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Hausmeister oder „Ablufthaubenretter“

Mittwoch Morgen, 06:30 Uhr, puff, Sicherung in der Küche raus. Geht auch nicht wieder rein – fliegt immer mit lautem Getöse wieder raus.

Also alle Lampen aus und per Isolationsverfahren die Lampen der Ablufthaube als Verursacher identifiziert. Ausstecken, Sicherung rein und erstmal frühstücken.

Ab 08:00 Uhr dann Demontage des Übeltäters und Ursachenforschung. Ursprünglich hatte ich die Schalter an der Vorderseite in Verdacht – die sind bei der alten Ablufthaube mal durchgebrannt. Diese Haube haben wir nun vielleicht seit 5 oder 6 Jahren.

So montagefreundlich wie unsere BOSCH Waschmaschine ist das Teil nicht. Viele Schrauben, viele scharfe Kanten und vor allem altes, ekliges Fett…Igitt!

Schalter demontiert – alles OK. Sieht wie neu aus. Kabel verfolgen und siehe da: Die Zuleitung zur Beleuchtung ist glatt verkohlt. Nicht durchgebrannt oder so: Verkohlt!

Offenbar permanente Überlastung. Wie kann das sein? Das darf doch nicht sein?

Also große Internet-Recherche. Der Hersteller SILVERLINE hat nur Werbung auf der Website. Keine Ersatzteile, keine Anleitungen. Das ist schlecht. Aber immerhin das Gerät als Neuware bei verschiedenen Anbietern gefunden – unter anderem auch bei eBAY. Der Anbieter mit dem absoluten Kampfpreis von gut 100 € kann zwar nicht liefern (Klassiker!), hat aber folgende interessante Produktbeschreibung:

Da steht zur Beleuchtung: 2 mal Kerze 40 Watt. Genau das, was auch auf dem Typenschild unserer Ablufthaube SILVERLINE BAW 653 E steht:

ABER: Ein anderer Anbieter (offenbar seriöser, weil realistischer Preis und lieferfähig, auch bei eBAY) nennt nur 2 mal 25 Watt für die Beleuchtung:

Das scheint des Rätsels Lösung zu sein:

Ursprünglich wurde das Gerät mit 2 mal 40 Watt angegeben (…und das ist ja schon wenig für eine Herdbeleuchtung). Dann gab es wohl Probleme mit durchgeschmorten Stromkabeln der Beleuchtung und man ändert einfach die maximale Leistung der zulässigen Leuchtmittel um die Produktion nicht anpassen zu müssen. Na prima.

Nun habe ich also das Typenschild korrigiert, ein Kabel neu eingebaut, die Haube Grundgereinigt und vor allem Energiesparbirnen mit max. 9 Watt eingeschraubt.

Und schwubs, um 12:00 Uhr war die Aktion schon beendet und ich kann mich als Ablufthaubenretter bezeichnen.

Man muss Prioritäten setzen…

…so ein Mist: Am Samstag kam die Ankündigung das Marillion (www.marillion.com) am 25. Juli 2012 in Hamburg im Rahmen ihrer (quasi) Welttournee spielen…da sind wir bummelig aber schon zwei Wochen unterwegs, wenn alles klappt wie es klappen soll. Nun kann man wohl großzügig den Termin verschieben, aber wenn man damit anfängt schiebt man immer weiter.

Also keine Planänderung und die Hoffnung, das noch ein Konzert auf unserer Route dazu kommt. Aber bei dem diesjährigen Tourkalender der Band bleibt wenig Chance und die werden sich ja wohl nicht nach uns richten können 😉

BTW: Auf der Marillion-Homepage ist gerade der Trailer für die aktuelle Konzert-DVD zu sehen. Kann man sich ja mal ansehen…und schön am Ende dem Fanchor lauschen!

Nachtrag: Eine kleine Laugenpumpe

Neben der Bootsbeschaffung und Reiseplanung widme ich mich verschiedenen Hausmeistertätigkeiten. So wurde bereits der Geschirrspüler mit harmlosen Ersatzteilen versorgt, der Trockner ersetzt oder der Dachboden aufgeklart.

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Wäschemeister der Familie Wiedekamm geriet die Laugenpumpe unserer BOSCH MAXX 6 Waschmaschine in mein Blickfeld. Besser gesagt in mein Gehör: Immer wenn es ans Abpumpen ging klapperte und klöderte es…und das schon seit Monaten! Ok, immer mal wieder das Sieb gereinigt und tolle Dinge gefunden (Geld, Nägel und natürlich Knöpfe). Aber es war wohl nur eine Frage der Zeit bis die Pumpe ihren Geist aufgibt und vor dem Hintergrund einer Katastrophenprävention wurde ein Austauschprojekt („Replacement“) definiert.

Natürlich steht am Anfang die Ersatzteilbeschaffung – und die Beantwortung der Frage „Lohnt sich das überhaupt noch?“.

Also flux auf die BOSCH Ersatzteilwebsite und über die Typennummer und Explosionszeichnung die Pumpe auch schnell gefunden – soll aber 80 € kosten. Hmmmm. Lohnt sich das überhaupt noch…

…also GOOGLE bemüht und nach Alternativen gesucht. Viele, viele Treffer und auch wirkliche Alternativen. Aber, so stellte sich die Frage, kann es sein das die gleiche Pumpe woanders die Hälfte kostet?

Na ja, probieren es also einfach. Bei www.ersatzteilbestellung.de das Teil bestellt und im CheckOut kurz mal über die Zahlungsmethoden gestolpert (Vorkasse oder Sofortüberweisung (…wie doof muss man eigentlich sein um seine Homebanking-PIN auf einer fremden Website einzugeben?)) und los gings für (Achtung!) 40 €.

Zwei Tage später war das Teil da und wollte eingebaut werden.Vor dem Hintergrund unseres Projekts „Lange Reise“ also eine ideale Trainingssituation für die Crew: „Mannschaft Assestiert Skipper bei schwieriger Montage an Maschine“. An einem Freitag Nachmittag die Waschmaschine von Netz und Leitungen getrennt, entwässert und schwups montagefreundlich auf eine Wasserkiste gewuchtet. Alte Pumpe ausbauen und sich einprägen, wo was wie verdrahtet und angeschlossen ist. Dann zwei Überraschungen:

  • Die alte Pumpe ist völlig identisch mit der neuen – also nicht die Spur von „Originalersatzteil“. Sogar das Typenschild ist identisch!
  • Geld, wir haben Geld gefunden: Im Zulaufschlauch von der Trommel zur Pumpe und in der Pumpe habe wir weitere Geldstücke gefunden, in der Summe so 24 € Cent – wir sind reich! Aber nicht das einer denkt, wir wären Geldwäscher!

Also die neue Pumpe rein und leichte Begeisterung wie „idiotensicher“ das Ganze aufgebaut ist: Die Stecker sind verpolungssicher, die Schläuche haben Kerben und passen nur auf eine bestimme Art und die (Klemm-) Schlauchschellen sind mit einer Zange einfach zu handhaben. Das die Pumpe im Gehäuse nur eingesteckt wird und mit nur eine Schraube fixiert wird setzt der Einfachheit die Krone auf…wohl der Produktion in Niedriglohnländern geschuldet?

Maschine wieder aufgebaut, angeschlossen und Probelauf: Erfolg, Erfolg, Erfolg! Die Pumpe pumpt nahezu geräuschlos („wie am ersten Tag“) kein unerwünschter Wasseraustritt und gegenseitiges Schulterklopfen über die gelungene Operation. Tolle Crew – der Bootsmotor kann sich schon mal warm anziehen!

Fazit: Die Jungs von BOSCH bauen tolle, wartungsfreundliche Waschmaschinen, haben eine gute (wenn auch langsame) Ersatzteil-Website und sind dafür doppelt so teuer wie der „freie Markt“. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Heute, da ich diesen Artikel endlich schreibe fällt mir auf, das es die Pumpe auch bei eBAY gibt. Für 30 € – vom gleichen Verkäufer (GEHG GmbH alias www.ersatzteilbestellung.de).

Die Geschichte stellt einmal mehr klar das man als Verbraucher „den richtigen Preis“ nicht mehr kennen kann. Es bleibt immer das Gefühl das man das identische Produkt irgendwo für die Hälfte bekommt – oder sogar darunter!

Peter.

 

Relaunch von www.wiedekamm.com

Es ist vollbracht!

Seit vielen Jahren fehlte die Zeit für eine Überarbeitung der eigenen Website. Die war immerhin seit 2002 online und sah so aus:

Aber nun ist der Umstieg auf WORDPRESS vollzogen. Alles sieht moderner aus – und vor allem muss man nicht mehr im Texteditor plain HTML schreiben.

Neben der neuen Technologie sind auch alle alten Inhalte umgezogen. Viel Spass beim stöbern!

Schottland Rundreise vom 18.-25. Oktober 2009

Nach dem unser Sommerurlaub in 2009 kurzfristig geplatzt ist erfüllen wir uns wenigstens im Herbst einen kleine Traum: Schottland!

OK, die Jahreszeit ist nicht optimal, aber besser jetzt als nie.

Eigentlich könnte man ja ein spontanes Bed&Breakfast Übernachtungserlebnis versuchen, aber wir haben keine Lust jeden Abend eine Bleibe zu suchen…und finden zu müssen! Also über die sehr gute Website von Visitscotland jeden Abend fest gebucht. Das war denn auch gut so – da wir quasi am Saisonende unterwegs waren war das Angebot eingeschränkt.


18. Oktober 2009
Anreise mit RYNAIR von Bremen nach Edinburgh. Bei dem Flugpreis wollen wir mal nett über den Flug hinweg sehen. Bei der Mietwagenübernahme bekommen wir das „besondere Angebot“ einen vollen Tank zum „Sonderpreis“ kaufen zu können. Das haben wir gemacht und uns später gefragt wie doof man eigentlich sein kann: Man schenkt dem Vermieter bei der Rückgabe so oder so den Tankinhalt – leer kommt da niemand an.
Also dann mal im Linksverkehr los – geht einfacher als gedacht. So starten wir am Nachmittag zur Universitätsstadt St. Andrews, trinken dort unseren ersten schottischen Kaffee und fahren dann nach Dundee zur ersten Übernachtung.

19. Oktober 2009
Wir sind die einzigen Gäste und frühstücken gemütlich. Dann brechen wir endlich ins richtige Schottland auf. Noch ein Stück Autobahn, dann runter und auf dem Navi alle Autobahnen verboten. Tagesziel ist (natürlich) Loch Ness und dort der Ort Drumnadrochit. Schliesslich wollen wir im Loch Ness Hotel übernachten. Zum Glück dürfen wir Altbau übernachten – so haben wir uns das vorgestellt! Später am Abend kommen dann zwei Reisebusse mit Chinesen. Am nächsten Morgen erfahren wir, das Saisonende ist und das das Hotel nur wegen der Reisegruppe noch geöffnet war…

20. Oktober 2009
Nach dem Frühstück Aufbruch, das obligatorische Abklappern aller Sehenswürdigkeiten, Fotos, Fotos und nochmals Fotos schießen (unglaubliche Landschaft!). Unser Tagesziel ist Ullapool. Wir kommen über die nördliche Zufahrt und sind hin&weg von der Landschaft und dem abrupten Wechsel wenn man in Küstennähe kommt.

21. Oktober 2009
Das heutige Ziel ist Portree – nach einer kruvenreichen Strasse gelangen wir unverhofft zu einer Fährstation und lösen unser Ticket. Nach der Überfahrt sind wir quasi sofort am Ziel. Schottland von der Wasserseite zu erleben ist bestimmt auch sehr reizvoll…mit dem richtigen Boot!

22. Oktober 2009
Am nächsten Tag weiter nach Craignure auf der Ile if Mull. Wenn man alle Hotels der Reise miteinander vergleicht war das das merkwürdigste. Alles ein wenig schäbig…aber wer denkt schon an Hotelzimmer wenn er wundervolle Landschaften zu sehen bekommt.

23-25. Oktober 2009
Die letzte „grosse“ Autoetappe führt uns nach Edninburgh zurück. Heidi möchte unbedingt einen ganzen Tag in der Stadt verbringen. Das ist dann auch der einzige echte Regentag und die Füße sind am Abend so was von platt! Am Abreisetag besuchen wir noch fix die königliche Yacht und dann zurück nach Bremen.

Wir hatten zwar nur eine kurze Reise, aber so viel Landschaft und Natur hatten wir noch nie. OK, zeitweise war es eine Fotosafari und wir haben aus dem Auto heraus die Bilder gemacht. Aber das war wohl auch der Reiz der Sache. Wenn man am Tag maximal 100km fahren „muss“ und so viel, viel Zeit zu „sehen“ hat, dann ist das intensiv!

Hier eine Auswahl unserer Bilder:

 

2002: Fabriksimulation und Video

Bei einem Museumsbesuch in Mannheim haben wir ein tolles Modell einer Fabrikanlage gesehen:


Wir kamen schnell auf die Idee, sowas mit unserem LEGO Mindstorms nachzubauen. Das Arbeitsergebnis haben wir im Bild und Film festgehalten, diesmal mit einer WEB-Cam gefilmt bzw. mit einer Digitalkamera aufgenommen.

Dieses Bild zeigt die ganze Anlage:

Hier kann man gut den Aufzug erkennen, der den Golfball auf die oben erkennbaren Schienen hebt:

Und hier das Auto, welches den Ball von rechts nach links fährt:

 

Die Filme