf dem einem Gefährt wären.
Und so trennt sich die Reisegruppe für den nun anstehenden Rückweg am Ortsausgang: Drei machen sich mit dem Roller auf den Weg, der eine, der diesbezüglich für zwei zählt erklimmt mit der Taschenlampe und bei Vollmond den Berg und hofft darauf, das die im eigentlichen Leben als Beifahrerin tätige mit dem Roller auch wirklich zurück auf den Berg kommt, um ihn abzuholen. Shuttleservice in der Wildnis. Viel früher als gedacht kommt die Abholerin wieder, die Plätze werden getauscht und es geht in gemäßigter Rauschefahrt den Berg hinunter. Viel Fußfreundlicher als vor zwei Nächten.

Ohne Zweifel.

Saladi Beach ist das bisherige Highlight der Reise.

Schauen wir mal, was die letzte Woche so bringen wird.

Peter.

Greece 8-10, Notia & Kazarma

So eine Strandrundreise im Herbst ist schon lustig. Immer auf der Suche nach einer noch besseren Bucht, nach einem noch besseren Strand. Dabei weiß man oft erst nach Verlassen eines Ortes, ob der nun gut oder schlecht war. Wobei “schlecht” in diesen Tagen wirklich relativ ist. Denn bisher konnten wir immer in Ruhe stehen, in praller Sonne schwimmen gehen und am Abend lecker kochen. Was bedeutet da schon “schlecht”?

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Schlucht in den Bergen
Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Frühstück vor Fels
Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Stellplatz von Notia

Nun, vielleicht die Bucht von Notia. Zu nennen wäre hier eine unanständig große Mörderstraße die in die Berge gesprengt wurde um komfortabel zu einer Bucht zu kommen, in der es nur zwei direkt neben einander liegende Tavernen gibt. Und einen riesigen Kieselstrand.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Anfahrt nach Notia
Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Bucht von Notia
Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Stellplatz von Notia

Ein wenig befremdlich, doch wir beschließen die Gunst des Ortes zu nutzen und an diesem Abend in einer der beiden Tavernen einzukehren und fürstlich zu Abend zu speisen. Doch als wir zu Beginn der Dämmerung dort auflaufen, ist die eine fest verschlossen. Der Wirt der anderen meint, er könne uns was zu trinken geben, aber Essen? Die Saison sei lange vorbei, seine Leute wären schon längst in Athen um dort über den Winter zu arbeiten. Essen gibt es keines.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Kirche in Notia

Nun, sicher Enttäuscht, aber auch so herausgefordert befragen wir die Kühlschränke der Autos und zaubern in kurzer Zeit ein köstliches Dreigängemenü am nächtlichen einsamen Strand von Notia. Der Platz auf dem wir stehen ist der “Parkplatz” der einen geschlossenen Taverne, direkt am Meer und neben einem ausgetrockneten Flußbett. Eigentlich ist alles wie immer, aber dennoch wirkt der Platz wie eine Abstellecke. Also einer der weniger guten.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Ställe von Notia
Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Fischerboot in Notia

Daher geht es am nächsten Tag direkt weiter in die Gegend von Astros. Wir versuchen, soweit das geht, immer auf der Küstenstraße zu bleiben. Manchmal gibt es schlicht keine und wir erklimmen in endlosen Serpentinen immer wieder neue Berghöhen und Pässe, nur um direkt danach wieder auf Meereshöhe abzusteigen. So fährt man eher einen Durchschnitt von 30 km/h und hat viel Zeit, die grandiose Landschaft in sich aufzusaugen.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Brackwasser im Hinterland von Notia

Die tägliche Reiseroutine besteht derzeit darin, nach dem frühen Aufstehen so gegen 08:00 Uhr einen Kaffee zu kochen und den Becher in der schon warmen Morgensonne gemütlich zu leeren. Dann, auch wenn es mal schwer fällt, kurz ins Meer zu hüpfen und ein paar morgendliche Bahnen im salzigen Meerwasser zu ziehen. Die einen mehr, die anderen weniger. So gegen 10:00 Uhr fällt die basisdemokratisch getroffene Entscheidung: Weiter oder bleiben?

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Unterwegs

Bleiben ist einfach:
Buch raus, lesen. Computer raus, schreiben. Kamera raus, Bilder machen oder gemachte Bilder sortieren. Gegen Mittag dann Frühstück. Brot vom Bäcker, Schafskäse, Tomaten, wenn vorhanden auch griechische Salami. Und was süßes zum Dessert. Vielleicht noch mal ins Wasser. Wem zu warm ist. Das Wasser ist bisher überall glasklar und verführerisch türkis schimmernd. Zwar nicht direkt warm, aber sehr OK. Und erfrischend. Der restliche Nachmittag wird dann irgendwie verdödelt, was schrauben, was nachsehen und wieder lesen und so weiter. Strandleben halt.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Unterwegs

Weiterfahren ist etwas schwieriger:
Denn, wie immer, zunächst muss ein Ziel her. Neben der App PARK4NIGHT helfen uns die Bücher “Wohnmobil und Wandern Griechenland – Mit dem Wohnmobil und Wanderstock durch den Peloponnes” und “Mit dem Wohnmobil auf die Peloponnes – Womo Reihe Band 19″ bei der Auswahl eines neuen Zieles. 50 bis 80 Kilometer darf so eine Etappe höchstens entfernt sein. Und schön soll das Ziel sein. Und unterwegs noch ein schöner Platz fürs Frühstück wäre auch nicht schlecht. Und einen Bäcker, Markt oder Supermarkt. Und Wasser. Das ist locker, wenn man darauf achtet. Fast in jedem Ort gibt es öffentliche Wasserhähne, mit denen man seinen Wassertank im Auto auffüllen kann. Vermutlich ist es trinkbar, doch wir nehmen es nur als Brauchwasser und trinken lieber gekauftes Wasser aus Flaschen.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Unterwegs

Tag 9&10 führt uns an den Strand von Kazarma. Der liegt in der Nähe des Naturschutzgebietes von Astros. Flache Sumpflandschaft, derzeit ausgetrocknet. Weit und breit kein Haus. Und keine geöffnete Taverne. Da muss mal wieder der Grill ran – was auch sonst. Obwohl, manchmal wird auch ganz normal in Töpfen gekocht. Wir wissen nicht warum, aber das Gemüse schmeckt hier ganz famos. Vermutlich geben sich die zahlreichen Gemüsebauern in dieser Region wirklich viel Mühe mit dem Anbau. Denn einfach wird der Ackerbau hier wegen der Böden und der Trockenheit wohl nicht sein.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Hafen von Kazarma
Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Baum am Strand von Kazarma
Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Stellplatz am Strand von Kazarma

Wie üblich kommen tagsüber ein paar Leute zum Angeln vorbei, ganz wenige gehen auch Baden. Alle grüßen freundlich und lassen uns in Ruhe, obwohl wir hier “ihren” Strand in Beschlag nehmen.

Sehr freundlich, liebe Griechen, Danke!

Peter.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Strand von Kazarma
Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Bucht von Kazarma

Greece 7, Vlychada Beach

Es gibt wohl gleich zwei Vlychada Strände in Griechenland. Einmal da, wo wir gerade auf dem Peloponnes herum kurven und einmal auf der Insel Santorini. Wenn man einmal auf der Insel ist, kommt man auf den Inselstrand wohl relativ gut hin.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Vlychada Beach

Den Vlychada Strand an der Ostküste des dritten Peloponnes Fingers muss man sich erst mal erarbeiten. Der ist so schwierig zu erreichen, da kommen noch nicht mal die Funkwellen der ansonsten in Griechenland hervorragend funktionierenden Handynetze hin. Absolutes Funkloch und ansonsten auch wirklich ab von allen möglichen Schüssenn. Hierhin kommen zwei Gruppen von Menschen: Die einen, die im Meer baden wollen und die anderen, die im Fels klettern wollen. Meistens gehen die Kletterer nach dem Klettern baden, Badende hingegen gehen im allgemeinen wohl eher nicht nach dem Bade im Meere klettern. Verrückte Welt.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Vlychada Beach

Nun, die Beifahrerin hat schon bei der endlosen Serpentinen Abfahrt kalte Füße und braucht daher auch später am Tag keine Abkühlung mehr. Der Fahrer hingegen kann die Ankunft auf Meeresebene gar nicht erwarten, ist die Lenkerei doch trotz Servolenkung echte Schwerstarbeit. Einmal unten angekommen, beschleicht den Fahrer dann das trügerische Gefühl, hier bereits einmal gewesen zu sein. Theoretisch denkbar, führte doch die Mittelmeerroute des Stormvogels in 2015 nur ein paar hundert Kilometer weiter nördlich durch den Kanal von Korinth.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Vlychada Beach

Der Eindruck ist so stark, das er doppelt und dreifach geprüft wird. Nein, dieser Strand ist absolutes Neuland. Hier waren wir noch nie. Jedenfalls nicht in diesem Leben.

Obwohl diese sagenhafte Bucht so schwer zu erreichen ist, sind hier einige Autos zu sehen. Einige kommen nur mal so vorbei und verschwinden alsbald auch wieder im Berg. Andere bleiben, wie wir, über Nacht.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Vlychada Beach

Nach Einbruch der Dunkelheit wird es schnell ruhig, denn natürlich gibt es hier kein Licht…

…na ja, an einem Auto aus dem norddeutschen Bundesland mit den niedrigen Coronaneuansteckungen gibt es eine wunderbar helle LED Lichtleiste an der Schiebetür, deren Strombedarf durch Akkus befriedigt wird, die tagsüber durch die pralle Sonne über Solarpaneele auf dem Dach randvoll aufgeladen werden. Die LED´s würden auch noch lange nach dem Ende der durch Corona bedingten frühzeitigem Ende der Menschheit weiter leuchten. Gäbe es da nicht einen Parasiten mit Namen Dometic RC 10.4 90, der es ebenfalls auf den satten sonnenerzeugten Akkustrom abgesehen hat:

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Vlychada Beach

Der Kühlschrank. Dieser Vogel verlangt geradezu unersättlich nach Strom. Nach sehr viel Strom. Dieser Nimmersatt hat wohl eine echte Meise, schaltet er sich doch eigentlich nie ab. Egal welche Kühlstufe, egal welcher Inhalt. Einfach mal laufen und den schönen Sonnenstrom wieder in Wärme umsetzten. Strom fressen. Nun mag der geneigte Wohnmobilfahrer gerne an einen Defekt denken, löst doch ein vermuteter Defekt jede Grundsatzfrage über Sinn und Unsinn von batteriebetriebenen Kühlschränken die ihre Abwärme an den Innenraum abgeben, in Luft auf. Nun ist ein solches Verfahren nicht nur in Wohnmobilen, sondern auch auf den meisten Produktionsyachten anzutreffen was einzig und allein daran liegt, das es so schön billig ist. Jedenfalls im Vergleich zu anderen Lösungen. Doch was dem nun nicht mehr geneigten Wohnmobilfahrer zornig macht ist der Umstand, das dieses blöde Teil einen Neupreis von 1.300 € hat. EINTAUSENDDREIHUNDERT! Da bauen andere ganze Kühlhäuser für. Oder so ähnlich. Nun, hoffen wir doch einfach auf einen Thermostatdefekt und stellen nicht die Grundsatzfrage.

Immer dieses grundsätzliche. Nervt doch!

Das Jahr 2020.

Wir machen aufwendig aus Sonnenlicht Strom.

Und verplempern ihn dann um schöndes Bier kalt zu stellen.

Ist in Wahrheit kein Bier die Lösung?

Peter.

Griechenland 2020

Mit den offiziellen Corona Regeln fest im Blick waren wir im Herbst 2020 mit dem Wohnmobil in Griechenland, auf dem Peloponnes unterwegs.

Drei Wochen WoMo-Leben, Sonnen- und Strandurlaub mit gutem Essen während in Norddeutschland der trübe Herbst Einzug hält.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Am Strand von Kamari

In der Rubrik “Griechenland 2020” haben wir in dreizehn Reiseberichten mit viele Fotos unsere letzte Reisemobil Tour in diesem Jahr “live on the road” beschrieben.

Die Reiseroute führte uns zunächst von Norddeutschland über Österreich und Italien zum Fährhafen von Ancona in Norditalien. Mit der Fähre über Nacht komfortabel nach Patras in im Nordosten des Peloponnes geschippert. Gleich zu Anfang der Reise ein unerwartetes echtes Highlight mit dem Besuch der historischen Altstadt von Monemvasia im Südwesten erlebt. Beeindruckend, aber auch wirklich anstrengend, wenn man die über viele Treppenstufen zu erreichende Oberstadt sehen will.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Taverne in Korfos

Nach Historie und Kultur folgte die absolute Einsamkeit von Vlychada Beach, einem Strand, an dem es außer Felsen, Wasser und Kiesel wirklich gar nichts gibt. Noch nicht mal ein Handynetz. Eigentlich ist man in Griechenland tatsächlich überall erreichbar – aber an diesem auch bei Felskletterern bekannten Ort herrscht absolute Funkstille. Über die beiden Stationen Notia und Kazarma erreichen wir Saladi Beach. Hier steht eine seit vielen Jahren verlassene weltberühmte Hotelruine. Der riesige Strand davor hat uns so begeistert, das wir gleich drei Tage dort geblieben sind.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Historische Altstadt von Monemvasia

Und wie es der Zufall so wollte: Von einem Lost Place zum nächsten. Auf dem Gelände der ebenfalls verlassenen Hotelanlage Club Apollo Beach findet man viele Stellplätze für Wohnmobile, wenn man will auch direkt am Wasser.
Nach so viel Einsamkeit und verlassenen Häusern wollten wir mal wieder einen belebten Ort besuchen. Tagsüber die hübsche Touristeninsel Poros erkundet, übernachtet vor Nisis Soupia und Tags darauf Fischessen in einer Taverne im Hafen von Vathy.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Am Hafen von Korinth

Ein ungeahntes Offroad-Abenteuer in spektakulärer Kulisse erlebten wir in Epidavros. Vielleicht hätten wir den steilen Berg besser nicht mit Wohnmobilen befahren sollen, doch dann würden uns ein tolles Erlebnis und das Titelbild dieses Beitrags fehlen. Das tags darauf besuchte kleine Städtchen Korfos war bereits im Winterschlaf, am Kanal von Korinth bewunderten wir den Mut der Bungeejumper und am wilden Strand von Kamari erlebten wir unsere einzige Griechische-Wilde-Hunde Geschichte der ganzen Reise.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Das Tal von Tripoli

Die Corona Situation hatte sich mittlerweile in Griechenland, aber auch in ganz Europa verschlechtert, doch der dünn besiedelte Peloponnes war nach wie vor kein Risikogebiet. Für den Rückweg nach Deutschland wählten wir die gleiche Route wie für die Anreise über Patras, Fähre und Ancona. Da die unverzügliche Durchreise durch die Risikogebiete Italien und Österreich als Transit und nicht als Aufenthalt bewertet wurde, mussten wir in Deutschland auch nicht in Quarantäne und konnten so unsere wirklich tolle Tour glücklich beenden.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Die Insel Poros

Wie üblich auf unseren Reisen zu Land und See lief unser Satellitengestützter GPS Tracker mit. Alle zwei Stunden wurde die genaue Position protokolliert. Wer sich dafür interessiert kann einfach in die Karte klicken und kommt auf die interaktive Ansicht, in der man alle Details sehen kann.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: GPS Track

Peter.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Auf dem Weg nach Notia
Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: In der Nähe von Epidavros