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Vorsicht: www.cheapacampa.com.au

Nur sehr selten schreibe ich einen solchen Beitrag, aber unsere Toleranzgrenze ist überschritten.

Im folgenden Artikel dokumentiere ich zunächst einige Hintergründe zu dem Wohnmobilvermieter APOLLO und berichte dann von unseren Erlebnissen mit diesen Wohnmobilen in NEUSEELAND und AUSTRALIEN.

1) Hintergrund

In Vorbereitung unserer Land-Erkundungsreisen von NEUSEELAND und AUSTRALIEN haben wir bei der sehr guten deutschen Wohnmobil-Preisvergleichs-Suchmaschine BESTCAMPER nach möglichen Modellen und Anbietern gesucht.
Bei BESTCAMPER kann man die Wohnmobile auch direkt in Euro buchen. Ein Stichproben-Vergleich zu den Angeboten direkt bei den jeweiligen Wohnmobil-Anbietern brachte keine nennenswerten Preisunterschiede, also haben wir direkt bei BESTCAMPER gebucht.

Das Geschäftsmodell von BESTCAMER besteht darin, die unterschiedliche Anbieter und Angebote über eine einheitliche Suchmaschine vergleichbar zu machen und dann durch eine eventuelle Vermittlung Provision zu verdienen. Wie gesagt: BESTCAMPER.de ist sehr gut und mit Liebe zum Detail gemacht. Der Service war/ist 1A und dieses Angebot können wir gerne weiter empfehlen.

Wir haben unser Wohnmobil bei dem sehr großer Vermieter APOLLO MOTORHOME HOLIDAYS PTY Ltd. in AUSTRALIEN (Hauptquatier BRISBANE) gebucht. Dieser Anbieter ist auch in NEUSEELAND und den USA tätig. Das Familienunternehmen wird von den Söhnen der Gründer, Luke und Karl Trouchet geführt und erwirtschaftete laut Presseberichten folgende Umsätze:

Neuere Zahlen lassen sich auf Anhieb leider nicht finden. Das Unternehmen fährt eine Mehr-Marken-Strategie bei der Vermietung von Wohnmobilen:

1) Unter der Marke Star RV Rentals werden nagelneue oder fast neue Wohnmobile (maximal 12 Monate alt) seit 2012 in die Vermietung gebracht

2) Wenn die Wohnmobile für Star RV Rentals zu „alt“ werden, werden diese unter der Hauptmarke APOLLO angeboten

3) Altern die Wohnmobile weiter, werden sie schließlich unter der Marke CHEPA CAMPA angeboten – und danach wohl entweder verschrottet oder in den Abverkauf gegeben. Angeblich sind die Fahrzeuge in dieser Kategorie maximal 5 Jahre alt.

APOLLO verfügt noch über eine weitere Vermietungs-Marke: HIPPI CAMPER. Dort werden andere Fahrzeugtypen als für 1-3 angeboten.

Ferner gehört seit 2005 das Unternehmen TALVOR zum APOLLO Konzern. TALVOR baut die Wohnmobile für die APOLLO Marken auf Basis VW, FIAT, FORD, TOYOTA und MERCEDES, aber auch für den freien Markt.

Die Preisunterschiede von (1) zu (2) sind dramatisch, von (2) zu (3) eher lächerlich::

  • Basis 10-17. März 2014 von Sydney nach Cairns 2 Erwachsene, 2 Kinder
  • STAR RV Hercules 6 Berth 4.656 AUS$ (3.095 €) (entspricht 94% mehr als APOLLO)
  • APOLLO EURO Deluxe 6 Berth  2.402 AUS$ (1.600 €) (entspricht 8,5% mehr als CHEPA)
  • CHEPA 6 Berth 2.214 AUS$ (1.470 €)

Laut TALVOR Hompepage kostet ein nagelneuer Camper von „unserem“ Typ 142.724 AUS$. (94.900 €)

Das kommt mir relativ viel vor, denn das Basismodell vom Typ VW CRAFTER (5 Tonnen, langer Radstand) kostet (nach Deutscher Preisliste) gerade mal (brutto!) 66.510 AUS$.

Und sicher ist der Listenpreis nicht der, den man bezahlt, wenn man viele Fahrzeuge abnimmt. Eigentlich egal, demnach wäre der Aufbau gut 80.000 AUS$ wert – nie im Leben!

Unterstellt man im ersten Jahr eine eine Vermietungsquote von 50%, sind die Anschaffungskosten des Fahrzeugs bereits nach gut einem Jahr erwirtschaftet (…Betriebskosten dürften gegen 0 laufen, da alles neu ist und die Lieferanten (VW und Tochter TALVOR) für Mängel gerade stehen müssen. Der Betrieb der Organisation dürfte minimal zu Buche schlagen, da deren Betriebskosten ja auf alle Fahrzeuge der Flotte umgeschlagen werden müssen.

Also fängt bereits im zweiten Jahr das große Verdienen an – und je weniger Kosten man in den Erntejahren 2-7 produziert, um so größer ist logischer Weise der Profit. Die Vermietungsquote wird steigen, weil die Fahrzeuge deutlich günstiger sind und der somit Markt breiter wird. Dafür steigen leicht die Betriebskosten. Nur leicht, weil meiner Meinung nach wichtige Verschleißteil-kosten auf den Kunden (…oder dessen Versicherung) abgewälzt werden.

Für die Jahre 2-7 (6 Jahre) dürften die Erlöse bei einer Auslastung von 75%  in Summe bei mehr als 550.000 AUS$ liegen.

Bei BESTCAMPER wird fairer Weise für die Marke CHEPA CAMPER darauf hingewiesen, das es sich um gebrauchte Modelle handelt. In den Angebotsunterlagen heißt es dazu (in Deutsch, Zitat):

CHEAPA Camper sind ältere Fahrzeuge von APOLLO Motorhomes. Nach ca. 3,5 Jahren werden sie dann unter dem Produktnamen CHEAPA zu günstigeren Konditionen noch einige Jahre vermietet und haben in der Regel auch eine hohe Kilometerleistung.

Die Fotos von den CHEPA CAMPA Wohnmobilen lassen allerdings auf quasi neuwertige Fahrzeuge schließen, der Schriftzug CHEPA CAMPA ist in der Werbung auf allen Fahrzeugen zu finden – in Wirklichkeit werden die alten Fahrzeuge natürlich nicht mehr neu beschriftet – viel zu teuer! (siehe oben: „Gewinnmaximierung“)

Annahme:
Jährliche Laufleistung 30.000 Kilometer. Dann wäre unser Bus jetzt 6,5 Jahre alt (192.000 Kilometer gelaufen).

CHEPA CAMPER wirbt mit folgenden Slogans (in Englisch, Zitate):

  • SAME SERVICE – SAME SPIRIT (just a little chepa)
  • SAME COMFORT – SAME VEHICLE (just a little chepa)
  • SAME VIEW – SAME HOLIDAY (just a little chepa)
  • RELAX – KNOWING YOU HAVE 24 HOURS ROADSIDE ASSISTENCE

Der letzte Spruch ist offenbar Real-Satire, denn übersetzt in Umgangssprache heißt das wohl:

„Wir vermieten Dir echt alte und ausgelutschte Fahrzeuge, aber keine Sorge: Wenn die Kiste mal stehen bleibt, bieten wir Dir einen Rund-Um-Die-Uhr Reparaturservice!
Wusstest Du schon? Pannendienst und Werkstattaufenthalte machen Deinen Urlaub abwechslungsreicher! Den 24 Stunden-Service solltest Du nicht so genau nehmen – die Leute in den Werkstätten haben natürlich auch mal Feierabend oder Wochenende! „

So weit aus der Werbung, so weit, so unterhaltsam…

Die Preisunterschiede von (1) über (2) zu (3) sind weiter oben bereits dokumentiert und wer so wie wir nicht immer was neues haben muss, kann so einfach Geld sparen. So jedenfalls die Werbung und die Verkaufsstory von APOLLO CAMPER.

2) Unsere Erlebnisse

Bei unseren beiden Wohnmobilreisen (Januar 2014 NEUSEELAND und Februar/März 2014 AUSTRALIEN) mussten wir uns aber leider von der Realität einholen lassen.

Beide gemieteten Fahrzeuge basieren auf einem VW CRAFTER mit eben einem TALVOR Aufbau. Ob der Aufbau gut oder schlecht ist und ob das technische Konzept des Aufbaus für Camping in der Wildnis richtig schlau ist, wollen wir hier gar nicht bewerten. Nur so viel: Die Fahrzeuge brauchen abends eigentlich immer 220 Volt damit alles funktioniert…

Was wir aber in aller Deutlichkeit anprangern müssen ist zum einen der technische Zustand der Fahrzeuge und zum anderen die Sauberkeit eben jener.

Zunächst das kleinere Fahrzeug in NEUSEELAND:

australia_apollo_camper_van_chepa_campa

Das Fahrzeug in NEUSEELAND vom Typ „CHEPA 2 Bearth“ hatte ungefähr 130.000 Kilometer auf der Uhr und entsprechende Gebrauchs spuren. Im Kleiderschrank waren viele Bohrlöcher zu erkennen, offenbar wurde eine DVD Anlage samt Monitor demontiert, bevor man das Fahrzeug herunter gestuft hat. Man hat sich keine Mühe mit dem Rückbau gegeben. Das ist zwar nur Kosmetik, zeigt aber den Geist des Anbieters: Die einen nennen es sparsam, die anderen Geiz.

Die Reifen waren schon sehr alt und wie bei einem windigen Gebrauchtwagenhändler übermäßig mit Reifen spray eingesaut. Laut Übergabe war das Profil am gesetzlichen Limit. OK, würde man denken, das sind ja deren Reifen.

ABER FALSCH: APOLLO bietet sehr gerne (=vor Ort, aufdringlich) eine Reifenversicherung an für den Fall, das ein Reifen mal kaputt geht. Diese Versicherung muss, falls gewünscht, separat abgeschlossen werden. Das ist ja schon ein starkes Stück: Schrottreifen in die Vermietung geben und den drohenden Ersatz so oder so vom Mieter bezahlen lassen!

Gleiches gilt für die Windschutzscheibe. Die Gefahr eines Steinschlags ist in beiden Ländern viel größer als in Deutschland, da selbst auf den festen Straßen sehr viel Rollsplitt und kleine Steine herum liegen. So hatte dann das Fahrzeug in NEUSEELAND auch drei sichtbare Steinschläge. Auch hier: Extra Versicherung abschließen oder mehr zahlen, wenn die Scheibe kaputt geht.

Sehr ärgerlich war der Umstand, das die Verbauchsbatterie für die 12 Volt Anlage im Aufbau völlig platt war. Sie hielt den Kühlschrank auf geringster Stufe gerade mal 6 Stunden (alle anderen Verbraucher abgeschaltet). Das reicht nicht, wenn man mal ohne 220 Volt Anschluss übernachten möchte. Das kommt in NEUSEELAND sehr häufig vor, da es sehr viele, sehr gute DOC (Department of Conservation) Campsites gibt die nur über ein Plumpsklo verfügen.

Während der drei Wochen benötigten wir einmal den Pannendienst („Roadside Assistence“) und wir waren einmal in der Werkstatt. Nach zwei Tagen ohne Benutzung sprang der Motor nicht mehr an – Startbatterie leer. OK, wir haben über die 12 Volt Steckdose ein paar mal die Handys geladen (maximal 4 mal) …aber platt?
Das andere mal war die gesamte 12 Volt Anlage des Aufbaus ausgefallen. Kein Licht, keine Wasserpumpe, kein Kühlschrank und auch kein Herd: Dessen Zündung läuft auch über die 12 Volt Anlage und wenn man keine Streichhölzer an Bord hat, bleibt die Küche eben kalt. Streichhölzer gehören nicht zum Starter-Kit ;-(
Ich hatte ja die Verbrauchsbatterie in Verdacht, es lag aber an einem schlecht gecrimpten Anschluss in der Verteilertafel. Wackelkontakt. Zum Glück hat der Mechaniker in QUEENSTOWN (NEUSEELAND) diesen Fehler durch Zufall entdeckt und auch direkt beheben können – es ging ja nur ein Vormittag dafür drauf und es regnete sowieso 😉

Der Radio/CD Player funktionierte nicht und wenn man das Abblendlicht eingeschaltet hat, leuchtete manchmal eine Warnleuchte auf. Der Sicherheitsgurt auf der Fahrerseite rollte sich nur bei jedem zweiten Male auf und flog eigentlich immer in der Gegend rum, wenn man ausgestiegen ist.

Aber das Fahrzeug war bei der Übergabe völlig sauber – selbstverständlich auch, als wir es zurück gegeben haben. Die Küchenausstattung war minimal: Genau 2 Messer, genau 2 Gabeln und natürlich genau 2 Löffel. Dafür aber genug Töpfe, kein Schneidebrett und keine Kaffeemaschine zum runter drücken. Aber 220 Volt Toaster und 220 Volt Wasserkocher.

Der Spritverbrauch war mit ca. 12 Litern OK, Öl mussten wir keines nachschütten – wäre aber auf eigene Kosten gewesen.

Grundsätzlich bedeutet bei APOLLO ein gebrauchtes Fahrzeug, das es eigentlich ein bereits ausgelutschtes Modell ist mit dem man noch richtig Geld verdienen kann (siehe oben Preisunterschied, Kalkulation). Ich bin sicher, das weder die Batterien, noch die Reifen bei unserem Fahrzeug in NEUSSELAND jemals erneuert wurden.

Aber noch mal: Immerhin, es war sauber…

…wir müssen darauf ein wenig herum reiten, denn als wir in SYDNEY (AUSTRALIEN) das Wohnmobil vom Typ CHEPA 6 Bearth  übernommen haben, waren wir beide doch recht fassungslos.

Völlig abgefucktes Teil!

australia_apollo_camper_van_chepa_campa

Gut 190.000 Kilometer auf der Uhr, völlig zerschlissen und DRECKIG das es einem die Sprache verschlägt. Bereits als wir die Tür öffneten schlägt uns leichter Urin-Geruch in die Nase…hm, na ja, vielleicht nicht gelüftet und es ist ja warm?

Wir stellen aber schnell fest, das das wohl Wohnmobil wohl schon länger nicht mehr professionell gereinigt wurde. Wir sprechen mit dem Filialleiter, der kann unsere Aufregung wohl nicht nachvollziehen und bietet uns zwei andere Modelle der Marke CHEPA CAMPER an – noch schlimmer.

Ich habe die Faxen dicke und will ein besseres Modell mieten…

…scheiß auf den Mehrpreis.

Aber: Kein besseres Modell verfügbar…

…wir beratschlagen uns kurz und nehmen, was man uns „angeboten“ hat – verbunden mit meinem Versprechen an den Filialleiter, diesen nun hier vorliegenden Artikel in meinem Reiseblog über die Zustände bei APOLLO zu verfassen.

Wir fahren zu einem Supermarkt und kaufen Reinigungsmittel:

* Glasreiniger
* Textilreiniger
* WC Reiniger
* Putzlappen
* Papiertücher

Und gehen dann auf eine Campsite im Süden von SYDNEY und machen uns ran an den Dreck:

Mit Gummihandschuhen entferne ich die WC Kassette, spüle sie an der Dump-Station und reinige sie mit Glasreiniger. Das Problem mit der Kassette ist offensichtlich eine Undichtigkeit an deren Oberseite. Wenn die Fäkalien beim Fahren so vor sich hin schaukeln, sabbert dort wohl was raus und verteilt sich im Kassettenfach. Dazu muss die Kassette gar nicht besonders voll sein, denke ich.

IGITT!

Das Kassettenfach ist natürlich auch nicht ganz dicht und so läuft die Brühe irgendwo umher…und verbreitet diesen ekeligen Urin-Geruch. Wir lösen das Problem in dem wir die unzugänglichen Stellen mit Glasreiniger einsprühen – denn der ist ja nicht so scharf wie Chlor-WC Reiniger aber dennoch Geruchs-bindend…und wir benutzen das Klo nicht mehr. Auch nicht im Notfall ;-(

Währenddessen nimmt sich Heidi die Schränke vor: Die sind wohl zuletzt vor ein paar Jahren mal ausgewischt worden – hätten wir da unsere frische Wäsche rein gelegt, wäre wohl Waschmaschine angesagt gewesen. Der Herd sieht aus wie gerade noch benutzt, das Waschbecken wie eben gespült. Aber nicht mehr lange…

…nach 4 Stunden sind wir mit unserem Werk zufrieden. Wir haben die ekelig riechenden Polster der Mitfahrer-Sitze ausgebaut und mit Unmengen von FEBREZE eingesprüht und in der Sonne trocken lassen. Wir haben den Boden geschrubbt und die Wände dazu: Überall waren merkwürdige schwarze Flecken und Streifen an den weißen Gfk Innen-Wänden des Aufbaus. Vermutlich platt gehauene Insekten und/oder Mücken? Mit ein wenig Schrubben (perfekt: Glasreiniger und Papiertücher) haben wir alle weg bekommen!

Falls sich nun jemand fragt, warum wir selbst den Bus sauber gemacht haben?

Na ja, das kam so:

Nach unserem Gemeckere in der Vermietstation in SYDNEY kam dann also so ein „Reiniger-Typ“ an. Bewaffnet mit einer Sprühflasche (was auch immer darin gewesen sein mag) und einem Putzlappen. Er wollte von Heidi wissen, was er putzen solle. Na, fang doch mal mit dem Klo an, so wie das stinkt! Also werkelt er ein paar Minuten im Klo herum, es stinkt immer noch und wendet sich dann auf unsere Bitte hin dann den völlig verstaubten Kindersitzen zu.

Mit der gleichen Sprühflasche und dem gleichen Lappen!

JEDES WEITERE GEREDE WAR SINNLOS!

Wir haben Vorkasse geleistet, unsere Reise mit Tochter und Enkeln zeitlich fest geplant und vor die Frage gestellt: „Abbruch oder Weiter“ entscheiden wir uns bekanntlich immer für „Weiter“!

Die Übergabe völlig verdreckter Fahrzeuge liegt wohl direkt in der Verantwortung der APOLLO Station in SYDNEY. Denn das Fahrzeug in CHRISTCHRUCH war ja 1A sauber.  Offenbar denkt sich der Stationsleiter: Och ist ja nur ein CHEPA CAMPA Mieter, da muss das nicht so sauber sein? Hallo?
Wirklich: Die anderen beiden „angebotenen“ Fahrzeuge waren noch schlimmer: Man öffnete die Tür und sah auf dem Boden erst mal die dicken schwarzen Schuhabdrücke von Arbeitsschuhen…

Technisch ist das APOLLO Fahrzeug in AUSTRALIEN wohl auch eher so la la. Gut 190.000 Kilometer auf der Uhr sollten für einen VW kein Problem sein…

…aber das uns nach knapp 350 gefahrenen Kilometern der Motor ins Notprogramm geht und keiner eine Erklärung dafür hat, ist schon wirklich doof. Die Reifen sind etwas besser als in NEUSEELAND, zumindest auf der Vorderachse. Die Hinterachse verfügt bei dem großen Bus über Doppelreifen, die inneren kann man eigentlich gar nicht begutachten.

Aber immerhin funktioniert das Radio und die Versorgungsbatterie für den Aufbau hält den Kühlschrank über 30 Stunden. Insofern eine Verbesserung!

Die Ausstattung ist vermutlich seit Jahren nicht mehr durchgesehen und aktualisiert worden. Der Eimer hat ein Loch, Kehrbesen und Kehrblech fehlen, wie auch Töpfe. Alles kein Problem – kann man alles für weniger als 100 AUS$ schnell nachkaufen..

..und APOLLO dabei helfen, das CHEPA CAMPA Selbsthilfeprogramm „Abenteuer APOLLOl“ Wirklichkeit werden zu lassen. Wie wäre es mit:

CHEPA CAMPER – das Abenteuer beginnt mit der Anmietung!

Unser Fazit:
Hände weg von APOLLO Wohnmobilen! Dieser Anbieter rechnet damit, das der Kunde auf seinem Urlaubsweg die technischen Reparaturen durchführen lassen wird (so sie denn anfallen) und versucht über fadenscheinige Zusatzversicherungen (Reifen, Windschutzscheibe) an zusätzliches Geld zu kommen.
Es scheint keine Qualitätskontrolle zu geben – wohl aber eine Kundenzufriedenheits-Nachfrage per eMail. Aber die ist nach meinem Verständnis reines Alibi, es ändert sich inhaltlich nichts weil das den Profit schmälern würde.

Denn:
Nach unseren Erfahrungen in NEUSEELAND haben wir über unseren Vertragspartner BESTCAMPER und die APOLLO Station in CHRISTCHURCH darauf hingewiesen, das wir als nächstes 6 Wochen in AUSTRALIEN unterwegs sind und ein technisch einwandfreies Fahrzeug erwarten. Beide Ansprechpartner haben mir versichert, das unsere Kritik weiter gegeben wurde und APOLLO sein Bestes geben würde.

Wenn das, was wir jetzt bekommen haben, das Beste ist, was APOLLO kann, dann sollte man sich sicherlich besser einen anderen Vermieter aussuchen.

Bei Anmietung bei APOLLO SYDNEY sollte man einen mietfreien Reinigungstag bei Bezahlung der Reinigunsmittel einfordern.

Solche Anbieter setzten einfach auf die Karte „Einmal-Kundschaft“: Wer aus Europa kommt und einmal ein Wohnmobil in AUSTRALIEN und/oder in NEUSEELAND gemietet hat, der kommt wahrscheinlich sowieso nicht wieder. Also kann man das maximale aus dem Kunden heraus pressen, minimale Leistung erbringen und sich schnell dem nächsten Neukunden zuwenden.

Aber eines hat APOLLO nicht auf dem Zettel: Tief enttäuschte Kunden können bereits seit Jahren ihre Meinung im Internet publik machen und so andere, aus APOLLO Sicht potentielle Neukunden, warnen. Wie uns erging es auch anderen, kann man alles nachlesen. Zum Beispiel hier bei TRIP ADVISOR.

Und so verliert man schneller Geschäft, als es durch Werbung aufbauen zu können. Ganz schön doof! Für ein Inhaber geführtes Unternehmen!

Faire Leistung für gutes Geld wäre bekanntlich langfristig eine sichere Bank.

Aber APOLLO denkt offenbar nicht langfristig, sondern nur an extrem schnelles Wachstum.

Soweit zu diesem Thema. Diesen Beitrag hätte ich nicht geschrieben, wenn das Fahrzeug in SYDNEY sauber gewesen wäre.

Rück- und Nachfragen jederzeit gerne per eMail – andere Anbieter können wir nicht empfehlen, wir haben ja nur CHEPA CAMPA gebucht und somit keine Vergleichswerte. Abe

1983: Ostküste USA – Australien/Neuseeland

 

Vorbemerkung 12/2007:
Long ago and far away: Kaum Unterlagen zu dieser Reise. Nur das Seefahrtsbuch gibt Auskunft.
Gelegenheit zum Rekonstruieren der anderen Reisen ergab sich bisher nicht – mal sehen ob das mal klappt!
Mit der COLUMBUS AMERICA von der Reederei Hamburg-Süd auf grosse Pazfikreise.Der Dampfer hat sogar eine eigene kleine Homepage.


 

 

 

 

 

18. Januar 1983
Hamburg
Anmustern In Hamburg – das Schiff liegt aber in New York und fährt Linie Ostküste USA – Australien – Neuseeland – Ostküste USA. Im zweiten Ausbildungsjahr also auf ein (damals) großes Containerschiff.

Bekannte Zeiten und Orte:

23. Januar 1983
New York
Mit dem Flugzeug von Düsseldorf nach Kopenhagen und weiter nach New York. Dort dann mit dem Auto und einem Fahrer in den Containerhafen und einstiegen auf der Columbus America .

Bilder von Newy York:

Bilder der COLUMBUS AMERICA:

New Orleans
Kurze Liegezeit, aber lange Revierfahrt. Bilder:

Charlston
Keine Erinnerung, aber Bilder:

 

Panama Kanal

Die erste Tour durch den Kanal war mächtig interessant – kein Wunder, das die Schiffe öfters mal eine Beule bei der Schleuseneinfahrt kassieren. Bilder vom Kanal:

Sydney
Ich hatte Glück und konnte die Stadt ein paar Stunden mit dem Bus und zu Fuß erkunden:

Auckland
Von Neuseeland habe ich nur wenige (Küsten)Fotos – ich kann mich nicht erinnern, ob ich mal in den Städten war. Das kann auch gut sein: Die Liegezeiten betrugen oft nur wenige Stunden – da bekam man erst gar keinen Landgang. Bilder von Neuseeland:

Melbourne
Neben Sydney und Brisbane der dritte australische Hafen, den wir angelaufen sind. Ich bin mir nicht sicher, ob die Bilder tatsächlich von Melbourne sind, oder ob es nicht doch Brisbane war.

25. Juni 1983  
ca. 26.000 Seemeilen Norfolk
Abmustern in Norfolk / Virgina. Der Dampfer ging ein paar Tage vorher in die Werft zur regelmäßigen „Inspektion“. Außerdem sollte ein komplett neuer Außenanstrich inklusive Unterwasseranstrich erfolgen – woran ich mich noch gut erinnere: Die Schiffsoffiziere waren immer mächtig im Stress und überwachten die Luftfeuchtigkeit sehr genau – ist diese zu hoch, hält die schöne neue Farbe nicht. Die Werft will natürlich schnell fertig werden. Im Trockendock sind die schönen Werftbilder entstanden. Die Columbus America wurde 1999 in China abgewrackt und ist somit auch nur noch Historie.

Nach zwei Reisen bin ich in Norfolk planmäßig ausgestiegen und über New York und Kopenhagen zurück nach Deutschland geflogen – auf zum letzten Schulblock vor der Matrosenprüfung.

Darüber hinaus gibt es natürlich jede Menge Sonnenuntergänge und Sonnenaufgänge auf See zu betrachten – oder hier als Bild:

In der Karibik haben wir dann mal handfest einen auf die Mütze bekommen und sogar ein paar Container verloren: