Am frühen Abend kommt die Fähre von LA GOMERA pünktlich in LOS CHRISTIANOS, TENERIFFA an.
KNAUSi steht mal wieder ganz vorne auf hinteren Ausgang.
Das Verladen in LA GOMERA erfolgte in einem ganz neuen Verfahren:
Vorwärts auf die Fähre rauf, auf dem Ladedeck den Anhänger abkuppeln, Fahrzeug wenden, Anhänger wenden und wieder ankuppeln und schnurgerade auf der Fahrspur zum Heck zurück fahren. Sehr pragmatisch, der Ladeoffizier packt selbst mit an. Geht aus seiner Sicht vermutlich schneller als wenn dieser deutsche Amateurgespannfahrer rückwärts die Rampe hochkriechen würde und drei Anläufe dafür braucht.

Nur acht Kilometer vom Hafen entfernt gibt es einen echten Campingplatz der für die anstehende Nacht angesteuert wird. Als die aktuelle Beifahrerin aussteigt um die interkontinentale Reisegruppe anzumelden ist eigentlich schon klar, das das nichts wird: Der Parkplatz vor dem Campingplatz ist mit hunderten PKW´s zugestellt.
Entsprechend kurz darauf die Rückmeldung: Komplett ausgebucht.
Hätte man auch noch die Osterfeiertage irgendwie in die Reiseplanung integrieren müssen?
Dieser volle Campingplatz liegt inmitten des Nichts:
Ringsherum Brachflächen, Plastikgewächshäuser. Eine nicht betretbare Oase mit großem Swimmingpool, Restaurant, Miethütten und Stellplätzen. Da fahren die Eingeborene wohl gerne über die Feiertage hin? Kein Platz für Touristen.

Also Ausweichlösung:
Mal wieder ein Parkplatz am Strand, ein paar Kilometer weiter.
Wahnsinn!
Das soll ein „Parkplatz“ sein? Auf den ersten Blick stehen hier nur Wohnmobile herum, bei genauerer Betrachtung stehen dazwischen aber auch unzählige PKW´s. Zum Glück finden die beiden Wohnmobile der interkontinentalen Reisegruppe auch noch ihr Plätzchen, denn einige Autos verlassen den sehr windigen Strand am frühen Abend.
Schön geht anders, aber man nimmt, was man bekommt.
Verfügen andere Strandparkplätze in der Regel zumindest immer über Mülleimer, kommt LA TEJITA tatsächlich ohne alles daher. Schlau ist das bei diesem vielen Menschen sicher nicht. Immerhin fährt die Polizei an diesem Abend zweimal auf Streife vorbei, bei deren Sichtung packen Eingeborene in Rekordzeit die Tische in ihre Autos. Stühle bleiben draußen. Grenzen ausloten.
Man bedenke! Ein Tisch, der Inbegriff des echten, verbotenen Camping.
Der deutsche Teil der interkontinentalen Reisegruppe möchte an diesem „wunderbaren“ Platz noch einen Tag verbringen, schielt sie doch auf ein Seilbahnticket auf den VOLCANO TEIDE, der höchsten Erhebung Spaniens. Der australische Teil möchte einen besseren Platz an der Nordküste finden, Seilbahn fahren steht nicht hoch im Kurs.

So reicht die Zeit am Ruhetag dann auch noch für ein Bade im ATLANTIK, der Fortschreibung des Blogs und die Erkundung der näheren Umgebung. Die ist aber bis auf den Strand mit seinem markanten Felsen völlig belanglos: Ferienwohnungen im fertigen Zustand, Ferienwohnungen im Bau, Ferienwohnungen als offensichtliche Bauruine und zentral ein kleines Einkaufscenter, denn richtige Urlauber wollen doch vor allem drei Dinge: Shoppen, Shoppen, Shoppen.
Peter.