KANAREN 2024: Teneriffa, Puerto de la Cruz

Die Großstadt PUERTO DE LA CRUZ wird nur angesteuert, damit der dort vorhandene botanische Garten von mitreisenden Experten in Augenschein genommen werden kann.

Aber erst am Folgetag.

Durch die ausgefallene Seilbahntour auf den TEIDE kommt der deutsche Teil der interkontinentalen Reisegruppe viel zu früh in der Stadt an. Dem australischen Teil gefällt es auf ihrem einsamen Stellplatz direkt am Meer – auf einem Parkplatz des örtlichen Friedhofes – sehr gut. Sie seien dort alleine.

Markthalle PUERTO DE LA CRUZ, TENERIFFA

Wenn man von den vielen Toten um einen herum absieht mag das wohl auch stimmen?

Der Stellplatz in PUERTO DE LA CRUZ könnte verrückter gar nicht gelegen sein.

Großstadt im Berghang. Alle Hauptverkehrsstraßen vierspurig. Bergauf, Bergab. Der größte Parkplatz mit bestimmt weit über 1.000 Stellplätzen befindet sich direkt am Meer. Zufahrt über eine schmale einspurige Gasse, der Verkehrsfluss durch diese Gasse wird mit einer leicht zu übersehenden Ampel geregelt. Hat man dieses Nadelöhr erst mal passiert glaubt man kaum, das dieses städtebauliche Filetstück einer Großstadt als ordinärer Parkplatz herhalten muss.

Allerdings. Vielleicht ist auch massive ATLANTIK Brandung, die hier in TENERIFFA´s Westen auf die Insel stößt ein Grund dafür, das dieses große Filetstück Land „nur“ ein Parkplatz ist? Vier, fünf Meter dicke Betonwände hat der ATLANTIK an einer Stelle immerhin schon durchbrochen.

KNAUSi wird schick in erster Reihe mit Meerblick geparkt, das bisschen Seewasserluft wird ja wohl kein Problem werden? Wird es doch, später wird KNAUSi noch mal aufwendig umgeparkt denn das anfangs bisschen Seewasserluft hat sich nun alle paar Sekunden zu einer handfesten Seewasserdusche entwickelt.

Mensch KNAUSi, Du alter Salzbuckel!

Endlich kommen mal wieder die mitgeführten Motorroller zum Einsatz!

Baden im Hafen, PUERTO DE LA CRUZ, Teneriffa

Neben dem Erkunden der Parkplatzsituation am botanischen Garten (lausig) wird noch ein gerade im Abbau befindlicher Flohmarkt in der örtlichen städtischen Markthalle und die Altstadt auf zwei Rädern besucht.

Schade, das der Flohmarkt gerade zu Ende geht. Doch warum ist es bloß in der sehr großen Markthalle noch so laut? Nun, weil in unzähligen kleinen Essensplätzen/Restaurants noch viele Eingeborene sitzen und es sich bei Sekt, Wein, Bier und allerlei leckerem Essen richtig gut gehen lassen. Vor einem Laden singt tatsächlich eine ältere Frau live im Halbplayback spanische Schlager. Au Backe!

Nun gut, ein Kaffee und ein Stück Kuchen haben noch niemanden geschadet und so gewinnt man als Tourist unbemerkt ein wenig Zeit um diesen Trubel in sich aufzusaugen.

Die Motorrollerfahrt bergab in die Altstadt von PUERTO DE LA CRUZ ist viel aufregender als die (in Schrittgeschwindigkeit) bergauf. Das mag am Geschwindigkeitsrausch liegen?

Die Altstadt: Auch nicht schlecht!

Aber eben auch nur eine von anderen Touristen überlaufene spanische Altstadt. Im Herzen der Stadt gibt es an der Küste offenbar auch einen Natur-Swimmingpool, doch die großen ATLANTIK Wellen überrollen diesen regelmäßig und die rote Badeflagge ist entsprechend auch gehisst.
Das hindert die Eingeborenen Jugendlichen aber offenbar nicht daran im kleinen Hafenbecken der Altstadt schwimmen zu gehen. Auch hier steht die Brandung, aber bei weitem nicht so fürchterlich wie vor der Hafenmauer. Dieses leicht unwirkliche Szenario hat dann doch etwas ganz besonders, das man nicht aller Tage sieht.

Irgendwann bemerkt der ehemalige Navigateur und aktuelle KNAUSi Fahrer einen Rot-Weißen Turm am Ufer.

Projekt, PUERTO DE LA CRUZ

Merkwürdig.

Haben die hier etwa mehre davon?

KNAUSi steht doch in unmittelbarer Nähe von so einem Turm!

Und dann dämmert es endlich auch dem nachlässigsten aller Reiseleiter: Der riesige Parkplatz am Meer ist genau deshalb dort, weil man vom geparkten Auto in die Altstadt höchstens fünf Minuten zu Fuß benötigt. Dadurch werden alle Besucherautos aus dem Gebiet heraus gehalten und die Altstadt ist dennoch voller Menschenmassen.

Na ja, über den dicht bevölkerten Fußweg kann man die Motorroller guten Gewissens nicht zurück zum Auto bringen. Da muss man also wieder außen herum kurven und das bereits beschriebene Nadelöhr passieren. Das anfänglich unverständliche Straßenlabyrinth beginnt Sinn zu machen.

Über die Lebensqualität in einem Wohnmobil auf Megaparkplätzen, und seien sie auch direkt am Meer, braucht man sich wohl nicht weiter auszulassen. Sicher, draußen Kochen geht immer, aber genauso fix ist auch, das immer im Auto gegessen wird. Ein weiteres Beklagen dieser Situation erübrigt sich, denn die verbleibenden Tage der interkontinentalen Reisegruppe auf den kanarischen Inseln sind gezählt.

Peter.

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