KANAREN 2024: La Gomera, La Laguna Wanderung

Der zu bezahlende Parkplatz am Hafen von SAN SEBASTIAN DE LA GOMERA bringt des KNAUSi´s Besatzung auf den klugen Gedanken, den Anhänger mit den Motorrollern, im übrigen amtlich getauft auf „TENDER TO KNAUSi“, abzukuppeln und für sehr wenig Geld auf dem sicheren Parkplatz zurück zu lassen.

Denn eines haben die letzten Inseln gezeigt: Die Motorroller sind völlig unnütz, weil es zum einen immer wahnsinnig auf & ab geht, zum anderen gibt es an den Zielorten nichts auf zwei Rädern zu erkunden: Immer führt nur eine einzige wilde Straße aus den Bergen in eine Bucht herunter und „da unten“ kann man alles in fünf Minuten ablatschen. Wenn man überhaupt so lange dafür braucht.

Im „Regenwald“ von LA GOMERA

Die Fahrerei mit dem Anhänger ist eigentlich kein Problem, doch auf LA GOMERA sind einige Straßen dann noch mal enger, höher und schwieriger. Nein, der Anhänger kommt nicht mit und bleibt die paar Tage einfach im Hafen.

Der erste Landausflug führt uns auf über 1.300 Höhenmeter in den PARQUE NATIONAL GARAJONAY und dort zur LAGUNA GRANDE. Bei der Auswahl von möglichen Wanderungen („Spaziergängen“) der interkontinentalen Reisegruppe muss stets darauf Rücksicht genommen werden, das viele Teilnehmer durchaus die 60 Lebensjahre überschritten haben und somit größere Distanzen und Höhenunterschiede vermeiden wollen.

Nicht, das dies eine Frage des Alters wäre!

Nein, eher der aktuellen körperlichen Verfassung. Und das trifft schlicht auf alle Teilnehmer zu.

Nun, der einfachste Rundwanderweg in dieser Gegend hat mal gerade eine Länge von fünf Kilometern und irgendwas mit 150 Höhenmeter Varianz, im wesentlichen also eben. Unglaublich, wie kalt es hier oben ist: 8°C! Erstmal was warmes aus dem Schrank heraus suchen, was wasserdichtes vielleicht auch?

Im „Regenwald“ von LA GOMERA

Und wer jetzt aufmerksam die Bilder von der LA GOMERA Bootstour mit den Bildern dieses Beitrags vergleicht wird denken, halt, da stimmt doch was nicht!

Das kann doch nicht die gleiche Insel sein?

Doch, wirklich, auch das ist LA GOMERA!
Nur eben ein paar (mehr) hundert Meter höher als am Vortag. Völlig andere Landschaft, Klima und Vegetation. Diese faulen Ozeanwolken. Scheinbar doch zu irgendwas nutze. Einmal mehr erkennt der wissbegierige reisende, das Wasser einfach der Schlüssel zu allem ist. Ja ja, Luft auch, ohne die geht ja gar nix. Aber Wasser? Dieser Stoff ist schon ein absolutes Erfolgselement für jegliche Lebensform.  Gut das wir zu Hause so viel davon haben, das wir es ständig im Klo runter spülen können.

Die Wanderung geht gut in die Knochen, denn so flach und einfach wie versprochen ist sie dann natürlich auch wieder nicht. Kurz nach Einkehr in dem einzigen Cafe weit und breit schüttet es einmal kurz und heftig, Sturzregen. Gutes Timing!

Mit dem guten Gefühl, sich mal wieder wenigstens etwas verausgabt zu haben geht es denn auch schon weiter.

Peter.

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