Fünf Tage werden wir am Treibsandstrand von AFRATHIAS BEACH verbringen. Zum Norden hin wird der lange, fast genau Nord-Süd laufende Strand von der Stadt KOKKINOS PYGROS begrenzt, zum Süden liegt das Dorf KALAMAKI.
Und wir nun mitten drin.

Keine Ahnung, was hier im Sommer abgeht, aber jetzt, Ende Oktober könnte man diesen Strand auch mit dem Wort E N T S P A N N U N G buchstabieren. Wenn das Wetter richtig gut ist kommen tagsüber ein paar Eingeborene oder auch Flugtouristen mit ihren Kleinwagen zum (Sonnen)Baden. Ansonsten stehen hier im Moment fünf Wohnmobile mit Kennzeichen aus Norwegen, Deutschland, Griechenland und Bulgarien herum. Neben dem atemberaubenden türkisblauen Meerwasser und blauem Himmel mit schicken Schäfchenwolken gibt es eine Frischwasser Stranddusche, einen großen Müllcontainer und eine zünftige Taverne. Berge begrenzen den sichtbaren Horizont landeinwärts, nicht weit vor der Küste liegt ein riesiger Felsklotz im Meer.
Mit anderen Worten: Kein schlechter Ort um zu verweilen.
Klassischer Fall von Untertreibung, nur für den Fall, das etwaige Neider die Bühne betreten könnten. Wüssten sie denn davon.

Laut GOOGLE schreibt man AFRATHIAS BEACH in der Schrift der Eingeborenen „Αφραθιάς Παραλία“. Sieht zwar schöner aus, ist aber absolut unverständlich. Wer dieser AFRATHIAS wohl war? Dieser Name lässt ja durchaus Raum für wilde Spekulationen. Steckt da doch offenbar Aphrodite und Matthias drin. Aber in diesen Tagen ist es wohl besser, nichts halbgares, schon gar nichts lustiges in die Welt zu setzten. Wie schade.
Nun, die Tage zerrinnen in diesem kleinen Paradies wie Sand in einer Sanduhr. Eben noch das Auto aus dem Treibsand ausgebuddelt, neue gute Menschen kennen gelernt, in zwei verschiedenen Tavernen viermal köstlich gespeist, einen Endlosbeitrag und einen kurzen für den Blog geschrieben, die Unterseite des Autos intensiv mit der Taschenlampe auf eventuelle Schäden untersucht und täglich mindestens einmal ein Bad im Meer genossen. Not that bad für den Jungfraueneinstand auf KRETA?
Während der eine durchaus noch länger so herum gammeln könnte, wird die andere bereits etwas unruhig. Nach dem Motto: Wir wollen doch auch was von Kreta sehen! Na ja, sehen wir doch: Meer, Himmel, Berge, Tavernen, Mythos und so weiter. In Wahrheit ist aber eher so, das die Beifahrerin selbst bemerkt, wie schnell unter ihren lesenden Augen der an Bord befindliche Buchvorrat dahin schmilzt und die Angst vor einer möglichen intellektuellen Leere zweifellos größer wird.

Doch keine Sorge, meine liebe kleine Beifahrerin:
Seit der Fahrer das Lenkrad wieder hat, ist er wieder voll auf der Höhe der Zeit und hat für solche Notfälle ein schickes eBook dabei.
Schöne neue Welt am Strand von AFRATHIAS, KRETA, GRIECHENLAND, EUROPA, ERDE.
Peter.
P.S.: Und weil man sich ja immer noch besser fühlt, wenn man weiß, das es anderen schlechter geht: Elmshorn, Regen, Sturm, 8°C, gefühlt 2°C. Müsste man mal ablegen, diese elenden Vergleiche. Wir wissen in der Tat auch so, das es uns mal wieder verdammt gut geht.
Lieber Peter, dein kurzweiliger Reisebericht ist die must have Prosa der Reisemobilisten. Humorvoll und charmant beschreibst und umwirbst du Deine Stationen. Schöne Fotos bereichern die Lektüre und nehmen den Leser mit auf die Exkursionen. Erfülle Dir und deinen Followern einen Traum, werde reisender Schriftsteller ️