Archiv der Kategorie: Türkei mit dem Wohnmobil

Wohnmobilreise durch die Türkei im Mai 2015.

FETHIYE oder Warten auf DAS BOOT

Unser sehr gutes Wohnmobil von PAMAPA CAMPER haben wir am 18. Mai 2015 gegen einen DACIA DUSTER eingetauscht und das ebenfalls sehr gute ONUR MOTEL in der Nähe von FETHIYE bezogen.

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Damit begann die unsägliche Wartezeit. Versüßt zwar durch eine tolle Landschaft, Ausflügen (Berge, Meer, Markt), EFES Bier, sehr gutem Essen und den EUROPEAN SONG CONTEST (auch in der TÜRKEI über INTERNET streaming via HOLA! zu sehen….trotz ominösen „rechtlichen Gründen“…) – aber am Ende haben wir gewartet…

…und gewartet…

…und gewartet…

…und im INTERNET auf unserem GPS Tracker alle vier Stunden den Positionsupdate von LENA J nachverfolgt.

Am Montag Morgen, den 25. Mai 2015 dann endlich war der Dampfer LENA J in der Bucht von FETHIYE vor Anker und mit ihm unser STORMVOGEL.

!!! E N D L I C H !!!

Am Nachmittag waren wir mit den Entladen dran – und mussten selbst auf den Dampfer klettern um unser Boot für die Entladung vorzubereiten. In PHUKET noch streng verboten, hier schlicht notwendig weil kein Team vor Ort ist.

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Wir nehmen den STORMVOGEL fast unbeschädigt in Empfang. Aber völlig eingesaut. Nicht etwa mit zu erwartendem Wüstensand, sondern mit einer Rußartigen, schmierigen Schicht von schwarzem Dreck – komischer Weise ab ca. 2 Meter Höhe – Mast, Salinge, Leinen – rabenschwarz.

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Dank Hilfe von Freunden aus HILDEN schrubben wir den Dampfer am Dienstag gründlich ab – Heidi hängt 5 Stunden im Bootsmanssstuhl und wäscht den Mast von oben nach unten. Nachmittags schlagen wir die Segel an und Abends sind wir seeklar. Wahnsinn, was vier Erwachsene so reißen können!

Am Mittwoch dann schon fast fluchtartig die FETHIYE ECE MARINA verlassen – der Ärger über die 70 € pro Nacht für eine eher durchschnittliche Marina ist bei mir groß. Was kann man hier alles für 70 € kaufen?

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Wir treffen unsere Freunde von SOUTHERN STAR wie besprochen in der Bucht von FETHIYE und das süße Bordleben fängt wieder an.

Und unsere Reise nach Westen. Nach GIBRALTAR, zu erreichen am Jahresende.

Peter.

P.S.:
Derweil wir einen gewissen Müßiggang bekennen müssen, spielen sich im Nordatlantik echte Seglerdramen ab. Unsere Freunde Gabi, Jürgen und Jan auf VOYAGER haben nach 10 Seetagen echtem Scheißwetter entschieden, die Heimreise abzubrechen und in die Karibik zurück zu segeln. Harte, aber mit Sicherheit richtige Entscheidung!
Hier die aktuelle Lage nachlesen – und Daumen drücken!

PAMUKKALE und Telefone

Von GÖREME sollte es nun weiter nach Westen gehen. Nach PAMUKKALE und seinem weißen Kalkberg.

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Wie üblich mit GOOGLE MAPS die Route erkundet. Im wesentlichen folgen wir der D300 von Ost nach West. Am ersten Fahrtag (14/05/2015) werden wir nur 240 Kilometer zurück legen – nach KONYA. Denn in der 1,2 Millionen Einwohnerstadt gibt es den wohl einzigen öffentlichen Caravan-Park (Campingplatz) in der TÜRKEI (?).
Natürlich haben wir Schwierigkeiten, ihn zu finden, aber im Internet finden wir GPS Koordinaten (als die da sind: 37,8906150°N 32,4976866°E) die wir in unser GPS eingeben – und so tatsächlich den Weg finden.

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Der Platz sieht etwas trostlos aus, aber die Duschen und Toiletten sind sehr sauber – also bleiben wir hier später für die Nacht. Zuvor geht es aber mit dem Auto in die Stadt. Wir wollen endlich das Mysterium der TURKCELL (Telefonanbieter in der TÜRKEI, der keine englische Website hat) Internetverbindung lösen. Stichworte dazu: Telefon wird nach ein paar Tagen gesperrt und Hot Spot Verbindungen funktionieren nicht. Details: Hier klicken!

Dazu in den ersten TURKCELL Shop – sehr rudimentäres Englisch, kein Erfolg. Im nächsten Laden gar kein Englisch. Im Dritten Laden:

Deutsch!

Flüssig, Akzentfrei. ZEHDIDE ist in INNSBRUCK geboren und mit ihrer Familie im Alter von 17 Jahren in die TÜRKEI zurück gekehrt. Sie lebt nun seit 4 Jahren in KONYA und arbeitet für TURKCELL.

Was für ein Glück für uns!

Doch auch sie kann das Problem nicht lösen, die interne TURKCELL Hotline, die sie anruft, hat auch keine Erklärung.

Egal, wir lösen das Problem wie üblich mit Geld, kaufen ein türkisches Telefon mit einer neuen SIM Karte und endlich ist auch dieses Thema gelöst.

Zurück zum Caravan Park. Noch sind wir alleine, später kommt ein Paar aus Heilbronn und noch später andere Deutsche, die wir ob der späten Stunde nicht mehr ansprechen.
Es ist sowieso erstaunlich, das um diese Jahreszeit fast ausschließlich nur Deutsche unterwegs sind. Auf 10 deutsche Wohnmobile (Campervans) haben wir nur einen aus den Niederlanden, einen aus England und einen aus Österreich gezählt.

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Am nächsten Morgen (15/05/2015) brechen wir wieder früh auf und reißen die gut 400 Kilometer nach PAMUKKALE in einem Rutsch ab. Na ja, es gab da noch einen Zwischenstop in einem Dorf. Da war gerade Markt mit Gemüsebergen, die so lecker und appeetitlich aussahen, das wir erst mal einkaufen mussten 😉

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Der Campingplatz direkt unterhalb des Kalkberges ist schnell gefunden – aber auch eine große Enttäuschung. BAYDIL Caming ist ein eigentlich riesiger Pool mit Stellplätzen umzu.

So weit, so gut.

Der Pool ist auch für Tagesgäste geöffnet.

Auch gut.

Der Pool wird vom Sohn des Besitzers (17 Jahre alt) betrieben.

Auch gut.

Nicht gut ist, das der Sohn den Pool mit 10.000 Watt Techno-„Musik“ beschallt und wirklich full power das ganze Dorf bedröhnt.
Ich überlege mal wieder, wie man die Krach-Mach-Anlage zerstören könnte, Heidi, wie immer pragmatisch, geht zum Büro und stellt lakonisch fest, das doch gar keine Gäste im Pool seien und man die „Musik“ doch bestimmt leiser machen könnte…ja, das könne man…und schaltet die ganz ab.

Geht doch!

Allerdings ist am nächsten Tag mehr Betrieb im Pool und der Krach geht von vorne los. Von daher: Nur Liebhaber von Umpf Umpf, Stampf Stampf Techno-Krach sollten diesen Platz aufsuchen…
…oder einen Seitenschneider dabei haben, um die Lautsprecherkabel zu kürzen 😉

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Wie auch immer, wir machen uns am Samstag, den 16. Mai 2015 zur Erkundung des Kalkberges von PAMUKKALE und der antiken Stadt HIRAPOLIS auf dem Berg auf.

Die Kulisse ist durchaus spektakulär – dieses strahlende, blendende Weiß, das man wohl sonst nur in Schneegebieten findet. Das Betreten ist nur barfuß erlaubt, also an der Grenze Schuhe aus! Der mit Wasser berieselte Kalk ist erstaunlich trittfest und bergauf geht es ja sowieso einfach.

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Die Pools auf dem Weg sind ob der frühen Stunde noch nicht belegt, später ist hier die Hölle los. Plantschende Kinder und aufsehen erregende russische Bikini-Girls bevölkern dann die Landschaft.

Wir erreichen das Plateau auf dem Berg und sehen schon von weitem die Ruinen der historischen Stadt HIRAPOLIS.

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Und das wird dann unser eigentliches Highlight. So viele Straßen und Gebäude sind gut erhalten! Das etwa 15.000 Personen fassende Theater (!!!) ist nicht nur gut erhalten, es ist völlig intakt – jedenfalls auf den Ersten Blick.

Als wir aufbrachen dachten wir, OK, ein bis zwei Stunden, dann sind wir hier durch und fahren vielleicht schon weiter nach FETHIYE…
…wir bleiben mehr als fünf Stunden, spazieren auf der Hauptstraße, sitzen im Theater (Heidi trifft einen Indonesischen Jura-Studenten und einen Pfarrer aus Korea – und weiß nun wohl alles über die beiden) und malen uns aus, wie das wohl früher hier so abgegangen sein wird?

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Wir wussten vorher auch nicht, das uns diese Art von historischen Bauwerken so interessiert – wieder was über uns selbst gelernt und gefreut, das wir hierher gekommen sind!

Der Abstieg ist erwartungsgemäß etwas schwieriger, aber wenn man langsam geht, auch kein Problem. Mittlerweile ist die Anlage voll von Touristen und es ist längst nicht mehr so schön und eindrucksvoll, wie am Morgen.

Erwähnt sei noch die Restaurant-Situation in PAMUKKALE:
Im Dorf gibt es geschätzt 1.000 Restaurants die alle um die Gunst der Besucher buhlen. Wenn man nicht aufpasst, wird man geradewegs in ein Restaurant gezerrt.
Wir Essen in einem urig aussehenden Restaurant („Memmets Heaven“) zu Abend und ich schwöre noch bei Tische, nie wieder in einem Touristen-Ort essen zu gehen. Übliches Bild: Schlechtes Essen, dafür aber wenigstens doppelt so teuer wie in einem normalen türkischen Restaurant.
Von unserem ausführlichen Spaziergang zurück gekehrt, schmeiße ich die Regel vom Vorabend über Bord und wir landen im ROSE Restaurant des OZBAY Hotels.
Und sind mit Preis und Qualität sehr zufrieden – schon erstaunlich, das es auch gute im Reich der Bösen (Tourismus-Profiteure) gibt 😉

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Soweit zu diesem sehr besuchens-werten Ort im Hinterland der Mittelmeerküste der TÜRKEI.

Wir sind nun in FETHIYE und warten auf unser Boot. Heute wurde der Ankunftstermin von LENA J um einen Tag vorverlegt – wir hoffen nun auf den 22. Mai 2015.

Viermal werden wir noch wach, heißa, dann haben wir den STORMVOGEL zurück!

Peter.

 

TURKCELL mobile phones

Since a week we are in TURKEY (MAY 2015) and in an old tradition, we bought a local SIM card. But in TURKEY the things are much more difficult than in other countries. When I first researched it I did not believe this stuff – but its true.

Here are our conclusions and hints – if you like them I’m happy!

1) If you use a local (TURKEY) SIM card in your foreign phone it will be disabled after a certain period by the provider as this is a local TURKISH law. In old internet reports the people said it is a question of days (5-7), some few newer reports said, after 60 days the foreign device (phone) will be disabled. We use our foreign phone now since 12 days and its still working and we believe the 60 days period is true. Of course this disable stuff is limited to the TURKISH cell phone networks only.

1.1) Background
All TURKISH providers knew the IMEI number (worlwide unique hardware identifier) of all devices which where sold on the TURKISH market. If you bring your foreign device into the country, they detect it as „foreign“ (not bought in TURKEY) and have to disable it after a certain period. Official story is to protect the local market from cheap illegal mobile phone imports.

1.2) You can register your own (foreign) phone in this list. But you have to go to a government TAX office, pay some money there and than to a phone shop to put the IMEI number on the list – with some money more.

2) Buy at least a local SIM card at the airport as the staff in the stores in the country did not speak English.

3) After some research we choose TURKCEL as provider and bought a prepaid SIM card for 52 TURKISH LIRA (TL) which includes 100 MB internet, 400 minutes phone calls and 400 text messages (SMS) both inside TURKEY only.
Than we put a 4 GB internet update on it which costs 40 TL as the inital 100 MB is a joke.
**BUT** all this is only valid for 30 days – after 30 days all your credit (internet usage, minutes, SMS) is gone – except the money you may put on top of it. We put 50 TL on top of it so we can book the next 4 GB internet package after 30 days by sending this textmessage (SMS) to TURKCEL:

—– SNIP / SNAP ——
SINIRSIZ4GB to number 2222
—– SNIP / SNAP ——

3.1) You can also buy top-up voucher in advance so you do not need to visit a TURKCEL shop after 30 days. Its a simple plastic card with a hidden number on it. To load the voucher to your account use

—– SNIP / SNAP —–
*122#code#
—– SNIP / SNAP —–

4) All this above works fine with your foreign phone and a local SIM card. But we had a big problem using the smartphone as internet hot spot for other devices (e.g. tablett, pc). For me it looks that TURKCEL blocks the access in combination foreign phone / local sim in the TETHERING mode. The guys in the shop denied it but there is defiantly a technical „break“. The DNS server e.g. works in the first minute of connection, but than it comes to a time out which looks for me like a piece of software at the TURKCEL side to make the hot spot connection un-useable.

5) Today we went to 4 (!) TURKCEL shops to find out whats right and whats wrong about the hot spot function. Beside the language problem we did not manage it to make the hot spot working.

6) So we ended up in buying a local smart phone and a new local SIM card for it – and this works from the very first minute without any issues.

7) As a summary:

7.1) If you add a local SIM in your own (foreign phone) it will work – but not forever. I did not find any offical statement for the period, but I believe its 60 days.

7.2) If you use the (7.1) combination you might get trouble in running the hot spot mode to give other devices internet.

7.3) Do everything at the airport as it will be difficult to get English language staff in the country (may its different at the coast as there are many tourists).

So thats it,

Peter.

GÖREME – Felsen und Ballons

Von AKDAMAR also weiter Richtung Westen nach KAPPADOKIEN, am 11. und 12. Mai 2015.

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Übernachten wollten wir in ELAZIG (470 km), haben aber mal wieder nichts für uns passendes gefunden. So fahren wir weit über ELAZIG hinaus (150 km) in den Abend, der Tank ist kurz vor Reserve und bis zum nächsten Ort sind es noch 80 Kilometer. Da erscheint eine Tankstelle mit Moschee und im Gebäude der Moschee ein Restaurant am Straßenrand.

Das muss ein Zeichen sein, das ist ein Zeichen! Wir tanken, bekommen während der Zapfhahn im Auto steckt schnell einen türkischen Tee serviert, parken vor der Moschee und Essen im Restaurant zu Abend. Die Nacht auf dem Parkplatz der Tankstelle verläuft ruhig, nur früh´ am Morgen singt der Iman uns ein Lied. Das gibt uns ein Gefühl von Sicherheit. Keine Wachleute diesmal.

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Weil wir am Montag viel weiter gefahren sind und am Dienstag sehr früh starten, kommen wir nach 430 Kilometern schon früh´ in GÖREME an. Wir finden den im Internet beschriebenen (gute Reiseberichte!) Campingplatz KAYA CAMPING (tststsss: keine eigene Website) sofort und freuen uns über diesen sehr schönen Platz mit super-Dusche!

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Am Nachmittag spazieren wir hinunter in den Ort GÖREME und müssen fest stellen, das dies nun eine andere TÜRKEI ist, als die im tiefen Osten. Touristisch voll erschlossen, aber immer nocht nett. Gar nicht nett war das Abendessen. Wir haben extra ein gut aussehendes Restaurant ausgewählt – und wurden schwer enttäuscht. Noch nie so schlecht (und natürlich teuer!) in der TÜRKEI gegessen – selbst das Essen am Vorabend auf der Tankstelle war besser!

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Am Mittwoch (13/05/2015) wollen wir am frühen Morgen (05:30 Uhr) die Heißluftballons fliegen sehen – und tolle Bilder machen…

…aber das Wetter ist zu schlecht und es fliegt keiner. Schade.

So verdödeln wir den Vormittag mit der weiteren Reiseplanung 2015/2016 (spannend!) und besuchen Mittags das Freilichtmuseum. Schon ein bisschen verrückt, das die Menschen in diesen Felsen gelebt haben. Und noch verrückter ist es, das einige immer noch darin leben – aber jetzt mit Fenster und Türen.

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Diese bewohnten Felsen werden Feenkamine genannt und sind ur-ur-alt. Was für eine Arbeit, sich die Wohnung aus dem Fels zu hauen?

So plätschert der fahr-freie-tag vor sich hin…

Heute, am Donnerstag (15/05/2015) wachen wir wegen der Kälte auf (wir lassen die Heizung nie Nachts an), schauen aus dem Fenster und sehen die Heißluftballons fliegen. Wir zählen 57 Ballons, aber es waren bestimmt noch ein paar mehr.

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Ganz kurz, aber wirklich nur ganz kurz hatten wir am Vortag darüber gesprochen, selbst die morgendliche Ballonfahrt mit zu machen – aber dann auch schnell gekniffen.

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So kommen wir zu schönen „bodenständigen“ Bildern und freuen uns sehr, das wir dieses wohl einmalige Spektakel selbst live erleben durften. Auch wenn man selbst nicht mit fährt, lohnt sich der Anblick in jedem Fall.

Also auf nach GÖREME, im Herzen der TÜRKEI!

(…und sein Essen kann man ja auch  mal selber kochen…)

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Das mit dem sehr frühen Aufstehen um etwas besonders zu sehen kennen wir ja schon aus AUSTRALIEN – wo liegt wohl der Unterschied im Betrachten eines Sonnenaufgangs über einen großen Felsen und dem Aufsteigen von vielen Heißluftballons aus einer felsigen Schlucht?

Peter.

 

AKDAMAR und HOSAP KALESI

Heute (10/5/2015) mal kein Fahrtag, sondern ein Ausflugstag zu zwei historischen Gebäuden.

AKDAMAR ist eine Kirche auf einer Insel im See VAN. Wir übernachten auf einem „Campinglatz“ direkt am Fähranleger, ca. 7 km nach dem Ortsausgang von GEVAS auf dem Weg nach Westen. Außer einem vernünftigen Stellplatz und einem Restaurant gibt es hier nichts, wie schön, das unser Bus autark ist.

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Wir werden vom Regen und der Kälte geweckt. Heizung an, wach werden, in die kalten Klamotten kommen und sich Frühstücksfertig machen – denn das haben wir am Vorabend im Restaurant bestellt.
Wir torkeln noch leicht schlaftrunken die Treppe zum Restaurant runter und werden von Ebrahim begrüßt – er hat uns gestern telefonisch den Weg gewiesen, von ISTANBUL aus. Nun ist er wieder zu Hause und begrüßt uns sehr herzlich.

Nach dem Frühstück zum Fähranleger, die erste Fähre geht um 9:00 Uhr, aber nur, wenn mindestens 16 Personen an Bord sind. Na ja, jeder hat seine eigenen Regeln und wir kommen gegen 10:00 Uhr los. Die Überfahrt macht Lust aufs Boot. Um die 20 Knoten Wind, eiskalt (nicht gut!) und kaum Welle. Der VAN See ist riesig. Würde man ihn umfahren wollen, müsste man 370 Kilometer zurück legen müssen.

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Die Fähre war schon billig – hin&zurück für 15 TL, der Eintritt zur Insel und Kirche noch billiger, 5 TL.

Die Kirche ist von innen kaum ausgeleuchtet – man muss aufpassen, wo man hin tritt. Das sorgt aber sofort für das zeitgemäße Gefühl, denn außer Kerzenlicht werden die ja auch nicht viel Beleuchtung gehabt haben. Massive Mauern, von innen wirkt die Kirche viel höher als von außen. Grabeskälte.

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Mit uns ist eine Gruppe von Schülern und einem Lehrer auf die Insel gekommen. Der Lehrer scheint sich auskennen und textet seine Schüler zu – natürlich in Türkisch. Aber die Hinweistafeln sind zweisprachig und vermitteln ein gutes Bild der Anlage.

Wir haben wahnsinniges Glück mit dem Wetter. Während wir auf der Insel sind, scheint die Sonne und wir haben blauen Himmel. Das waren aber auch die einzigen trockenen 90 Minuten am heutigen Tage…

…wir kommen zurück und düsen mit unserem Bus mal wieder in Richtung Iranischer Grenze. Wir wollen die Festung HOSAP KALESI besuchen und müssen dafür knapp 70 Kilometer zurück legen. Während in VAN Seenähe die Landschaft noch einigermaßen grün ist, wird sie nun immer trostloser, bar jedweder Vegetation. Dazu das dunkle Wetter und Wolken, die in den Bergen hängen bleiben.

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Wir erreichen den Ort, mal wieder einer der trostlosen Sorte. Die Festung steht auf einem Felsmassiv und überragt alles. Es tröpfelt nur noch und wir wollen die Gunst des Wettergottes nichts überstrapazieren – also los!

Halt, Stop.

Erstmal die kleinen Kinder glücklich machen, die uns schon beim parken umzingelt haben. Immerhin, sie betteln nicht, sondern wollen „Sachen“ verkaufen. Heidi hat Schwierigkeiten mit der Auswahl, aber darum geht es ja auch nicht. Besser, wir kaufen den Kindern „irgendetwas“ ab und sie lernen zu handeln, statt zu betteln.

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Dann in die Festung. Klasse, der Gewölbegang vom Turm ist durch den Fels geschlagen. Fast ein Tunnel. Auch hier kaum Beleuchtung und die in den Fels gehauenen Stufen sind ob des Regens glitschig. Wir sind fast alleine in der Anlage, kein Stress.

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Die Festung wird, so scheint uns, gerade restauriert. Wir sehen zwar keine Arbeiter und kein Material, aber einzelne Mauern und Treppen sehen wieder vollständig aus. Gebäude innerhalb der Festungsmauern gibt es nicht mehr, nur riesige, runde Innenhöfe.

Auf der Rückfahrt überlegen wir, ob sich die Fahrt gelohnt hat. Zunächst sind wir nicht ganz sicher, als ich jetzt für diesen Beitrag die Bilder sichte stelle ich fest: Doch, in jedem Fall haben die 140 Kilometer sich gelohnt.

Soweit dazu.

Ganz kurz zur weiteren Planung:
Heidi und ich haben gestern die Route nach FETHIJE abgesteckt. Wir bleiben im Herzen der TÜRKEI und gehen nach Westen um zwei Highlights zu besuchen: GÖREME und PANUKKALE.Dafür sind jeweils 2-zwei Tagesetappen notwendig. GÖREME werden wir über ELAZIG erreichen, PANUKKALE über KONYA. Am 17. Mai wollen wir in FETHIJE ankommen, LENA J soll am 20. ankommen.

Peter.

MOUNT ARARAT Tour

Eigentlich ist die Überschrift nicht ganz zutreffend, denn wir haben in einem Tag die ganze Region mit einem Allrad-PickUp (logisch: TOYOTA HILUX) und einem Führer erkundet. Der höchste Berg in der TÜRKEI, der MOUNT ARARAT war aber ein ganz zentraler Punkt.

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Früh´ am Morgen geht es los, erst mal in Richtung IRAN. Wir düsen so auf dem Highway dahin, auf einmal stehen auf beiden Fahrspuren LKW´s und Murat, unser Fahrer und Führer für den Tag, weicht auf die kaum befahrene Gegenfahrbahn aus.
Auf einer Länge von geschätzten 12 Kilometern warten doppelreihig die LKW´s auf ihre Grenzabfertigung für die Einreise in den IRAN. Man möchte Mäuschen spielen und durch die LKW-Wände hindurch schauen: Was da wohl alles exportiert wird?

An der Grenze selbst wird der Grund für den Stau klar. Die Grenze ist geschlossen, kein LKW darf in die massiv geschützte Grenzanlage einfahren. Die armen Fahrer, die werden wohl Tage warten (?).

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Wir beobachten Fußgänger, die gerade aus dem IRAN kommen – und Murat berichtet, das er auch einmal im Monat in den IRAN fährt: Um Käse zu kaufen und Freunde zu besuchen. So viel ist klar: Die Kurden kennen keine moderne Staatsgrenzen.

Man könnte hier den Tag mit zuschauen verbringen, aber eigentlich wollen wir ja zum Meteorkrater, der sehr dicht an der Grenzlinie auf Türkischem Gebiet liegt. Also ab in einen Feldweg. Wir werden von einem Soldaten mit Gewehr und Helm gestoppt. Murat gibt ihm seine Papiere als Pfand und erklärt, das wir nur mal kurz den Krater sehen wollen.

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Ja, OK, ein tiefes Loch in der Erde das offensichtlich so da nicht hin gehört. Ich mache Bilder von der Umgebung, auch von den Grenzanlagen, mit dem 200mm Teleobjektiv.

Wir fahren zurück zur Straße, der Soldat gibt Murat die Papiere zurück und will meine Bilder sehen…und besteht darauf, das ich alle Bilder von der Grenzanlage lösche. Vor seinen Augen. Kein Problem, so doll waren die sowieso nicht…

Zurück auf dem Highway biegen wir links zur ARCHE NOAH ab.

Und das ist wieder so eine Räubergeschichte, die erzählt werden will:
Also ursprünglich war die Geschichte die, das NOAH ohne GPS und ohne Seekarten seinen Dampfer auf dem Gipfel des MOUNT ARARAT auf Grund gesetzt hat. Das Blöde ist nur, das man das in all den Jahrhunderten immer wieder überprüft hat – und keinen Beleg für die diese These gefunden hat. Selbst Murat (nach eigenem Bekunden mehr als 1.000 Mal auf den Berg geklettert) hat keine Belege für diesen Schiffbruch auf dem MOUNT ARARAT gefunden…

…dafür haben andere, Amerikaner natürlich, auf Bodenradar Aufnahmen einige Kilometer weit weg eine (nach ihrer Ansicht) unnatürliche Bodenverwerfung gefunden, die in ihren Ausmassen exakt denen der ARCHE NOAH entsprechen würde.

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Ganz besonders interessant ist die These, das die Arche über Anker verfügte. Genau 12 an der Zahl, natürlich, zeitgemäß, keine geschmiedeten Metallhaken, sondern schlichte Ankersteine. Und diese Steine, hübsch mit einem Loch oben drin für die Ankerleine, stehen wieder ganz woanders.

Alles natürlich irgendwie in Sichtweite des MOUNT ARARAT.

Nun denn, nach reiflicher Prüfung wissen wir auch nicht, welche Geschichte wahr ist, aber ins Gästebuch des ARCHE NOAH Hauses in der Nähe der Erdverwerfung haben wir geschrieben: TOLLE GESCHCIHTE, gut erzählt, glauben wir mal!

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(Besser eine starke Behauptung als ein schwacher Beweis)

Dann zum MOUNT ARARAT.

Aus der Straße wird ein Weg, aus dem Weg ein sehr holpriger mit Steinen übersähter Pfad. Wir wollen (können?) nicht wandern, wir wollen fahren, so weit es geht. Im „langsame Fahrt voraus Allrad-Gang“ erklimmt der HILUX den Berg. Murat erzählt, das sie die Bergwanderer auch mit dem Auto in den Berg fahren, von da aus dann zu Fuß. Mit Pferden wird vorab das Gepäck und die Zelte in die verschiedenen Lager transportiert.

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Für Touristen rechnet Murat 5 Tage für den Auf- und Abstieg. Das sei aber wirklich kein Bergsteigen, sondern Bergwandern. Jedermann könne das tun. Und wenn man keine Kondition habe, dann würde man eben eine 8 Tagestour machen – keine Ahnung, ob das sinnvoll ist. In jedem Fall sinnvoll fürs Geschäft.

Nun denn, wir eiern so den Berg rauf, da steht da auf einmal ein russischer Jeep am Abgrund. Verlassen. Murat sagt, das seien bestimmt Bergwanderer, die auf eigene Faust den MOUNT ARARAT erklimmen wollen. Der Grund für den ungewöhnlichen Parkplatz wird nach der nächsten Biegung klar: Dicke, herunter gerollte Felsklötze verhindern eine Weiterfahrt.

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Wir sind nun auf ca. 2.500 Metern Höhe angekommen, also knapp die Hälfte des ganzen Giganten. Das Wetter ist super, der Ausblick grandios. Vor uns liegt im Tal ein riesiger ausgetrockneter See, denn dessen Zulauf hat man für Bewässerungsprojekte umgeleitet.

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Die Talfahrt geht einfacher, aber wir werden wirklich extrem durchgeschüttelt.  Festhalten, wo auch immer!

Wir fahren auf die andere Seite des ausgetrockneten Sees um die historischen Ankersteine zu besichtigen. Die stehen mitten im Dorf einfach so rum, wenn jemand einen weg tragen würde (OK, Obelix Kräfte angenommen) würde es kaum jemand merken. Murat merkt man an, das er regelrecht traurig über den Umgang mit der lokalen Historie ist. Recht hat er, an vielen anderen Orten der Erde wird angemessen mit solchen Schätzen umgegangen. Tourismus muss entwickelt werden.

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Als letzten Tourpunkt haben wir den BALIK GÖLÜ See auf ca. 2.200 Metern Höhe auf der Liste.  Die Anfahrt ist lang und beschwerlich, denn wir fahren zunächst Querfeld ein und sehen so Landschaftsbilder, die man nie und nimmer von einer Straße aus sehen würde. Eine Quelle inmitten der Pampa, das Wasser schießt mit hohem Druck in ein aus Feldsteinen erbautes Becken. Immer wieder erkundigt sich Murat bei vorbei kommenden Schäfern oder Bauern nach dem Zustand der Feldwege in die Berge. Denn einmal den Weg eingeschlagen gibt es kaum ein zurück – jedenfalls nicht, wenn man den See noch im hellen erreichen möchte.

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Uns wird die Fahrt ehrlicherweise ein wenig zu lang und zu beschwerlich, aber wir haben es ja so gewollt.

Und so ein einmaliger Anblick will ja auch verdient werden!

Am See gibt es auf der einen Seite nur ein Dorf, auf der anderen Seite hat vor Jahren mal jemand versucht, eine Art Hotel hier aufzuziehen, aber dessen Ruine zeugt davon, das das nicht erfolgreich war. Der See friert im Winter komplett zu und Murat kommt dann manchmal zum Eisfischen her: Loch ins Eis schlagen und Angelleine rein.
Im Sommer macht er Wandertouren in diesem Gebiet mit Gästen, die die Höhe und die Einsamkeit lieben. Übernachtet wird im Zelt. Natürlich.

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Der Ehrgeiz unserers Führers uns auf eine gute Höhe für den Besten See-Panoramablick zu bringen führt dazu, das der HILUX sich fest fährt. Zu nass, zu schlammig, zu tiefe Spurrillen. Als das Auto ein Stück seitwärts den Hang runter rutscht bittet uns Murat auszusteigen. Wir sollen warten, bis er das Auto wieder frei hat.

Ja klar, kein Problem.

Als nach 15 Minuten wilder Ausbruchversuche das Auto in immer blödere Positionen kommt, fragen wir uns, wie man hier oben wohl Hilfe holen könnte?

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Wir helfen Murat, kleine Steine zu suchen und diese unter die Räder zu legen. Gar nicht so einfach, denn die Steine sind wie Eisberge: Nur ein kleiner Zipfel ragt aus der Erde, das Dicke Ende ist unter der Erde. Was also aussieht wie ein loses Geröllfeld, ist in Wirklichkeit eine Naturwiese mit dicken Feldbrocken…

Nun denn, Murat bekommt das Auto mit den Steinen frei und alle drei sind happy. Wir fahren nochmal zum Seeufer, haben ein kleines Picknick bestehend aus unterwegs gekauftem Brot und Gemüse (der Gemüsemann wollte uns vor lauter Gastfreundschaft die Tomaten, Gurken und Peperonies schenken, aber Heidi und Murat haben darauf bestanden, dafür zu bezahlen) und machen uns dann auf den langen Heimweg – natürlich andere Strecke.

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Regelrecht deprimiert haben uns die Bergdörfer. Man macht sich keine Vorstellung davon, wie hart die Menschen hier leben. Keine Ahnung, wie sie den Winter überstehen, aber jetzt, im Frühling ist Garten- und Feldarbeit angesagt. Frischer Kuhdung wird zu Klumpen geformt und in der Sonne getrocknet. Heizmaterial für den nächsten Winter. Immer wieder sehen wir neben den aus Feldsteinen traditionell gebauten Häusern und Hütten leer stehende Neubauten die aussehen, wie aus einem Musterkatalog für Fertighäuser. So richtig bekommen wir aus Murat diese Häuserstory nicht heraus, aber wir vermuten, das die von der Regierung gebaut wurden und die Einheimischen da hin umziehen sollen. Vermutlich müssen sie was dafür bezahlen, aber das wird sicher irgendwie geregelt sein.
Aber die Häuser sind so anders als das gewohnte, die Grundstücke um die neuen Häuser herum so viel kleiner – die zu bauen ist völlig sinnlos. So stehen der größte Teil der „neuen Bauernhäuser“ einfach leer in der Gegend herum.

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In den Bergdörfern traue ich mich kaum Bilder zu machen. Die Menschen sehen sehr Ernst aus, die Hirtenhunde bellen böse. Touristen vermutlich nicht erwünscht.

Am frühen Abend kehren wir zu MURAT CAMPING zurück und genießen noch mal den Warnsinns-Ausblick auf das Tal – und das Essen, das der Koch geschwind auf den Tisch bringt.

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Toller Ausflug, vermutlich zu viel für einen Tag.

Von nun an machen wir uns also auf den Rückweg – sprich Richtung Westen. Unterwegs gibt es noch viel zu sehen, das Schiff (MV LENA J) das den STORMVOGEL transportiert hat spontan noch ein paar andere Häfen in den Fahrplan mit aufgenommen und wird nicht vor dem 20. Mai 2015 in FETHIJE erwartet. Das gibt uns ein paar Tage mehr Zeit für die Rückreise.

Weitere Berichte folgen – mit diesem aber, bin ich heute mal wieder a jour.

Peter.

P.S.: Wir sind nun in VAN und machen morgen eine Bootstour auf den See – zu einer angeblich ganz tollen Kirche auf einer Insel…schauen wir mal, gell 😉

ISHAK PASHA PALACE (DOGUBEYAZIT)

Nach nur 100 Kilometern Fahrt kommen wir am 7. Mai 2015 in DOGUBEYAZIT an.

Was für eine dreckige, staubige, herunter gekommene Stadt! 78.000 Einwohner sollen hier laut Ortsschild wohnen. Den Grund für den Staub haben wir schnell ausgemacht. Die Straßen sind nicht asphaltiert, sondern mit Steinen gepflastert. Als Füllmaterial hat man offenbar diesen zementartigen, sehr feinkörnigen  Sand genommen, der hier Alleeorts in den Bergen abgebaut wird.

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Wir wühlen uns im wahrsten Sinne des Wortes durch die verstopfte Stadt und finden das Hinweisschild auf den ISHAK PASHA PALACE. Die Straße ist noch verrückter als die zuvor, denn sie wird im laufenden Verkehr abgerissen. Ein Bagger schiebt die Steine auf einen Haufen und kippt sie dann auf LKW´s. Der Verkehr läuft weiter…der erste Gang kämpft sich durch, obwohl einige hinter uns hupen.

Dann Bergauf – diesmal auf gepflasterter Straße. Heidi bekommt wie üblich eine Krise ob der Steigung, der Skipper, äh, Fahrer ist voll konzentriert den Bus in Fahrt zu halten.

Wir sehen den ISHAK PASHA PALACE – und dann das erhoffte Hinweisschild auf MURAT CAMPING. Direkt unterhalb des Palastes. Wie praktisch ist denn das?

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Ein Cousin von Murat empfängt uns – und leitet uns weiter zu Murat. Der freut sich über Besuch – und Kunden, die großes vor haben! Denn wir wollen die große MOUNT ARARAT Tour machen – in einem Tag, freilich ohne den Berggipfel zu erklimmen. Murart erklärt uns, das die Einheimischen die Gipfeltour in 2 Tagen schaffen, mit den Touris (…sprich erfahrenen Bergwanderern / Kletteren) dauert das fünf Tage. Mit Basislager, Höhenlager und Co.

Nix für uns. Erstmals seit langem denke ich, meine Kondition könnte echt besser sein. Aber wir haben ja auch gar keine Zeit (Uff!).

In der Zwischenzeit wird Frühstück bei sensationellem Panorama-Ausblick serviert.

Wir parken den Bus, machen uns Spaziergang-fertig und erklimmen den Berg zum ISHAK PASHA PALACE. OK, kleine Abkürzung, aber steiler gehts nimmer!

Der Palast – ein Hammer!!!

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Wer jemals vom MEDICUS gefesselt wurde, wer jemals GAMES OF THRONES süchtig geworden ist, der fühlt sich hier sofort zu Hause. Die Anlage ist weit verzweigt und mit Tafeln sehr gut erklärt. Festhalle, Küche, Gesindelräume, Gemächer der Fürstlichen, Wachräume und ein Klo. Die wahre Geschichte des Palastes bekommt Heidi von Adam, der vor dem Tor Souvenirs verkauft und eigentlich in VAN studiert.

Vor 350 Jahren erbaut, von Erdbeben und Kriegen zerstört, ist der Palast gerade erst vor vier Jahren wieder aufgebaut worden. Als die Leute in der Umgebung anfingen, Steine aus der Ruine für den eigenen Hausbau zu holen haben einige bemühte Bürger Fotos gemacht und an die Regierung in Ankara appelliert, dieses Bauwerk vor dem Verfall zu retten.
Dort hat man den Wert des Palastes wohl erkannt und den Wiederaufbau finanziert. Uns gefällt das Resultat sehr, aber Murat meint, man hätte es 1:1 mit Original-Material wieder aufbauen müssen. Stimmt schon, bei genauerer Betrachtung sieht man „alt“ und „neu“ und das Dach aus Gas und Holz ist chic, aber eben nicht Zeitgemäß.

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Dennoch: Besser so gerettet als dem Verfall preis gegeben – und so lange keine großen Touristenströme kommen, wäre alles andere vielleicht auch Overkill gewesen. Denn Touristen sieht man an diesem phantastischen Ort nicht. Vermutlich zu früh´ in der Saison oder zu schwer zu erreichen?

Ein Märchen aus 1000 und einer Nacht. Einmal mehr muss man sich fragen, ob wir in unseren Tagen noch genau so geschickt und clever sind, wie die Baumeister vor 350 Jahren!

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Um die Anlage herum kann man die Ruinen der alten Stadt DOGUBEYAZIT erkennen. Denn früher war die Stadt rings um den Palast angesiedelt. Nun ist sie im Tal und der Palast blickt in luftiger Höhe darauf.

Murat hat jedenfalls die 1A Lage mit seiner Anlage, der Grund ist seit Generationen in Familienbesitz. Soweit alles gut, wenn es denn nicht so schwierig wäre, Touristen hierher zu bekommen. In einem Radius von 100 Kilometern gibt es drei Flughäfen, die alle über ISTANBUL oder ANKARA erreicht werden können. Das kann also nicht das Problem sein.

Vielleicht ist der Palast einfach nicht bekannt, vielleicht gibt es zu viele Vorurteile über die Ost-Türkei, vielleicht ist einigen die Nähe zum IRAN (30 Kilometer) nicht geheuer?

Insofern: Die Gegend ist wirklich eine Reise wert, problematisch könnte es mit Hotels werden – das haben wir nicht überprüft. Die Zimmer, die Murat vermietet, sind nicht dazu angetan, Bergwanderer aufzunehmen – wir sind sehr froh, unseren tollen Bus dabei zu haben. Allerdings, und das sei auch erwähnt, wie nutzen das Klo und die heiße Dusche von einem der Zimmer. Und das sehr gerne!

Kann also alles nicht soooo schlimm sein?

Peter.

P.S.: Bei der Link-Recherche bin ich auf das hier gestoßen. Ups, da waren wir?

ISTANBUL nach DOGUBEYAZIT mit vier Stationen

In der Zeit vom 3. Mai bis 7. Mai 2015 haben wir mit dem Wohnmobil den Norden der Türkei von West nach Ost durchfahren. Dabei haben wir insgesamt 1.860 km zurück gelegt – hier der Reisebericht der fünf Fahrtage.

1) ISTANBUL – RIVA (110 km, incl. Irrfahrt)
2) RIVA – KIZILCAHAMAN (390 km)
3) KIZILCAHAMAN – SIVAS (560 km)
4) SIVAS – AGRI (690 km)
5) AGRI –  DOGUBEYAZIT (110 km)

1) ISTANBUL – RIVA
Hier klicken um einen eigenen, kurzen Reisebericht dieses Tages zu lesen.

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2) RIVA – KIZILCAHAMAN (4/5/2015)
Zunächst kurven wir uns einen Wolf an der „Küstenstraße“ nach SILE. Die Straße ist eng, holprig und entsprechend langsam. Wir kommen erst gegen Mittag an und machen uns über ein groß angelegtes Frühstrück in einem Cafe der Altstadt her. Bei sagenhaften Panoramablick auf den großen, aber leeren Hafen von SILE am SCHWARZEN MEER. Ein echtes Tagesziel haben wir nicht, wir wissen nur, das wir ein ordentliches Stück voran kommen sollten – nach dem vertrödelten Vormittag.
Aber das ist gar nicht so einfach, denn die schnellen Straßen sind weiter im Süden. So kurven wir von SILE nach AGVA, KANDIRA, KARASU und ALCACOKA um dann endlich bei DÜZCE auf die alte, mautfreie Schnellstraße(E90)  zu kommen.

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Die E90 führt in weiten Strecken parallel zur neuen (Maut) O4. Der Bus hat zwar eine all-you-can-eat TURKEY Maut-Plakette und alles ist bezahlt, aber wir hoffen, auf dieser Route einfacher einen passenden Übernachtungsplatz zu finden. Campingplätze gibt es im Norden nicht. Wir fahren an ca. 40 Kilometern Pipeline-Baustelle vorbei, die längs der Straße verläuft. Die riesigen Stahlrohre (Durchmesser ca. 3 Meter) liegen in der  Landschaft herum, aber keine Maschinen oder Arbeiter weit und breit zu sehen. Merkwürdig. Projekt eingestellt? Und die Rohre?

Als es dunkel wird erreichen wir nach 390 Tageskilometern KIZILCAHAMAN im Norden von ANKARA. Das ist ein Wintersportort und als wir den Stadtkern durchquert haben, finden wir eine Art Skipark mit vielen Hotels und Restaurants. Sehr still, beleuchtet und gute Parkmöglichkeit für die Nacht. Lecker Abendessen im Restaurant und dann ab in die Koje.

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3) KIZILCAHAMAN – SIVAS (5/5/2015)
Nach nur 80 Kilometern erreichen wir den Autobahnring von ANKARA und sind einmal mehr von der Größe der Türkischen Städte überrascht. Gefühlt brauchen wir eine Stunde, um vom Norden in den Osten zu kommen. Eine ANKARA Städtetour heben wir uns für ein anders Jahr auf.

Wir sehen viele, sogar sehr viele Wohnungsneubauten. Wohntürme für 20 oder 40 Familien, wild in der Landschaft stehend. Ohne erkennbare Infrastruktur herum.

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In den folgenden Tagen sehen wir in den anderen Städten noch viel mehr solcher Trabantenstädte, alle nagelneu!

Wir verlassen den Autobahnring und gehen auf die E88. Ein weiteres Bauprojekt fällt uns auf – die Verlängerung der O4 begleitet uns ungefähr 300 Kilometer. Nur die Trasse mit Brücken und Anschlussstellen – aber komplett, auf der ganzen Länge ohne Fahrbahndecke! Einzige mögliche Erklärung: Arbeit wegen Winter eingestellt?

Über KIRIKKALE, YOZGAT, SARAYKENT und später die E23 erreichen wir SIVAS am späten Nachmittag. In der Innenstadt suchen nach einem guten Platz für die Nacht. Fehlanzeige. Die Stadt ist einfach zu groß, wir haben keine Ahnung wo Parks, große Parkplätze oder gute Hotelanlagen zu finden sind. Ich gebe genervt auf und gehe zurück auf die Piste. Schließlich haben wir noch ein paar Stunden Tageslicht – da muss doch was zu finden sein?

Und tatsächlich, etwa 5 Kilometer nach dem südlichen Ortsausgang (nun wieder E88) finden wir ein braunes Hinweisschild (braun = Touristisches Highlight) auf SIVAS BELEDIGESI SQUK CERMIC – auf die SIVAS Cold Springs. Runter von der Piste und eine schmale, aber asphaltierte Straße über die Berge. Wir erreichen die Anlage, parken vor einer Picknick Hütte und richten uns ein. Beim kleinen Abendbrot klopft es an der Scheibe.

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Zwei Uniformierte mit Pistolen im Halfter wollen wissen, was wir hier machen? Wir lächeln, erklären mit Körpersprache das wir hier übernachten wollen und nach kurzer Beratschlagung beschließen die beiden, das wir bleiben dürfen. Allerdings sollen wir näher an ihre Wachstube parken, damit sie ein wachsames Auge auf uns haben. Kein Problem für uns, im Gegenteil. Wir fühlen uns noch sicherer und alles ist gut.

Die Nacht ist sehr ruhig, wir schlafen wie Babys (liegt das nun an der Höhenluft oder an der Kälte?) und starten im Morgengrauen die Diesel-Standheizung – es ist sau-kalt!

4) SIVAS – AGRI (6/5/2015)
Ungeplant wird das ein langer Tag. Wie gesagt, es ist Morgens Sau-kalt, ein paar Wassertropfen hängen in der Luft und alles sieht ein wenig trostlos aus.

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Also brechen wir mal wieder ohne Frühstück auf und gehen zurück auf die E88 nach Osten. Aus irgendeinem Grund wir bei REFAHIYE aus der E88 die E80. Es wird Mittag, wir erreichen die große Stadt ERZINCAN und wir haben Hunger wie junge Wölfe. Die Stadt wirkt extrem lebendig, aufgeräumt und gut sortiert, was Straßen und Parkmöglichkeiten angeht. So lassen wir den Bus am Straßenrand nahe der Innenstadt zurück und machen uns zu Fuß auf zur Nahrungssuche.

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Nachdem dieses Bedürfnis befriedigt ist, geht es wieder auf die E88. Weiter nach Osten, zur Großstadt ERZURUM. Wir kommen an tollen Landschaften, hohen Pässen, tiefen Schluchten, reichen Städten und armen Dörfern vorbei – immer vierspurige Straßenführung, auch mitten durch die Dörfer durch.

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Manchmal sind die Straßen in einem sehr schlechten Zustand und wir müssen höllisch auf tiefe Schlaglöcher aufpassen. Aber, und das ist mal wieder bemerkenswert: Je weiter wir noch Osten kommen, um so besser werden die Straßen – wie bei uns zu Hause! 😉

Gegen 16:00 Uhr erreichen wir ERZURUM und wir suchen mal wieder in einer großen Stadt einen guten Platz für die Nacht. Auf den ersten Blick sollte das möglich sein, denn ERZURUM ist auch wieder ein Wintersportort (auf 1950 Metern Höhe!). Wir untersuchen verschiedene, verheißungsvolle Orte (Skisprunganlage, Abfahrtsanlage) aber keiner macht uns glücklich.

Neue Regel: Große Städte sind keine Orte für eine Spontan-Übernachtung im Wohnmobil.

Also weiter, noch ist ja Zeit…

…wir finden nichts…

…wir finden nichts…

…wir verfahren uns bei HORASAN kurz – machen aber auf den 15 falschen Kilometern (one way) tolle Bilder (auf der D080 statt E80) …

…wir finden immer noch nichts…

…und ich stelle Heidi darauf ein, das ich an der nächsten Großtankstelle anhalte, egal was kommt.

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Es wird dämmrig, wir erreichen um 19:30 Uhr AGRI und die Tankstelle hat noch ein einfaches Hotel mit auf dem Gelände und davor parken vier Wahlkampfbusse. Wir passen gut dazwischen, von der Straße nur schwer zu sehen, Licht von der Tankstelle. Alles gut.
Wieder für die Nacht einrichten, wieder klopft es an der Scheibe.

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Diesmal ein älterer Herr und ein Wachmann, mit Gummiknüppel und Hammer (wozu auch immer!) bewaffnet. Und wieder gelingt es mit Händen und Füßen Vertrauen zu erwecken – wir wollen doch hier nur schlafen. Er ältere gibt dem jüngeren zu verstehen, das das in Ordnung sei und das er neben den Wahlkampfbussen auch auf das Wohnmobil aufpassen soll. Schon wieder beschütztes Schlafen – welch Glück!

Ein Glück ist auch unser Bus. Der ist echt super und vollkommen Autark, solange er Diesel und Wasser bekommt. Echt super!

Nur, er sieht halt von der Ferne wie ein Transporter aus. Daher werden wir 2-5 mal pro Tag aus dem Verkehr heraus gewunken – Gewichtskontrolle! Nicht vom Fahrer, vom Bus! Aber jedes mal dürfen wir ohne wiegen weiter fahren – wenn die Herauswinker erkennen, das wir ein (seltenes) türkisches Wohnmobil mit zwei grinsenden Deutschen sind, ist alles gut.

 

5) AGRI –  DOGUBEYAZIT (7/5/2015)
Einen großem Vorteil hat die Lange Etappe vom Vortag: Wir sind fast am Ziel. Nur noch gut 100 Kilometer, dann sind wir in der Stadt mit dem Pascha Palast in den Bergen. Logisch, früher Start bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel, ohne Frühstück.

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Nach knapp zwei Stunden erreichen wir DOGUBEYAZIT und sind wirklich schockiert. Was für dreckiges, staubiges Grenznest! (…mit gut 75.000 Einwohnern). Erstmals sehen wir bettelnde Kleinkinder am Straßenrand, viel mehr ist ob es Staubes, der in der Luft hängt, auch nicht zu erkennen.

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Die Stadt liegt nur 25 Kilometer vom Grenzübergang zum IRAN entfernt. Wahrscheinlich muss DOGUBEYAZIT das Klischee einer herunter gekommenen Grenzstadt am Ende der Welt erfüllen?
Wir sehen das geliebte, braune Schild am Straßenrand und biegen ab zum Palast. Diese Straße ist noch viel schlimmer, aber ab hier kann man weiteren Verlauf der Reisegeschichte auch im Palast-Beitrag weiter lesen 😉

Soweit die Anreise. Viele Bilder, eine Auswahl wie immer unten.

Peter.

Unterwegs

Nur auf die Schnelle, wollen gleich weiter!

Was für eine tolle Landschaft! Es gibt viel zu berichten, aber nicht ganz so viele Bilder. Wir wollen halt Kilometer machen…

Sind nun in AGRI, noch 100 Kilometer bis Doğubayazıt (erstes Ziel), noch 130 km bis zur Iranischen Grenze (kein Ziel!).

Bisher alle Übernachtungen super ruhig und keine Probleme mit Sicherheit oder so – im Gegenteil: Die letzten beiden Nächte wurden wir durch Wachmänner gesichert – Details später.

Es ist Wahlkampf in der Türkei – was für eine Show!

Peter.

RIVA (Türkei)

Quantensprung.

Zeitensprung

Kultursprung.

Temperatursprung.

Fahrseitensprung.

Währungssprung.

Alles hat gekappt wie es soll. Heute, am führen Sonntag Morgen (3/5/2015 05:30) sind wir sicher in ISTANBUL gelandet. Der Flug mit TURKISH AIRLINES (TA) war entspannt, aber auch sehr anstregend. 10 Stunden Non-Stop eingefercht. Das hat nichts mit TA zu tun (der Service war 1A), sondern mit der allgemein bescheuerten Idee, immer mehr Sitzreihen in einen Flieger zu bauen – statt auf ein Mindestmaß an Komfort und auf etwas höhere Preise zu setzen.

Das Team von PAMPACAMPER pickt uns wie versprochen am Flughafen auf, Sinan und Ferhan gehört tatsächlich der Laden und die beiden sind sehr bemüht, uns glücklich zu machen. Das ist aber auch einfach, denn uns gefällt das Auto auf Anhieb sehr gut. Wenn das in den nächsten 12 Tagen keine größeren technischen Schwierigkeiten macht, war PAAMACAMPER ein Volltreffer.

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Wir irren etwas hilf- und planlos durch die Mega-City ISTANBUL – auf der Suche nach einer Campsite (Neudeutsch für Campingplatz) mit etwas Infrastruktur. Wir wissen, das Camping in der TÜRKEI nicht vergleichbar mit NEUSEELAND oder AUSTRALIEN ist. Diese Art des touristischen Reisens ist hier unterentwickelt. Der Straßenverkehr auf der richtigen Fahrseite hingegen nicht. Mega-City.

Am frühen Nachmittag landen nördlich von ISTANBUL, am SCHWARZEN MEER in RIVA. Einmal mehr ist es der kontaktstarken Heidi zu verdanken, das wir einen super-Übernachtungsplatz direkt am Meer und Strand haben. OK, Dusche und WC des Platzes sind sehr, sehr, sehr einfach – es ist, wie es ist.

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Noch in ISTANBUL haben wir uns auf einem kleinen Stadtteilmarkt mit türkischen Lebensmitteln versorgt. Erstversorgung. Unglaublich lecker.

Es hat tags über so um die 18°C und die Eingeborenen schauen skeptisch auf unsere kurzen Hosen und blanken Füße. Die Nase beginnt bereits zu laufen. Wir haben es so gewollt und genießen die kühle, trockene (!) Frühlingsluft. Der Nebel über den BOSPORUS nimmt am Morgen jede Sicht, aber wir wollen jetzt auch keine ISTANBUL Städtereise machen, sondern raus auf Land. Städtetouren kann man später im Leben immer noch machen. Hamburg- Istanbul für 130 €.

Jetzt sowieso. Da wir gefühlt fast wieder zu Hause sind. Wir sind sehr nahe dem europäischen Kontinent.

An der Schnellstraße sehen wir Schilder von MEDIAMARKT, REAL und IKEA.

Wir müssen fast wieder zu Hause sein.

Aber nur fast – denn hier wird eine andere Sprache gesprochen.

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Morgen wie geplant nach Osten, erst mal an der Küste des platten, windstillen SCHWARZEN MEERES. Unglaublich, wie viel Schiffsverkehr hier läuft. Natürlich viele Tanker, aber wir beobachten auch einige Container- und Stückgutschiffe. Unsere Ausrüstung verbessern, Lebensmittel bunkern – all das unterscheidet das Leben im Wohnmobil nicht von dem auf See.

Peter.