KNAUSi hat das unglaubliche Privileg, von verschiedenen Familienmitgliedern gefahren zu werden statt doof und nutzlos auf einem einsamen Abstellplatz herum zu vegetieren.
Wozu ist denn ein jedes Wohnmobil erschaffen worden, wenn nicht auf den Straßen dieser großartigen Welt herum gefahren zu werden?
Scheiß auf den verbrannten Diesel!
Allerdings, diese Gelegenheitsfahrer sind nicht unbedingt mit den technischen Gegebenheiten an Bord eines autarken Wohnmobils wie KNAUSi vertraut, oder gar geübt.
Und so kann es passieren, das der eingebaute DOMETIC Kühlschrank mehr Strom aus den Bordbatterien zieht, als diesen lieb sein kann. Da reicht schon ein schön schattiger Stellplatz in sommerlicher Wärme um die Batterien in 48 Stunden ordentlich platt zu machen.
Denn die Kollegen von DOMETIC haben dem Kühlschrank nicht beigebracht, freiwillig mit dem Stromsaugen aufzuhören, wenn kaum noch Strom da ist. Diese Teile saugen die Batterien aus, bis schlicht kein Strom mehr da ist.
Und die Batterien am Ende kaputt sind.
Denn für solche fortwährend aussaugenden Stromparasiten, wie die DOMETIC Kühlschränke nun mal sind, sind die strohdummen, einfachen 12 Volt Batterien an Bord eines Wohnmobils nicht gebaut. Echte Opfer!
Nun denn.
KNAUSi´s Bordbatterien waren ´eh etwas über fünf Jahre alt und zeigten erste Schwächen, da macht es schon Sinn, die mal zu erneuern. Nach kurzer Recherche wieder für normale 12 Volt AGM Batterien entschieden. Der Aufwand für Lithium LiFePO Batterien stünde in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Nur, wie kann man verhindern das unbedarfte Wohnmobilnutzer die doofen AGM Batterien über Gebühr stressen, oder gar durch ihr Verhalten kaputt machen?
Wie fast immer in unserer so technologisch fortschrittlichen Welt gibt es eine Lösung!
Das Schlagwort dieser Stunde heißt „Batteriewächter“.
Der Name ist Programm. So ein Teil wacht darüber, das der Verbraucher, in diesem Fall also der DOMETIC Kühlschrank, die Bordbatterie nicht so leer saugt, das diese kaputt geht. Anderer Begriff: Unterspannungsschutz.
Nach intensiver Recherche „BATTERY GUARD KEMO M148A“ ausgewählt. Das Teil scheint optimal für die Aufgabe zu sein: Sinkt die Batteriespannung unter einen Wert „X“, wird die Stromversorgung zu dem rücksichtslosen Verbraucher getrennt und die Bordbatterie so gerettet. In der logischen Folge wird das Bier im Kühlschrank zwar wärmer, aber die Bordbatterie überlebt.
Die Installation ist denkbar einfach: Der „KEMO M148A“ wird einfach zwischen Spannungsversorgung und Verbraucher geschaltet. Ganz einfach: Plus auf Plus, Minus auf Minus. Einfacher geht es nicht.
So ganz ohne Wehmut geht es natürlich nicht:

Dieses elektrische Bauteil verbraucht zur Überwachung etwas Strom. Gering, sicherlich. Aber viele geringe Verbraucher töten auf Dauer jede Batterie, wenn sie denn nicht geladen wird. Macht Sinn, sich das zu merken!
Zum anderen ist die Justierung der Abschaltschmerzgrenze über ein winziges Potentiometer geregelt, weit entfernt von einer ordentlichen Einstellmöglichkeit. Aber irgendwas ist ja immer.
Nun denn.
Der Einbau in die vom Wohnmobilhersteller KNAUS verantwortete Bordelektrik ist denkbar einfach. An dem Verteilerpanel die Zuleitung zum DOMETIC Kühlschrank trennen und auf den Ausgang des „KEMO M148A“ legen. Auf den Eingang der kleinen schwarzen Box die Bordspannung legen, dazwischen wie empfohlen eine Sicherung und fertig ist Lack.
In der Hoffnung, den Einstellpotentiometer einigermaßen in Postion gebracht zu haben,das Teil verbaut und so in Betrieb genommen.
Mehr Vorsorge geht nicht.
Mal sehen, wie weit es trägt.
Peter.




