Greece 7, Vlychada Beach

Es gibt wohl gleich zwei Vlychada Strände in Griechenland. Einmal da, wo wir gerade auf dem Peloponnes herum kurven und einmal auf der Insel Santorini. Wenn man einmal auf der Insel ist, kommt man auf den Inselstrand wohl relativ gut hin.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Vlychada Beach

Den Vlychada Strand an der Ostküste des dritten Peloponnes Fingers muss man sich erst mal erarbeiten. Der ist so schwierig zu erreichen, da kommen noch nicht mal die Funkwellen der ansonsten in Griechenland hervorragend funktionierenden Handynetze hin. Absolutes Funkloch und ansonsten auch wirklich ab von allen möglichen Schüssenn. Hierhin kommen zwei Gruppen von Menschen: Die einen, die im Meer baden wollen und die anderen, die im Fels klettern wollen. Meistens gehen die Kletterer nach dem Klettern baden, Badende hingegen gehen im allgemeinen wohl eher nicht nach dem Bade im Meere klettern. Verrückte Welt.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Vlychada Beach

Nun, die Beifahrerin hat schon bei der endlosen Serpentinen Abfahrt kalte Füße und braucht daher auch später am Tag keine Abkühlung mehr. Der Fahrer hingegen kann die Ankunft auf Meeresebene gar nicht erwarten, ist die Lenkerei doch trotz Servolenkung echte Schwerstarbeit. Einmal unten angekommen, beschleicht den Fahrer dann das trügerische Gefühl, hier bereits einmal gewesen zu sein. Theoretisch denkbar, führte doch die Mittelmeerroute des Stormvogels in 2015 nur ein paar hundert Kilometer weiter nördlich durch den Kanal von Korinth.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Vlychada Beach

Der Eindruck ist so stark, das er doppelt und dreifach geprüft wird. Nein, dieser Strand ist absolutes Neuland. Hier waren wir noch nie. Jedenfalls nicht in diesem Leben.

Obwohl diese sagenhafte Bucht so schwer zu erreichen ist, sind hier einige Autos zu sehen. Einige kommen nur mal so vorbei und verschwinden alsbald auch wieder im Berg. Andere bleiben, wie wir, über Nacht.

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Vlychada Beach

Nach Einbruch der Dunkelheit wird es schnell ruhig, denn natürlich gibt es hier kein Licht…

…na ja, an einem Auto aus dem norddeutschen Bundesland mit den niedrigen Coronaneuansteckungen gibt es eine wunderbar helle LED Lichtleiste an der Schiebetür, deren Strombedarf durch Akkus befriedigt wird, die tagsüber durch die pralle Sonne über Solarpaneele auf dem Dach randvoll aufgeladen werden. Die LED´s würden auch noch lange nach dem Ende der durch Corona bedingten frühzeitigem Ende der Menschheit weiter leuchten. Gäbe es da nicht einen Parasiten mit Namen Dometic RC 10.4 90, der es ebenfalls auf den satten sonnenerzeugten Akkustrom abgesehen hat:

Mit dem Wohnmobil in Griechenland/Peloponnes: Vlychada Beach

Der Kühlschrank. Dieser Vogel verlangt geradezu unersättlich nach Strom. Nach sehr viel Strom. Dieser Nimmersatt hat wohl eine echte Meise, schaltet er sich doch eigentlich nie ab. Egal welche Kühlstufe, egal welcher Inhalt. Einfach mal laufen und den schönen Sonnenstrom wieder in Wärme umsetzten. Strom fressen. Nun mag der geneigte Wohnmobilfahrer gerne an einen Defekt denken, löst doch ein vermuteter Defekt jede Grundsatzfrage über Sinn und Unsinn von batteriebetriebenen Kühlschränken die ihre Abwärme an den Innenraum abgeben, in Luft auf. Nun ist ein solches Verfahren nicht nur in Wohnmobilen, sondern auch auf den meisten Produktionsyachten anzutreffen was einzig und allein daran liegt, das es so schön billig ist. Jedenfalls im Vergleich zu anderen Lösungen. Doch was dem nun nicht mehr geneigten Wohnmobilfahrer zornig macht ist der Umstand, das dieses blöde Teil einen Neupreis von 1.300 € hat. EINTAUSENDDREIHUNDERT! Da bauen andere ganze Kühlhäuser für. Oder so ähnlich. Nun, hoffen wir doch einfach auf einen Thermostatdefekt und stellen nicht die Grundsatzfrage.

Immer dieses grundsätzliche. Nervt doch!

Das Jahr 2020.

Wir machen aufwendig aus Sonnenlicht Strom.

Und verplempern ihn dann um schöndes Bier kalt zu stellen.

Ist in Wahrheit kein Bier die Lösung?

Peter.

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