TAG 14

Logisch, nach 13 kommt 14 und wenn man direkt weiter segelt, dann ist auch gleich wieder ein Reisetag.

Gut 50 Seemeilen nach Stralsund, erst mal stramm nach Süd-Ost, den Windpark Baltic 1 gerade so an Steuerbord liegen lassen und dann abkürzend durch die Untiefen in das Fahrwasser von Barhöft einlaufend. Das ist der Plan, so wird es gemacht.

Wir baumen relativ schnell das Yankee aus, die Welle läuft zwar auch etwas achterlich, passt aber nicht so richtig zum Wind. Auf halber Strecke macht dieser für ´ne Stunde oder so auch mal direkt Pause und wir eiern mit 5 oder 6 Knoten herum. Doch dunkle Wolken bringen den Wind wieder und es briest wieder auf. Während wir in Dänemark kaum andere Boote gesehen haben, wird es voller, je näher wir Deutschland kommen. Von überall her, in alle Richtungen. 20, 30 Boote im Bereich des Fahrwassers von Barhöft. Die vielen Charterbasen in dieser Region hinterlassen ihre Spuren.

Wir laufen unter Segel in das Fahrwasser ein und mogeln nur in unmittelbarer Nähe von Barhöft mit der Maschine, als das Fahrwasser für eine knappe Meile nach Westen schwenkt. Vor Barhöft 5 Boote vor Anker, im Fahrwasser nach Stralsund 10. Was für ein Verkehr!

Als wir am späten Nachmittag Stralsund erreichen ist es alles andere als gemütlich. Wind, Dunkel und das Gefühl von Regen. Kurz vor Weltuntergang. Es gleicht wie schon immer einer Lotterie, einen guten Liegeplatz in der Citymarina Stralsund zu ergattern. Angeblich haben die 150 Gastliegeplätze. Wir kurven ein wenig rum, legen uns dann längsseits auf einen 15 Meter Platz. Wohl wissentlich, das wir im Päckchen enden werden.

Denn es gibt drei Zeiten am Tag, in denen hier 10, 20 oder auch mal 30 Boote gleichzeitig einen Platz suchen: 12:20, (15:20) und 17:20 Uhr. Dann öffnet die Eisenbahnbrücke des Rügendamms für Sportboote. D.h. kurz vorher geht ein Schwung Boote raus, die nach Süden (Greifswald und umzu) wollen und kurz nachher kommt ein (in der Regel größerer) Schwung gen Norden und sucht einen Platz für die Nacht.
Irgendwie passt es immer, jedenfalls für mutige (großer Dampfer ganz innen in der Boxengasse) oder kreative (einfach mal ins 3er Päckchen und keine Landleine legen).

Nun, das Wetter wird immer beschissener (Entschuldigung). Es stürmt, es nieselt, es regnet und es ist kalt. Kalt!

Wie schön, das Freitags unsere Gäste eintreffen. 4 halbstarke Kerle mit mehr Selbstbewusstsein als Grund dazu und ein Bruder. Zusammen wollen wir den Bodden erkunden. Und eine Woche Badeurlaub machen. Ist doch egal, ob man von oben oder unten nass wird, gell?

Viele Grüße,

Peter.

P.S. Schietwetter im allgemeinen und Regen im Besonderen braucht man nicht zu fotografieren…

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