Archiv der Kategorie: Segelurlaube

Hier sind alle Reiseberichte unserer Segelurlaube gesammelt. Mit Bildern!

Sommertörn 2011: Stockholm

02. bis 23. Juli 2011 Sommertörn Laboe-Stockholm-Nyköping

Sonntag, den 24. Juli 2011
Erstmals in der Vereinsgeschichte ist es gelungen, zwei Urlaubstörns im direkten Anschluss zu organisieren. So konnten die Törns endlich mal in ferne Lande führen: Schwedische Ostküste mit Stockholm als nördlichsten Punkt. Hier der Reisebericht von Heidi und Peter – dem ersten Törn:

Samstag 02.07.2011 Laboe Burgtiefe
Gegen 11:00 Uhr in Laboe eingetroffen. Sauwetter, NW6-7. Angesagt sind Sturmböen. Na ja, wird wohl nicht so schlimm…denkt man dann ja immer. Kam aber schlimmer. Kurz vor Fehmarn konnten wir mit den gerefften Groß nur noch Aufschießer fahren und das bei achterlicher See mit 2 Meter Welle. Dafür waren wir aber dann auch um 18:30 Uhr in Burgtiefe. Was für ein 40sm Ritt!

Sonntag 03.07.2011 Burgtiefe Gedser
Um 10:00 Uhr war die Sicht dann so, das man wieder von Sicht sprechen konnte. Wenigstens ein paar 100 Meter. Wir wollen die Hauptverkehrsrouten kreuzen…da bietet sich Sichtkontakt durchaus an. Die 31 Seemeilen sind aber deutlich geruhsamer als der Vortag. Über NW5 dann alles bis zum Abend NW3. Gedsder immer noch tot…

Montag 04.07.2011 Gedser Klintholm
Erst um 12:00 Uhr los – der Wind Anfangs noch NW5 aber sehr schlechte Sicht, über den Nachmittag verteilt dann NW2 bis gar nichts mehr. Also Motor für 2,5 Stunden.Treffen in Klintholm die Manschaft einer Niederländischen ATLANTIC Alu Yacht – die kennen wir schon aus Laboe. Netter Abend nach 37 Seemeilen!

Dienstag 05.07.2011 Klintholm Smygehamm
Kurz vor 10:00 Uhr Start zum Sprung nach Südschweden. Den Morgen erstmals leicht verschlafen. Smygehamm liegt etwas östlich von Trelleborg, 41 Seemeilen. Wind mittlerweile auf NE4, am Abend dann NE2. Zunächst unter der Ecke von Mön heraus kreuzen, dann gottlob direkter Kurs. Auf die großen Fähren passen wir gut auf und kommen erst im 18:30 Uhr an.Der Hafen ist echt schräg. Angeblich wurde der irgendwie in den Felsen gesprengt und das Seewasser erzeugt in Verbindung mit dem Gestein irgendwelche Gase…jedenfalls stinkt es etwas. Der Duschcontainter ist nicht der Auslöser!

Mittwoch 06.07.2011 Smygehamm Ystad
Los um 09:30 Uhr bei sehr, sehr wenig Wind…dann aber immer mehr auf SE5 und wir hängen hart am Wind mit Welle gegen an…also mal wieder reffen und die Küste bei ordentlich Welle aus der Nähe betrachten. In Ystad bunkern wir 29 Liter Diesel (=voll). Haben ja in Deutschland nicht getankt. Nur 18 Seemeilen heute, aber bei dem Wind und der Welle gegen an haben wir auch mal keine Lust mehr.

Donnerstag 07.07.2011 Ystad Skillinge
Wieder um 09:00 Uhr los, wettertechnisch gleiches Programm, diesmal aber eher Süd. Zunächst kaum Wind, dann S5. Skillinge gefällt uns ganz gut. Lag eigentlich gar nicht im Plan, aber ein Hafen weiter hätte uns für den Sprung über die Hanö-Bucht auch nichts gebracht. Also mit 23 Seemeilen wieder ein kurzer Tag.

Freitag 08.07.2011 Skillinge Utklippan
Für die knapp 60 Seemeilen stehen wir auch mal früh auf – um 08:00 Uhr geht es los. Mit E4-5 über den Tag verteilt können wir es fast gar nicht besser treffen. Laufen unter Vollzeug mit Groß und Genua gut am Wind, wenig Welle, aber eingeschränkte Sicht. Um 18:30 Uhr sind wir im 2er Päckchen fest. Utklippan ist ein echter Hammer! Ein extrem einsamer schwedischer Vorposten in der Ostsee. Mit kleinen Ruderbooten kann man vom Hafen zur Leuchtturm-Insel übersetzten und kaltes Bier und Eis erstehen. Durch die diesige Wetterlage haben wir sofort 1.000 Ideen für einen kleinen Utklippan-Thriller. Basis ist das Hostel und natürlich ein toter Tourist.

Samstag 09.07.2011 Utklippan Grönhögen
Obwohl wir kurz mit einem Hafentag geliebäugelt haben brechen wir um 08:30 Uhr richtung Öland auf. Aber eigentlich dumm, da kein Wind. Nach 2 Stunden Motor kommt NOMI Wind – und wir brausen mit 5 Knoten zur Südspitze von Öland. Im Hafen sind wir fast alleine, nur 3 weitere Boote – schon alleine desshalb empfehlenswert. Allerdings liegt man längsseits der Pier und kämpft mit eckligen Gummireifen und viel zu kleinen Fenderbrettern. Die 32 Seemeilen haben wir bis 17:00 Uhr abgesegelt.

Sonntag 10.07.2011 Grönhögen Borgholmen
Start wieder im 09:30 Uhr bei SW4, später SW5. Zunächst segeln wir wieder NOMI, packen sie dann aber wg. auffrischendem Wind sicherheitshalber wieder ein. Kurze Überlegung ob wir in Kalmar Station machen sollen, aber es läuft gut und das Ziel ist noch weit. Nach 42 Seemeilen sind wir um 19:00 Uhr an Heckbojen im Außenhafen fest.

Montag 11.07.2011 Borgholmen Kiddenholmen
Zunächst bestehen 50% der Manschaft auf einen halben Hafentag. Also erkunden wir Vormittags Borgholmen und die örtliche Einkaufsstrassse und brechen dann um 13:00 Uhr wieder auf. Zunächst bei regnerischem Wetter umlaufende Winde, später dann erstmal Windpause. Also viel motoren. Erst am Abend kommt wieder Wind. Und der spannende Moment des Einlaufens in eine kleine Ankerbucht nach 26 Seemeilen. Hochspannung pur und das Navigationsnotebook als Plotter auf den Knien…nur um ja nicht an die Unterwassefelsen zu geraten. Aber die Bucht lohnt solche Mühen. Der Anker hält sofort. Nur der Schwoikreis der HANSE macht stutzig. Wie ein Gummiball hin und her…ob das normal ist? Dennoch: Unglaublich schöner Platz!

Dienstag 12.07.2011 Kiddenholmen Västervik
Bei W4, später W5. Eigentlich haben wir die ganzen Tage schon gedacht: Wo wohl die ganzen Schweden sind? An diesem Tag haben wir sie gefunden! Auf dem Fairway durch die Schären – nicht auf hoher See, sondern durch die verschlungenen, aber sehr gut betonnten Pfade fahren die ganzen Schweden zur See! Wir laufen bei Kräkelsund in die Schären ein…und gehen durch nach Västervik. Die Navigation ist sicherlich anspruchsvoller als auf hoher See, aber es ist super reizvoll auf vielen wechselnden Kursen unter Segeln dem Fahrwasser zu folgen. Västervik macht beim Einlaufen den Eindruck einer dreckigen Industriestadt – der Eindruck ist aber völlig falsch. Schöne, sehr lebendige Stadt! Nach 39 aufregenden Seemeilen sind wir schon um 16:45 Uhr fest. Das Hafenhandbuch spricht von einem dreckigen Gästehafen – ist er aber nicht. Mit 320 Kronen nur sehr teuer – ob der kostenlose Pool das dann auffängt? Endlich bekommen wir einen Bojenhaken damit die Bojen-Anleger besser klappen.

Mittwoch 13.07.2011 Västervik Trässö
Das Ziel ist wieder eine Ankerbucht und mit 20 Seemeilen auch mal eine kurze Etappe. Um 14:30 fällt der Anker und hält sofort. Dann per TELIA UMTS Prepaid Internet die Wettervorhersage: NE7-8. Na ja, laut Buch soll die Bucht guten Schutz bieten. Über Nacht kommt denn auch der Wind…

Donnerstag 14.07.2011 Trässö Trässö
…kein Gedanke an Weiterfahrt. Sehr ungemütlich und wir wissen nicht, wie der Wind (Welle) sich in den Schären auswirkt. Tagsüber vorholen wir noch 2 mal weil wir befürchten das der Anker im Schlick slippt. Am Abend dann noch mehr Wind und die Entscheidung einen zweiten Anker auszubringen. Das war zumindest gut für die Nerven. Bis 02:00 Uhr dann auch noch Ankerwache – dann ist der Sturm überstanden!

Freitag 15.07.2011 Trässö Oxelösund
Mit NW4-5, am Nachmittag NW6 immer noch ordentlich Wind. Wir starten sehr früh um 07:00 Uhr, sammeln die Anker ein und auf gehts. Anfangs läuft es sehr gut, aber die offene See und der viele, lang anhaltende Wind bei der Ansteuerung von Oxelösund liefert eine mächtige Welle. Die wird zur kleinen Katastrophe – jedenfalls sind wir nicht da lang gefahren, wo wir wollten. Der Ärger darüber ist kaum verdaut, geht auch noch der Anleger richtig schief. Um 17:30 Uhr dann fest…und fertig. Es war mit Sichtheit sehr unklug nach der Sturmnacht vor Anker einen langen Schlag von 49 Seemeilen einzulegen.
Die Stadt selbst ist eine reine Industriestadt und man liegt recht unruhig. Aber na denn…

Samstag 16.7.2011 Oxelösund Södertälje
Los um 09:30 Uhr. Der Wind ist auf WNW3-4 runter und man kann unter Vollzeug durch die Schären bretten. Am späten Nachmittag ein kleines Rennen mit einer anderen HANSE 342, aber wir müssen passen und reffen. Södertälje selbst wird dann fast schon kanalartig unter Motor angesteuert. Anleger gegen 18:30 Uhr nach 46 Seemeilen wieder nicht gut. Irgendwie ist der Wurm drin.

Sonntag 17.07.2011 Södertälje Stockholm
Schneller Aufbruch um 09:30 Uhr da viele andere Boote vor der Schleuse warten und wir mit kommen wollen. Die Schleuse hebt mal gerade um 50 cm…dann weiter zur ersten Klappbrücke Mälabron. Die hat geschlossen 15 Meter, wir haben 16 Meter. Also warten und nach 15 Minuten gehts weiter. Wir laufen mit der Genua Ostwärts im Fahrwasser nach Stockholm und passieren die geöffnete Klappbrücke Lilijeholmshammen, die Schleuse Hammarby und schließlich die letzte Klappbrücke Danviksbörn. Dann raus auf das Stockholmfahrwasser – und rein in den sehr unruhigen Vasahammen direkt am Vasa Museum. Wir erreichen Stockholm um 15:00 Uhr nach 26 Seemeilen und bekommen zwar einen Boxenplatz, aber eher draußen wo der Schwell der vorbei fahrenden Fähren und Motorboote den Dampfer heftig durchschüttelt. In der Summe sind wir seit Laboe nun 16 Tage unterwegs und haben 527 Seemeilen zurück gelegt.

Montag 18.07.2011 Stockholm Stockholm
Hafentag und Füße platt laufen – schlau wie wir sind machen wir mit einem Ausflugsdampfer eine Brückentour.

Dienstag 19.07.2011 Stockholm Skansholmen
Um 09:00 Uhr Start zum Rückmarsch, wieder durch die Södertälje. Auf den Mälaren eher Motor denn Segel, später können wir gut gegen einen SW4 ankreuzen. Alle Klappbrücken und Schleusen wie gewohnt – offenbar mit Glück. Wir treffen ein anderes Seglerpaar die seit 2 Stunden vor der Mälabron Brücke warteten…und entsprechend sauer waren. Wir erreichen Skansholmen (Südlich von Södertälje) 40 Seemeilen später um 18:30 Uhr und sind froh über diesen schmucken, kleinen Hafen inmitten der Natur. Und über den sehr leckeren Imbiss auf dem Berg.

Mittwoch 20.07.2011 Skansholmen Marsholmen
Zum Abschluss wollen wir noch mal ankern – in einer super geschützten Bucht in der Nähe von Nyköping namens Marsholmen. Also los um 10:15 Uhr und astreines gegenan kreuzen bei S5 in der nun schon breiten Södertälje. Dadurch, das wir das Fahrwasser verlassen, müssen wir genau auf die vorhandenen Untiefen aufpassen…aber alles ist gut. Wir erreichen die Bucht wie geplant gegen 17:30 Uhr nach 28 Seemeilen und liegen auf 4 Meter Wasser mit 20 Meter Leine vor Anker. Zusammen mit ca. 20 anderen Booten – die Bucht scheint doch recht beliebt. Aber es ist so weitläufig das man sich fast alleine fühlt.

Donnerstag 21.07.20111 Marsholmen Nyköping
Letzte, kürzeste Etappe vollständig im Regen. Los um 09:30 und im Schären-Fahrwasser nach Nyköping. Mit dem Nordwind um 4 können wir fast durchgängig segeln…nur für einige Passagen brauchen wir den Motor. Nach 15 Seemeilen sind wir um 13:30 Uhr da, bunkern noch mal 40 Liter Diesel und legen uns in den Gästehafen.

Freitag 22.07.2011 Nyköping Nyköping
Großes Aufräumen, Ausmisten und Saubermachen angesagt: Klarschiff für die Ablösecrew die am Abend eintreffen soll. Wir reisen am Samstag mit RYNAIR via Skavsta und Lübeck zurück.

Fazit:
Insgesamt 606 Seemeilen in 20 See- und 18 Segeltagen. Obwohl wir gefühlt fast nur gesegelt sind hat der Motor 39 Betriebsstunden mehr auf der Uhr. Das Wetter war insofern gut als das es jeden Tag eigentlich anders war, die Windrichtung nicht tagelang konstant fest lag und es vor allem meistens auch hübsch dosiert blies.
Als Literatur können wir folgende (in Summe sehr teure!) Unterlagen empfehlen:
a) Die vier schwedischen Sportbootkartensätze Sjöfartsverket Bätsportkort Hanöbukten, Kalmarsund, Ostkusten und Mälaren. Im Mälaren Kartensatz ist auch die Södertäjle vollständig enthalten – auch wenn man das so nicht direkt erkennt.
b) Das Ganze dann noch als elektronische Seekarten auf CD für das Notebook. Das war insbesondere für das Anlaufen von sehr engen Stellen hilfreich – aber nicht wirklich zwingend notwendig.
c) Unbeding empfehlenswert sind die englisch sprachigen Bücher Landsort-Skanör (Gelbes Buch) und Arholma-Landsort (Rotes Buch) vom Nautiska Förlaget. Die kann man als universelle Reiseführer mit Landgangtips und Luftbildern der Gästehäfen nutzen und haben vor allem sehr genaue Detailkarten aller Naturhäfen (=Ankerplätze). Ferner finden wir das deutsche Buch Schweden 2 Südküste, Ostküste, Öland und Gotland von Gerti und Harm Claußen sehr gut. (Delius Klasing Verlag).

Hier ein paar ausgewählte Bilder von dem Törn:

Sommertörn 2010: Göteborg / Marstrand

Hier der Törnbericht von unserem Sommerurlaub 2010 mit der “novomind”. Als Ziel hatten wir uns diesmal Göteborg (West-Schweden) vorgenommen, eine wichtige Zwischenetappe sollte die Insel Anholt im Kattegatt sein.


Start am 29. Juli 2010 in Laboe, in einer Flauten-Motor-Tour nach Marstal und Tags darauf nach Nyborg. Die Etappe Nyborg-Sejerö hatte zwei Highlights für uns auf Lager: Für die Brückenpassage der Storebæltsbroen benötigten wir zwei Anläufe – laut Karte hat die kleine Brückenpassage eine Höhe von 14 Metern. Die Masthöhe der “novomind” liegt bei 12 Metern. Sollte also passen…sah´ uns im ersten Anlauf aber so knapp aus, das wir abgebrochen haben und unter Motor hübsch langsam einen zweiten Anlauf nahmen…und es klappte!  Später am Tag wechelste das Wetter auf Starkwind und wir mussten Rösnaes Puller gerefft und kreuzend mit großer Welle passieren. So erreichten wir erst später am Abend Sejerö. Kaum (im Päckchen) fest, kam noch eine ordentliche Gewitterfront vorbei. Ein echter all-inclusive-Tag!

Am folgenden Tag von Sejerö nach Grenaa und die Feststellung, das wir gar keine Seekarten für Göteborg an Bord haben. Aber im Yachthafen von Grenaa gibt es einen gut sortierten Händler. Die kurze Etappe von Greenaa nach Anholt mit Halbwindkurs war eine “Max-Speed” Strecke: Im Durchschnitt mehr als 7 Knoten (!) mit Vollzeug. Laut Hafenhandbuch benötigen wir in Anholt einen Heckanker. Also unterwegs bereits alles klar gemacht und die Anklerleine (noch nie gebraucht!) alle 2 Meter markiert. Wir haben Glück – wir entdecken einen freien Platz und laufen mittig in der “Boxengasse” um uns vom Ankergeschirr der anderen frei zu halten) darauf zu. Dann rechtwinklig in die Lücke. 2 Bootslängen vor dem Steg den Heckanker raus und dann “wie üblich einparken”. Sensationell: Gleich im ersten Anlauf hat alles geklappt. In keinem Ankergeschirr hängen geblieben und der eigener Anker hält auf Anhieb! Doch 20 Minuten später versucht eine nagelneue 42″ Yacht mit “Gewalt” in eine Nachbarlücke zu stoßen und reißt 5 (!) Anker heraus – auch unseren. Das ist also das große Anholter-Hafen-Kino, von dem alle sprechen. Dank unserem Stegnachbarn und dessen Schlauchboot können wir den Anker neu ausbringen.  Unsere Nachbarn sind eine echte schwedische Familie, wie man sie sich vorstellt (u.a. 3 super-freundliche Kinder). Im Gespräch raten sie uns zwar tatsächlich nach Göteborg zu gehen, aber unbedingt auch 25 sm weiter nördlich nach Marstrand. Also müssen wir einen Tag einsparen und nach dem Hafentag (Strand, Fahrradtour etc.) auf Anholt geht es in einem Rutsch nach Göteborg.

Die Ansteuerung von Göterborg legen wir auf die kürzeste Stecke, also durch die dort beginnenden Schären. Trotzdem 65 sm an diesem Tag.  Aufregung pur – bloß keinen Felsen übersehen! (in der Karte und in der Realität!).  In Göteborg natürlich in den Stadthafen. Dort liegt man an fester Heckleine – wieder was neues. Der Hafen ist so voll und so eng, das wir die Hilfe von anderen Booten benötigen, um in die hinterste freie Lücke zu kommen. Hafentag inklusive Shopping obligatorisch…

Dann also (ungeplant) von Göteborg nach Marstrand. Die Fahrt durch die Schären ist anspruchsvoll, aber unglaublich schön. Die kurze Fahrt durch den Albrektssunds-Kanal ist sicherlich das Highlight des ganzen Törns. Marstrand selbst ist zwar ein echte Touri-Nest, aber ein ganz tolles! Muss man wirklich mal gesehen haben. Also an dieser Stelle: For the crew of SEAESCAPE2: Thank you very much for the Marstrand hint. It was great!

Nun aber müssen wir uns auf den Heimweg machen: Von Marstrand nach Lerkil mit viel Wind, Welle und einem echten Fels-Aufreger. Die Etappe Lerkil-Glommen ist dann schon eher Ereignislos. Lerkil und Glommen sind zwar große Häfen, Gäste scheinen aber kaum vorbei zu kommen. Nur so ist es wohl erklärbar, das Lerkil genau ein Klo, aber dafür keine Dusche hat. Von Glommen nach Helsingör – wir wollen unbedingt Freunde in Kopenhagen treffen. Die sind mit dem Auto auf der Rückreise von Bornholm. Also Freitags Mittags fest in Kopenhagen, Christianshavn. Dritter im 4er Päckchen. Den eigentlich geplanten Hafentag lassen wir aus, die Zeit wird knapp. Also von Kopenhagen direkt nach Rödvig. Das Wetter wird zunehmend schlechter und das Segeln wird anspruchsvoller.

Die Etappe Rödvig – Hesnaes wird “hammer-hart”: Bereits auf dem ersten Teilstück bis Mön reffen wir, bis wir das Großsegel ganz einpacken. Nachdem wir Klintholm noch gut passiert haben braut sich leider noch mehr Wind zusammen und wir haben NNW 7 und eine unglaubliche Welle gegen an. Nachdem wir in Böen (8?) echte Sorgen um das Rigg haben reffen wir auch noch die kleine Fock. Aber die Hoffnung auf Landabdeckung von Falster hält uns von einem Abbruch (=Rückkehr nach Klintholm) ab. Bei einem solchen Wetter und Kurs rächt sich das moderne Yachtdesign der “novomind”: Sie knallt wie ein Plattbodenschiff auf jede Welle. Das macht keinen Spaß! Völlig erschöpft erreichen wir den wunderschönen und nicht überfüllten Hafen von Hesnaes.

Aber weiter: Am nächsten Tag nach Kühlungsborn. Nach dem Sturm wieder Anfangs bestes Segelwetter, später teilweise Flaute (Höhe Gedser), Abends wieder Wind. Kühlungsborn  rappel voll – liegen zu dritt in einer 2er Box. Aber ein Hafentag ist nun (endlich) mal drin. Nur noch eine Etappe nach Travemünde…

Die letzte Etappe beginnt mit großen Flautenlöchern und endet (wie sollte es anders sein) mit schweren Schauerböen aus SW. Wieder Welle, wieder gegenan. Aber so ist das wohl in der “Linienschiffahrt”.

In Travemünde übergeben wir Donnerstags die “novomind” an die Regatta-Crew, die die Mittelstreckenregatta Travemünde – Boltenhagen – Travemünde 2010 mit fahren will und noch einen Trainingstörn benötigt.

So endet also unser Urlaub. Viel gesegelt, viel gesehen und erlebt. Hier noch ein paar Bilder sowie der GPS Track dazu.

Heidi und Peter.

Sommertörn 2008: Rund Rügen und Seeland

Reisebericht Segelurlaub vom 19. Juli bis bis 8. August 2008
Crew Heidi und Peter, zeitweise Ole. Am Ende des Artikels viele, viele Urlaubsbilder.

Route 2008

19. Juli 2008
43 Seemeilen
Dieses Jahr ist das Ziel Bornholm – erstmals in unserem Seglerleben! Also Generalkurs Osten! Am Vorabend nach Laboe angereist, geht es um 9:00 Uhr bei SW5 (später SSW(6-7) nach Burgstaaken auf Fehmarn. Auf dem analogen Log erreichen wir mit dem Vereinsboot von novomind-sports e.V. 9,1 Knoten. Selbst nach dem zweiten Reff gegen Mittag. Liegen in Burgtiefe im Werfthafen auf 2,20 Meter Wasser (bei 1,80 Meter Tiefgang) für 13,50 € plus 1,50 € Strom, Duschen frei. Das ist OK.

20. Juli 2008
Genau wie in 2007: Am zweiten Urlaubstag ein Hafentag wegen Sturm. Angesagt mit schwere Gewitterböen mit Bft. 8, blöd ist, das unser Heck genau in Windrichtung liegt und wir so jede Regenschauer im Boot haben, wenn wir nicht aufpassen.

21. Juli 2008
Weiterer Hafentag wegen Sturm. Die Nacht war sehr unruhig, aber sicher. DP07 meldet zwar keine Wind- oder Sturmwarnung, aber uns pustet das noch zu doll. Also zu Fuß nach Burg.

22. Juli 2008
31 Seemeilen – Burgstaaken nach Gedser
Staren mit Nord 4 unter Motor und „fliegen“ nach Osten bei ordentlicher Welle. Im Flachwassergebiet vor Gedser baut die sich noch mal etwas mehr auf und trotz der frühen Stunde hat keiner Lust weiter zu fahren. Also festmachen im langweiligsten Hafen Dänemarks.

23. Juli 2008
52 Seemeilen Gedser nach Vitte / Hiddensee
Wie üblich nach ein paar Starkwindtagen schläft der Wind immer wieder ein. Mit W, später SW2-3 kommt der Genacker (NOMI genannt) zum Zuge, aber es ist eine Qual. Trotz Start gegen 9:00 Uhr erreichen wir Vitte erst kurz vor 21:00 Uhr. Das Einlaufen bei der im Westen untergehenden Sonne ist gar nicht so einfach. Der Yachthafen Lager Ort ist wie üblich überfüllt und um die Uhrzeit bleibt nur ein 2er Päckchen neben einer großen Alu-Yacht, die auch schon quer an den Pfählen liegt. Den Hafenmeister haben wir nicht gesehen…

24. Juli 2008
35 Seemeilen Vitte nach Glowe
Wir vermuten, das Lohme wg. Erdrutsch immer noch gesperrt ist und kreuzen gegen OST 5 gen Glowe auf Rügen. Dabei stehen wir immer kurz vorm Reffen, weil der Wind uns schon ordentlich auf die Seite packt. Den Hafen kennen wir noch nicht – wenn man genug Vorräte an Bord hat ist er sehr empfehlenswert. Glowe hat zwar viele Touristen, aber keine Einkaufsmöglichkeiten. Für 12 € plus 1 € Strom pro Nacht mit freiem Duschen ein echtes Schnäppchen!

25. Juli 2008
Hafentag Glowe
Die Wettervorhersage für die Woche vermeldet ordentlich Wind (5-6) aber aus den falschen Richtungen: Nordost bis Ost. Da Ole uns nur eine Woche begleiten wollte, erkundigen wir uns per Bus in Sassnitz schon mal nach einer Rückfahrgelegenheit.

26. Juli 2008
Hafentag Glowe
Wind Ost 5. Also immer noch nichts. Ole fährt mit Bus und Bahn nach Hause und wir suchen uns ein neues Urlaubsziel. Die Stegnachbarn wollen am nächsten Tag (Sonntag) nach Klintholm, na ja, das könnten wir bei dem Wind ja auch machen!

27. Juli 2008
Glowe nach Klintholm
Bei NE5 geht’s los, die vielen Tage Ostwind haben eine gute Welle aufgebaut und erstmals zu zweit haben wir Anfangs unsere kleinen Probleme zu meistern – und meistern sie auch!
Wir entüddeln das Großfall bei Wind&Wellen, wir setzten später NOMI und haben dann noch einen guten Segeltag.
Der Hafen von Klintholm kommt immer mehr runter. Die Stege sind wackelig, die Duschen eine Katastrophe – aber immerhin ist es teuer: 22 € pro Nacht und 5 DKK für die Duschen, die kein (auch kein kaltes!) Wasser geben!
Liegen im 2er Päckchen (Hafen um 16:00 Uhr bereits überfüllt) neben einer Comfortina aus Bremen und verbringen einen echt netten Abend bei Wein mit deren Crew!

28. Juli 2008
55 Seemeilen Klintholm nach Kopenhagen
Die Bremer kommen gerade aus Kopenhagen und wir waren da ja schon mal, aber nach einer kurzen Diskussion entscheiden wir uns als Alternative zu Bornholm zu einem Trip Rund Seeland und als nächstes Ziel erstmal die Richtung Kopenhagen. Unterwegs kann man ja oft Pause machen.
Mit einem Super-Halbwindkurs und kaum Welle fliegen wir nur so gen Norden und bis zum Abend (kurz vor Dragör) macht das Segeln so richtig Spaß – dann schläft der Wind ein und wir hängen wie ein Schluck Wasser in der Kurve im Fahrwasser. Also motoren für eine Stunde, dann kommt der Abendwind und wir gen nach Christianshavn – aber auf die (einlaufend) Backbordseite in ein 3er Päckchen. Große Überraschung: Da ist ein anderer Hafenmeister zuständig und vor allem, ein anderer Duschcontainer. Der trennt zwar nicht nach Geschlecht ist aber abschließbar, ordentlich und sauber! All inclusive für 150 DKK die Nacht – Astrein!

29. Juli 2008
Hafentag in Kopenhagen
Laufen bei brütender Hitze alle Einkaufsstraßen nach schwarzem Stickgarn ab – erfolglos. Handarbeit ist wohl auch in Dänemark nicht mehr angesagt. Verbringen die Mittagszeit im Botantischen Garten – kann man wirklich nur empfehlen! Am Abend gehen wir ausnahmsweise mal Essen…

30. Juli 2008
55 Seemeilen Kopenhagen nach Hundested
Starten früh´ mal wieder ohne festes Ziel – mal sehen, wie weit wir kommen. Passieren „aufgeregt“ Helsingborg / Helsingör (-> Mann, sind die Fähren schnell!) und setzten auf NW Kurs mal wieder NOMI. Gegen 15:00 erreichen wir Gillelje und entscheiden uns aber doch, weiter zu laufen. Das war richtig: Mit dem Abendwind, Sonnenuntergang und fast alleine im südlichen Kategatt wird es sehr schön – vor lauter Glück fahren wir ein Stück an Hundested vorbei. Der (Fischer-) Hafen ist wie die anderen dänischen Häfen auch randvoll und wir liegen im 2er Päckchen. Der Hafenmeister ist per Automat und EC Karte automatisiert…

31. Juli 2008
39 Seemeilen Hundested nach Sejerö
Wetter beständig gut, aber der Wind verlässt uns gegen Mittag. Also ein Stück motoren. Die Untiefe vom Själlands Ref ist mit zwei Tonnen wirklich lausig betonnt, aber bei der ruhigen See kein Problem.
Der Hafen der Insel Sejerö ist sehr schön, eine alte Frau spielt Akkordeon, wir liegen mal wieder im 2er Päckchen (Hafen voll) und das Wetter lädt zu einem abendlichen Bad in der Ostsee ein.

1. August 2008
47 Seemeilen Sejerö nach Korsör
Anfangs läuft alles gut, aber ab Rösnäs Puller wird es ungemütlich. Hart am Wind, gegenläufige Welle und Strom (1 kn) sowie auffrischendem Wind (SE 6-7, Vorhersage war 4!) machen das Segeln zu einem Bullenritt. Sehr anstrengend für Mensch und Material!
Sehr frustrierend ist die Große-Belt-Brücke. Man sieht sie ab ca. 20 sm…und kommt ihr kaum näher!
Dafür ist der Hafen groß und bietet viele freie Boxen – auch mal wieder ganz nett! 110 DKK plus 10 DKK Strom, Duschen frei und alles ordentlich und sauber.

2. August 2008
Hafentag Korsör
Nach dem Vortag haben wir erst mal keine Lust zum weiter fahren und verbringen einen ruhigen Samstag – bis zum Abend:
Da kommt ein Segelkollege vorbei und meint, mit unserem Rigg stimmt was nicht. Die Backbord Oberwant sei am Mast falsch/fehlerhaft und so sollten wir nicht weiter fahren. Wovon redet der Mann bloß?
Mit Fernglas und Begutachtung aus allen Winkeln: Stimmt, da ist was kaputt! So ein Mist. Aber an dem Abend können wir auch nichts mehr machen…

3. August 2008
29 Seemeilen Korsör nach Femö
…also am Sontag früh aufstehen, den Hafenmeister nach Hilfe fragen (der kennt aber niemanden), die HANSEYACHT AfterSales Hotline bemühen (die können auch nur jemanden aus Deutschland in Bewegung setzten) und dann auf den Gedanken kommen, das man so ein Problem als echter Segler auch selbst lösen können müsste. Also an den Mastkran vorholen und über dessen Leiter sich dem Problem auf Augenhöhe nähern. Das sieht aus, als ob die Befestigung herausgerissen ist – zum Glück sieht uns der Segelkollege, der, wie sich dann herausstellt, Werkstattleiter bei HANSEYACHT ist und wohl deshalb unser Rigg so genau begutachtet hatte. Der schlägt vor, die Want komplett zu lösen und mich in den Mast zu ziehen, da das Teil oben nur eingehakt sei und durch die Wantenspannung fixiert wird. Nun denn, also ab in den Mast – unter massiven körperlichen Einsatz des Helfers.
Tatsächlich: „nur“ ausgehakt, in 1 Minute ist das Problem gefixt und die Wanten werden alle neu (diesmal viel straffer) neu gespannt.

Das muss mal gesagt werden: Wer als Yachtwerft solche kompetenten, freundlichen und vor allem motivierte Mitarbeiter hat, der braucht sich um seinen Ruf keine Sorgen zu machen!
Wir möchten gar nicht daran denken, was uns hätte alles passieren können…

Mittags sind wir also segelklar und wollen den starken Restwind ausnutzen, um zur Insel Femö zu kommen. Die knapp 30 Seemeilen laufen wir in knapp 5 Stunden. Der Hafen in Femö ist klein, rappelvoll, weil die da gerade ein Jazzfest hatten (letzter Tag) und wir liegen in der Konsequenz recht unruhig im 4er Päckchen mitten im Hafenbecken. Nun kommt der Wind erst mal richtig in Wallung und wir bringen lange Landleinen und zusätzliche Fender aus.

4. August 2008
Hafentag wegen Sturm
Angesagt sind in Böen 10 und am Nachmittag kommen die dann auch – unvorstellbare Energie! So einen Sturm mitten im Sommer finden wir dann doch ungewöhnlich. Aber so lernt man die Dänen und dessen Bier eben besser kennen…

5. August 2008
33 Seemeilen Femö nach Haesnes
Die Sturmwarnung ist zwar aufgehoben, die Starkwindwarnung steht aber noch. Warten also bis Mittags und gehen dann auf der Süd-Passage um Femö herum in Richtung Falster. Anspruchsvoll in jeder Beziehung (Navigation, Wind und Welle!)
Der Hafen von Haesnes ist fast leer, die Boote liegen in den Boxen an der Kaimauer – als Schutz vor dem Sturm. Beim einlaufen in eine Box den auflandigen Wind unterschätzt und eine neue Schramme in den Steven der novomind gefahren – MIST!

Mist ist auch, das der kleine Kaufmann aufgegeben hat und es im Ort keine Versorgung mehr gibt. Der Hafenmeister berichtet, das man händeringend jemanden suchen würde…

6. August 2008
49 Seemeilen Haesnes nach Warnemünde
Als Tagesziel wegen Südwind steht eigentlich nur Gedser auf dem Programm. Also kreuzen wir munter los, aber so richtig Lust nach Gedser haben wir nicht. An der Südspitze von Falster geht der Wind auch eher auf Süd-Ost, also laufen wir weiter. Die Fähren sollte man wirklich gut im Auge behalten und auch den übrigen Schiffsverkehr. Obwohl um 9:00 Uhr gestartet, erreichen wir Warnemünde erst gegen 20:00 Uhr – und das auch nur, weil wir unterwegs mal für ein Stunde das Kreuzen aufgegeben haben und direkt gegen mit Motor gelaufen sind. Es ist so kalt, das wir unter dem Ölzeug Pullover tragen und erstmals im Urlaub Socken an haben!
Die Hansesail steckt in der Vorbereitung, es gibt viel zu sehen…

7. August 2008
Hafentag
Ausflug nach Warnemünde mit der Hotelbarkasse…
Wichtig: Am Steg „D“ gibt es einen neuen „Saniärcontainer“ – dort gibt es Bäder für die Segler, die denen in einem 5-Sterne Hotel gleich kommen. Unglaublich toll!

8. August 2008
Abmustern
Letzter Urlaubstag. Also Boot aufräumen, innen und außen komplett schrubben und einpacken. Die große Tochter holt uns mit dem Auto ab und am Abend übernimmt eine andere Crew den Dampfer für die Hansesail.
Nach 517 Seemeilen mit nur 11 Motorstunden (!) und vielen, vielen tollen Eindrücken und Erlebnissen geht der Urlaub leider zu Ende.
Im Vergleich zum Vorjahr hatten wir zwar genau solche Extreme (sehr viel Wind, kein Wind), aber nur fünf Tage, die wir im Ölzeug verbringen müssen.

Sommertörn 2007: Dänemark und Rügen

Reisebericht Segelurlaub 30. Juli bis 19. August 2007
Crew: Heidi und Peter, zeitweise Annika. Am Ende des Berichts viele Urlaubsbilder!

Route 200730. Juli 2007
Travemünde
Anreise und Bootsübernahme von Klaus. Dieses Jahr segeln wir auf dem Vereinsboot von novomind-sports e.V.. Das ist eine neue HANSE 342. Der Sponsor verlangt, das das Boot auf den maritimen Großereignissen fährt, also auch auf der Travemünder Woche. Klaus hat den Törn übernommen – jetzt beginnt unser Sommerurlaub. Neben Heidi und Ole haben wir als Gast einen Freund von Ole dabei: Norman. Wir sind erst nachmittags segelklar – also bleiben wir noch eine Nacht…

31. Juli 2007
…denken wir jedenfalls. Über Nacht frischt es merklich auf. Es bleibt zwar trocken, aber es bläst mit 6-7, in Böen 8. Also Hafentag und mit der Personenfähre vom Priwal nach Travemünde.

1. August 2007
32 Seemeilen Travemünde nach Kühlungsborn
Starten gegen 10:00 Uhr in Travemünde mit Groß und Fock. Tolles Wetter, aber der Wind schläft am Nachmittag ein. Starten bei Wismar Ansteuerung gegen 16:30 Uhr den Motor und laufen 2h – dann wieder Wind und um 19:20 Uhr sind wir in Kühlungsborn fest.

2. August 2007
28 Seemeilen Kühlungsborn nach Gedser
Bei SE3-4 Idealwind um nach Dänemark überzusetzen. Das Boot läuft sehr gut (6-7kn). Die Ansteuerung bleibt wg. den Fähren wohl immer spannend. Beim Einlaufen setzt Regen ein, wir sind um 15:30 Uhr fest. Als Transithafen OK, aber nicht länger.

3. August 2007
25 Seemeilen Gedser nach Haesnes
Starten trotz 5-6Bft. Setzten anfangs nur die Fock, später auch das gereffte Groß. Nach passieren der Untiefentonne gen Norden – hart am Wind und Welle und Strom gegen an. Das Boot stampft stark, die Geschwindigkeit pendelt zwischen 3 und 5kn, je nachdem, wie tief wir in die Welle eintauchen. Mannschaft wird leicht Seekrank. Gehen daher nach Haesnes. Der Hafen liegt sehr schön, aber war so voll, wie es das Hafenhandbuch beschrieben hat. Liegen im 2er Päckchen neben einer HANSE 372 aus NL. Da fahren zwei sehr nette Renter den ganzen Sommer durch.

4. August 2007
36 Seemeilen Haesnes nach Vejrö
Starten gegen 10:00 Uhr und laufen im Fahrwasser den Grönausund entlang. Das Fahrwasser ist tw. Sehr breit und wir kreuzen bei gutem Wind und keiner Welle. Mit der Selbstwendefock der HANSE ist das kein Problem. Am Nachmittag schläft der Wind dann ein – wir lassen uns treiben und geben den Anglern Gelegenheit zur Nahrungsbeschaffung. Die sind aber erfolglos und behaupten, in der Ostsee gebe es keine Fische. Das Hafenhandbuch spricht von einem gesperrten Hafen – das lesen wir aber erst, als wir fast da sind. Also einlaufen und mit Schrecken feststellen, das die Preise nochmals erhöht wurden: Boote von 10-15m zahlen 50 € – die Nacht! Dafür ist alles nagelneu und vom feinsten.

5. August 2007
23 Seemeilen Vejrö nach Spodsbjerg
Einen Tag mehr wollen wir uns nicht leisten und laufen unter Groß, Fock und später Genacker gegen Westen bei schwachem Wind. Wind schläft immer wieder ein, wir wollen aber auch nicht motoren. Der Strom setzt uns am Nachmittag gut zu, laufen trotz Wind nur 2-3kn über Grund, Strom bestimmt 2kn gegen an. Auf den Schiffsverkehr beim Queren des Großen Belts ist zu achten: Hier fahren die wirklich großen Schiffe – mit Vollgas! Obwohl um 10:20 Uhr gestartet kommen wir erst um 19:45 Uhr an.

6. August 2007
18 Seemeilen Spodsbjerg nach Bagenkop
Starten um 10:30 Uhr mit gutem am Wind Kurs und gegen den Strom in Richtung Bagenkop. Laufen trotz hartem Ritt nur 3kn über Grund – je bereiter der große Belt wird, um so weniger Strom setzt gegen an. Laufen später 5-6kn, Wind frischt weiter auf und Mittags reffen wir das Groß zweimal. Herrlicher Segeltag – um 13:50 Uhr sind wir bereits fest in Bagenkop.
Der Hafen hat sich seit unserem letzten Besuch stark verändert – der Fähranleger wird abgebaut und statt dessen entstehen direkt am Hafen große Ferienhäuser. Nach dem Einkaufen am Nachmittag große Überraschung: Wolfgang und Luise liegen mit der Sedina direkt neben uns – Wolfgang hat uns damals Hägar verkauft und wir sind seit dem befreundet. Zufälle gibt´s!

7. August 2007
30 Seemeilen Bagenkop nach Orth auf Fehmarn
Starten um 10:30 Uhr in Bagenkop und müssen hart am Wind gegen den SE kreuzen. Der legt nachmittags weiter zu und wir reffen das Groß wieder zweimal. Wir erreichen Fehmarn und nehmen dasGroß ganz weg – zu viel Schräglage für die Mannschaft. Machen trotzdem 4-5kn Fahrt. Fest um 17:50 Uhr.

8. August 2007
Hafentag in Orth
Nach den vielen Starkwindfahrten ein Hafentag. Wir leihen uns wieder Fahrräder und fahren zum shoppen nach Burg. Wie immer ein schöner Tag.

9. August 2007
34 Seemeilen Orth auf Fehmarn nach Kühlungsborn
Starten zuversichtlich („normales Wetter angesagt“) und laufen ab 10:20 Uhr unter Segel durch den Sund. Gegen 13:00 Uhr reffen wir mal wieder das Groß zweimal, alle legen Westen und Lifebelt an. See 2-3m, 6Bft. Besatzung kämpft mit der Seekrankheit – es wird zunehmend diesig und die Sicht wird schlecht. See 3m. Wg. Wetter kein vernünftiger Ort – halten nur auf Land zu. Sehen schemenhaft einen Mitläufer – das beruhigt ein wenig. Erreichen um 16:30 Uhr Kühlungsborn und laufen bei grandioser Grundsee in den Hafen ein – gar nicht so einfach. Fest um 17:00 Uhr. Wir belohnen uns mit einer Pizza!

10. August 2007
19 Seemeilen Kühlungsborn nach Rostock
Am Morgen mustert Norman ab – sein Vater holt ihn ab damit sie zusammen noch in die Sonne fliegen können. Wir starten um 11:30 Uhr bei leichtem Nieselregen aber guter Sicht. Gegen 13:00 Uhr wird die Sicht so schlecht, das wir bei langsamer Fahrt unter Segeln Schallsignale geben müssen – absolute Waschküche: Das haben wir noch nie erlebt. Die Geräuschkulisse von vorbeifahrenden, aber unsichtbaren Schiffen und Booten macht nicht froh! Fahren nur nach GPS und erreichen um 14:30 Uhr die STB Seite des Fahrwassers, aber schon sehr dicht unter Land. Endlich sieht man wieder was!. Bergen Groß und Fock und gehen unter Motor in den Stadthafen Rostock.

11. August 2007
Hafentag in Rostock
Nieselregen, super lautes Hafenfest wg. der HANSE SAIL. Annika mustert für ein paar Tage an. Abends wird uns unsere Wäsche aus dem Trockner geklaut – alles in allem kein guter Liegeplatz.

12. August 2007
13 Seemeilen Rostock nach Hohe Düne (Warnemünde)
Der Liegeplatz im Stadthafen wird uns zu doof – wir verlassen ihn (immer noch im Nieselregen) um 10:30 Uhr, laufen mit den anderen Schiffen und Booten die Warnow hinunter, machen ein paar Schläge vor Warnemünde und gehen am Nachmittag in den nun fertig gebauten Yachthafen Hohe Düne. Für 17€ die Nacht eine super Ausstattung. Ein Hotelbetrieb für Yachten – hat auch was.

13. August 2007
48 Seemeilen Hohe Düne nach Barhöft
Der Wetterbericht verspricht SW3, später umlaufend 3. Wie immer auf der Strecke sollte das aber nicht so ein. Starten früh um 8:00 Uhr. Zunächst mit Groß und Genacker Richtung Darßer Ort, der Wind ist aber schnell wieder weg und wir müssen motoren. Von den 48sm motoren wir am Ende 33sm! Um 18:30 Uhr fest in Barhöft, zwar an Pfählen, aber so dicht im Schilf, das wir schon während des festmachens von tausenden Mücken zerlegt werden.

14. August 2007
14 Seemeilen Barhöft nach Vitte / Hiddensee
Bunkern Morgens 45L Diesel und kontrollieren Wasser und Öl. Laufen unter Motor im Fahrwasser nach Vitte – Langer Ort und erreichen den Liegeplatz am frühen Nachmittag.

15. August 2007
Hafentag in Vitte
Annika mustert ab und fährt mit der Fähre nach Stralsund und von dort mit dem Zug nach Hamburg. Wir genießen den Inseltag am Strand. Toller Platz zum verweilen!

16. August 2007
18 Seemeilen Vitte nach Stralsund
Starten um 10:00 Uhr unter Motor in Vitte und können gegen 12:00 Uhr unter Segeln gen Stralsund kreuzen. Trotz dunklem Himmel bleibt es trocken, sind um 14:00 Uhr fest in der City Marina.

17. August 2007
24 Seemeilen Stralsund nach Lauterbach / Rügen
Starten um 8:50 Uhr Richtung Süden, um die Öffungszeiten der Klappbrücke zu erreichen. Passieren die Ziegelbrücke um 9:30 unter Motor, setzen Groß und Fock, reffen mal wieder zweimal und laufen mit rauschender Fahrt den Strelausund hinunter. Mittags dann gen Norden auf Vorwindkurs – fest in Lauterbach um 14:00 Uhr. Die Hafeneinfahrt des rechts liegenden Yachthafens ist recht eng – gut zielen ist angebracht!

18. August 2007
19 Seemeilen Lauterbach nach Greifswald
Starten um 10:00 Uhr und laufen auf Südkurs nach Greifswald – kreuzen dann bis zur Wiek und bergen alle Segel – passieren um 13:00 Uhr die Klappbrücke und sind vor 14:00 Uhr fest im Greifswalder Holzteich.

19. August 2007
Abmustern in Greifswald
Das Boot lassen wir für die Durchführung von Garantiearbeiten in Greifwald, zwei Wochen später soll der HANSECUP mitgesegelt werden. Wir klaren das Schiff auf, wischen und waschen und Mittags holt uns Lisa mit dem Auto ab. Nach 381sm geht der Sommerurlaub zuende – vom Sommer haben wir aber nichts gemerkt. So viel Wind hatten wir wohl noch nicht. Wie gut, das wir auf einem neuem, zuverlässigem Boot unterwegs waren.

Sommertörn 2005: Kopenhagen

Reisebericht Segelurlaub 9. Juli bis 27. Juli 2005
Crew: Heidi, Ole, Hendrik und Peter. Am Ende des Berichts viele Urlaubsbilder!

Route 2005

9. Juli 2005
18 Seemeilen Wendtorf nach Damp
Eigentlich wollten wir nach Bagenkop (Langeland), war aber unter Segel nicht erreichbar. Am Nachmittag dann Flaute, Rest mit Motor.

10. Juli 2005
26 Seemeilen Damp nach Marstal
Starten mit mäßigen NE Wind, der schläft aber ein. Also fast die ganze Strecke unter Motor.

11. Juli 2005
30 Seemeilen Marstal nach Lohals
Nach passieren der Brücke setzen wir alle Segel und kreuzen gegen NE nach Lohals, Wind schläft gegen Abend ein, Rest unter Motor.

12. Juli 2005
21 Seemeilen Lohals nach Vejrö
Brütende Hitze, (wenig) Wind, aber immerhin! Strom setzt mit >1 kn, nach passieren von Omö Tofte mit Schmetterling zunächst 2kn, dann mehr als 4! Vejrö ist eine tolle Insel, aber der Liegeplatz kostet 150 DDK.

13. Juli 2005
24 Seemeilen Vejrö nach Vordingborg
Starten früh unter Segel bei bedecktem Himmel und See >1m. Laufen gut mit 4kn. Umgehen Klappbrücke und passieren gut Untiefen von Flak E unter Motor und gezogenem Kiel. Tolle Stadt, tolles Stadtfest!

14. Juli 2005
11 Seemeilen Vordingborg nach Kalvehave
Lassen Servicetechniker sicherheitshalber Motor überprüfen und starten Mittags unter Motor nach Kalvehave, welches wir nach 3 Stunden erreichen.

15. Juli 2005
45 Seemeilen Kalvehave nach Dragör
Starten früh unter Motor in Richtung Fakse-Bucht und erreichen Mittags freies Fahrwasser. Setzen alle Segel und laufen bei achterlicher See gut 6kn und entscheiden uns ohne Zwischenstop nach Dragör zu gehen. Wind und See frischen weiter auf, Abends WS7 mit gegenlaufenden Strom, sind froh, Dragör noch gerade bei Tageslicht zu erreichen.

16. Juli 2005
10 Seemeilen Dragör nach Kopenhagen
Bei tollem Wetter und hartem am Wind Kurs letzte Etappe nach Kopenhagen. Erreichen Stadthafen Christianshavn Mittags. Schlechteste Sanitäranlage des ganzen Törns!

17. Juli 2005
Kopenhagen
Hafentag, erkunden die tolle Stadt!

18. Juli 2005
34 Seemeilen Kopenhagen nach Rödvig
Starten früh bei optimalen Wind unter Segel in Richtung Rödvig und erreichen es am Abend.

19. Juli 2005
25 Seemeilen Rödvig nach Klintholm
Wollen eigentlich nur kurz von Rödvig nach Klintholm übersetzten und starten gut unter Segeln. Im Laufe des Tages müssen wir die Fock streichen und später unter Motor gegen den aufkommenden Sturm nach Klintholm dampfen (ätzend!)

20. Juli 2005
Klintholm
Hafentag wg. Sturm. Nutzen die Zeit für Fußmarsch nach Möns Klint (14km!).

21. Juli 2005
Klintholm
Hafentag wg. Sturm. Fahren mit dem Linienbus nach Stege, langweilige Stadt, doofer Nieselregen!

22. Juli 2005
35 Seemeilen Klintholm nach Gedser
Liegen als innerstes Boot im Dreierpäckchen, Hafen wg. Sturm sehr voll. Starten früh mit Segel, zunächst immer wieder Flautephasen, am Mittag dann auffrischender Wind. Unter Landschutz rauschende Fahrt, später dann Rest in den Hafen unter Motor gegen-an.

23. Juli 2005
Gedser
Hafentag wg. angekündigtem Sturm, trifft aber erst gegen 1600 ein. Fahren mit der Scandline Fähre nach Rostock, die braucht für die 19sm nur 1:45h! Hin-und Rückreise für 4 Personen nur 32€!

24. Juli 2005
Gedsder
Hafentag wg. Sturm. Ausflug mit dem Linienbus nach Ryköbing. Sturm flaut Abends ab, es zeigt sich sogar die Sonne.

25.Juli 2005
35 Seemeilen
Gedsder nach Burgstaken
Starten früh und kreuzen gegen W, halten uns gut vom Windenergiepark frei. Werden Nachmittags von Gewitterfront überrascht, deren Durchgang uns aber für ein paar Stunden direkten und schnellen W-Kurs ermöglicht.

26. Juli 2005
Burg auf Fehmarn
Hafentag wg. Shopping in Burg.

27. Juli 2005
37 Seemeilen
Burgstaken nach Wendtorf
Passieren u. Motor Hochbrücke und laufen am Nachmittag bei leichter Briese unter Segel mit 2-3kn nach Wendtorf. Beenden nach 351sm den Sommerurlaub, geprägt von Flauten, Starkwind und Sturm.

Sommertörn 2004: Rügen

Reisebericht Segelurlaub 6. Juli bis 27. Juli 2004
Crew: Heidi, Ole, Hendrik und Peter. Am Ende des Berichts viele Urlaubsbilder!

Route 2004

6. Juli 2004
43 Seemeilen Wendtorf nach Burgstaaken
Urlaubsstart mit einem Tag Verspätung. Da Bootsdiesel noch in der Werkstatt, ganzen Urlaubstörn mit Außenborder. Sperrgebiet muss umfahren werden. Nachmittags nehmen Wind (5-6) und See (>1m) zu.

7. Juli 2004
28 Seemeilen Burgstaaken nach Kühlungsborn
Starten mit mäßigen Wind, der Mittags aber nachlässt. Weiter mit Motor.

8. Juli 2004
24 Seemeilen Kühlungsborn nach Rostock
Kreuzen gegen E-Wind nach Rostock, Nachmittags starke Gewitterböen, aber rechtzeitig Segel kurz weg genommen. Laufen unter Motor die Warnow nach Rostock Stadthafen.

9. Juli 2004
54 Seemeilen Rostock nach Barhöft
Starten sehr früh und versuchen nach passieren von Warnemünde zu kreuzen. Wegen langem Weg nach Barhöft (Darßer Ort ist gesperrt) fast den ganzen Weg unter Motor. Erreichen am Abend gut Barhöft.

10. Juli 2004
9 Seemeilen Barhöft nach Stralsund
Laufen bei gutem Wind nur mit der Fock 6kn im Fahrwasser nach Stralsund und erreichen Stadthafen Mittags.

11. Juli 2004
16 Seemeilen Stralsund nach Vitte / Langer Ort auf Hiddensee
Wollen eigentlich nach Ralswiek. Starten nur mit Fock und laufen 5-6kn im Fahrwasser. Versuch bei Tonne 26 außerhalb des Fahrwassers Fahrgastschiff auszuweichen endet mit Grundsitzer. Mit Außenborder keine Chance, Leinenverbindung zu historischem Lastsegler schlägt fehl, rufen schließlich bei DGZRS Hilfe. Kreuzer Dornbusch befreit uns professionell in wenigen Minuten. Gehen nach Vitte auf Hiddensee.

12. Juli 2004
Vitte / Hiddensee
Hafentag um uns vom Vortag zu erholen. Befreien Außenbordsventil vom Schlick und erkunden später die einmalige Insel. Wetter verschlechtert sich weiter auf S-SW7.

13. Juli 2004
Vitte / Hiddensee
Weiterer Hafentag, Wetterbericht spricht von weiterer Verschlechterung. Besuchen Leuchtrum und Inselkino.

14. Juli 2004
19 Seemeilen Vitte nach Ralswiek
Trotz immer noch viel Wind unter Motor nach Ralswik. Setzten später nur gereffte Genua (Fock bei Grundsitzer im Wind zerrissen). Abends dann zu den Störtebeckerfestspielen, kaum sitzen wir nieselt es ununterbrochen, wir werden klitschnaß!

15. Juli 2004
Ralswiek
Hafentag. Wandern zu Fuß nach Lietzow und essen klasse Fisch für 7€/Person! Treffen im Wald Studenten der Uni Greifswald, die Bodenproben nehmen und im Yachthafen an Bord eines alten Schnellboots ihr Lager haben.

16. Juli 2004
39 Seemeilen Ralswiek nach Lohme
Starten in Ralswiek unter Motor und gehen bei Dornbusch auf Kurs rund Rügen. Setzen alle Segel und laufen bei W-Wind 3-4kn.

17. Juli 2004
Lohme
Hafentag zur Erkundung der Kreidefelsen. Schöner Tagesausflug.

18. Juli 2004
45 Seemeilen
Lohme nach Stralsund
Starten unter Segel Richtung Kap Arkona. Nach passieren versuchen wir gegen den W-Wind zu kreuzen (angesagt war E!), geben später auf und laufen unter Motor bei Dornbusch wieder in den Bodden. Vitte ist überfüllt, daher erneut nach Stralsund unter Segel, passieren gut Tonne 26!

19. Juli 2004
9 Seemeilen Stralsund nach Barhöft
Starten Mittags unter Segel in Stralsund für kurzen Trip nach Barhöft.

20. Juli 2004
47 Seemeilen Barhöft nach Warnemünde (Hohe Düne)
Laufen bei super Wind aus dem Bodden in die Ostsee und passieren Mittags Darßer Ort. Gehen auf Südkurs, Wettervorhersage meldet Sturm für den Abend. Erreichen Abends die Baustelle Hohe Düne, schon mit Starkwind und starkem Schwell im Hafen. Gegen 2200 dann tobt der Sturm.

21. Juli 2004
Warnemünde
Haftentag wegen W-Wind. Ausflug mit der Fähre in die Stadt.

22.Juli 2004
12 Seemeilen Warnemünde nach Kühlungsborn
Laufen mit hartem am-Wind Kurs nach Kühlungsborn und erreichen es am frühen Nachmittag.

23. Juli 2004
32 Seemeilen Kühlungsborn nach Orth auf Fehmarn
Wetterbericht einmal mehr nicht zuverlässig. Wind nimmt stetig zu, am Nachmittag dann wieder Starkwind. Aber erreichen gut Orth.

24. Juli 2004
Orth auf Fehmarn
Hafentag wg. ungünstiger W-NW Winde. Mit dem Fahrrad nach Burg zum Shoppen.

25. Juli 2004
Orth auf Fehmarn
Weiterer Hafentag, zum falschen Wind kommen jetzt noch viele Schauer.

26. Juli 2004
Orth auf Fehmarn
Weiter Hafentag, am Nachmittag hören die Schauer auf und die Sonne kommt durch!

27. Juli 2004
34 Seemeilen Ort auf Fehmarn nach Wendtorf
Trotz ungünstiger Winde Start unter Motor nach Hause! Beim Festmachen in Wendorf Poller gerammt und Personenschaden verursacht. Nicht schön!
Urlaub nach 411sm beendet, Außenborder nicht unbedingt tauglich für 9m Stahlboot.

Sommertörn 2003: Dänische Südsee

Reisebericht Segelurlaub 5. Juli bis 31. Juli 2003
Crew: Heidi, Olde, Hendirk und Peter. Am Ende des Berichts viele Urlaubsbilder!

Route 2003
5. Juli 2003
45 Seemeilen Wyk (Krückau, Elbe) nach Rendsburg (NOK)
Mit Wind und Regen geht’s über die Elbe nach Brunsbüttel, in den Nord-Ostsee Kanal bis nach Rendsburg, das wir am Abend erreichen.

6. Juli 2003
48 Seemeilen Rendsburg nach Laboe
Weiter unter Motor durch den NOK, dann nach Kiel Holtenau und Laboe.

7. Juli 2003
18 Seemeilen Laboe nach Damp 2000
Endlich segeln auf der Ostsee! Für den ersten Törn auf dem Meer haben wir für drei Tage einen Segeltrainer an Bord. Am Nachmittag lässt der Wind nach und wir laufen unter Motor nach Damp.

8. Juli 2003
31 Seemeilen Damp 2000 nach Marstal
Laufen bei gutem Wind 6kn in Richtung Aroe und treffen am frühen Abend in Marstal ein.

9. Juli 2003
31 Seemeilen Marstal nach Laboe
Starten unter Motor, setzten Segel und laufen gut 5kn. Am Nachmittag ist der Wind kurz weg, kommt dann aber wieder. Treffen am Abend in Laboe ein und verabschieden unseren Trainer. Danke, Michael!

10. Juli 2003
Laboe
Hafentag. Vervollständigen Ausrüstung und besuchen das Marineehrenmal.

11. Juli 2003
34 Seemeilen Laboe nach Heiligenhafen
Starten früh unter Segel mit W3-4. Gutes Segelwetter, ganz entspannt, erstmals alleine. Treffen am frühen Abend in Heiligenhafen ein.

12. Juli 2003
36 Seemeilen Heiligenhafen nach Niendorf
Wind hat über Nacht aufgefrischt, schlagen ein Reff in das Groß und machen Sturmfock klar. Bei WNW5-6 sind wir gut dabei, am Abend wird es dann ungemütlich. Erreichen Niendorf (Timmendorfer Strand) um Freund zu besuchen.

13. Juli 2003
Niendorf
Hafentag, Boot aufgeklart, Ort erkundet und Besuch bekommen.

14. Juli 2003
21 Seemeilen Niendorf nach Grömitz
Bei nördlichen Winden versuchen wir nach Norden zu kreuzen. Erreichen erst am Nachmittag die Höhe von Grömitz und laufen dort ein. Über Grund waren das nur 10sm!

15. Juli 2003
23 Seemeilen Grömitz nach Orth
Gehen am Vormittag unter Motor weiter Richtung Norden und können Mittags unter Segel nach Orth auf Fehmarn laufen. Nachmittags fest.

16. Juli 2003
Orth
Hafentag wg. Shopping in Burg. Mieten uns Fahrräder.

17. Juli 2003
24 Seemeilen Orth nach Bagenkop
Laufen unter Segel in Richtung Langeland. Mittags Flaute, Nachmittags dann weiter. Erreichen Abends den lauten Fährhafen Bagenkop.

18. Juli 2003
17 Seemeilen Bagenkop nach Drejö
Starten unter Motor in Richtung Marstal und setzten später Segel. Am frühen Nachmittag kommt Nieselregen auf, lässt aber wieder nach. Treffen am späten Nachmittag in Drejö ein und legen uns in ein 2er Päckchen.

19. Juli 2003
Drejö
Hafen- und Badetag aud Drejö bei einmaligem Sommerwetter! Heidi hat seit 4 Tagen Kopfschmerzen…

20. Juli 2003
10 Seemeilen Drejö nach Svendborg
Laufen unter Segel im Fahrwasser nach Svendborg, müssen bei Brückenpassage Motor kurz starten. Durch Seegras wird das Log blockiert. Erkunden die Stadt direkt am Nachmittag.

21.Juli 2003
18 Seemeilen Svendborg nach Lyö
Laufen unter Motor gegen den W-Wind im Fahrwasser nach Westen, kreuzen später und erreichen am frühen Nachmittag Lyö, um dort über Nacht zu ankern. Die Jungs machen einen mutigen Ausflug mit dem Schlauchboot zum Hafen.

22. Juli 2003
11 Seemeilen Lyö nach Faldsled
Setzen Segel und kreuzen „mühsam“ in Richtung kleiner Belt. Mittags dreht der Wind auf NW und frischt auf, nehmen Genua weg und setzen Arbeitsfock. Später frischt Wind weiter auf, nehmen Groß weg und beschließen, nach Faldsled zu gehen. Schwierige Ansteuerung, aber toller Ort!

23. Juli 2003
26 Seemeilen Faldsled nach Dyvig
Wind hat wieder nachgelassen, laufen unter Segel Richtung Als. Tagsüber immer wieder Flauten, treffen erst am Abend in Dyvig ein.

24. Juli 2003
15 Seemeilen Dyvig nach Sonderborg
Kreuzen im Alsfjord Richtung Fahrwasser Sonderborg und laufen dort unter Motor ein. Waren 20 Minuten auf Brückenöffnung und machen am frühen Nachmittag im südlichen Stadthafen fest.

25. Juli 2003
25 Seemeilen Sonderborg nach Kappeln
Laufen unter Segeln in Richtung Süden und passieren Nachmittags Schleimünde. Beschließen nach Kappeln zu gehen und sind Abends fest.

26. Juli 2003
Hafentag in Kappeln
Tanken Diesel nach, die Jungs gehen zum Frisör und ins Kino, wir gehen Bummeln.

27. Juli 2003
27 Seemeilen Kappeln nach Marstal
Starten bei bedecktem Himmel unter Motor in Richtung Schleimünde. Erreichen LT und treffen auf See >1,5m und Wind 5-6. Vermuten, das das Wetter besser wird und setzen Kurs auf Ärö. Wind frischt weiter auf, See nimmt zu. Mannschaft wird am frühen Nachmittag Seekrank. Erreichen erleichtert Marstal am Nachmittag.
Fazit: Wir hätten nach Schleimünde zurück kehren sollen!

28. Juli 2003
Marstal
Hafen-, Bade- und Erholungstag.

29. Juli 2003
31 Seemeilen Marstal nach Wendtorf
Starten zwar unter Segel, der Wind schläft aber noch Vormittags ein. Laufen weiter unter Motor. Öldruck fällt auf einmal, Motor offenbar überhitzt, obwohl Wasserpumpe läuft. Sitzen zunächst mitten auf der Ostsee bei absoluter Flaute und brütender Hitze fest. Am spätern Nachmittag kommt eine leichte Briese auf und wir laufen mit 2kn Richtung Wendtorf. Motor hält für Einlaufen durch, sind erst spät Abends fest.

30. Juli 2003
39 Seemeilen Wendtorf nach Gieselau Schleuse (NOK)
Servicetechniker untersucht Motor und stellt Thermostatschaden fest. Ersatzteil eingebaut, Motor getestet, alles wieder OK!
Starten Mittags unter Motor in Richtung NOK und erreichen bei Einbrechen der Dunkelheit Gieselau Schleuse und machen im 3er Päckchen fest. Unruhige Nacht wg. Schiffsverkehr auf dem Kanal.

31. Juli 2003
41 Seemeilen Gieselau Schleuse nach Wyk/Krückau
Laufen durch Kanal nach Brunsbüttel und segeln Mittags bei auflaufendem Wasser in Richtung Heimat. Sind am Abend fest.
Ein einmaliger Segelurlaub ist nach 571sm vorbei. Fast immer tolles Wetter, nur einen Sturm und nur einmal ein echtes Problem mit der Technik.