UK26: Anreise

Durchaus auch zur eigenen Orientierung:

Im Winter/Frühjahr 2026 MAROKKO und SÜDFRANKREICH. Im Frühsommer DÄNEMARK, im Hochsommer SCHWEDEN, jetzt, im Spätsommer kurz mal ENGLAND und dann, im Winter 2026/2027 endlich mal wieder eine richtige, große Reise in bisher unbereiste Lande.

SCHWEDEN war eine reine Großfamilienwoche in zwei roten Ferienhäuser direkt an einem See. Klischee Pur. Nichts öffentlich zu berichtendes. Die neue große Reise reift gerade erst noch, dazu erst zu gegebener Zeit mehr.

Doch hier & jetzt erst mal ENGLAND!

Verdammt, vergessen: Anfang September ist es um 0530 noch dunkel. Auch in Dünkirchen!

Eigentlich eine echte Kulturreise. Zwei fest gebuchte Konzerte und ein ob der Wetterlage offen gehaltener Open Air Theaterbesuch standen/stehen für knapp zwei Wochen SÜDENGLAND auf dem Plan. Ein kleiner Schlenker über KÖLN verlängert zwar zunächst die Anfahrt nach DÜNKIRCHEN um einen Tag, ermöglichst aber einen kurzen Familienbesuch und, mindestens ebenso wichtig, ein Treffen mit der BELLA Crew, die auf Stipvisite in der Stadt ist.

Schrecklich, wie viel Kölsch es braucht um so eine ordentliche Hausmachersülze aus einer waschechten Kölschkneipe direkt am Rhein zu besänftigen! Da steckt doch bestimmt Methode dahinter!!!

Am Nachmittag des zweiten Reisetages dann ohne nennenswerten Stau bis zum DFDS Fährterminal von DÜNKIRCHEN durchgefahren. Mittlerweile Routine, denn dort kann man immer noch 24/7 ankommen und gratis mit dem Wohnmobil übernachten. Die Fähren sind bekanntlich in den Morgen-, Abend- und Nachtstunden deutlich billiger als am helllichten Tag.
Und so wollte es der diesjährige UK26 Fahrplan, das die Fähre nach DOVER um 0600 abgehen sollte. Wenn man direkt neben dem Terminal schläft, locker zu schaffen. Der scharfe Westwind drückt die Fähre während der Passage durch den englischen Kanal ordentlich zur Seite, ansonsten ist die Überfahrt völlig entspannt.

LOOE (UK) bei Niedrigwasser, grau, trübe, muss man einfach lieben!

Da alle Grenzformalitäten (Grenzpolizei, Zoll) bereits auf der DÜNKIRCHEN Seite erledigt werden kann man in DOVER sehr zügig die Autobahn erreichen und auf der falschen Fahrspur munter im dichten Verkehr gen Westen brettern.
Mit Pausen zwar, aber ansonsten in einem Rutsch soll der kleine Badeort LOOE im tiefen Südwesten von ENGLAND, in CORNWALL gelegen erreicht werden.

Schließlich sollte in LOOE an drei aufeinander folgenden Tagen das KERNOFORNIA FESTIVAL am örtlichen Strand statt finden. Die aktuelle absolute Lieblingsband des Schreiberlings, PENDRAGON mit Namen, sollte dort unter anderen spielen.
Doch seit knapp zwei Monaten ist klar, das Festival findet nicht statt. Der Veranstalter ist einfach mal eben so pleite gegangen.

Das tolle daran:
Der örtliche Campingplatz weigerte sich in diesem Zuge die gebuchten und bereits bezahlten Plätze zu stornieren.

OK, hier am Strand von LOOE hätte also die Bühne des KERNOFORNIA FESTIVAL gestanden…OK???

Und so reifte der Gedanke, wenigstens LOOE einen ausgedehnten Besuch abzustatten. In diesem kleinen Küstenort waren wir in der Tat noch nie, der Stellplatz ist sowieso bezahlt, also warum nicht?

Nun, zuvor unbekannte Gründe, die dagegen sprechen könnten:

  1. Plötzlich aufziehender Seenebel, elendig nass und kalt
  2. Der Höhenunterschied zwischen Campingplatz und LOOE – zu Fuß nur unter großer Anstrengung leistbar
  3. Horden von eingeborenen Touristen

Auf der anderen Seite:
Warum nicht?

Der Stellplatz im auf dem Reißbrett entstandenen TEN CREEK HOLIDAY PARK ist schnell bezogen und ob der langen Fahrt wird trotz des Nebels am späten Nachmittag LOOE zu Fuß erkundet. Der Abstieg ist relativ einfach, der Aufstieg, zu schnell angegangen, relativ pulstreibend. Dabei weiß doch jeder Wandersmann: Geduld, Geduld!

Der Ärger über das nicht statt findende Festival ist längst verrauscht.
Vielleicht auch weil sich in der Zwischenzeit eine völlig unerwartete Einladung zu einem original britischen Curry bei Eingeborenen ergab. Zwei Stunden von LOOE entfernt zwar, aber gut zu fahren. Sehr aufregend, unterhaltsam, lecker war´s, exzellente, noch nie zuvor gehörte Musik wurde auch gespielt, spät wurde es leider auch.

Wer braucht da schon ein Festival am feuchten Sandstrand mit jeder Menge kaltem Seewind?

OK, das waren also die ersten Tage in diesem Jahr auf der Insel, die einem immer mehr ans Herz wächst.

Gefühlt etwas hektisch, Zeit auf die Reisebremse zu steigen.

Ganz sicher.

Peter.

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