KANAREN 2024: El Hierro, Wanderung El Sabinar

Neuer Tag, neue Wanderung!

Diesmal aber richtig. Mindestens 8 Kilometer, das ist sicher kein Spaziergang mehr (?).

Die Anfahrt von den Pools von LA MACETA zum Kloster ERMITA DE NUESTRA SENORA DE LOS REYES über die HI-500 ist spektakulär und vielleicht das anspruchsvollste, was KNAUSi bisher absolvieren musste. Eng, steil, teilweise sehr steil um genau zu sein und tiefe Schluchten in deren Abgründe die aktuelle Beifahrerin sich öfters als einmal sieht. Klasse Strecke, aber nicht aus Spaß noch mal zu fahren.

Ein harmloser Abschnitt auf der HI-500 auf EL HIERRO

Am Kloster angekommen gibt es erst mal kleine Orientierungsprobleme, denn so ganz klar ist der Weg nach EL SABINAR nicht. Es stellt sich heraus, das der Wanderweg über weite Strecken auf einer nicht asphaltierten Straße (HI-506) verläuft. Ab und zu kommen ein paar Mietwagen vorbei, einige bemerken die Staubwolke, die sie hinter sich herziehen und verlangsamen dankenswerter Weise deutlich die Fahrt, andere nicht und die deutsche Reisegruppe sieht schnell aus wie Bergwerksarbeiter die gerade von der Schicht kommen. Der australische Teil der eigentlich interkontinentalen Reisegruppe zieht es vor, die Inselhauptstadt VALVERDE zu erkunden.

Der gedruckte Reiseführer verspricht Wacholderbäume, die florabegeisterte Viertelreisegruppe bekommt eben jene. Und auch sonst gibt es viel zu sehen. Schon erstaunlich, wie viel Feuchtigkeit oben auf den Bergen der kanarischen Inseln durch die tief hängenden Ozeanwolken hängen bleibt und so für sattes Grün in der Landschaft sorgt. 

ERMITA DE NUESTRA SENORA DE LOS REYES, EL HIERRO

Überhaupt. Diese faulen Ozeanwolken!

Bilden sich über dem ATLANTIK, bleiben aber auf vier- oder fünfhundert Meter hängen und fliegen so lässig vor sich hin. Bis dann eben eine Insel wie EL HIERRO die Flugbahn kreuzt mit Bergen von eintausend fünfhundert Metern Höhe. Und klatsch, boom, bäng, bleiben diese faulen Ozeanwolken am Berg hängen und hüllen die ganze Szenerie in Weiß, oder auch Grau, wenn denn genug Wasser in der Luft ist.

Es kostet einiges an Überwindung und Überredung, wirklich den ganzen Weg zu gehen. Wie schon fast üblich ist die kleine Reisegruppe viel zu spät unterwegs und wenn sich keine Wolke am Berg aufreibt brennt die Sonne erbarmungslos auf die Wanderer. Zum Glück werden Wasser und Sonnenhüte mitgeführt. Nur selten sieht man andere Wanderer, aber wenn wirken die ebenso abgekämpft wie man selbst sich fühlt.

EL SABINAR, EL HIERRO

Sehr spätes Frühstück nach Rückkehr zu KNAUSi und dann auch schon weiter zur nächsten Station.

Hoffentlich mit weniger anspruchsvollen Straßen!

Peter.

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