Zur Lage XXXVIII

Die drei Phasen des Eignerwahnsinns einer Aluminium Blauwasseryacht:

1) Happyness
2) Die Hölle
3) Happyness

Bisher haben wir ja immer Geld für unser Boot ausgegeben, weil wir damit irgendeine Verbesserung herbei führen wollten. Technisch, Optisch, Ausrüstung. Zuletzt mit dem großen Refit 2016/2017. Denn die verwendeten Baumaterialien erlauben ja immer wieder eine Aufarbeitung. Innen, Außen. Technik kann ordentlich gewartet werden, oder bei ernsthaften Defekt auch durch eine neue Komponente getauscht werden. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen! Ungeübte hielten den Stormvogel in der Sommersaison 2017 für einen Neubau.

Der Salon im Sommer 2015

Soweit alles klar?
Aye, Sir! Alles klar!

Phase 1: Happyness.
Es läuft! Keine technischen Probleme, an Deck alles im Lack, unter Deck pure Gemütlichkeit. Ganz so, wie es auf hoher See für den Normalsegler sein soll. Ab und zu muss man sich kneifen, so einen Dampfer sein Eigen nennen zu dürfen.

Soweit alles klar?
Aye, Sir! Alles klar!

Doch wie immer, wenn das schöne Wetter zu lange anhält, schleicht sich unbemerkt eine Schlechtwetterfront an und wenn man am wenigsten damit rechnet, schlägt das Eignerschicksal zu. Völlig unvorbereitet, überraschend bricht die Hölle los:

Phase 2: Die Hölle
Wie üblich, in kleinen Scheiben ins Vorderhirn dringend. Nach einem tollen Australienausflug 2019 wollten wir im Frühjahr in der Nord- und Ostsee wieder segeln gehen, doch das Boot war kaputt. Einfach so. Ohne zutun des Eigners oder eines Dritten. Kaputt an einer Stelle, die niemand für möglich gehalten hätte.

Der Salon im Sommer 2019

Die Erkenntnis, das der ganze Ballast aus dem Boot ausgebaut werden muss um den Schaden begutachten zu können bescherte nicht nur dem Eigner schlaflose Nächte. Was für ein Aufwand! Was für ein Dreck! Was für ein Mist!

Der Salon im Sommer 2019

In der Folge mussten gut 2,5 m² der Bordwand an Steuerbord saniert werden. 14 Monate Laufzeit, nicht Bauzeit. In jedem Fall Höllenzeit. Doch mit jedem kleinen Reparaturfortschritt reifte auch die Gewissheit, das das Boot sehr gut repariert werden kann. Wie immer: Wenn man etwas richtig macht, wird es richtig gut.

Ausgetauschte Bordwand im Frühjahr 2020

Soweit alles klar?
Aye, Sir! Schöner Mist!

Ausgetauschte Bordwand im Frühjahr 2020

Nach dem Schlechtwetter wird es wieder schön! Der STORMVOGEL schwimmt wieder, gestern haben wir sogar die Polster wieder eingebaut und wir nähern uns, ohne Streß, ohne Reue,

Phase 3: Happyness

Der Salon im Sommer 2020 – noch am einräumen…

Mit anderen Worten: Ende gut, Alles gut. Die Probefahrt steht zwar noch aus, aber unser Dampfer ist wieder in einem TipTop Zustand, alle technischen und schönen Dinge sind so, wie sie sein sollen und wir schauen mal, wohin der Probeschlag uns führen wird.

Später im Jahr dann an die deutsche Ostseeküste und die Westküste von Schweden. Irgendwie & Irgendwo die verrückten Norweger von der ODA treffen.

Das ist der Plan.

Soweit alles klar?
Aye, Sir! Alles klar!

Na dann mal los!

Peter.

STORMVOGEL im Sommer 2020

2 Gedanken zu „Zur Lage XXXVIII“

  1. Herzlichen Glückwunsch, dass diese unschöne Zeit endlich ein Ende hat! Ich habe das Drama im Blog mitverfolgt und den Stormvogel in der Halle bei der YWG gesehen, als meine JULIUS über Winter in Glückstadt lag.

    Ich wünsche euch eine schöne Saison!

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