MAROKKO 2022 MT-1

Was will uns der aktuelle Sturm über Norddeutschland, der gerade stumpf und brutal über uns hinweg wütet, wohl mitteilen?

Haut bloß ab?

Fahrt bloß nicht los?

Oder ist es an Ende doch eher so, das man, ganz Schamane und Spurenleser, unterbewusst versucht, Zeichen zu lesen wo gar keine sind?

Als Tourist darf man seit dem 7. Februar 2022 wieder nach MAROKKO einreisen. Allerdings nur mit dem Flugzeug. Die Fähren bleiben bis auf weiteres ausgesetzt. Ein Zeichen?

Nein, so sind wir nicht. Fahren wir doch Morgen einfach mal los und sehen, was kommt.

Das Auto ist fast fertig gepackt, selbst die Unterhosen sind nun gewogen worden. In der Summe kommen wir nur auf 25 KG Klamotten und 20 KG Lebensmittel im weiteren Sinn. Letzteres in großen Mengen mit zu nehmen macht ja wenig Sinn, gibt es doch entlang des Weges in Frankreich, Spanien und Portugal jeden Menge Leckereien, die vernascht werden wollen.
Und Wein nach Südeuropa zu fahren macht wohl auch wenig Sinn. Das sind doch schon mal massive Gewichtseinsparungen, um unser Wohnmobil wie geplant nicht zu sehr zu überladen.

Mögliche Route in den Süden. Quelle: GOOGLE MAPS

Nun, die Route steht nicht fest. Eigentlich wissen wir im Moment nur, das wir über KÖLN, MANNHEIM und NAZARE nach TARIFA wollen. Also irgendwas mit 3.000 Kilometern, plus/minus 10%. Das belastet den Fahrer dann doch ein wenig. Diese Ungewissheit. Will er doch immer genau wissen, wo es lang geht. Konsens ist immerhin, der Sonne zu folgen. Also geht es da hin, wo eben jene scheint und es warm ist. Jedenfalls wärmer als hier.

Für die Navigation in MAROKKO haben wir bei eBAY ein „TOM TOM GO 520“ geschossen. Sieht aus wie neu, soll aber gebraucht gewesen sein. Halber Neupreis. Durchaus fair. Der Witz an dem Gerät ist, das man „lebenslang“ „weltweit“ „alle“ Karten herunter laden kann. Direkt ausprobiert – hat geklappt und sieht echt gut aus.
Mit ANDROID AUTO auch ein wenig herum gespielt und sich einmal mehr verloren im Wahnsinn der digitalen Welt. Noch fehlen mir die Worte, diesen allgemeinen digitalen Wahnsinn näher zu beschreiben, doch es steht zu befürchten, das da jede Menge Worte, ja ganze Sätze, gar ein ganzer Aufsatz droht geschrieben zu werden.

Der GPS Tracker verrät interessierten wie immer unsere Position. In den ersten Tagen ist mit keinem Bericht zu rechnen, Familie und Freunde verdienen die volle Aufmerksamkeit. Aber dann, so ab Mitte der kommenden Woche, vermutlich irgendwo aus Frankreich, wird es was frisches zu lesen geben. Und Bilder! Wie freue ich mich auf das Fotografieren!

Bis dahin also,

zeigt jedem Sturm, und sei er noch so mächtig, schlicht die kalte Schulter!

Peter.

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