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Weihnachten

Weihnachten 2018

Also denn.

Das war es mal wieder.

Eigentlich war ja nix.

Nix von wirklicher Bedeutung.

Dann kann ich auch nix besonderes schreiben.

Peter.

PS I: Aus der Abteilung „Kreativer Nonsens des Eigen Blut, professionell aufgezogen, am 1. Weihnachtsfeiertag veröffentlicht: Das Kurzhörspiel „Die böse Ziege“ – unbedingt mal reinhören!

PS II: 3SAT bringt an Sylvester einen Ausschnitt aus dem ROYAL ALBERT HALL Konzert von MARILLION. Leider sehr früh´ am Morgen (8:30 Uhr), aber man könnte ja mal rein sehen…oder aufnehmen…




Weihnachten 2018

Marillion im Mehr Theater

Einmal mehr MARILLION.

Einmal MARILLION im MEHR THEATER in HAMBURG.

Gesehen am 2.Dezember 2018.

Die Halle heißt wirklich so und befindet sich auf dem Gelände des HAMBURGER Großmarkts. Gar nicht mal so schlecht, aber auch ganz schön groß. 1.500 Menschen gehen da rein, wir waren gestern Abend vielleicht 1.200 Besucher. Und obwohl HAMBURG, norddeutsch zurückhaltend, schwer aufzutauen und so weiter: Wir waren durchaus 1.200 enthusiastische Besucher!

Blick zurück

Na klar, mit fortschreitendem Publikumsalter sind Sitzplätze eigentlich ganz schön angenehm, aber bei dieser Art von Musik nicht wirklich förderlich für die Entfaltung von jeglich möglichen Bewegungsdrang der Zuhörer. Zumal die mobil aufstellbaren Sitzreihen den Nachbarn zum passiv Mitzappeln zwingen – gesundheitlich durchaus vergleichbar mit passiv Rauchen. Könnte ich mir jedenfalls vorstellen, als rücksichtsloser aktiv-zappler.

Blick nach vorn: Man beachte: Ungewohnt breite Bühne, rechts und links locker 4 Meter Platz…

Vor der Darbietung der eigentlichen Helden des Abends trällern Al Bano und Romina Power ein paar Schnulzen von der Bühne. Die drei ersten der gefühlt 50 Stücke wurden von Romina vorgetragenen und waren gerade noch erträglich. Als dann Al Bano neben der überaus theatralischen Bedienung des Tasteninstruments auch noch selbst sehnsuchtsvoll ins Mikrofon schmachtete, fühlte ich mich kurz im falschen Film – sprich, in der falschen Vorstellung! Oh Schreck! Aber auf dem HAMBURGER Großmarkt gibt es nur diese eine Bühne. Keine Verwechselung möglich. Hier muss ich also richtig sein!

Al Bano und Romina Power- alias Jennifer und Riccardo

Der durchaus vorhandene Respekt für den Herrn Vater von Romina, die in Wirklichkeit offenbar Jennifer Rothery heißt, führt anfangs meine Hände am Ende eines Stückes zögerlich zusammen, um ein leise klatschendes Geräusch abzusondern. Aber, wenn man es genau nimmt, war diese Handlung einfach nur heuchlerisch, im Besten Fall vielleicht nett. Familienbande kann man ja für Bühnenauftritte eigener Kinder noch gelten lassen. Machen andere auch. Peter Gabriel hat schon länger Tochter Melanie auf Tour mit dabei. Das hat Charme und ist durchaus ein Privileg eines stolzen Künstlervaters. Aber Freundschaft reicht nicht aus – da muss dann schon auch Leistung eine Rolle spielen. Und die fehlt bei Riccardo Romano, alias Al Bano, völlig. Seine Darbietung muss man als Grausam bezeichnen. Völlig unpassend, völlig schmalzig, völlig für den A…!

Aber hübsch die Ruhe bewahren, auch wenn es schwer fällt. Ist von den hier herrschenden Kräften so gewollt und es kann ja nicht immer nach dem Publikum gehen. Zumal, und das ist schon sehr verwirrend: Einige Zuhörer applaudieren tatsächlich fanatisch (jawohl, FA-NA-TISCH!) Ganz so, als hätten sie gerade Bob Geldorf, Paul McCartney, Bono, Michael Jackson, Madonna, Lady GaGa und den Papst in einer Person auf der Bühne erlebt.

Nach fünf, nicht fünfzig, Liedchen hat die Qual ein Ende. So eine  Vorgruppe hat ja seit jeher eine ganz klare Aufgabe: Die Messlatte so weit abzusenken das die eigentlichen Helden des Abens bei ihrem Auftritt locker darüber springen können. Doch eben jene eigentlichen Helden des Abends betreten immer noch nicht die Bühne. Umbaupause. Fragt sich nur, wieso das Abräumen eines Mikrofonständers und eines Keyboards samt Hocker 25 Minuten dauert. Und Umbaupause heißt. Vielleicht, weil es dann 21:00 Uhr ist und es endlich los gehen kann…

…und wie es los geht: MARILLION eilt auf die Bühne, kein langes rum-gelabere, sondern mal eben kraftvoll THE LEAVERS in allen fünf Akten als Opener aufgeführt. Die Mitmenschen in der Halle sind außer sich. Ich auch!

Pete, ganz hinten, Steve H. vorne

Vom Start weg toller Sound, tolle Lightshow und mindestens die beiden sehr gut gelaunten Steve Hogart (Gesang) und Pete Trewawas (Bass) wirken unmittelbar ansteckend. Der Drummer, Herr Mosly war wohl auch da. Jedenfalls konnten wir die herrlich satt abgemischten Trommeln erfreut in der Magengrube spüren, doch gesehen haben wir ihn nicht wirklich. Das übliche Versteckspiel mit diesem Herrn. Kennt man ja.

Steve Rothery

Steve Rothery, also sozusagen der Vater von oben genannter Romina, war anfangs offenbar nicht gut drauf. Schaute sehr ernst, haderte ein wenig mit den Einstellungen an seinem Gitarrenverstärker, spielte aber mal wieder sehr brillant. Man möge mir meine große Bewunderung und Achtung vor diesem Menschen bitte abnehmen – warum zur Hölle findet sich aber niemand in seinem Umfeld, der Herrn Rothery ein ganz klein wenig, wirklich nur sehr vorsichtig, sehr behutsam, ein paar freundschaftliche Hinweise zu seinem Bühnen-Outfit gibt? Würde ich ihn persönlich kennen, würde ich das machen. Nach ein paar Bier oder so. Dann würde ich mich trauen. Bestimmt! Auf der anderen Seite. Warum habe ich solche Gedanken? Warum schreibe ich das? Ist doch völlig egal, was der Mann anzieht. Ich interessiere mich doch nur für die exzellente Bearbeitung der Saiten seiner vielen Gitarren. So lange er das ehrlich, live und ohne doppelten Boden macht, kann er doch machen, was er will. Oder anziehen, was er will? Die Erklärung für diesen recht bescheuerten Gedanken ist recht einfach: Immer dann, wenn man jemanden besonders gerne mag, möchte man ihn (in der Regel ungefragt) verbessern. Das kennt jeder. Zumindest jeder der in einer seriösen Beziehung lebt. Das Gegenteil ist Gleichgültigkeit – weil einem der/die andere völlig egal ist. Herr Rothery ist mir nicht egal.

Mark Kelly

Mark Kelly hingegen wie immer sehr souverän als Herrscher über allem, hier und da mal ein Lächeln wenn der Herr Sänger mit mäßigem Erfolg das Publikum versucht zu beruhigen. Sein Keyboard-Solo von THIS STRANGE ENGINE: Einmalig! Die Geräusche und Klangeffekte von GAZA bringen einen an einen Ort, an dem man dann lieber doch nicht sein möchte.

Die drei schmerzlos eingestreuten (ich nenne sie mal) alten Schlager NO ONE CAN, BEAUTIFUL und COVER MY EYES muss ich geduldig hin nehmen – frage mich dabei allerdings, wie so was mit GAZA oder QUARTZ zusammen geht. So ist das wohl, wenn man 18 Platten erfunden hat und 1.200 anwesende Geschmäcker auf einmal befriedigen will, oder muss, oder sogar KANN?!

SEASONS END und THE PARTY sehr gut ausgesucht!

Und ganz zum Schluss einer aus der Mottenkiste. GARDEN PARTY. Da bin ich mir ja nicht so sicher, ob das wirklich schlau ist. Der Herr Sänger mag das Asbach-Uralt Lied offenbar nicht – jedenfalls kann er immer noch nicht den ganzen, vom damaligen MARILLION Sänger ausgedachten Text. Warum also wird hier und jetzt dieser sehr schwungvolle Klassiker als Rausschmeißer gespielt? Könnte sein, das Herr Rothery da Meinungsbildend tätig war. Denn eben jener spielt dieses Stück ja auch im zweiten Teil seiner STEVE ROTHERY BAND (SRB) Tour (im übrigen mit dem o.g. Riccardo Romano am Keyboard) und weiß aus eigener Anschauung, das das Publikum dabei regelrecht ausflippt. Doch es gibt zwei gewaltige Unterschiede zum hier und jetzt: Zum einen kann der (Cover-)Sänger der SRB, Martin Jakubski, den Text sehr, sehr gut und weiß auch durchaus ihn zu präsentieren. Zum anderen spielt SRB im unmittelbaren Anschluss, nahtlos an GARDEN PARTY das noch etwas ältere MARKET SQUERE HEREO und erlegt damit das nun vollständig ausrastende Publikum vollends – man ist wirklich froh´ wenn es dann vorbei ist. Weil man körperlich nicht mehr kann! Stimme, Muskeln, Arme, Beine – alles kaputt, ausgelaugt, erschöpft. Also bei SRB. Nicht im hier & jetzt.

OK, die sitzende Tätigkeit als enthusiastisches Publikum (teils in Abendgarderobe) in einer 1.500 Menschen fassende Halle ist offenbar etwas völlig anderes, als die paar hundert stehenden Kerle im KNUST.

Aber das muss ja auch so sein. Denn MARILLION als außerordentlich gut zusammenspielendes Rockkollektiv ist weit MEHR als alle Solo-Ausflüge einzelner Künstler, die ihr Repertoire mit ollen Kamellen aufpeppen wollen. Müssen?

Peter.

Offener Brief an das Management

[offener Brief von Pierre Piton an sein Management, dessen genauer Aufenthaltsort seit Jahren eigentlich unbekannt ist]

 Liebes Pierre Piton Management,

lieber Don King,

diese ewige Abwesenheit nervt langsam!

Nie ist das Management da, wenn man es braucht. Habe vor, mein Programm zu ändern. In Zeiten von #metoo erscheint mir „Ich war 17 und sie 31“ (Besser bekannt unter „Und es war Sommer„) nicht mehr angemessen – ja, sogar gefährlich für meine weitere Karriere! Also müsste wohl ein neues Stück einstudiert werden und mein Management, welches unvergleichbar in Personalunion unternehmerische Fähigkeiten mit der Nachahmung markanter elektrischer Gitarren („diudiudiuuuuuu!“) vereint, weilt, wie immer, in weiter Ferne.

Don King auf der Flucht an Bord der Luxus-Segelyacht BELLA

 

Es ist zum verzweifeln!

Allein, auf mich gestellt, habe ich mich nun ohne Rücksprache für einen alten Vicky Leandros Titel entschieden – „Ich liebe das Leben!„. Scheint mir sehr angesagt sein zu können! Zum einen reflektiert es im verborgenen das inzwischen völlig zerrüttete Verhältnis zwischen mir, Pierre Pition, und meinem in der Ferne weilenden Manager Don King. Zum anderen, für die weniger informierten Kenner der wahren Verhältnisse in der deutschen Schlagerbranche, enthält der Text einige weise und kluge Aussagen die unser zukünftiges Publikum, die so genannten Best-Ager 50+, doch wohl alle nachfühlen können:

1) Was kann mir schon geschehen?

2) Man stirbt nicht gleich daran!

3) Die Welt ist schön!

4) Glaub mir, ich liebe das Leben!

Es ist mir absolut unverständlich, wie meinem Management eine solche Perle des deutschsprachigen Liedguts durch die Lappen gehen konnte. Immerhin wurde das Lied bereits 1975 veröffentlicht!

Ich schlage vor, das wir bei diesem nun von mir (!) wieder entdeckten Meisterwerk auf den Einsatz der sowieso immer viel zu dominanten Managementgitarre verzichten und statt dessen einen kraftvollen Managementchor einbauen. Wie das hochverehrte, sich in der karibischen Sonne wälzende Management am Ende des Liedtextes in Zeile (34) selbst nachlesen kann (falls Don King die Sonnebrille mal von der Nase nimmt):

Ich zitiere:

„La, La La La La La, La, La La La La La“

Diese Zeile erscheint mir sehr geeignet, dem beschränkt künstlerisch fähigen Management zu genügen.

Lieber Don King, ich hoffe sehr, ich überfordere damit Deine Stimmbänder und überschreite jegliche Grenzen mit dieser anspruchsvollen Textzeile aus fremder Feder Deines von der karibischen Sonne eingedampften und von Kubanischen Rum vernebelten Kleinhirnes!

Jetzt werde ich doch richtig wütend.

Jawohl. Ja. Jetzt!

Oh, mein geliebter Don, komm doch bitte einfach zurück!

Mach es so, das es wieder wie früher wird!

Ohne Dich werde ich wieder versagen.

Ohne Dich wird das Publikum gar nicht erst kommen – und die drei, die vielleicht doch kommen, die werden weg laufen!

Wenn Du bei der Premiere dabei wärst, könntest Du bis zu Deinem Einsatz das Publikum vielleicht einfach fest halten?

Aber ach, was kann mir schon geschehen?

Glaube mir, ich liebe das Leben!

Dein Pierre Pitron.

P.S.: Die von Dir ins Gespräch gebrachte Bankverbindung ist ungültig. Als wir gemeinsam das Konto seinerzeit im Jahre des Herren 2013 bei der einzigen Bank der TOBAGO CAYS an Bord der BELLA eingerichtet haben, hast Du offensichtlich im Kleingedruckten übersehen, das ein monatlicher Zahlungseingang von mindestens einem karibischen Dollar erwartet wurde. Die freundliche Dame der Bank hat Dich extra darauf hingewiesen. Ihren Namen habe ich nach all den Jahren zwar vergessen, aber ich bin sicher, er fing mit „U“ an. Ich weiß zwar bis heute nicht, wo Du, mein lieber Don, die Unsummen an Schwarzgeld gebunkert hast, die ich Dir täglich aus meinen Einnahmen als Boatboy ausgehändigt habe. Vielleicht hast Du es ja auch selbst schon vergessen? Für den Fall das Du in Kürze in PANAMA vorbei kommst: Frage dort doch mal nach – eigentlich liegt da immer Geld rum!

============ SCHNIP / SCHNAP ==============
Vicky Leandros: Ich liebe das Leben
Text&Musik: Leo Leandros, Klaus Murno

(01) Dein Koffer wartet schon im Flur
(02) Du Iässt mich allein
(03) Wir sehen uns an und fühlen nur
(04) Es muß wohl so sein
(05) Noch stehst du zögernd in der Tür und fragst
(06) Was wird aus Dir?

(07) Nein
(08) Sorge dich nicht um mich
(09) Du weißt
(10) Ich liebe das Leben
(11) Und weine ich manchmal noch um Dich
(12) Das geht vorüber sicherlich
(13) Was kann mir schon geschehen?
(14) Glaube mir
(15) Ich liebe das Leben.
(16) Das Karussell wird sich weiter drehen
(17) Auch wenn wir auseinander gehen
(18) Mag sein
(19) Dass man sich selber oft viel zu wichtig nimmt
(20) Verzweifelt auf ein Feuer hofft
(21) Wo es nur noch glimmt
(22) Wenn so was auch sehr weh tun kann
(23) Man stirbt nicht gleich daran.

(24) Was kann mir schon geschehen?
(25) Glaub mir: Ich liebe das Leben
(26) Das Karussell wird sich weiter drehen
(27) Auch wenn wir auseinander gehen.

(28) Vielleicht gefällt es mir
(29) Wieder frei zu sein
(30) Vielleicht verliebe ich mich aufs neu
(31) Man wird ja sehen
(32) Die Welt ist schön
(33) Wie es kommt ist einerlei

(34) La La La…La, La, Laaaa, La
(35) Du weißt ich liebe das Leben.
(34) La La La…La, La, Laaaa, La

(35) Ich frage dich:
(36) Was kann mir schon geschehen?
(37) Glaub mir ich liebe das Leben
(38) Das Karussell wird sich weiter drehen
(39) Auch wenn wir auseinander gehen
(40) Auch wenn wir auseinander gehen

(41) Du weißt ich liebe das Leben!
============ SCHNIP / SCHNAP ==============

Marillion – schon wieder!

Ja ja, ich weiß. Schon wieder was über MARILLION.

Und wirklich: Diese Seite soll nicht zu einem MARILLION Fan-Blog verkommen – dafür gibt es schließlich den Blog des Deutschen MARILLION Fanclubs „THE WEB GERMANY„.

Also keine überflüssige MARILLION-Lobhudelei hier. Versprochen.

Nur hier kurz die hoch emotionale Nachricht, das das jetzt schon legendäre MARILLION Konzert in der ROYAL ALBERT HALL zu London am 6. April 2018 auf Blu-Ray, DVD und CD veröffentlicht wird. Und weil MARILLION echte (im positivsten Sinne) Selbstvermarktungsprofis sind, haben sie vorab auf YOUTUBE zwei Videos veröffentlicht, um die gerade angelaufene  Vorbestellungs-Kampagne zu unterstützen:

THE SPACE – Erste Veröffentlichung auf der LP SEAONS END im Jahre 1989. Kopfrechnen. Neunundzwanzig Jahre ist das her. Das Video zeigt die grandiose Live-Aufführung vom 13. Oktober 2017 in der ROYAL ALBERT HALL. Mit THE SPACE wurde an diesem unvergesslichen Abend der zweite Teil des Konzerts eröffnet.

BEHIND THE SCENES – Kurzer Clip über die Vorgeschichte des Konzerts in der ROYAL ALBERT HALL. Mit einigen (kurzen!) Ausschnitten aus den anderen Stücken. Wenn das mal nicht Appetit macht! 30 Jahre musikalische Weiterentwicklung. Kein Stillstand.  Faszinierender denn je.  Wer ganz genau hin sieht, der erkennt bei Minute 3:04 ganz Rechts unten im Bild einen Kerl mit Mütze… 😉

Oh, wie ich mich auf den 6. April 2018 freue! Heidi nicht so. Sie ist skeptisch. Denn sie ahnt:

ES WIRD LAUT!

ES WIRD SEHR LAUT!

ES WIRD SEHR, SEHR LAUT!

Peter.

P.S.: MARILLION kann man also ab dem 6. April 2018 in offenbar erstklassiger Qualität (Bild & Sound) quasi live auf dem Sofa erleben. Wem das gefällt, der kann MARILLION Ende November / Anfang Dezember 2018 in Frankfurt, Essen, Berlin, Erfurt, Bremen, Hamburg, Stuttgart oder Wien richtig und in echt live erleben. Die Karten für Hamburg, am 2.Dezember 2018 haben wir natürlich schon 😉

Steve Rothery Band 2018

Eines der tollsten (besser: Erschöpfensten!) Konzerte 2017 war sicherlich das der STEVE ROTHERY BAND Anfang Januar in Hamburg. Als dann Ende des Jahres 2017 die Ankündigung kam, er würde mit einem sehr ähnlichem Set und gleicher Besetzung im März 2018 wieder nach Hamburg kommen, waren die Karten schnell gekauft und die Vorfreude hielt sich ganz anständig über den Winter.

Gitarre: Steve Rothery

Während mich im Jahr zuvor DAVE FOSTER als Vorgruppe nicht wirklich in seinen Bann sog, war ich in diesem Jahr von STIJN GRUL sehr begeistert. Somit fing der Abend am 7. März 2018 im Hamburger KNUST schon mal sehr gut an!

Gitarre: Dave Foster

Nach einem schnellen Bühnenumbau kam dann der Meister aller Gitarren auf die Bühne und spielte einige Songs seines letzten Solo-Albums THE GHOSTS OF PRIPYAT. STEVE ROTHERY ist (zumindest auf der Bühne) kein Mann vieler Worte und so wurde nicht viel herum geredet, sondern kraftvoll musiziert. Und live sind die Instrumental-Titel um einiges Besser, als die super sauber abgemischten Studio Versionen.

Bass: Yatim Halimi

Einmal mehr war ich beeindruckt, mit welcher Präzision STEVRE ROTHERY und der zweite Gitarrist auf der Bühne, DAVE FOSTER, synchron spielen können. Für einen nicht-Musiker ist das pure Magie!
Besonders möchte ich an dieser Stelle auch den Schlagzeuger LEON PARR erwähnen. Sitzt da hinten irgendwo fast unsichtbar, haut wie wild auf die Trommlen und sorgt so für den extrem druckvollen Sound. Spitzenklasse!

Keyboards: Riccardo Romano

Nach einer kurzen Pause kommt MARTIN JAKUBSKI zusätzlich die Bühne – denn nun werden alte MARILLION Songs gespielt und deren Darbietung benötigt natürlich einen echten Sänger. Und wie schon 2017 geht das Publikum nun richtig ab.

Vocals: Martin Jakubski

Es entbehrt nicht einer gewissen Tragik, das der ursprüngliche MARILLION Sänger FISH nach vier Platten das Weite suchte, die Musik von MARILLION über die Jahre deutlich anders wurde und sich so in meinen Augen sehr positiv weiter entwickeln konnte. Da passen die alten Songs einfach nicht mehr in ein MARILLION Konzert. STEVE ROTHERY scheint diese Tragik in der MARILLION Bandgeschichte erkannt zu haben und befriedigt dieses unausgesprochene Verlangen nach Altem im Rahmen seiner Solo-Auftritte.

Steve Rothery Band

Elegante Lösung…

…wäre es nur nicht so, das diese alten MARILLION Songs heute einen unglaublichen Wums haben! Wenn ganz am Ende des Konzerts die MARILLION Debüt Singel MARKET SQUERE HERO aus dem Jahr 1984 den Saal 34 Jahre später vollständig zum kochen bringt und man selbst trotz völliger Erschöpfung noch kräftig mit zappelt, dann fragt man sich unwillkürlich, wie das wohl in den nächsten Jahren noch weiter gehen soll?

Nehmen denn diese Musiker niemals Rücksicht auf das willig zappelnde, aber gnadenlos älter werdende Publikum?

Doch, doch, manche Musiker ahnen scheinbar etwas!

So ist zum Beispiel das MARILION Konzert am 2. Dezember 2018 im Hamburger Mehr! Theater wieder bestuhlt. Das mit Sicherheit begeisterte Publikum wird also bequem im sitzen zappeln können.

Steve Rothery Band

Doch das war Herrn ROTHERY am letzten Mittwoch Abend offenbar völlig egal. Schließlich hätte ja jeder Besucher wissen können, worauf er sich einlässt. Also jedenfalls die Besucher, die 2017 auch schon da waren.

Und genau deshalb war ich ja schließlich auch wieder da! 😉

Peter.

Stijn Grul

Normalerweise sind Vorgruppen grausam

Normalerweise könnte man später kommen und sich die Vorband sparen.

Normalerweise ärgere ich mich über die nie zum Top-Act passende Darbietung.

Aber was ist schon normal?

Erst einmal, lange her, wurde ich überrascht: In Köln spielte als Support-Act für MARILLION die Hamburger Band SYLVAN. Na toll, da musst du aus Hamburg nach Köln fahren, um eine Gruppe vor der Haustür kennen zu lernen. Dachte ich damals.

Stijn Grul

Gesang & Gitarre: Stijn Grul

Nun, jetzt muss ich also nach Utrecht. Also müsste. Theoretisch. Denn praktischer Weise habe ich STIJN GRUL aus Uetrecht in den Niederlanden vorgestern Abend in Hamburg erleben dürfen. Als Vorgruppe der STEVE ROTHERY BAND.

Schlagzeug: Auke de Vries

Und was soll ich sagen? Sehr, sehr positiv überrascht von dem jungen Herrn STIJN GRUL und seiner famosen Begleitung. Top-Musiker, sieben an der Zahl, standen da auf der engen KNUST Bühne. Zweimal Gitarre, Bass, Keyboards, Schlagzeug und – sehr cool – Saxofon und Trompete. Das ergibt zusammen einen coolen groove Sound, er weit weg vom Mainstream ist – dafür aber um so mehr in die Beine geht.

Gitarre: Jona Pattipeilohy

Natürlich im Nachgang die offizielle STIJN GRUL EP „ROSES“ am Stand gekauft und auf der Heimfahrt direkt im Auto gehört – und auch das gehört zur Wahrheit – etwas enttäuscht. Ja, das ist die gleiche Musik wie die zuvor gehörte, aber irgendwie anders. Vermutlich hat STIJN GRUL auf der Bühne neuers Material gespielt (?) – und das auch viel kraftvoller, viel spielfreudiger und vor allem viel begeisternder.

Trompete: Rik Hagt
Bass: Nikki Alexander
Saxophon: Michiel Lugt (?)

Also denn: Wer die Gelegenheit hat, STIJN GRUL live zu sehen – klarer Fall von hin gehen!

Keyboards & Gesang: Sophia Vernikov

Als junge Band braucht man heutzutage offenbar keine eigene aktuelle Website mehr – alles findet offenbar hier auf FACEBOOK statt. Oder auch auf YOUTUBE. Da gibt es ein paar Videos der jungen Niederländer. Hier eines zum Einstieg:

Mit der Besetzung bin ich mir nicht sicher – jedenfalls glaube ich, das im KNUST zumindest ein anderer Mensch am Saxophon war (?):

Stijn Grul (vocals, guitar), Sophia Vernikov (keys, vocals), Auke de Vries (drums, marimba, percussion), Jona Pattipeilohy (guitar), Nikki Alexander (bass), Rik Hagt (trumpet), Michiel Lugt (saxophone)

Peter.

Winter – bis heute

Mit dem Titel ist nicht etwa gemeint, das der Winter nun vorüber sei. Nein, ist er nicht. Heute Morgen 2°C Außentemperatur. Das ist noch Winter. Ohne Zweifel.

Echter Schnee im Winter 2017/2018 in Elmshorn

Nein, mit dem Titel ist eine kleine Rückschau auf die bisher in diesem Winter gemachten Bilder gemeint. Ich fotografiere ja wirklich gerne und mache auch danach was mit den Fotos (z.B. unseren Fotofilm „Sailors Arrive!„), aber diese trüb-graue, diese nahezu farblose Außenwelt im norddeutschen Winterhalbjahr macht es mir wirklich schwer. Wie liebe ich doch den blauen Himmel, den Gold glänzenden Sandstrand am frühen Abend oder das satte Urwaldgrün.

Kleine Sturmflut an der Elbe in Glückstadt

Aber es hilft kein Klagen, man (wir, ich!) leben im hier und jetzt, also, stell Dich nicht so an, mach´ das Beste daraus und drücke auf den Auslöser!

Waghalsige Fahrgäste auf dem Hamburger Winterdoom

So geschehen in Glückstadt bei einer kleinen Sturmflut, auf dem Hamburger Winterdom, in Sankt Peter Ording am Strand, im Elmshorner Moor mit echtem (!) Schnee und im Duisburger Stahlwerk.

Vier Aliens am Strand von Sankt Peter Ording

20 Fotos als kleine Auswahl der letzten Monate.

Die Bilder wurden alle mit der neuen, ursprünglich nur für Musik-Konzerte gekauften, „CANON G5X“ Kamera fotografiert. Nicht, weil das Teil so handlich ist, sondern wegen dem sehr lichtstarken Objektiv. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich dieses zarte Gerätchen wirklich immer mit in die Außenwelt nehmen sollte. Sehr skeptisch macht mich dieses fest eingebaute Objektiv, das immer ein- und ausfährt. Könnte mit vorstellen, das ein bisschen Regen hier, ein wenig (ganz wenig!) Sand dort dazu führt, das das mal nicht mehr so funktioniert, wie es soll. Da ist es in einem Konzertsaal doch deutlich geschützter. Obwohl, da fliegt ja manchmal auch Bier durch die Luft.

Museums-Stahlwerk in Duisburg

Derweil konkretisieren sich die diesjährigen Segelpläne. Am 3. April 2018 geht unser Boot STORMVOGEL wieder ins Wasser. Dann warten wir auf den Sommer. Der war ja, bei genauerer Überlegung, letztes Jahr im April (hier der Beweis!). Da saßen wir jedenfalls im T-Shirt im Garten, bei knallendem Sonnenschein und haben die demontierten Edelstahlteile des STORMVOGELS poliert. In diesem Jahr ist das Boot viel früher einsatzbereit und wir wollen bereit sein! Bereit, für die diesjährige Sommerwoche! Wann immer sie kommen möge.

Riesenrad auf dem Hamburger Doom

Großer Wunsch 2018: Wenigstens an einem Tag im T-Shirt segeln können!

Soviel ist sicher: In den nächsten Monaten wird die Farbe in der Außenwelt wieder zurück kommen und, wenn ich noch aufmerksamer durch die Gegend irre, es werden sich neue, viel farbenfrohere Bilder ergeben. Zwangsläufig. Ich muss nur darauf warten. Können.

Peter.

Weihnachten 2017

Der größte und schönste aller Weihnachtsbäume steht im Haus.

[FAKE NEWS!
Richtig: Der größte Baum, der in dieses Haus passt. Der Transport auf dem Autodach war eine echte Herausforderung – insbesondere das Entladen am Zielort. Ganz schön schwer, so ein großer, schöner, nasser Weihnachtsbaum. Und wohl auch eine Nummer zu groß für unseren Tannenbaumständer. Trotz Windstille und Abwesenheit von Dünung im Haus bedrohliche Neigungen. Konstruktionslatten, Spax-Schrauben und Akkuschrauber verhindern aktuelle und zukünftige Haltungsprobleme.]

An Heiligabend hatten wir die meisten, schönsten und weisesten Schneeflocken seit Menschengedenken im Garten.

[FAKE NEWS!
Richtig: Viel Wind, widerlicher Nieselregen und das bekannte Einheitsgrau, das im Winterhalbjahr in diesen unseren Breiten Tageslicht genannt wird.]

Jetzt, am zweiten Weihnachtstag scheint den ganzen Tag über die Sonne.

[FAKE NEWS!
Richtig: Die 500.000tausendste Regenfront in diesem Jahr ist gerade mit viel Wind durchgekommen und auf der Rückseite der Front fehlen nun tatsächlich die Wolken. Wie konnte das passieren? Wer ist dafür verantwortlich? Wieder mal typisch – keiner will es gewesen sein!]

Wir haben tolle Pläne für 2018 geschmiedet und freuen uns sehr darauf!

[FAKE NEWS!
Richtig: So planlos wie jetzt waren wir schon seit Jahren nicht mehr.]

Viele weihnachtlichen Grüße, wo immer ihr hoch geschätzten Leser auch immer gerade seid…

Peter.

Artikel auf blauwasser.de

Das Internetmagazin für Langfahrtsegler blauwasser.de hat gestern meinen Artikel über den Yachttransport des STORMVOGELS aus THAILAND / PHUKET in die TÜRKEI / FETHIYE veröffentlicht.

Vielen Dank an Sönke Röver von blauwasser.de für die Veröffentlichung und Textbegradigung!

Für diejenigen, die das Thema noch weiter verfolgen wollen: Auf der PARIMARE Seite kann man im Bereich Download meinen HANSEBOOT Vortrag „Die Abkürzung der Barfußroute – Yachttransport per Seeschiff“ ergänzend zum blauwasser.de Artikel herunter laden.

Und wo wir gerade noch mal bei der HANSEBOOT sind – auf PARIAMRE gibt es im Blog Bilder von der Messe und auch Bilder von Heidi´s Ausflug nach Berlin, zur Botschaft der Repubik Indonesien in Deutschland.

Peter.