Mieser Betrugsversuch

Au Backe!

Da ist man sein Leben lang seit den frühesten aller Internetzeiten im selbigen Unterwegs und noch nie abgezockt worden, doch gestern wäre es tatsächlich beinahe passiert!

Entweder die Betrüger werden besser, oder man wird im Alter einfach doof. Vermutlich letzteres.

Dabei fängt diese kleine Geschichte doch völlig harmlos in der heimischen Garage an. Wo auch sonst?

Eigentlich nur mal wieder die Garage aufgeräumt und andauernd über die alten Winterräder von unserem ebenso alten Daimler gestolpert. Braucht hier absolut keiner mehr, denn die große Kutsche ist jetzt Ganzjahrsbereift, auf viel schöneren Felgen!

Also weg mit dem alten Kram!

Fotos gemacht, Text geschrieben und wie schon so viele anderen Sachen zuvor bei KLEINANZEIGEN.DE inseriert. Sicherlich ist die aktuelle Jahreszeit für den Verkauf von Winterrädern die falsche, aber ein Versuch ist es ja dann doch mal wert.

Anzeige bei KLEINANZEIGEN.DE

Schon am ersten Abend meldet sich ein „Matthias S“ über das Nachrichtensystem von KLEINANZEIGEN.DE mit folgender Frage:

„Hallo. ich hätte Interesse. Noch verfügbar?“

Wie schön, doch so schnell ein Interessent! Also fix eine Antwort an „Matthias S“, ebenfalls über das Nachrichtensystem von KLEINANZEIGEN.DE.

„Moin, ja, die sind noch da. Ist ja Sommer 😉 vg Peter.“

„Matthias S“ scheint echt interessiert, denn seine Antwort folgt auf dem Fuße:

„ich danke dir ! schreiben Sie mir Ihre Handynummer))) Damit mein Bruder Sie kontaktieren kann, werde ich sofort die Zahlung für die Ware vornehmen.“

OK, das mit der Handynummer ist normal und macht wie immer auch Sinn bei so einem Geschäft. Doch insgesamt betrachtet ist die Antwort ja schon ein wenig wirr. Auf der anderen Seite: Nicht jeder kann so genial überheblich wie der hier schmierende Schreiberling formulieren. Und wenn man bei EBAY.DE oder KLEINANZEIGEN.DE auf lupenreines deutsch achten würde, könnte man niemals kaufen oder verkaufen.

Also wieder eine schnelle Antwort an „Matthias S“:

„Peter Wiedekamm: +49 1573 **** **** **“

„Matthias S“ antwortet wieder sofort, allerdings überrascht folgendes dann doch:

„ich habe bereits bezahlt erwarten Sie eine bestätigung per sms.Wenn du die zahlung erhalten hast, schreib mir)“

Hä? Wie soll das denn gehen? Es gibt doch nur Überweisung oder PAYPAL? Doch bevor irgendwelche Überlegungen über ein mögliches WIE und WARUM im Kleinhirn in Gang kommen, brummt mit einem male das Handy.

Kommunikation mit Matthias S

Eine SMS ist eingetroffen!

Von „EBAY“, allerdings vom Handy ohne weitere Nachfrage maschinell autoritär als SPAM markiert.

Hä? So was gibt es? SPAM SMS?

Wer bitte schön liest die denn mit und stuft sie dann als SPAM ein?

OK, erst mal lesen, was eigentlich in der SMS steht:

„Deine Ware ist bezahlt. Klicken Sie auf den Link und folgen Sie den Anweisun https://kleinanzeigen.accept.lk8093475.pw/order/52075096“

Das „g“ fehlt tatsächlich bei „Anweisun“. Hat eBAY jetzt ´ne Bezahlfunktion? Noch nie davon gehört? Die haben KLEINANZEIGEN.DE doch gerade erst verkauft. WWW steht nicht für World Wide Web, sondern, ganz offenbar und ohne jeden Zweifel für Wieso Weshalb Warum!

SPAM SMS mit Pishing Link

Auch hier wird jeder weitere Gedanke in des Schreiberlings Hirn durch ein erneutes Brumm vom Handy blockiert. Genauer gesagt von einem Doppelbrumm. Gleich zwei neue SMS erhalten, beide wieder als SPAM markiert, eine vom Absender „+372 5657 5082“ und noch mal eine von „EBAY“. Donnerknittel:

„Deine Ware ist bezahlt. Klicken Sie auf den Link und folgen Sie den Anweisun https://kleinanzeigen.accept.lk8093475.pw/order/52075096“

„Deine Ware ist bezahlt. Klicken Sie auf den Link und folgen Sie den Anweisun https://kleinanzeigen.accept.lk8093475.pw/order/52075096“

Ja, ja, schon gut. Drei mal ist Bremer Recht, aber ist schon klar, was man machen soll. Tolle Wurst, drei mal der exakt gleiche Inhalt, aber von zwei verschiedenen Absendern. „EBAY“, wo auch immer das sein mag, die Landesvorwahl „+372“ hingegen gehört ESTLAND.

Na, jetzt wird es ja wohl verrückt?

Die anderen beiden Pishing SMS

Selbstverständlich wird der angegebene Link NICHT ausgeführt. Unter keinen Umständen. Direkt beim Aufruf der URL könnte versucht werden, Schadsoftware zu laden. Aber vermutlich geht es eher darum, auf dieser Internetseite Konto- oder Kreditkarten Daten abzufragen. Nach dem Motto: „Dein Käufer hat uns das Geld geschickt, wohin sollen wir überweisen?“ Selbstverständlich wird dann kein Geld überwiesen, sondern dreist versucht, abzubuchen. Oder die echten Kontodaten werden erst mal einfach weiter verkauft.

Link also nicht ausgeführt, „Matthias S“, jetzt ganz klar mieser „Matthias S“, meldet sich auch nicht wieder, keine weitere SMS.

Endlich mal Zeit zum Nachdenken!

OK. Das ist ganz klar ein echter Betrugsversuch. Ein recht gemeiner, sogar!

Das kann man dem miesen „Matthias S“ so nicht durchgehen lassen. Also geschwind bei der Polizei SCHLESWIG-HOLSTEIN eine Online Anzeige (kann man HIER machen) aufgegeben und bei KLEINANZEIGEN.DE den Vorgang gemeldet.

Beide Organisationen haben sicherlich eine Menge anderen Kram auf dem Zettel, also am nächsten Tag mal ein wenig selber schnüffeln.

Schauen wir uns mal die Domain im Link genauer an:

„HTTPS://kleinanzeigen.accept.lk8093475.pw“

„HTTPS://“ ist ja eigentlich schon mal gut und vertrauensbildend, weil es sich um eine sichere Datenübertragung handelt.

„kleinanzeigen“ und „accept“ ist doch super! Passt genau, „lk8093475“ hingegen ist wohl bewusst kryptisch gewählt.

Die Toplevel Domain „.pw“ gehört zum Inselstaat PALAU, irgendwo im Pazifik. Sicherlich gibt es unter den knapp 18.000 Einwohnern auch ein paar Gauner, aber das die mieser „Matthias S“ heißen und im deutschen KLEINANZEIGEN.DE nach doofen Winterreifenverkäufern suchen, die sie über die Ferne dreist ausnehmen können, das ist dann wohl doch eher unwahrscheinlich.

Wo steht denn eigentlich der Server „kleinanzeigen.accept.lk8093475.pw“? Bestimmt nicht in PALAU! Solche Inseln haben typischer Weise kaum Strom und schlechtes Internet.

Mit dem schönen Befehl TRACEROUTE kann man schon seit Anbeginn des Internets einfach nachverfolgen, wo sich die im Link angegebene Domain tatsächlich befindet. Und siehe da, die Kiste steht in DEUTSCHLAND! Nicht in PALAU, nicht in ESTLAND, nicht in RUSSLAND und schon gar nicht in CHINA. Wohnen sonst noch irgendwo auf der Welt mutmaßliche Bösewichter?

TRACEROUTE zeigt den Weg zum (bösen) Ziel

Nein, der zum miesen Betrug genutzte Blechaffe steht gleich um die Ecke, in ERFURT, DEUTSCHLAND.

Der technische Blechaffenbetreiber ist die KEYWEB AG. Der wird gar nicht wissen, das einer seiner „Kunden“ ein echter Arsch mit vermutlich Ohren ist. Genau so wenig wie des Schreiberlings Blechaffenbetreiber im schönen ÖSTERREICH nicht weiß, was dieser Wicht alles so in seinem Blog von sich gibt.
 
Wäre ja noch schöner, wenn der Vermieter wüsste, was man in „seiner“ Wohnung so treibt!

Nun denn, also die KEYWEB AG auch noch über den Vorgang informiert, schließlich liegt ERFURT global betrachtet ja um die Ecke.

Mehr kann man wohl nicht machen.

Na ja, diesen Blogbeitrag kann man wohl auch noch in die Welt setzten?

So was blödes, der miese „Matthias S“ ist auf nimmer Wiedersehen verschwunden, die Winterreifen liegen immer noch nutzlos in der Garage herum, ein anderer „Interessent“ hat sich bisher leider nicht gemeldet.

Nur die Ruhe!

Keine Sorge!

WINTER IS COMING!

Peter.

P.S: Also ohne jetzt noch viel mehr Zeit auf den miesen „Matthias S“ zu verschwenden. Nach kurzer Recherche findet man im Internet Anbieter zum öffnen von suspekten Internetseiten. Leider kosten die Geld und die Testlaufzeiten bei z.B. BROWSERLING sind mit drei Minuten echt kurz. Aber das hier erscheint, wenn man dem bösen Link folgen würde:

Schon echt nicht schlecht gemacht, sogar Matthias taucht wieder auf!
Aha, es geht um das Abgreifen von Bankzugangsdaten
OK, wer auf so einer Seite seine Bankzugangsdaten eingibt ist nun wirklich selber schuld…

Weiter ist die Recherche nicht gekommen, aber es steht zu befürchten, das die Betrüger hier und da erfolgreich sein werden. Wäre schon noch interessant zu sehen, wie die die Zweifaktor Autorisierung simulieren, denn die Handynummer haben sie ja auch. Das sich Softwareentwickler für so eine miese Masche hergeben ist eine Schande für die ganze Zunft!



26 Kommentare

  1. Hey danke für den ausführlichen Beitrag.
    Ich habe auch 4 x Reifen inseriert bei mir kam das gleiche beim 1. mal als „Anna Merder“
    danach auch „Mathisas Schob“. Ich schreibe bewusst die namen aus, falls einer danach googlen sollten.
    Habe den Beitrag gefunden in dem ich den Nachrichtinhalt von der Person in google eingegeben habe.
    Eigentlich kann man es erkennen das es Übersetzer ist, aber die personen bauen extra Rechtschreibfehler damit das menschlicher rüber kommt..
    Und in jedem Nachricht steht hinter „Nummer“ ein paar klammern. Damit die person nicht sofort von Kleinanzeige blockiert wird. sieht das so Aus „Nummer)))“ .
    Vielen dank und viele Grüsse, Polat

    1. Hallo Polat,
      vielen Dank für Deine Rückmeldung. Interessant, das es bei Dir auch um Reifen ging. Wirklich ernüchternd ist, das diese Typen scheinbar unbehelligt mit ihrem miesen Betrug weiter machen können. Von KLEINANZEIGEN.DE habe ich erst am 14. Juli 2023 eine Rückmeldung erhalten, nach über drei Wochen. Tenor: Danke für die Info, wir haben den Benutzer bereits gesperrt und warten, das die Polizei sich meldet. Mit anderen Worten: Nix gemacht.
      Von der Polizei habe ich nichts weiter gehört. Aber immerhin scheint diese eine Domain mittlerweile gelöscht zu sein…in der Zwischenzeit sind vermutlich x weitere neu angemeldet worden.
      vg Peter.

      1. Hi Peter,
        „Matthias Schob“ ist nach wie vor aktiv – heute aber nicht auf Reifen, sondern auf meine Auto-Sitzbezüge.
        „Okay, lass deine handyNummer , damit mein Sohn dich anrufen und einen Termin vereinbaren kann.es macht Ihnen nichts aus, wenn ich Sie heute bezahle, damit Sie eine Reserve machen können!“
        Sein Kleinanzeigen-Konto ist wundersamerweise schon recht alt: aktiv seit 18.09.2011
        Dank Dir vielmals, mich vor ner Dummheit bewahrt zu haben.
        Beste Grüße
        Uwe

    2. hi.
      it seems that Matthias is still around, not for tyres but for toys. Same approach, same questions:
      his father could come to me but he needs my email to „discuss“ the details.
      I don’t like to provide my info so I’ve asked his email address before.
      Disappear!

  2. Hi, hatte heute genau das gleiche mit „Matthias Schob“ ,habe Gott sei dank mich im WWW schlau gemacht und den Beitrag gelesen und danach ihn sofort gemeldet wegen Betrug Verdachts.
    Aber danke noch.
    Folgendes hatte er mir geschrieben.
    Ich grüße dich!?? Hast du die Ware noch nicht verkauft ?
    Super.ich würde mich freuen, direkt von Ihnen über ebay ohne Lieferung zu kaufen . mein Bruder wird ihn holen . bitte hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer für den Kontakt )

    habe dann meine Festnetznummer angegeben die keine SMS empfangen kann. Vorteilhaft

    Dann wieder er

    Du solltest eine SMS-Benachrichtigung erhalten. Danke für den Verkauf )))

    Hatte nicht einmal zum Verkauf zugestimmt.

    Gruß

    Michael

  3. Unglaublich dass man diesen Matthias Schob noch nicht zur Strecke gebracht hat.
    Heute beinahe in die Falle getappt wieder mit Reifen/Rädern. Angeblich wohnt sein Sohn in meiner Stadt, benötigt meine Handy- Nr. er würde sofort bezahlen. Handy- Nr, angegeben, kurz danach
    kam eine SMS mit Link zum anklicken. Natürlich nicht gemacht und SMS sofort gelöscht, weil ich
    der Sache nicht getraut habe.
    Nicht zu fassen, dass man die Betrüger nicht dingfest macht.
    19.10.2023

    1. Hallo Paul,
      ja, das diese miese Nummer schon so lange läuft ist unfassbar. Von meiner Betrugsanzeige bei der Polizei habe ich bis heute nichts weiter gehört, KLEINANZEIGEN.DE hat sich seit 14. Juli 2023 auch nicht wieder gemeldet (s.o.). Da sitzt man als steuerzahlender Bürger einfach so rum und staunt, wie miese Betrüger trotz polizeilicher Anzeige ungehindert seit immerhin gut vier Monaten (!) ihr Unwesen treiben. Aber wehe ich halte mal kurz mit dem Auto am Bahnhof Elmshorn um meine Kinder abzuholen – 20 € zack weg. Was für eine ungerechte Welt.
      Der miese Torfkopp scheint ja immer noch den gleichen Namen „Matthias Schob“ zu verwenden. Kann ja wohl nicht sein, das KLEINANZEIGEN.DE die Konten mit diesen Namen nicht sofort wieder dicht machen kann. Einfacher kann es ja wohl nicht gehen?

      Ach, ich glaube ich bewerbe mich als Cybercop bei der Landespolizei SH. Ich hätte gerne einen Sheriffstern, eine schwarze Weste und eine Harley sowie einen Euro Monatsgehalt. Könnte, sagen wir mal, interessant werden.

      Werde gleich noch mal KLEINANZEIGEN.DE anspitzen…mal sehen…

      vg Peter.

  4. Hallo und guten Morgen,
    danke für eure Benachrichtigungen. Ich hatte gestern Abend zweimal kurz hinter einander ebenfalls die Anfrage: “ Ich grüße dich!?? Hast du die Ware noch nicht verkauft? “
    Da die Anfrage textgleich zweimal im Abstand von ca. 5 Minuten kam, wurde ich skeptisch und gab den Namen ein. Matthias Schob, wer immer dahinter steckt?
    DANKE NOCHMAL

  5. Hallöchen,
    auch ich durfte nach Inserierung von Winterrädern die Bekanntschaft von Mathias Schob. ( MS )
    Wörtlich „Ich grüße dich!?? Hast du die Ware noch nicht verkauft? “
    Zum Glück wird bei mir jeder „erste Interessent“ an Kleinanzeigen gemeldet.
    Hier war es reine Intuition, diese/n Ganoven zu melden.
    Kleinanzeigen.de hat mich nach meiner Meldung zu Mathias Schob gewarnt und mitgeteilt, dass sein Account schon lange eingeschränkt sei!
    Nur zur Warnung:
    Wer etwas erwerben will, schreibt das auch und bietet!

    Die Welt ist schlecht…grrrr

  6. Gleiche Masche aktuell bei mir, heute gegen 18 Uhr, ich verkaufe aktuell ein Auspuffteil:
    1. Mail: „Ich grüße dich!!) Hast du die Ware noch nicht verkauft )?“
    2. Mail: „Mein Bruder wohnt in Ihrer Stadt. Ich würde gerne Ihren artikel erhalten. Geben Sie Ihre handynummer an, damit er Sie anrufen kann. Ich werde auch im Voraus bezahlen. “
    Auch der angebliche Matthias Schob. Erst duzt er mich, in der zweiten Nachricht sagt er „sie“ zu mir. Das reicht mir schon, um einen Fake zu erkennen.

  7. Auch ich bekam heute genau das Gleiche per Kleinanzeigen.
    Habe NICHT meine Handynummer abgegeben, aber leider meine Email Adresse.
    Hab danach erst diesen Beitrag hier gefunden und ihn sofort bei Kleinanzeigen gemeldet.
    Da wird wohl hoffentlich sonst nichts weiter mehr passieren?
    Ohne Worte …

  8. „Matthias Schob“ ist immer aktiv mit gleicher Masche. Habe meine Nummer noch nicht gegeben.
    Mich hat stutzig gemacht, dass:
    – 46 alte Anzeige aktiv ohne Userbewertung
    – Vorabzahlung, obwohl sein Bruder kommt…

    Grüsse,
    F

    1. Als meine Antwort auf alle neuen Kommentare zu diesem Thema:
      Ich könnte platzen vor Ohnmacht. Hatte letzte Woche nochmal KLEINANZEIGEN.DE auf die vielen (für meine Verhältnisse) Kommentare in meinem Blog angeschrieben und darum gebeten, nun mal ersthaft was zu unternehmen. Zurück kam nur ein wortreicher Textbaustein wie man sich vor Betrug schützen könne. Schon schade, wenn der Firstlevel Kundensupport nicht begreift, das da was hochkocht.
      Ausserdem habe ich die Polizei nach dem Stand meiner Anzeige befragt. Da warte ich noch auf Antwort.

      Ist es nicht richtig schräg, das in unserem Land offenbar solche miesen Betrüger monatelang ihr Unwesen treiben können?

      Eine Bitte an alle:
      Wer einen Link (URL) hat, auf den der klicken sollte, kann mir den gerne mal schicken. Würde mich ja schon mal interesieren, ob der Server über den dann das Phishing läuft, immer noch in Deutschland steht.

      vg. Peter.

  9. Auch ich wurde von Matthias Schob angeschrieben, teilweise mit den exakt gleichen Nachrichten. Naiv wie ich bin habe ich den Betrug nicht erkannt und meine Daten weitergegeben. Nun wurde ich um 450€ betrogen, was für mich als Studentin wirklich viel Geld ist. Jetzt weiß ich, dass ich vorsichtiger werden muss.

    1. Liebe Lisa,
      nein, es war mit Sicherheit nicht Dein Fehler. Die Masche ist so gut aufgesetzt, das selbst ich fast darauf herin gefallen wäre. Das „selbst ich“ liegt vieleicht an einer gewissen Überheblichkeit, aber im Kern habe ich mal mein Geld mit Internetsoftware verdient und dachte, war mir bisher immer sicher, das mir diese miesen Internetgauner nichts anhaben können. Doch diesmal war es wirklich knapp. Daher habe ich den Fall auch zur Anzeige gebracht und bin jetzt um so enttäuschter, das weder KLEINANZEIGEN.DE noch die Polizeit dem einen Riegel vorschiebt. Aber noch mal, Du bist nicht selbst schuld, sondern der miese Betrüger! glg Peter.

  10. Hallo,

    bei mir hat es der gewisse Matthias Schob auch heute probiert, selbe Masche inklusive SMS und Link. Habe ihn direkt bei Kleinanzeigen gemeldet, aber wenn ich das hier so lese befürchte ich, dass da nicht viel passieren wird.

    Man kann nur hoffen, dass ihm bald das Handwerk gelegt wird.

  11. Griaß eich,
    heid hod mi a M. Schob angschriebn und woit mei Handynummer, aufgrund des Artikels hoda
    de ned kriagt und hod sie a nimma gmeid. hob eam jetzt a no amoi bei Kleinanzeigen gmeid, glab ned
    das des wos bringt.
    danke an Peter und de fleißigen Kommentarschreiber
    eier Sebi

  12. Wir haben heute 4 Reifen angeboten. Matthias Schob: Sind die Reifen noch da? Habe mit JA geantwortet und dann nichts mehr gehört. Gerade ist direkt eine Warnung von Kleinanzeigen zu diesem Interessenten eingegangen. Anscheinend ist er dort schon bekannt… Habe alles blockiert, Danke für den Hinweis!

  13. Tja,

    was Wunder… habe gestern meine teuren GLC-Sommerreifen mit Schmiedefelgen eingestellt.
    Vor einer Stunde meldete sich der Herr Matthias Schob als (vermeintlicher) Interessent mit der Frage: „Ist Dein Artikel noch verfügbar“? Meine Antwort: „Bis jetzt noch“.
    Dann ging es ruckzuck weiter: „Danke für die Antwort! Mein Vater kann in zwei Tagen vorbeikommen und die Ware von Ihnen abholen. Ich möchte die Ware heute bezahlen. Ich brauche Deine E-Mail-Adresse, um die Zahlung zu leisten“. 😉 Schon merkwürdig.
    Ich habe ihm dann Barzahlung bei Abholung oder Paypal angeboten. Die Räder für 4200,– Euro.
    Seine Antwort: „Ich kann per Paypal bezahlen, kein Problem“. Er zahlt also mit Paypal und sein Vater holt ab……
    Dann habe ich noch eine Testfrage gestellt: “ Von wo (Wohnort) kommen Sie bzw. Ihr Vater“?
    Danach war Funkstille und das ist (auch) gut so 🙂
    Dieser Vollpfosten braucht bestimmt noch Weihnachtsgeld 🙂 🙂 🙂

    Gruß Joachim

  14. Vielen Dank für den Hinweis! Matthias S. Hat sich heute auch umgehend bei uns gemeldet, nachdem wir Felgen eingestellt haben. Diesmal wollte er für den Vater die E-Mail Adresse. Habe dann hier vom Betrugsversuch gelesen und ihn direkt blockiert!

  15. Vielen Dank für diesen Beitrag! Auch bei mir hat ein Matthias Schob nach meiner Mailadresse gefragt und wollte vorher bezahlen, obwohl sein Vater kommen sollte. Dank Euch bin ich nicht drauf reingefallen. Bei mir hat er sich angeblich für Dino-Figuren interessiert und Kleinanzeigen.de hat mich nicht gewarnt, obwohl er als Nutzer da auch Matthias Schob heißt!
    Grüße
    Claere

  16. Am 25. Februar 2024 hat sich der echte Herr Schob bei mir per eMAIL gemeldet und mir versichert, das er selbstverständlich nichts mit den Betrügereien zu tun habe. Freunde hatte ihn zuvor auf meinen Blog und seinen darin auftauchenden Namen hingewiesen.

    Herr Schob versucht nun seinerseits Plattformen wie GOOGLE, EBAY und KLEINANZEIGEN davon zu überzeugen, das es sich um einen Identitätsdiebstahl handelt, er nichts damit zu tun hat und die Aktivitäten der Betrüger durch die Plattformen selbst beendet werden müssen. Als betroffener hat man da selbst gar keine Möglichkeit, außer freundlich darum zu bitten. Ganz schön absurd.

    Die Polizei kann wohl auch nichts machen. Ich habe Herrn Schob geraten, mal beim BSI vorstellig zu werden. Kann doch nicht sein, das sich niemand in Deutschland für zuständig hält und man als normaler Bürger völlig allein gelassen wird?

    Ich bin absolut davon überzeugt, das man die Täter ermitteln könnte. Es ist halt alles nur eine Frage des Aufwands. Der Effizienzwahnsinn in diesem unserem Lande lässt es offenbar nicht mehr zu, moderne „Alltagskriminalität“ sachgerecht zu verfolgen.

    Ganz schön armselig.

    Peter.

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