Tag Acht

Oder so. Könnte auch Neun sein. Hab´ vergessen, wie ich zählen wollte.

Ist ja auch egal. Bei Bestem Segelwetter haben wir uns im Fahrwasser gen Norden, nach Lyö aufgemacht. Die Insel bietet eine gegen fast alle Windrichtungen geschützte Ankerbucht, nur nach Ost ist sie ein wenig offen.

Noch in Martal. Mühsam aufgebaut, abends von den Flammen geraubt. Sonnenwende in DK.

Wir haben Ost. 15 Knoten stetig, manchmal 20. Der Dampfer stampft gemächlich am Anker, aber wir sind uns sicher, wir haben schon deutlich schlechter gelegen und das Wetter wird ruhiger werden.

Tags drauf dänische Süddsee pur. Sonne, baden, kühle Drinks. Ach ja, so könnte es immer sein!

Aeroskoeping

Dingi war schon in Marstal aufgeblasen, Außenborder lief so leidlich. Jetzt immer noch. Keine Selbstheilungskräfte zu erkennen. Obwohl mit altem, gut abgelagerten Benzin gefüttert. Das Teil ärgert mich so, das ich es wieder an Bord hole und zerlege, reinige und wieder zusammen schraube. Und siehe da, mit etwas Liebe und Pflege schnurrt das Teil schon beim ersten Seilzug.
Na ja, neben Liebe und Pflege war da auch noch ´ne neue Zündkerze und ein neue Benzinfilter im Spiel.

Segelfreunde kreuzen (im wahrsten Sinne des Wortes!) am Freitag Abend auf und wir verbringen einige Zeit miteinander. Nur das gemeinsame Grillen am nächsten Abend fällt aus. Gewitter. Sonntags wollen beide Boote nach Sonderburg, einer will kreuzen, der andere beugt sich zunächst dem Schicksal, schmeißt aber nach ein paar Meilen doch die Unterwassergenua an. Später, einiges später, fragt er sich selbst, was das wohl sollte? Vermutlich wollte er dem direkten Vergleich mit einem Regatta-Ass auf einer Regatta-Renn-Ziege aus dem Weg gehen…???

Nun denn. Die einen müssen wieder zur Arbeit, die anderen haben mit Dies&Das auch eine Beschäftigung. Eine muss mal kurz nach Hause – Artztermin. Die sind mittlerweile ja so kostbar, das man weite Anreisen in Kauf nimmt. Einer muss sich um den Kühlschrank kümmern. Auf Anker besonders aufgefallen: Geht einfach nicht mehr aus. Obwohl wir in Glückstadt einen Kältetechniker an Bord hatten, der Kühlmittel eingefüllt hat. Lief danach auch sehr gut. Ein paar Tage. Also vermutlich ein Leck im Kühlmittekreislauf. Jetzt tauschen wir in Sonderburg den Verdampfer, der alte scheint am Anschlussstück undicht zu sein. Jedenfalls sagt das so eine Schnüffelmaschine und das Leckspray. Löten kann man so was nicht. Sagt der dänische Kältetechniker. Na ja, für kaltes Bier, energiesparend gekühlt, kann man ja einiges unternehmen.

Lyö. Erstes Haus am Hafen.

Ja, und das was es denn auch schon.

Vielleicht sollte ich noch kurz über das Wetter meckern. Nach der grandiosen Auftaktwoche Regen und Sturm. Was soll das denn? Und Sturm steht weiter auf dem Plan. So ein Blödsinn!

Peter.

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