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Griechenland 2021 – Fazit

Ende 2021 zum zweiten Mal mit dem Wohnmobil nach GRIECHENLAND, genauer gesagt auf den PELEPONNES!

Nach dem wir im letzten Jahr eher den Osten mit unserem WoMo KNAUSi bereist haben, stand in diesem Jahr der Westen auf dem Programm. Keine halbe Sachen und wenn schon, denn schon!
Mal wieder dem Norddeutschen Herbst entkommen, um ein paar Wochen mehr Sonne und Wärme im Jahr aufsaugen zu können!

Wohnmobil-Tour 2021: Griechenland – Peleponnes – West. Quelle: GOOGLE Maps / Yellowbrick

Während der Reise entstanden für unseren Blog www.wiedekamm.com 12 Reiseberichte „on the road“ mit vielen Bildern der besuchten Orte, die wir alle in der Rubrik „GRIECHENLAND 2021“ gesammelt haben.
Mit unserem Wohnmobil KNAUSi auf Basis FIAT DUCATO KNAUS haben wir diesmal genau 4.404 Straßenkilometer zurückglegt. Der Bordcomputer hat einen Verbrauch von 11,2 Litern Diesel auf 100 KM, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 64 KM/h und eine reine Fahrzeit von 68,41 Stunden errechnet. Stimmt erstaunlich genau mit unseren eigenen Berechnungen überein. Was den Spritverbrauch angeht: Ein FIAT DUCATO ist halt kein MERCEDES SPRINTER.

ANCONA

Da wir im letzten Jahr sehr gute Erfahrungen mit der Anreiseroute ELMSHORN -> ANCONA (Italien) -> ADRIA FÄHRE -> PATRAS (Griechenland) gemacht hatten, wählten wir  diesen Weg auch in diesem Jahr. Nach der stark verspäteten Ankunft der Fähre EUROPA PALACE der Reederei MINOAN in PATRAS kurz vor Mitternacht mussten wir zwar irgendwo in der Pampa kurz übernachten, der gewollte Startpunkt war aber wieder MONEMVASIA im Südosten.

Freistehen am Strand in der Nähe von MONEMVASIA

Die wunderbar zurecht gemachte Altstadt hatten wir schon letztes Mal ausgiebig erkundet, daher blieben wir diesmal bei viel Sonne einfach länger am Strand. Das Freistehen an diesem Ort ist einfach. Es gibt viel Platz, eine Stranddusche und Müllentsorgung. Wenn die Vorräte ausgehen schafft man es über den Strand auch gerade so zu Fuß in die Stadt zum Einkaufen. Nach einer Pause in einer der zahlreichen Tavernen natürlich auch wieder zurück!

Freistehen am Strand in der Nähe von MONEMVASIA
Die Ruinenstadt MYSTRAS in der Nähe von SPARTA

Als das Wetter für einen Tag schlechter wurde machten wir zunächst einen Ausflug in die historische Stadt MYSTRAS in der Nähe von SPARTA und übernachteten später am Strand von VALTAKI. Dort liegt, wirklich direkt am Strand, das spektakuläre Schiffswrack der DIMITRIOS. Wer will kann das Wrack trockenen Fußes sogar anfassen. Je nach Wetter und Licht sicher ein sehr lohnendes Fotomotiv.

Das Schiffswrack DIMITRIOS am Strand von VALTAKI

Die stürmische Einsamkeit von KAP MATAPAN mag sicher nicht jeder. Der südlichste Punkt des PELEPONNES kann nur zu Fuß erreicht werden und führt im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein. Doch jeder Meter, jede Anstrengung lohnt sich. Garantiert!
Die Anfahrt zum KAP MATAPAN über den MANI genannten „Mittelfinger“ des PELEPONNES über die östliche Straße ist spektakulär und sicher das Highlight der diesjährigen Reise.

Der Leuchttrum von KAP MATAPAN

Wer um den 28. Oktober herum in GRIECHENLAND unterwegs ist, sollte in einer Stadt den OCHI-Tag erleben. Wir begehen diesen zweit wichtigsten Feiertag in KALAMATA, passender Weise der zweit größten Stadt des PELEPONNES. Beeindruckender Marsch durch die Stadt, der Freiheit Willen.

Kleines Paradies am Strand von FINIKOUNDA

In FINIKOUNDA entdecken wir auf einem Campingplatz ein kleines Paradies und bleiben dort viel länger als eigentlich gedacht Gutes Wetter, gute Leute, guter Platz: Warum sollte man eigentlich immer weiter reisen, wenn man doch genug Zeit hat?

Die fast kreisrunde Bucht von VOIDOKILIAS, auch Ochsenbauchbucht genannt

In einer Tagestour erkunden wir mit dem Auto die Städte METHONI und PYLOS und überlegen, ob wir in der VOIDOKILIAS Bucht übernachten wollen. Am Ende kehren wir doch lieber nach FINIKOUNDA zurück.

Palmen am Strand von GLIFA

Die letzte Station unserer Reise führte uns an den Palmenstrand von GLIFA, im Nord-Westen des PELEPONNES gelegen. Immer noch schön warm mit viel Sonne, aber bereits winterlich ruhig.
Einen Tag später erleben wir in PATRAS noch eine kleine Räuberpistole, bevor uns die Fähre ZEUS PALACE der MINOAN LINES pünktlich zurück nach ANCONA (ITALIEN) bringt. Mit dieser kleinen Seereise auf der ruhigen ADRIA endet diese sehr schöne Wohnmobilreise, denn über die langweiligen Autobahnstrecken zum Kilometerfressen gibt es nichts sinnvolles zu berichten.

Zurück im trübgrauen ELMSHORN planen wir nun einfach schon mal die nächste Reise.

Vorfreude ist bekanntlich die Beste aller Freuden!

Peter.

P.S.: Wäre da nur nicht dieser CORONA Mist, aber irgendwas ist ja immer…


T4-8, MONEMVASIA (in der Nähe)

(Wer hier Bilder des historischen MONEMVASIA erwartet, der sei auf den Vorjahresbeitrag verwiesen)

Du meine Güte!

Ist das überhaupt erlaubt?

Darf man das?

Dürfen wir das wirklich?

Urlaub ist das ja nicht. Urlaub, wo von eigentlich? Von einem gar nicht anstrengenden Segelsommer?

Ah, ich hab´s: Wir machen Urlaub von CORONA.

CORONA ist für alles gut. Passt immer als Ausrede, als Fassade, als Streitpunkt.

Stellplatz am Strand in der Nähe von MONEMVASIA

Da lungern wir schon drei Nächte am gleichen Strand in der Nähe von MONEMVASIA herum. Die vierte Nacht bricht gleich an. Eigentlich wollten wir hier nur kurz mal bleiben, sozusagen als Startpunkt unserer diesjährig geplanten West-Exkursion der PELOPONNES, nach der grandiosen Osttour im letzten Jahr.

Doch die Sonne strahlt so ganz famos vom Himmel, warum sollte man da eigentlich im Auto sitzen und durch die Gegend kurven? Am Strand ist es doch eindeutig viel schöner! OK, man muss manchmal auch aufpassen, das das Strandleben nicht zu(uuuu) langweilig wird.

Am Strand in der Nähe von MONEMVASIA

Als Gegenmittel erprobt:

1) Morgens durch die Gegend laufen und die nähere Umgebung erkunden
2) Aufgeschobene Sachen formulieren und endlich mal aufschreiben
3) Bücher verschlingen (lesen wäre glattes Understatement)
4) Kleine Reparaturen / Verbesserungen am Auto vornehmen

Zwischendurch immer mal ein Bad im 10 Meter entfernten Meere. Kristallklares Wasser, wärmer, als es jemals in diesem Jahr in dem OSTSEE war.

Ansonsten passiert nicht viel. Reicht ja auch.

Am Strand in der Nähe von MONEMVASIA

Gestern Abend waren wir in der gut 2,5 Kilometer entfernten Taverne THE ATHAS zum Abendessen. Zu Fuß versteht sich. Beide Wege! Super gepflegtes Lokal, astreines Essen für wenig Geld. Am tollsten in solchen Tavernen ist ja immer der Preis für den Tafelwein: 6 € der Liter. Sollte mal in Deutschland ein Restaurant auf die Idee kommen, einfachen Tafelwein für 6 € auf den Tisch zu stellen. Und dazu auch noch sehr gut zu kochen.

Schon prima, wie schnell, nach nur einer Woche (!) Deutschland ganz weit weg ist. Und das dortige Wetter auch 😉

In der Nähe von MONEMVASIA

Die Anreise, so weit:
Um vom Norden des PELOPONNES ganz in den Süden zu kommen braucht man gut und gern 360 Landstraßenkilometer. Hört sich nicht viel an und die ahnungsloseren Navigationssysteme rechnen denn auch mal nur 4 Stunden Fahrzeit dafür aus. Die wissenden Navi´s kommen auf 8 Stunden. Und das ist noch optimistisch. Viel Verkehr ist gar nicht mal das Hauptproblem, eher sind es die vielen Windungen, Steigungen und engen Straßenzügen in den Dörfern, die auf dem Weg die Durchschnittsgeschwindigkeit auf unter 50 Km/h drücken. So zu fahren macht zwar auch Spaß, aber nach der bisherigen Anreise nur bedingt. Nun, man kann ja auch die Autobahn nehmen. Ist etwas länger, doch dafür ist man in nur vier Stunden am Ziel seiner Reise. Einziger Wermutstropfen: Es handelt sich um eine MAUT Autobahn und man bezahlt gefühlt ganz schön oft. Doch am Ende kommen „nur“ 34,10 Euro zusammen. Zieht man den vermutlich gesparten Diesel ab und addiert die entspannteren Nerven zur Ersparnis ist die Welt doch auch wieder in Ordnung. Einfache Formel, gell?
So konnten wir wenigstens direkt bei Ankunft noch mit Sonnenlicht ins Meer hüpfen, erstmals den neuen Außengrill in Betrieb nehmen und die Ankunft gebührend feiern.

Alleine, diesmal. Leider.

Immerhin zu zweit.

Neustadt MONEMVASIA

Bleibt noch nachzutragen, das unsere Fähre bei Ankunft in PATRAS gut fünf Stunden Verspätung hatte. Nix mit schnellerer Fahrt die Verspätung wieder rein holen. Zum Glück kamen wir recht schnell von Bord, ein Uniformierter am Hafengate wollte unsere PLF sehen und dann wurden wir auch schon in die Nacht von PATRAS entlassen. Übernachtet haben wir auf einem mehr schlecht als rechten Stellplatz 50 KM außerhalb von PATRAS (AKILO BEACH), wie immer mit PARK4NIGHT vorher ausgekundschaftet. Am Ende war der Platz zwar weit weg von eventuell finsteren Gestalten in PATRAS, aber viel zu nah an einem Wohngebiet. Für eine kurze Nacht OK. Längst schon wieder Vergangenheit.

Nun denn, schauen wir mal wohin wir weiter ziehen. So lange uns die Sonne hier fest nagelt, könnten wir ja auch einfach bleiben wo wir sind 😉

Peter.

In der Nähe von MONEMVASIA

Greece 20-23, Patras, Ancona, Köln

Das letzte Frühstück in Griechenland findet am östlichen Strand von Patras statt. Der Wind bläst immer noch wie verrückt, es ist kühl, aber die Sonne und dieser sagenhaft strahlend blaue Himmel sind zurück! Klasse!

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: An der Brücke Rio Andirrio (Patras)

Doch wie immer an solch besonderen Reisetagen: Eine leichte Anspannung bei den Reisenden liegt in der Luft. Klappt alles mit der Fähre? Gibt es Reisebeschränkungen? Patras ist eine Großstadt. Von den 1,1 Millionen Bewohnern des Peloponnes wohnen hier 200.000 Menschen. Das riecht schon förmlich nach Coronagefahr. Für uns kein Problem, wollen wir die Stadt doch gar nicht besuchen. Wir sehen oft die Polizei, einige Streifen kontrollieren die Eingeborenen. Und wenig Menschen, wenn, dann alle mit Masken.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Wolken über den Bergen von Patras

Unsere kleine Reisegesellschaft löst sich feierlich am Strand auf: Die Autos sind für unterschiedliche Fähren gebucht, unsere geht gegen 17:30 Uhr, die Fähre der Freunde soll um 18:30 Uhr ablegen. Schon irre, oder? Da legen Samstag Abends gleich zwei Fähren, vollgepackt mit großen LKW´s, aus Patras (Griechenland) ab um irgendwelche Güter zunächst nach Ancona (Italien) und von dort aus irgendwo nach Europa zu bringen. Schon klar. Freier Warenverkehr und so. Aber so viel? Wollten wir das so?

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Die Fähre Superfast XI
Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Die Fähre Superfast XI

Auf dem Weg in den Hafen den 120 Liter fassenden Dieseltank des Autos noch mal so richtig voll mit gutem griechischen Stoff füllen. Für faire 1,029 € / Liter. Das reicht dann locker bis Deutschland. In Italien kostet der Treibstoff schon mal 1,309 €, oder mehr. Bei einem so großen Tank macht ein Preisvergleich schon ordentlich was aus. In Deutschland verwenden wir übrigens die App „Clever-Tanken“ in der Bezahlversion. Kostet pro Jahr 1,99 € und ist damit werbefrei, spart aber, wenn man auf Basis des damit möglichen regionalen Preisvergleiches klug tankt, gerne schon mal 10 Euro, wenn der Tank nur noch 20 Liter hat. Da freut man sich!

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Die Fähre Superfast XI

Obwohl wir schon bei der Anreise in Ancona unsere Rückfahrtickets bekommen haben, schickt uns der Security-Mann an der Zufahrt zum Hafen erst mal an den Schalter der Fährlinie. Die Fährgesellschaft hat eine andere Fähre eingesetzt und wir bekommen neue Tickets. Dann wieder zurück zur Sicherheitskontrolle. Das Auto wird nun tatsächlich genau in Augenschein genommen bevor es in das Sperrgebiet des Hafens einfahren darf. Wirklich nur zwei Personen? Oder etwa einen Flüchtling im Bett versteckt? Nein, natürlich nicht. Gut zu sehen, das die LKW´s auch genau untersucht werden: Die Laderäume werden tatsächlich geöffnet, mit Taschenlampen und Leitern der Inhalt untersucht.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Fähre im Hafen von Patras

Wie gut, das wir durch die neuen Tickets den Schiffsnamen unserer heutigen Fähre wissen: Superfast XI. Keine Schilder weisen im Hafengebiet einem den Weg. Also vielleicht in etwa: „Ancona da lang“. Einfach mal im Hafengewusel die Pier abfahren und zum Heck eines knallroten Dampfers durchdringen. Oh, ich habe ja mal auf einem knallroten Dampfer gearbeitet! Im ersten Leben. Kurze Erinnerung, dann Freestyleparking. Keine Einweiser. Keine Aufseher.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Ankunft der Fähre Cruise Europa der Fährlinie Minoan Lines

Da könnte man ja glatt noch ein paar coole Dampferfotos machen…

…wieder aus nächster Nähe. Bei der Suche nach der richtigen Perspektive darauf aufpassend, nicht von einem der vielen Sattelschlepper überfahren zu werden. Als ich von der kleinen Fotopirsch zurück komme, ist die Beifahrerin in heller Aufregung! Wir sollen unverzüglich an Bord fahren und hier nicht doofe Touristenbilder machen. Ja ja, schon klar 😉

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Ankunft der Fähre Cruise Europa der Fährlinie Minoan Lines

Flugs an Bord gekurvt, wieder über eine innen liegende Rampe ein Deck höher, wieder ganz ans Heck und wieder eine Lücke zwischen den großen eng stehenden Trucks auffüllen. Wozu Reisemobile so alles gut sind? Auto geparkt, Handbremse angezogen, Klamotten gegriffen und ab ins Schiff. Auf der Superfast gibt es zwar auch eine Rezeption, aber die Kabinenschlüssel sind aus Pappe und wir haben sie vorhin im Büro mit den neuen Tickets bekommen. Die Kajüte ist gefühlt etwas kleiner, das Bad aber größer als auf der Hinreise. Prima. Wir freuen uns nach 14 Tagen wassersparendem duschen auf das viele heiße Wasser, das hier mit Sicherheit aus der Wand kommt.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Ankunft der Fähre Cruise Europa der Fährlinie Minoan Lines

Zurück an Deck halten wir Ausschau nach unseren Freunden, die nun auch da unten irgendwo im Gewühl der LKW´s, Trailer und Zugmaschinen sein müssen. Wir entdecken sie tatsächlich und verabreden über Whatsapp eine winkende Vorbeifahrt.
Der Fährhafen von Patras ist eine ganz kluge Geschichte: Es gibt gleich zwei Hafeneinfahrten. Blickt man von der endlos langen Pier aufs Meer, laufen die Schiffe links in den Hafen ein, gehen metergenau rückwärts an einen relativ kleinen, der Schiffsbreite entsprechenden Treppenabsatz an ihren Liegeplatz und verlassen dann vorwärts auf der rechten Seite den Hafen. Also so eine Art Kreisverkehr für Schiffe mit minimalen Hafenmannövern, komplett ohne Wende. Clever, aber so eine Anlage braucht natürlich auch unendlich viel Platz an Land. Hier in Patras, wo der relativ neu wirkende Südhafen einfach weiter südlich der Stadt in die leere Landschaft gebaut wurde, ging das wohl gut. Aber in Ancona wäre ein solches Verfahren undenkbar. Zu viel Stadt um den Hafen herum.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: An Deck der Fähre Superfast XI

Dennoch scheint es eine Art Manöververbot zu geben, wenn gerade eine Fähre einläuft und eine andere auslaufen will. Denn erst als die leicht verspätete Fähre unserer Freunde direkt hinter uns fest macht, legt unsere ab obwohl wir offenkundig schon längst seeklar waren und nun dadurch selbst Verspätung haben. Solche Regeln machen aber auch Sinn, schließlich trennen keine 10 Meter die beiden Dampfer.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Der Hafen von Patras

Tja, und dann sind wir schon weg aus diesem tollen Griechenland. Mittels Straßennavigations-App OsmAnd finden wir heraus, das wir schon gut 25 Knoten laufen. Superfast halt. Das sind fast 50 km/h. Mit unserem Boot Stormvogel schaffen wir vielleicht 16 km/h, wenn es wirklich gut läuft. Kurz vor Mitternacht macht unser Dampfer noch kurz einen Zwischenstopp in Igoumenitsa und dann schließlich direkter Kurs auf Ancona. Das Meer ist auf der Rückreise etwas mehr in Bewegung als auf der Hinfahrt, aber der Dampfer bewegt sich kaum.

Sleep very well in your Bettgestell.

Je näher wir am Sonntag der italienischen Küste kommen, um so dichter wird der Seenebel. Mit OsmAnd schätzen wir nun den Abstand zum Ziel ein, denn diese App funktioniert auch offline, also ohne Handynetz. Die Luft ist raus. Jetzt reicht es uns auch. Ankommen und nach Hause.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Der Hafen von Ancona

Keine Einreisekontrolle in Italien. Doch die örtlichen Behörden wissen auch so, wer wir sind. Beim Einsteigen in Patras mussten wir ein Dokument mit unseren Kontaktdaten abgeben, in dem wir erklären das wir keine Corona-Symthome haben und nur auf der Durchreise sind.

Es ist kalt. Die kurzen Hosen und die blanken Füße werden zum Problem. Ein wenig Seenebel liegt noch über der Altstadt direkt am Hafen und an diesem Sonntagnachmittag wirken die Straßen sehr leer. Coronabeschränkungen. Auch hier.

Wir gehen noch mal kurz Lebensmittel einkaufen um dann direkt auf die Mautautobahn nach Norden zu gehen. Das Ziel für diese Nacht: Die deutsche Grenze. In den seit diesem Wochenende geltenden Coronaregeln für Deutschland wird zum Glück weiterhin zwischen „Aufenthalt“ und „Durchreise“ unterschieden. Wenn wir in maximal 24 Stunden Deutschland erreichen, haben wir uns nicht in den Risikogebieten Italien und Österreich aufgehalten.

So kommt es, das wir das phantastische Alpenpanorama der Brennerautobahn nicht sehen können. Rabenschwarze Nacht. Das ist schade. Gut, sogar sehr gut ist der sehr wenige Straßenverkehr in dieser Sonntagnacht. Wenn wir uns die Autobahn mit den ganzen wartenden LKW´s (Nachtfahrverbot für LKW´s) teilen müssten, würden wir wohl zwei oder drei Stunden mehr Zeit benötigen und mehr viel mehr Stress haben. Keine sichtbaren Kontrollen an der Grenze Italien / Österreich.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Der Hafen von Ancona

Aber auf der A93 an der Grenze von Österreich nach Deutschland. Montagmorgen, gegen 1:00 Uhr wird die Fahrbahn auf eine Spur verengt und zwei deutsche Grenzpolizisten sehen den im Schritttempo vorbei rollenden Fahrzeuginsassen streng ins Gesicht. Rechts daneben sind provisorische Zelte mit Flutlichtscheinwerfern aufgebaut, in denen offenbar Fahrzeuge unter- bzw. durchsucht werden.

Wir werden durchgewunken und müssen nicht halten. Die Kontrolle hat wohl nichts mit Corona zu tun, sondern mit irgendwelchen Ganoven?

Ein letztes Mal während dieser Reise haben wir mit PARK4NIGHT einen Platz für die Nacht ausgesucht. Wir stellen uns auf den offiziellen Wohnmobilstellplatz in Kiefersfelden um endlich ein paar Stunden zu schlafen. Touristisch beherbergt fühlen wir uns da nicht. Nur Müde.

Familienangelegenheiten führen uns am nächsten Tag nach Köln und nicht nach Hause. Muss so sein. Kann man machen nix.

So endet im tiefsten Bayern mitten in der Nacht völlig unspektakulär unsere außerordentlich schöne Griechenlandreise.

Viel Zeit mit Freunden verbracht.

Sehr gut gegessen.

Und auch was getrunken.

Einige tolle Bilder gemacht.

Jede Menge schöner Landschaften gesehen.

Noch viel mehr positive, gute Eindrücke in uns aufgesaugt.

Peter.