KANAREN 2024: TENERIFFA, San Andres

Der vorauseilende Erkundungstrupp bestehend aus dem australischen Teil der interkontinentalen Reisegruppe berichtet, das der angepeilte Stellplatz für die anstehende Nacht erneut unerreichbar sei.

Viel besser sei der Platz gleich nebenan, SAN ANDRES mit Namen. Beide Plätze liegen gleich nordöstlich der Inselhauptstadt SANTA CRUZ DE TENERIFE, also muss man von Westen kommend einmal quer durch die Stadt. Wie ausgestorben kommen die üblichen Straßenschluchten einer beliebigen Großstadt daher.

Wo stecken bloß die ganzen Eingeborenen?

Am Strand von SAN ANDRES, Teneriffa

Der Weg führt am großen Hafen vorbei, riesigen stinkenden Tanklagern, um einen weiteren Felsen herum und schwups ist man mit einem Male im Urlaubsparadies SAN ANDRES. Das Dorf wie üblich auf den kanarischen Inseln irgendwie in den Berg gebaut. Eine große, lang gezogene Bucht mit einem ebenso langen aber flachen von Menschen gemachten Wellenbrecher davor. Und ein richtig schicker Sandstrand, sogar mit Palmen darauf.

Sandstrand?

Schwarzer Vulkansand?

Nö, nicht schwarz, irgendwie auch nicht goldgelb, sondern eher rötlich, dieser Sand. Jeweils ohne Beweise für ihre Ansichten anführen zu können behauptet der eine, der Strand sei künstlich aufgeschüttet, weil es so was ja sonst auf der ganzen Insel nicht geben würde. Der andere meint, das könne gar nicht sein, denn dafür würde man verdammt viel Sand benötigen.

Eigentlich ja auch egal.

Schließlich ist der Sandstrand ja so wie er ist da und die interkontinentale Reisegruppe fühlt sich wohl an dieser Stelle. Die vermissten Eingeborenen, vermutlich alle, sind im übrigen auch hier. Die Kombination von gutem Wetter, Sandstrand, klarem Meerwasser und Feiertag führt weltweit wohl immer zum gleichen Ergebnis.

Am Strand von SAN ANDRES, Teneriffa

Während der australische Teil durch zeitlichen Vorteil bereits einen guten Stellplatz ergattert hat, muss der deutsche Teil nach Ankunft ein wenig warten, bis die Tagesausflügler die Parkplätze räumen. TENDER TO KNAUSi wird abseits neben einem großen Müllcontainer in der Nähe zurück gelassen, da will sowieso kein Wohnmobil stehen.

Am Folgetag sind bestimmt 90% weniger Menschen am Strand von SAN ANDRES. 5% normale Touristen, weitere 5% der anwesenden Menschen stammen von einer Filmcrew, die hier am Strand irgendwelche Szenen für eine britische Serie drehen möchte. Wie ein Wanderzirkus: Erst kommen jede Menge Kleinlaster und bringen Zelte, Pavillons, Tische, Bänke und Material. Dann kommen Busse voller Menschen. Und am frühen Abend ist alles wieder weg.

Immer dann, wenn solche Plätze sich von Menschen leeren wird es gut.

Nur dann.

Peter.

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