Erster Blog-Eintrag via eMAIL

Damit wir über die sehr teure Internetverbindung via Satellit einfach
bloggen können habe ich heute die WordPress Funktion „bloggen via eMail“
aktiviert. Dabei wird der Text einfach an eine geheime eMail Adresse
geschickt und WordPress ruft diese dann via POP3 Zugriff ab. Allerdings
hat WordPress keinen eigenen Scheduler in dem man eine zyklische
Aktualisierung eintragen könnte. In diesem Artikel
(http://codex.wordpress.org/Blog_by_Email) werden verschiedene
Aktualisierungsverfahren beschrieben – ich habe mich für die Ergänzung
der „functions.php“ entschieden.

Einziger Nachteil:
Der Blog wird erst dann automatisch aktualisiert, wenn jemand die
Homepage aufruft – also ordentlich surfen! ;-))

Vorsicht: www.batterien-welt.com

Eigentlich wollte ich nur mal schnell zwei Reserve-Akkus für zwei Notebooks kaufen. Die beiden Rechner (Lenovo X201 Tablett und PANASONIC CF29) sollen mit an Bord und eine möglichst lang ausdauernde, unabhängige Stromversorung scheint mir sinnvoll. Ausserdem wollte ich noch einen Car-Adpater für das LENOVO Notebook bestellen.

WICHTIG:
www.batterien-welt.de ist ein anderer Anbieter und hat mit meiner Geschichte nichts zu tun. Es lohnt sich dennoch, den ganzen Artikel zu lesen.

Also kurz via GOOGLE recherchiert und viele, viele Anbieter gefunden. Aber nicht jeder hat alles im Angebot:

  • Lenovo X201 tablett Akku BTDE6890
  • Panasonic CF29 Akku DEBM6017
  • DC Adapter für IBM / Lenovo X60 u.a. DEBM4181

Dreifache Versandkosten wollte ich vermeiden.

Ob es an der sehr prominenten GOOGLE Werbung (immer erster in den sponsored links) oder an dem Versprechen „die Besten Akkus zum günstigsten Preis“ anzubieten – ich bin bei www.batterien-welt.com gelandet. OK, die Seite sieht billig aus, hat aber alles auf Lager und verspricht schnelle Lieferung mit der Post. Bezahlt werden soll per Vorkasse – aber mit Paypal und daher abgesichert über deren Käuferschutz. Also 130,90 € plus stolze 12,97 € für Versandkosten per PAYPAL bezahlt.

Stutzig wurde ich, als von PAYPAL die Bestätiguns-eMail kam und dort der Händler Chan Yung Kwan mit der eMail Adresse „etradepower1@gmail.com“ als Empfänger genannt wurde…sollte ich etwa in China bestellt haben?

Also geschwind via GOOGLE herausgefunden, das bereits ettliche Kunden auf diesen Anbieter richtig sauer sind. Keine Lieferung trotz Vorkasse, Zollprobleme und Ware oft nach ein paar Wochen defekt. Folgende Links liefern die Geschichten von anderen Geschädigten:

Bei näherer Betrachtung ist www.batterien-welt.com wirklich bedenklich: Unzulässiges Impressum, keine Unternehmensadresse, kein Ansprechpartner. Wie konnte ich da nur bestellen?

Na ja – das Geld ist ja schon unterwegs, also erst mal abwarten was da kommt.

Bestellt hatte ich am Freitag, den 13. April 2012.

Per Briefpost wurde ich am 2. Mai 2012 von DHL darauf hingewiesen, das beim Zollamt in Pinneberg ein Paket für mich hinterlegt worden wäre. Das konnten nur die Akkus und der Autoadapter sein. Also auf nach Pinneberg. Die Zollbeamten wollten einen Kaufbeleg sehen und stellten fest, das der Kaufpreis (143,87 €) in keinster Weise mit der Einfuhrdeklaration überein stimmte: Angeblich ist das Paket ein Geschenk im Wert von 25 US-Dollar.

Zoll DeklarationIch hatte nun die Wahl die Ware anzunehmen und die Mehrwertsteuer nachzuzahlen oder die Annahme zu verweigern. Kurz überlegt und 27,34 € Steuer nachbezahlt.

Ab nach Hause und zunächst überprüft, ob ich zu doof bin…nein, die Website sagt eindeutig, das die Mehrwertsteuer im Preis enthalten ist:

www.batterien-welt.com verspricht enthaltene Mehrwertsteuer
www.batterien-welt.com verspricht enthaltene Mehrwertsteuer

Dann die Akkus überprüft: Passen und funktionieren. Das Gewicht entspricht in etwa den vorhandenen Akkus. Also hier erstmal Entwarnung…mal sehen wie das in ein paar Wochen aussieht.
Aber der Autoadapter geht nicht: Keiner der vielen Steck-Adapter passt bei einem IBM / Lenovo Notebook. Mist.

Auto Ladegerät für Lenovo - aber kein Adpater passt
Falscher Ladeadapter von www.batterien-welt.com

Nun also den PAYPAL Käuferschutz aktivieren…
Der Service-Mitarbeiter erklärt mir das PAYPAL bei der Zoll-Sache nichts machen könne. Auch meinen Einwand auf vorsetzlichen Betrug des Herrn Chan Yung Kwan (Deklaration als Geschenk) will PAYPAL nicht gelten lassen. Aber immerhin den nicht passenden DC Adapter will man als Schutzgrund akzeptieren und einen Customer Complain aufmachen. Den hat www.battarien-welt.com aber schnell abgewiesen. Aber selbst wenn der angenommen würde: Ich müsste die gesamte Ware zurück schicken, dafür Porto zahlen und die Steuer abschreiben.

Das mit dem zurück schicken wäre sowieso lustig: Vom Anbieter habe ich gar keine Postadresse – auf dem Paketaufkleber war lediglich eine Retouren-Adresse eines „Airpark Express“ in Singapore – das scheint aber nur der Logistiker zu sein:

AIRPARK EXPRESS 30 Kaki
Bukit Road 3 #06-03 Empire
Techno Centre Singapore
418719

Mal sehen was GOOGLE Maps und GOOGLE Earth dazu sagen:

(Quelle: GOOGLE)

Die GOOGLE Earth Bilder sind aus 2009 – leider kein Hinweis auf meinen Akku-Lieferanten zu finden. Eigentlich müsste man da jetzt mal persönlich auflaufen und denen sachlich erklären, das das so ja wohl gar nicht geht 😉
Auch über das Trackingsystem der Singapore Post als ursprünglichen Carrier kommt man nicht an die Absenderadresse:

Nach meinen Recherchen hat der Anbieter eine ganz miese Masche: Er kapert ähnliche Domains von deutschen Anbietern, gibt dem eShop einen deutschen Anstrich und unternimmt alles, um seine wahre Identität zu verschleiern.
Zu www.batterien-welt.com gehören auf jeden Fall noch www.akku-mann.com (nicht zu verwechseln mit dem deutschen Anbieter www.AKKUman.de) und www.batterien-mann.com.

Alle drei Domains und Shops werden in den USA auf den Serven der SAVVIS Communications Corporation gehostet:

  • www.batterien-welt.com ist „server290.com [64.14.68.141]“
  • www.akku-mann.com ist „server269.com [64.14.68.35]“
  • www.batterien-mann.com ist „server291.com [64.14.68.144]“

Das sind offenbar Shared-Server um Betriebskosten zu sparen. So werden auf dem www.batterien-welt.com Server noch folgende andere Domains betrieben:

  •  www.mrincmediagroup.com
  • www.utataxidermy.com
  • www.nascarracingexperience.com
  • www.elliottdavis.com
  • cornerstoneccinc.com
  • www.commercialcontainerllc.com
  • www.bodytype.com
  • ahugaway.com
  • www.avonlocalschools.org
  • www.fastenersupply.com

Witzig: www.bodytpe.com gibt Ernährungs- und Diät-Tips…

Als administrativer und technischer Kontakt für www.batterien-welt.com wird Herr Roger Lee genannt:

Lee, Roger
johnhkj@yahoo.com
Rm 2116, 21st Floor, 28 Queens Road, Win On Bld
Central. Hong Kong, 852 HK
+852.23268981
Fax:

GOOGLE Maps kennt die Adresse Queens Road 28 nicht, nur die Hausnummer 31. In Hong Kong sieht es so aus:

Administration von www.batterien-welt.com

(Quelle: GOOGLE)

Durch googeln nach „johnhkj@yahoo.com“ komme ich auf die französische CIAO Seite.  Dort habe ich dann per GOOGLE Translator lesen können, das www.batterien-welt.com auch in Frankreich aktiv ist. Dort sind die Seiten „www.batterie-monde.com“ und „www.batterie-homme.com“ bekannt. Der pfiffige Franzose hatte Qualitätsprobleme mit seinem neuen Akku und einfach unter der Telefonnummer +852.23268981 in Hong Kong angerufen. Dort hat er nur erfahren, das da viele anrufen würden – die Nummer aber nichts mit dem Anbieter zu tun habe…
…immerhin wird auf www.batterie-monde.com eine französische Postadresse angegeben:

Actualis, Level 2
21 & 23 Boulevard Haussmann
Paris 75009 France

Und so sieht das in Paris aus:

Angeblicher Sitz von www.batterie-monde.com in Paris

(Quelle: GOOGLE)

Zur Erinnerung: Die eMail Adresse, die PAYPAL als Kontakt nutzt ist „etradepower1@gmail.com“. Wenn man danach sucht stößt man in Kanada auf die Seite „www.ca-laptop-battery-shop.com“ – oh je, schon wieder ein Clone von www.batterien-welt.com. Die gehen echt global vor! Und weil das System so gut funktioniert hat „etradepower1@gmail.com“ noch einige weitere eShops in Betrieb:

Hinter „etradepower1@gmail.com“ stecken gleich zwei Namen: Jackson Lee und Matrin Wong. Ein weiterer Name ist Chan Chi Wang – aber dessen Zugehörigkeit konnte ich nicht ermitteln.

Ich denke, ohne die Hilfe von offiziellen Behörden kommt man diesem Gauner nicht weiter auf die Spur:

1) Domains
Zum einen muss es möglich sein über den Domain Registar MISK.COM den Domaininhaber zu fassen zu bekommen. Schließlich muss MISC.COm ja von jemanden Geld bekommen haben um die Domains zu registieren.

2) Server
Auch der technische Serverbetreiber SAVVIS muss von irgend jemanden Geld bekommen um die Server und das Netz zu betreiben.

3) Logistik
Unklar ist, ob AIRPARK EXPRESS nur eine Retouren-Adresse ist oder ob die die Pakete auch versenden. So oder so müssten die wissen, wer ihr Auftraggeber ist. Allerdings habe ich auch gelesen, das Kunden die Ware zurück geschickt hätten, diese aber angeblich nicht angekommen ist.
Mit Chance müsste auch die Singapore Post Auskunft geben können – aber ich weiß nicht ob die sich für den Absender interessieren.

4) Payment
Selbstverständlich muss auch PAYPAL über eine postalisch korrekte Adresse von ihrem Kunden „www.batterien-welt.com“ verfügen. Schließlich dürften dort viele 1.000,- € pro Monat über den Tisch gehen.

5) GOOGLE
www.batterien-welt.com macht relativ viel GOOGLE Werbung (Sponsored Links) – dafür muss GOOGLE von irgend jemanden Geld bekommen.

In Summe ist das schon alles recht merkwürdig:
Auf der einen Seite investiert der unbekannte Betreiber Aufwand in die Erstellung und den Betrieb der eShops – inklusive Werbung. Er versendet in der Regel sogar auch die Ware. Lassen wir mal die Qualität der Ware außer Acht: Warum macht er das, wenn er nur schnell viel Geld verdienen will?

Wenn man es gut meinen wollte:
Es könnte ein junger Asiate sein der in Europa ein Geschäft aufbauen will und leider noch nichts vom deutschen Zoll oder vom deutschen Fernabsatz-Gesetz gehört hat…
…aber warum spielt er dann mit sehr ähnlichen Domains, schadet wissentlich den deutschen Anbietern, Kunden und dem Zoll?

Und wieso zieht er das global auf? Singapore, Honk Kong, Paris. Deutschland, Frankreich, Kanada?

Peter.

P.S.: Ja, ich gebe ja zu: Wäre das Boot schon fertig hätte ich diese Geschichte nicht recherchiert 😉

Refit: Teil 4 – Besuch in Makkum

Am Montag waren wir wieder mehr oder weniger spontan beim Boot in Makkum / Holland. Irgendwie treibt uns die Sorge um das uns die Zeit davon läuft und das ein „Vor-Ort“ Besuch des Boots vielleicht beruhigend wirkt…

Die Werft ist derzeit sehr beschäftigt – logisch: Zum Saisonbeginn wollen alle Boote ins Wasser und alle Eigner haben da noch ein paar kleine Dinge zu erledigen. Aber auch am „Stormvogel“ wird kontinuierlich gearbeitet – der Dampfer sieht aber immer noch nach Großbaustelle aus (siehe Bilder.).

 

Aktuell gibt es ein „kleines“ Problem: Wir wollen den Schwenkkiel und den Kielkasten überholen lassen – dazu muss der Schwenkkiel raus. Der wird auf der Drehachse durch einen dicken konischen Bolzen gehalten…und der lässt sich nicht  ausbauen. Die Werftleute haben mit einer hydraulischen Presse 20 to Druck ausgeübt – keine Reaktion. Was ich toll finde: Die Werft in Sneek, die den Kasko vor 16 Jahren gebaut hat, gibt es noch und ist auch gerne bereit, bei der Problemlösung zu helfen. Nach 16 Jahren…toll!

Derzeit wird an 7 Teilprojekten gleichzeitig gearbeitet – 24 (!) sind aber noch bis zum 28. Mai 2012 zu erledigen. Da sind viel kleine bei – aber als alter Projektleiter weiß man natürlich auch: Viele kleine Projektteile können in Summe auch für eine Verzögerung verantwortlich sein.

Eine kleine Story: Der Betrieb, der die Fenster neu baut wurde ausgeraubt: Sämtliche Metalle wie Aluminium, Kupfer und Edelstahl wurden über Nacht geklaut! Wir hatten Glück: Unsere Fensterrahmen waren zur „Anprobe“ auf der HUTTING Werft  und wurden nicht gestohlen…nützt uns aber auch nichts: Der Betrieb ist jetzt hoffnungslos im Rückstand  und muss alle geklauten Profile nachproduzieren…das wirkt sich auch (negativ) auf den Liefertermin für unserer Fenster aus…

Die folgende Tabelle zeigt alle Einzelprojekte – und dokumentiert auch den positiven Umstand, das immerhin 10 Großprojekte schon abgeschlossen sind:

1. Mai 2012: …auch Heidi ohne Arbeit…

Eigentlich möchte Heidi keinen Blog-Eintrag – aber es gibt Dinge, über die man als ewiger Lebensabschnittsgefährte nun einmal berichten muss: Am Ende hat es also doch geklappt – Heidi konnte zum 30. April 2012 ihren Job aufgeben und sich nun an unserem gemeinsamen Projekt „Lange Reise“ aktiv beteiligen.
Am 26. April 2012 gab es eine richtige Verabschiedungszeremonie mit 4 (vier!!!) Reden von Schulleitung, Verwaltung und zwei Abteilungsleitungen…und Geschenke, das einem die Spucke weg bleibt (siehe Bild!). Was ich mich ja frage: Wenn nach „nur“ 10 Jahren Betriebszugehörigkeit ein solch bewegender Abschied fällig wird, was soll es dann bitte nach 30 Ehejahren sein…(KLEINER VERSUCH EINES SCHERZES…für den Fall, das das Projekt „Lange Reise“ in einer Ehekriese endet…).

P.S.: Dieser Eintrag muss auch deshalb sein, weil sich ein Kind darüber beschwert hat, das im Blog nur noch das Boot vorkommt.

Refit: Teil 3 – Fortschritt und Verzögerung

Mit Riesenschritten nähert sich unser Boot der Fertigstellung. Das Teakdeck ist fertig, die Korrosionsstellen am Aufbau und im Cockpit sind beseitigt und der ganze Bereich ist neu lackiert. Das Unterwasserschiff ist ebenfalls mit Primer und Antifouling neu aufgebaut. Damit sind die großflächigen Arbeiten abgeschlossen. Hier die Bilder dazu:

Aber es sind noch viele, viele Detailarbeiten zu erledigen. Die werden von verschiedenen Fachleuten (z.B. Elektriker, Möbeltischler, Lackierer, Rigger, Mechaniker) ausgeführt – und können nicht alle zeitgleich auf bzw. an dem Boot arbeiten. Nach dem ich die Werft gebeten habe mal was offizielles zum Zeitplan zu sagen sind wir jetzt bei einer Übergabe Ende Mai 2012. Ausgedehnte Probefahrten in der Ostsee sind dann wohl nicht mehr drin. Dann noch 6 Wochen bis zum Start…

…die Verzögerung gibt uns aber nun im Mai noch weitere „Landzeit“: Pässe, Impfungen und Ärzte waren schon auf uns 😉

Peter.

 

02-03/04/2012: Refit: Teil 2 – Besuch in Makkum

Heidi hat ein paar Tage Resturlaub, also für zwei Tage zum Boot nach Holland. Die HUTTING Werft versorgt uns zwar immer mit Bildern vom Baufortschritt – aber ein persönlicher Eindruck ist ja immer besser.

Zum Glück kenne ich das Boot im „normalen“ Zustand. Aktuell sieht das Boot nach „Totalumbau“ aus. An fast allen Baustellen wird gleichzeitig gearbeitet um den Zeitplan einzuhalten. Nach meiner Einschätzung wird das aber nicht klappen – die Werft ist aber (noch) optimistisch. Schauen wir mal!

Das Bild zeigt die ausgebauten Fenster (Ersatz durch bruchsicherem Doppelglas) sowie die beiden alten Bilgenpumpen (1:1 Ersatz durch neue):

Die Überholung des Teakdecks ist fertig – so richtig sehen kann man das nur an einer Stelle, alles andere ist sauber eingepackt um die Lackierarbeiten am Aufbau durchführen zu können:

Unter Deck sieht es aus als ob eine Bombe eingeschlagen hätte: Die alte Navigationselektronik ist raus, die „Marmor“-Flächen im Bad sind grundiert und die Deckenverkleidung ist runter um an die Kabel zu kommen (…wir haben uns entschieden, die Decken doch neu machen zu lassen – sieht viel schöner aus!). Das Unterwasserschiff wird bis auf die Grundierung abgeschliffen. Damit das einfacher geht verwendet die Werft einen Weichmacher. Danach wird zweimal mit Epoxi grundiert und dann das neue Antifouling aufgebracht:

 

Stormvogel Rufzeichen DD7177 erteilt

Heute kam mit der Post die Zuteilungsurkunde für unser Rufzeichen und unsere DSC/MMSI Nummer von der Bundesnetzagentur:

  • Rufzeichen: DD7177
  • MMSI: 211563480
  • DSC: 211563480

Das Rufzeichen spricht sich „delta delta sieben eins sieben sieben“ bzw. „delta delta seven one seven seven“ und wird nur bei Sprachanrufen über UKW Funk Kanal 16 verwendet.

Die DSC Nummer ist sowas wie eine Telefonnummer im UKW Funk. Man kann die Nummer in sein Gerät eingeben und es dann bei uns „klingeln“ lassen bis wir ran gehen – also ohne direkten Sprachanruf über Kanal 16.

Die MMSI ist unsere Kennung für unseren AIS und UKW Sender.

Alle Nummern sind weltweit eindeutig und können hier gesucht werden.

Peter.

Refit: Teil 1

Seit zwei Wochen wird auf der HUTTING Werft in den Niederlanden (Makkum) an unserem Stormvogel gewerkelt und geschraubt. Diese „Renovierung“ nennt man neudeutsch „Refit“ und ist sehr beliebt um aus was älterem was (quasi) neues zu machen.

In Summe haben wir aktuell 34 Teilprojekte, davon einige kleine (z.B. Tanks reinigen) aber auch ein paar größere. Neue Segel, neues stehendes und laufendens Gut im Rigg als „einfach neu“ Projekte kosten viel Material, aber wenig Arbeitszeit.

Aufwendiger ist da noch die Überholung des Teakdecks: Das wurde zwar 2005 neu gebaut, aber die Dichtungen zwischen den Hölzern haftet nicht mehr – dadurch könnte Wasser unter das Holz gelangen. Also alte Gumnmierung (in Wahrheit irgendwas Sikkaflex mäßiges) raus und neu verkleben:

Die grossen Fenster im Deckshausbereich werden aus Sicherheitsgründen ebenfalls erneuert. Zum Einsatz kommt modernes, bruchsicheres Doppelglas. Also müssen die alten raus. Dann werden Muster genommen und die neuen werden individuell gefertigt. Das dauert natürlich etwas:

Und schließlich gibt es aktuell noch eine „Schönheitsoperation“ im Salon: Die beiden „Oma-Sessel“ fliegen raus und werden durch eine Bank als Seekoje ersetzt. Der Platz ist optimal: Tiefste Stelle im Schiff und auf Masthöhe. Die Sessel sind schon raus:

Soweit der aktuelle Zwischenstand.

Peter.

Segelnummer XAL GER 503

Nun hat unser „Stormvogel“ eine offizielle Segelnummer:

XAL
GER 503

Segelyachten haben keinen behördlichen Eigentumsnachweis – wie etwa der KFZ Brief bei einem Auto. Die einzige Möglichkeit ist beim Deutschen Segler Verband (DSV) die Ausstellung eines internationalen Bootsschein zu beantragen. Dazu muss man Kopien des Kaufvertrags und des Personalausweises einreichen / hinterlegen. Dann wird der Bootsschein gegen Gebühr ausgestellt und man erhält eine DSV Nummer, die gleichzeitig auch die Segelnummer ist.

Das „XAL“ gibt an das das Boot nicht besonders vermessen wurde. Das wäre aber nur dann sinnvoll, wenn man an offiziellen Regatten teilnehmen wollte.

Da wir weiterhin Mitglieder in unserem Segelverein novomind-sports e.V. (NMS) (www.novomind-sports.de) bleiben werden hat der Verein jetzt neben dem Vereinsboot nun also noch ein Mitgliedsboot.

Peter.

Hausmeister oder „Ablufthaubenretter“

Mittwoch Morgen, 06:30 Uhr, puff, Sicherung in der Küche raus. Geht auch nicht wieder rein – fliegt immer mit lautem Getöse wieder raus.

Also alle Lampen aus und per Isolationsverfahren die Lampen der Ablufthaube als Verursacher identifiziert. Ausstecken, Sicherung rein und erstmal frühstücken.

Ab 08:00 Uhr dann Demontage des Übeltäters und Ursachenforschung. Ursprünglich hatte ich die Schalter an der Vorderseite in Verdacht – die sind bei der alten Ablufthaube mal durchgebrannt. Diese Haube haben wir nun vielleicht seit 5 oder 6 Jahren.

So montagefreundlich wie unsere BOSCH Waschmaschine ist das Teil nicht. Viele Schrauben, viele scharfe Kanten und vor allem altes, ekliges Fett…Igitt!

Schalter demontiert – alles OK. Sieht wie neu aus. Kabel verfolgen und siehe da: Die Zuleitung zur Beleuchtung ist glatt verkohlt. Nicht durchgebrannt oder so: Verkohlt!

Offenbar permanente Überlastung. Wie kann das sein? Das darf doch nicht sein?

Also große Internet-Recherche. Der Hersteller SILVERLINE hat nur Werbung auf der Website. Keine Ersatzteile, keine Anleitungen. Das ist schlecht. Aber immerhin das Gerät als Neuware bei verschiedenen Anbietern gefunden – unter anderem auch bei eBAY. Der Anbieter mit dem absoluten Kampfpreis von gut 100 € kann zwar nicht liefern (Klassiker!), hat aber folgende interessante Produktbeschreibung:

Da steht zur Beleuchtung: 2 mal Kerze 40 Watt. Genau das, was auch auf dem Typenschild unserer Ablufthaube SILVERLINE BAW 653 E steht:

ABER: Ein anderer Anbieter (offenbar seriöser, weil realistischer Preis und lieferfähig, auch bei eBAY) nennt nur 2 mal 25 Watt für die Beleuchtung:

Das scheint des Rätsels Lösung zu sein:

Ursprünglich wurde das Gerät mit 2 mal 40 Watt angegeben (…und das ist ja schon wenig für eine Herdbeleuchtung). Dann gab es wohl Probleme mit durchgeschmorten Stromkabeln der Beleuchtung und man ändert einfach die maximale Leistung der zulässigen Leuchtmittel um die Produktion nicht anpassen zu müssen. Na prima.

Nun habe ich also das Typenschild korrigiert, ein Kabel neu eingebaut, die Haube Grundgereinigt und vor allem Energiesparbirnen mit max. 9 Watt eingeschraubt.

Und schwubs, um 12:00 Uhr war die Aktion schon beendet und ich kann mich als Ablufthaubenretter bezeichnen.

…neues von Familie, Segeln und Fotos