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Zugspitze

Wenn junge Segelpaare Hochzeit feiern, dann entweder auf hoher See oder auf hohen Bergen.

Blühende Lünebruger Heide

In jedem Fall HOCH muss es sein.

Blühende Lünebruger Heide

Und wenn Familie und Freunde dabei sein sollen, scheidet die hohe See relativ schnell aus. Bleiben also die hohen Berge. Gibt es in Deutschland ja auch nicht so besonders viele. Mit knapp dreitausend Metern ist die ZUGSPITZE schon mal erste Wahl. Fehlt noch ein wenig fremdländischer Charme, eine Alm, ein Traktor, Sonne und die bestimmte Abwesenheit von Schnee.

GAMSALM
Porsche Hochzeitstraktor aus den 1960igern. Einzylinder, irgendwas mit 15 PS oder so. Aber Porsche.
Bestes Hochzeitswetter: Sonne, kein Schnee

Die GAMSALM in EHRWALD in ÖSTERREICH erfüllt all diese Kriterien und so waren wir eingeladen dort dabei zu sein. Was lag also näher als bei bestem Wetter ein paar Tage früher als nötig los zu fahren und endlich mal einen Tag in der blühenden LÜNEBURGER HEIDE zu verbringen, Freunde in MANNHEIM zu besuchen und nach vier Reisetagen in ÖSTERREICH anzukommen? Mal richtig ordentlich Hochzeit feiern, fesch in Dirndl und Lederhose. Von C&A, nur nicht übertreiben.

Blick vom Campingplatz des Zuspitzresort auf eben jene…

Auf dem Rückweg bei Segelfreunden in HEIDELBERG Station gemacht – die sind quasi auch frisch verheiratet. Seit 50 Jahren.

Berg vor Berg

Was mich zum Thema „Ziele muss man haben“ bringt. In jedem Alter, in jedem Ehejahr. Klar, die letzten 18 Jahre wollen Heidi und ich auch noch schaffen. Wäre doch gelacht! Doch da endet die Einigkeit. Denn (so muss ich hier erklären) zu vorgerückter Hochzeitsstunde kam mir der Gedanke, dass wir im Jahre 2025 doch eigentlich eine Zugspitz-Erstbesteigung in Angriff nehmen könnten. Ziele muss man haben! Einige der Hochzeitsgäste bestärken mich spontan in diesem Vorhaben, die Frau, als sie davon hört, hält mich für betrunken.

Bergwanderer auf dem Weg zum Gipfel der Zugspitze
Bergwanderer auf dem Weg zum Gipfel der Zugspitze
Bergwanderer auf dem Weg zum Gipfel der Zugspitze

Na ja, angetrunken vielleicht. Wie es sich für eine Hochzeit gehört. Aber mehr nicht. Betrunken – auf keinen Fall! Wieso müssen Menschen auf eine einmal geäußerte Idee immer als erstes Nein sagen? Hallo? Ich meine, 2025 ist doch echt noch ein kleines Weilchen. Genug Zeit um fit und vor allem Bergerfahren zu werden. Immer mal wieder ein wenig üben und dann im Juli 2025 das Basislager wie jetzt auch im grandiosen ZUGSPITZRESORT aufschlagen und auf Wetter warten. Ah, da haben wir es ja wieder: Auf Wetter warten! Das beherrschen wir als Schönwetter-Segler perfekt. 

Bergwanderer in der Warteschlange kurz vor dem Gipfelkreuz
Gedränge am Gipfelkreuz der Zugspitze

Der Bräutigam, Schelm der er ist, will mir (ganz modern!) einen Deal aufschwatzen: Wenn ich das wirklich schaffen würde, fährt er ein umfangreiches BBQ nach meiner Rückkehr am Fuße des Berges auf. Durchaus sehr verlockend. Aber wieso müssen Menschen immer erst mal Nein sagen, wenn einer eine Idee hat? Ich habe nein gesagt. Kein Druck. Kein Zwang. Und meine designierte Bergwanderpartnerin muss ich ja auch noch erst überzeugen.

Seilbahn
Die deutsche Bergstation

Ich sage es ja: Ziele muss man haben!

Peter.

WC des Campingplatzes ZUGSPITZRESORT
Private Badezimmer des Campingplatzes ZUGSPITZRESORT
Kommt ´ne Wolke angeflogen, kannste nix mehr sehen…

DwygyfylchI

Es gibt Namen, die kann man als normaler Deutscher einfach nicht aussprechen. Selbst wenn man sich bemüht. Die hier eingeborenen Waliser bringen natürlich ihre Ortsnamen flüssig über ihre Lippen und lächeln milde, wenn die Touristen vom Kontinent beim Nachsprechen sich die Zunge brechen.

Das ist ja sowieso so ein Ding hier: Alles zweisprachig. Englisch und Walisisch. Wenn das mit dem vorgeblichen Schutz von Minderheiten so weiter geht, dann haben wir wieder prima Zeiten, hier in Europa. So sehr ich auch Tradition und Lokalpatriotismus schätze – im öffentlichen Leben brauchen wir mehr Gemeinsamkeit und erst Recht eine gemeinsame Sprache und nicht unendlich kleinteilige Parzellen.

Nun, eigentlich wollten wir gar nicht nach DWYGYFYLCHI, sondern aufs Land nach ROWEN. Kommen auf dem ehemaligen Landgut am Freitagnachmittag an, alles leer. Aber alles gebucht. Kein Platz für uns. So werden wir zu einem befreundeten FARM CAMPINGPLATZ vermittelt. Eigentlich OK, hätte sich unser Navi nur nicht in den Kopf gesetzt, den kürzesten, vor allem aber auch die kleinsten Straßen dorthin für uns auszuwählen. Oh je, was hier alles als Straße durchgeht!

Endlich angekommen bekommen wir auch einen Platz, auf einer stark abschüssigen nassen Wiese am Berghang. Kein Problem für unsere Riesenreifen (GRABBER AT3, 255 R18 auf ORC Felgen). Aber für unsere Reifenkeile. Die sind zu klein und so stehen wir doch etwas gewöhnungsbedürftig schief.

Der obligatorische Spaziergang am nächsten Tag führt uns über die Berge (…sind das schon Berge oder noch Hügel?) nach CONWY. Wir finden zunächst den Weg nicht und werden freundlicher Weise kurzerhand von einer Gruppe eingeborener Wanderer adoptiert und Anfangs auf den rechten Weg gebracht. Das Wetter ist lausig. Auf den Bergen stürmt es, es ist kalt und doch sind wir begeistert!

Raue Natur, grandioser Ausblick und das Gefühl, mal wieder auf dem Gipfel angekommen zu sein.

CONWY selbst, na ja. Überlaufen von Touristen wie uns. Wir strolchen ein wenig in der Stadt herum und nehmen später den Bus zurück. Denn nochmal schaffen wir die Tour nicht. Nicht an einem Tag.

Peter.

Leserbrief

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

vielen Dank für die verbalen Beruhigungstropfen!

Doch mit zunehmender Lebenserfahrung weiß ein jeder: Wenn lächelnde Amtsinhaber öffentlich versuchen Bürger zu beruhigen, dann ist Gefahr im Verzug. Nun, Panik, wie es die Schlagzeile der Elmshorner Nachrichten am vergangenen Samstag ausdrückte, wird in dieser unserer supernormalen Stadt nicht gleich ausbrechen. Auch nicht, wenn mit Döllinghareico schon wieder ein Unternehmen seine Pforten in Elmshorn schließt.

Supernormal, das bedeutet schließlich in diesen Zeiten ja auch eine gewisse allgemeine Gleichgültigkeit gegenüber anderen, solange es einem selbst gut geht.

Doch so langsam entwickelt sich bei mir so eine Art Unbehagen gegenüber den Lenkern unserer Stadt, denen Sie seit immerhin schon zehn Jahren in verschiedenen Positionen vorstehen. Jeder Bürger Elmshorns mag in diesem Tagen sicherlich seine eigenen Vorstellungen entwickeln, aber mein persönlicher Eindruck nach täglichem Zeitungsstudium ist folgender: Auf der einen Seite werden einfache (Standort)Konflikte mit Traditionsunternehmen wie zum Beispiel Wiebold oder (abgeschwächter) Nordsport in aller Hässlichkeit öffentlich ausgetragen, auf der anderen Seite werden wichtige Infrastrukturprojekte wie zum Beispiel der so genannte Stadtumbau zu einer offenkundig unlösbaren Jahrhundertaufgabe stilisiert.

Ich gebe zu, ich bin nur einer von diesen Zugezogenen. Vor erst 29 Jahren zog es mich nach Elmshorn – wegen eines neuen Arbeitsplatzes. Natürlich in Hamburg, nicht in Elmshorn. Doch ist es wirklich supernormal, dass die Elmshorner Bronx seit 29 Jahren (!!!) unverändert die Filmkulisse für einen Endzeitfilm liefert? Im Herzen der sechs größten Stadt Schleswig Holsteins? In einer Stadt mit immer noch reichlich erfolgreichen Unternehmen, deren Erfolg und wirklich nur deren Arbeit Ergebnis die so wichtigen Gewerbesteuereinnahmen dieser unserer Stadt üppig liefern?

Nun war ich einigermaßen über die aktuelle Geschichte des zweiten Stadtrats erstaunt. Ausgerechnet ein zugezogener soll in einer neu geschaffenen Position den sogenannten Stadtumbau erfolgreich vorantreiben, den die alteingesessenen Verantwortlichen so grandios im Zustand des Stillstands halten? Anfangs wirklich ein geschickter Schachzug: Delegierte Unverantwortlichkeit für das Jahrhundertprojekt zur Abdämpfung des eigenen Unvermögens, im Konsens gedacht, nun aber mit einem katastrophalen Wahlergebnis von 20 zu 19 Stimmen. Mit welcher Autorität soll der frisch gewählte gepflegte Konflikte, verkrustete Strukturen oder gar Engstirnigkeit denn nun auflösen? Mit welcher Autorität kann er nun begeistern, motivieren und führen?

Ich würde noch nicht von Panik sprechen, doch aus Unbehagen entwickelt sich Unzufriedenheit und irgendwann vermutlich auch mal Panik. Panik darüber, dass ich meinen Lebensabend in einer Stadt des Stillstands verbringen werde. Denn das weiß doch wirklich jeder: Stillstand ist der Tot.

Viele Grüße aus Hainholz,

Peter Wiedekamm.

P.S.: Dieser Leserbrief entstand vor einer Woche. Unsere Lokalzeitung (ELMSHORNER NACHRICHTEN (EN)) berichtete erneut über die Schließung eines lokalen Unternehmens. Ein paar Tage zuvor über den neuen zweiten Stadtrat. Kann man (wenn man Lust hat) alles mal GOOGELN. Die EN hat den Leserbrief bisher nicht veröffentlicht – die sind generell sehr sparsam mit der Lesermeinung 😉

Da nehme ich ihn halt selbst in meinen Blog – den Text finde ich doch recht gut gelungen…

In Gedenken: UTOYA

Den Massenmord von UTOYA am 22. Juli 2011 haben wir damals bewusst in den Nachrichten zur Kenntnis nehmen müssen. Das weiß ich noch genau. Wir waren ein paar Tage zuvor mit dem Vereinsboot in STOCKHOLM und hatten den Crewechsel in NYKÖPING für diesen Freitag, den 22. Juli 2011 vereinbart. Am Tag darauf sind wir zurück nach Hause geflogen. Radio, Fernsehen und die Zeitung überschlugen sich in der Berichterstattung. Eine Zeit lang. Wie immer. Aber wir hatten keinen Bezug, spürten keine persönliche Betroffenheit. In NORWEGEN waren wir noch nie. NORWEGEN war für uns ein fernes Land. Gedanklich genau so weit weg wie die USA, CHINA oder die MARQUESAS, obwohl wir gerade selbst in SCHWEDEN gleich um die Ecke waren.

Gegenüber die kleine Insel UTOYA

Nun ja, 2011 war vielleicht auch bei uns selbst einfach nur ein sehr schwieriges Jahr und zumindest meine Aufnahmefähigkeit für das Leid anderer war doch recht begrenzt.

Ein Jahr später, im Sommer 2012 trafen wir in CUXHAVEN zu Beginn unseres Projekts Lange Reise die Segelyacht ODA aus NORWEGEN. Ein freundliches Hallo, kurzer Schnack am Steg, Woher, Wohin? Unverbindlich, nicht tiefer gehend. Obwohl wir fast eine Woche am Steg fest lagen, da das Wetter ein Verlassen der ELBE Richtung Westen unmöglich machte.

Elisabeth und Per an Bord der ODA trafen wir gut 10 Monate später in PANAMA wieder – aber auch hier wieder nur eher flüchtig. Erst anderthalb Jahre nach unserem ersten Aufeinandertreffen entwickelte sich in NEUSEELAND eine Freundschaft. Kennenlernen bei Sundownern und gemeinsamen Einkaufstouren für die Anstehende Reise nach VANUATU und später quer durch INDONESIEN.
Wenn man gemeinsame Ziele hat, wenn man viel Zeit miteinander verbringt und sich sogar ein wenig leiden mag, dann lernt man sich kennen. Man lernt sich gut kennen. Und auf einmal werden Ereignisse miteinander verknüpft die sonst nur Lose und einzeln nebeneinander her existierten. Denn während wir im Sommer 2011 dabei waren unser Leben zu verändern, bereiteten sich Elisabeth und Per auf dem OSLO Fjord an Bord der ODA auf ihre eigene Lange Reise vor.

Der Tyrifjord ist der fünftgrößte Binnensee in Norwegen

Dann geschah der Massenmord auf UTOYA und sie kehrten noch am Abend in ihr Haus zurück, wohnen sie doch nur 15 Kilometer von der Insel entfernt und arbeiteten damals in der öffentlichen Verwaltung des Landkreises. Wie viele andere wollten die beiden einfach nur helfen. Schlagartig befand sich NORWEGEN am Abend des 22. Juli 2011 im Ausnahmezustand und die gut 5 Millionen Einwohner in Schockstarre. Eigentlich war die räumliche Nähe gar nicht so relevant – denn im Sommercamp auf UTOYA befanden sich Jugendliche aus dem ganzen Land und jeder kannte jemanden, der irgendwie betroffen war.
Zu ihrem großen Glück waren die Familien von Elisabeth und Per nicht direkt persönlich betroffen, doch dieses Glück konnten sie in diesen Tagen, aber auch jetzt, viele Jahre später, gar nicht fassen. Denn Betroffen war ganz Norwegen. Alle Menschen. Einfach alle.

2013 sprachen wir in NEUSEELAND öfters über den Massenmord. Das Ereignis war trotz der großen räumlichen Distanz den beiden noch sehr nah´. Doch wie es so im Leben läuft: Natürlich rutschte dieses schlimme Ereignis und die Erzählungen von Elisabeth und Per mit der Zeit immer weiter im Kopf nach hinten und schließlich in unsere Vergessenheit.
Erst im Februar 2016, als wir das erste Mal Elisabeth und Per in ihrem Haus in der Nähe von OSLO besuchten und mit ihnen im Auto an UTOYA vorbei fuhren, sprachen wir wieder über das Unfassbare. Und wieder wurde uns bewusst, wie schwer die Norweger damals emotional verletzt wurden. Ein solcher Massenmord passt nicht zu NORWEGEN.

2019. Weitere drei Jahre sind vergangen. Mittlerweile gibt es einige Bücher und auch zwei (Kino)Filme über den Massenmord von UTOYA. Und ich weiß wirklich nicht, welcher Teufel uns geritten hat, beide Filme nacheinander an einem Abend bei unserem letzten Besuch in NORWEGEN gemeinsam mit Elisabeth und Per anzusehen. Schon aus Selbstschutz hätten wir das nicht tun sollen – und wollen trotzdem jedem empfehlen, es uns nach zu machen. Zumindest jedem, der sich für Zeitgeschichte, Hass und den um sich greifenden Wahnsinn auf der Welt interessiert.
Dabei ist meines Erachtens die Reihenfolge der beiden Filme entscheidend:

Zunächst sollte man sich den extrem genau rekonstruierten Ablauf des Massenmordes von UTOYA in der Norwegischen Kinoproduktion „UTOYA 22. Juli“ von Erik Poppe ansehen. Der Angriff dauerte 72 Minuten – genau so lange zeigt der Film das Sterben der Jugendlichen auf der Insel. Kein Entkommen möglich. Fast unerträglich, weil man weiß, dass es so passiert ist. Auf AMAZON finden sich tatsächlich 6 Rezensionen, die von „Langatmigkeit“ und „Langeweile“ berichten. OK, das gehört wohl zur freien Meinungsäußerung, aber ich würde die Rezensenten doch eindringlich bitten wollen, ihr Leben als Kanonenfutter in AFGHANISTAN zur Verfügung zu stellen. Ist spannend. Garantiert!

Wie auch immer. Erst im Anschluss daran sollte man dann irgendwie auf NETFLIX den Film „22. Juli“ von Paul Greengrass sehen, um den Zusammenhang, aber auch vor allem die sehr schwierige Aufarbeitung des Massenmordes zu verstehen.

Tja. Und dann saßen wir da recht traurig am späten Abend in einem schönen Haus in NORWEGEN am See TYRIFJORDEN, Luftlinie 8 Kilometer von UTOYA entfernt. Und wie Segler nun mal so sind. Wenn schon, denn schon. Ganz oder gar nicht. Erschöpfend nachhaltig…

…wir sind beileibe keine Katastrophen-Touristen und wir wollen uns auch wirklich nicht am Leid von anderen ergötzen, um uns besser zu fühlen. Aber als Per davon berichtete, wie die Insel nun umgestaltet wurde und wie die Norweger es geschafft haben, trotz dieser unfassbaren Tat weiter zu machen, wollten wir mit einem Male auf die Insel!

Auf UTOYA gibt es zwar offizielle Gedenkstätten, aber UTOYA ist nun mal eine Insel und man kommt da gar nicht so einfach hin. Schon gar nicht im Winter, wenn die Insel nicht bewohnt ist und die Fähre nicht in Betrieb ist. Ein paar Telefonate und die ehrliche Versicherung, das es nicht um die Befriedigung von sensationslüsternen Touristen geht und schon haben wir für den folgenden Nachmittag eine Verabredung mit dem Fährmann, der uns mit dem Boot auf die Insel bringen kann und uns die Neuanlage zeigen und erklären will.

Die Fähre MS Thorbjorn

Mit einem gewissen Selbstzweifel ob diese geplante Besichtigung nun moralisch richtig oder falsch ist, stehen wir am Ufer vor dem Fährkahn und warten auf unseren Führer. Doch als Ragnor erscheint und mit seiner freundlichen Begrüßung die gedrückte Stimmung ein wenig löst, verfliegt auch der letzte Zweifel. Denn unser Interesse kommt wirklich von Herzen und nur so lässt sich Andenken und Gedenken an die Opfer bewahren.
Per hat Ragnor sicher schon am Telefon erzählt, wer wir sind und wie wir uns kennen gelernt haben. Segler. Und so dürfen wir erst mal im Maschinenraum die beiden Dieselaggregate begutachten.

Steuerstand und Maschinenraum werden elektrisch mit Landstrom geheizt und so ist es kuschelig warm an Bord. Man weiß ja nie, wann die Fähre mal gebraucht wird.

Kabel einholen, Leinen los und ab gehts!

Ich versuche zu unterscheiden zwischen dem hier und jetzt und der Vergangenheit. Auf dieser Fähre ist tatsächlich der Mörder am Abend des 22. Juli 2011 feige als Polizist verkleidet zur Insel gefahren.  Er kam aus OSLO, wo er gerade mit einer großen Bombe 8 Menschen getötet hatte. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 560 Menschen auf der Insel. Jugendliche und ein paar Erwachsene. Das Alljährliche Sommercamp der Jugendorganisation der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Norwegens (AUF) fand schon seit den 1950iger Jahren dort statt. Das Camp kann man durchaus wie so was wie eine Kaderschmiede verstehen. Dort wurden und werden junge Menschen an die Politik herangeführt, geschult und trainiert. Ganz klar unter der Flagge der Sozialdemokraten.

Ankunft auf UTOYA

Rumpelnd legt die Fähre an und wir gehen über die Rampe an Land. Ungefähr hier hat der Mörder zunächst zwei Erwachsene Betreuer erschossen, als diese ihn nach einer Legitimation fragten. Danach packte er in Ruhe seine mitgebrachten Waffen aus und ging völlig ungehindert auf Menschenjagd. Es dauerte eine ganze Weile, bis die vielen Jugendlichen auf der Insel begriffen, dass da ein völlig bescheuerter, feiger Mörder die Jagd auf sie eröffnet hatte.

Das neue HEGNHUSET genannte Haus

Im Jahr 2011 gab es neben dem alten Hauptgebäude und ein paar Schuppen am Anleger nur eine etwas größere Holzhütte auf dem Hügel, die „Cafe“ genannt wurde. Dort gab es ein paar Schulungsräume und Toiletten – das Leben spielte sich draußen in den vielen Zelten auf der Lichtung ab.

Der Mörder tötete insgesamt 69 Menschen auf der Insel, er verletzte 33 teilweise sehr schwer. Kaltblütig und überaus feige tötete er 13 Jugendliche, die sich in einem Schulungsraum des „Cafe´s“ zu verstecken suchten. 

69 tragende Holzfeiler

Der Architekt Erlend Blakstad Haffner hat (ich denke, in Zusammenarbeit mit anderen) ein emotional sehr berührendes neues Gebäude geschaffen: Das alte „Cafe“ und die Räume darin wurden original so belassen, wie sie am 22. Juli 2011 waren. Um das alte Gebäude herum wurde nun ein komplett neues Gebäude erstellt, dessen Dachkonstruktion von genau 69 mächtigen Holzpfeilern getragen wird. Jeder einzelne Pfeiler steht für einen Ermordeten. Um das ganze neue Gebäude herum wurde eine Art Schutzschild bestehend aus 495 Holzbalken erstellt – 495, exakt einer für jeden Überlebenden. Eine wirklich großartige Symbolik.

495 schützende Überlebende

Wir betreten das neue Gebäude und gehen schweigend in den Schulungsraum des „Cafe´s“. Die Einschusslöcher sind den Wänden gut zu erkennen, Angehörige haben Blumen oder Bilder angebracht. Was für ein feiges Schwein muss der Mörder doch sein?! Mit einem Schnellfeuergewehr auf am Boden liegende Jugendliche zu schießen!

Auf dem Rückweg liest uns Per die im Eingangsbereich des neuen Gebäudes angebrachten Kurznachrichten (SMS) der Jugendlichen an ihre Angehörigen vor, die während des Überfalls gesendet und empfangen wurden. Chronologisch geordnet, quälend authentisch. Stumm und fassungslos stehen wir davor, während Per vom Norwegischen ins Englische Übersetzt.

SMS Nachrichten während es Überfalls

Auf einer anderen Tafel finde ich die (bereits übersetzten) Worte des damaligen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg, die er am Abend des 22. Juli 2011 gegen 22 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz sprach:

We must never give up our values.
We must show that our open society can pass this test too.
That the answer to violence is even more democracy.
Even more humanity.
But never naivety.

Oder zu Deutsch:

Wir dürfen niemals unsere Werte aufgeben.
Wir müssen zeigen, dass auch unsere offene Gesellschaft diesen Test bestehen kann.
Dass die Antwort auf Gewalt noch mehr Demokratie ist.
Noch mehr Menschlichkeit.
Aber niemals Naivität.

Echtes NATO Schild am falschen Ort: Zeigt Richtung Toilette…

Jens Stoltenberg muss selbst zutiefst persönlich von diesem Überfall getroffen worden sein, war er doch als Jugendlicher selbst oft auf UTOYA im Sommercamp. In einer anderen Ausstellung über die lange Geschichte der Insel sehen wir ein Foto von ihm, sehr jung, in einem kleinen Motorboot mit Außenborder sitzend, offenbar zur Insel fahrend, zusammen mit der damaligen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland. Natürlich auch Sozialdemokratin. Kaderschmiede eben. Die Sozialdemokraten verloren die Wahl 2013 und mit ihr Jens Stoltenberg sein Amt. Seit 2014 ist er NATO Generalsekretär.

Bücher bis unter die Decke und eine phantastische Aussicht

Es liegt viel gefrorener Schnee auf der Insel und es ist schwierig genug, von einem Gebäude zum anderen zu kommen. So verzichten wir auf einen kompletten Inselrundgang, aber auch so ist schon klar: Ganz schön klein, diese Insel. Sie wird noch kleiner, wenn man sich hier über 500 Jugendliche in Zelten vorstellt. Ragnor führt uns zur einzigen Stelle, wo der Mörder nicht war. Hier hat man eine große Edelstahltrommel, vielleicht 3 Meter im Durchmesser frei schwebend an Bäumen aufgehängt.

Gedenktafel mit den Namen aller Opfer

Darin wurden die Namen aller Opfer sowie ihr Alter gelasert. Ich gehe um die Trommel herum, stehe davor, lese die Namen der Toten, begreife das Alter und beginne mich zu fragen, wie die Eltern der hier umgebrachten Kinder eigentlich weiter leben können? Fängt man nicht automatisch an, einfach nur alles abgrundtief zu hassen? Den Mörder, das System? Die Verantwortlichen? Irgendjemand muss doch verantwortlich sein?

Diese riesige Trommel musste immer mal wieder abgebaut werden, weil zunächst nicht alle Angehörigen die Namen ihrer Kinder darauf lesen wollten. Der Schmerz verdrängt jeden guten Gedanken. Doch nun, vor kurzem erst, sind die Namen aller Opfer an der Stelle, an der der Mörder nie war, für immer zu lesen.

Es dämmert, wir stapfen vorsichtig den Hügel hinunter zur Fähre. Mir ist kalt, aber ich mag nicht zu den anderen ins schön geheizte Steuerhaus gehen. Natürlich ein Fehler, denn jetzt bin ich an Deck alleine mit meinen Gedanken und mir wird richtig schwer ums Herz. Ich suche das Positive und finde es in der Art, wie hier mit diesem Vorfall umgegangen wurde. In dem großartigen Haus mit den 69 Pfeilern die die Last der Dachkonstruktion tragen und den 495 Balken umfassenden Schutzwall. In der riesigen Edelstahltrommel mit all den Namen der Opfer. In der großartigen neuen Bibliothek, die es ohne den Massenmord wohl nie gegeben hätte. All das zeugt von intensiver, schmerzhafter Auseinandersetzung mit dem Geschehenen und dem unbedingten Willen, sich durch solche Taten nicht beugen zu lassen.

Wäre ja auch noch schöner.

Die Norweger sind offenbar wie wir Deutschen Weltmeister im sich selbst zerlegen. Natürlich hat man in der Aufarbeitung und in den vielen Untersuchungen nach dem Massenmord und dem vorher gehenden Bombenanschlag in OSLO viele Fehler, falsche Einschätzungen und vermeidbare Verzögerungen entdeckt, deren Vermeidung vielleicht den Massenmord hätten verhindern können. So griff man zum Beispiel zunächst nicht ein, weil man nicht wusste, um wie viele Angreifer es sich handelte, ein Boot sank, weil zu viele Polizisten an Bord waren – überladen! Das Nummernschild des Fahrzeugs, mit dem der Mörder von OSLO nach UTOYA gefahren war (45 Minuten Fahrzeit!), wurde unmittelbar vor der Bombenexplosion in OSLO als verdächtig gemeldet, aber dann nicht gesucht.

Es macht jedoch keinen Sinn, sich selbst zu zerlegen. Verantwortliche zu suchen. Schuldige für ein Behördenversagen.

Denn die Wahrheit ist doch:
Wenn wir so leben wollen, wie wir im Westen nun mal leben, können wir hinterhältige und feige Taten von Einzelnen nicht verhindern. Und wenn wir anfangen paranoid jede noch so unrealistische Eventualität absichern zu wollen, dann haben die Täter ihr Ziel erreicht. Dann haben sie unser aller Leben verändert.

Wir verabschieden uns dankbar von Ragnor, ich leider nur mit gebrochener Stimme.

Macht nichts, meint er.

Bei der Geschichte wären schon ganz andere Kerle weich geworden.

Peter.

Norwegen

Wir waren für ein paar Tage in NORWEGEN, Nähe OSLO. Da wohnen unsere Segelfreunde Elisabeth und Per von der Segelyacht ODA. Die beiden hatten wir auf unserer langen Reise kennen gelernt und zurückkehrende Segler kann man nur im Winter besuchen. Jedenfalls an Land.

Die Anreise mit dem Auto. Einmal „kurz“ durch DÄNEMARK in den höchsten Norden zum Fährhafen HIRTSHALS. Dann mit der COLOR LINE Fähre SUPERSPEED eine vier Stunden Seefahrt über das Kattegat nach LARVIK und dann nochmal gut 150 Kilometer auf einer Mautstraße. Das ist insofern erwähnenswert als das es als Gast keine Möglichkeit gibt, die Maut an Ort und Stelle zu bezahlen. Entweder man macht gar nichts, dann ermittelt der Mauteintreiber über eine Halteranfrage des fotografierten Nummernschildes den Besitzer des Fahrzeuges und der bekommt dann irgendwann Post aus NORWEGEN mit einer Zahlungsaufforderung für die Mautgebühr plus einer Bearbeitungsgebühr für den entstandenen Aufwand. Oder man registriert sich freiwillig selbst vorab im System des Mauteintreibers und spart somit die Bearbeitungsgebühr. Ganz schön viel Aufwand, so oder so. Denn bei der Selbstregistrierung muss man natürlich auch den KFZ Schein hoch laden. Nach GROSSBRITANIEN. Denn der Mauteintreiber sitzt nicht etwa in NORWEGEN, sondern in ENGLAND. Das ist doch klasse, oder?

Wer will da noch mal EUROPA verlassen?

Nun denn. Wir haben Schnee, als wir in LARVIK von der Fähre rollen. Es wird schon dunkel aber erst im Großraum OSLO werden die Straßen schmaler und winden sich an Berghängen und riesigen Seen entlang. Schade, dass nun alles völlig im Dunkeln liegt und der Fahrer sich voll auf die Straße konzentrieren muss.
Zum Glück kennen wir die Gegend von unserem ersten Besuch 2016 und erinnern uns an Kreuzungen und Abzweigungen. Denn jetzt, in Dunkelheit und Schnee, würden wir wohl eher einen Lotsen benötigen.

Die Wiedersehensfreude ist groß, am nächsten Morgen freuen wir uns wie Bolle über den Schnee, den Ausblick auf den See TYRIFJORDEN und über die Überwindung der eigenen Reiseträgheit. Zu Hause ist es ja auch ganz schön…

https://www.gledeshuset.no/

Nun denn: Wir verbringen sehr schöne Tage im Land der Wikinger, nippen in der Kreisstadt Hønefoss auf der Terrasse des Gledeshuset in der prallen Wintersonne sitzend vorsichtig an einem Glas Bier. Vorsichtig, denn das kostet hier mal eben 8,50 € (0,4L) und das schmerzt dann doch. NORWEGEN und Alkohol schließen sich gegenseitig einfach völlig aus, das muss man verinnerlichen. Das hat wirklich nichts mit der einzelnen Kneipe zu tun…

Einen denkwürdigen und sehr nachhaltigen Eindruck hat ein Ausflug auf die Insel Utøya bei uns hinterlassen – so eindrucksvoll, dass es dazu noch einen eigenen Beitrag geben muss.

Die Rückreise eher in gedrückter Stimmung. Abschied von lieben Menschen ist ja immer doof, Winterstimmung und das Erlebte tun ein Übriges. Die Fähre ist diesmal Rappel voll mit Urlaubern, die irgendwo Richtung Süden wollen. Oder vielleicht auch nur kurz nach DÄNEMARK zum Einkaufen?

Unglaublich aber wahr: Mit Ökospeed auch in Deutschland den Daimler mit nur 8,2 L/100 KM gefahren.

Bier statt Diesel ist die neue Devise!

Peter.

Hydraulikpumpe

Im Juli 2016 verabschiedete sich ohne große Ankündigung die Hydraulikpumpe der elektrischen Selbststeueranlage des STORMVOGELS. Kann man hier zur Einstimmung noch mal schnell nach lesen.

SIMRAD RPU160 im eingbauten Zustand

Nun, die Pumpe wurde damals komplett ausgetauscht, das defekte Teil noch ein paar Monate durch die Gegend gefahren und schließlich in einer Kiste in Elmshorn gelagert.

Bis jetzt!

Um die folgende Geschichte etwas würziger zu gestalten, müssen wir, ausnahmsweise, mal mit Zahlen hantieren. Mit Zahlen, die das Geld der Welt bedeuten, um genauer zu sein.

Die Pumpe vom Typ SIMRAD RPU160 12 Volt kostet neu im Internet-Versandhandel 765,00 Euro. Na ja. Ist ein Teil für ein Boot. Muss per Definition teuer sein!

Gehäuse RPU160

Als die Pumpe damals ausfiel, wurde von telefonisch kontaktierten Fachleuten vermutet, dass einfach die Kohlestifte abgenutzt seien. Kein echtes Problem. Die kann man bei der Pumpe im eingebauten Zustand tatsächlich selbst austauschen, wenn man denn an die Pumpe irgendwie heran kommt. Heidi schaffte es damals im zweiten Anlauf und baute die Kohlenstifte aus – Erstaunen: Die waren auf keinen Fall so abgenutzt, als das diese die Fehlerursache hätten sein können. Also Geschwind eine komplett neue Pumpe gekauft und einbauen lassen. Problem gelöst.

SIMRAD sagt im Handbuch zur Pumpe, das der Hydraulikteil alle 1.000 Betriebsstunden gewartet werden müsse. Das ist echt keine lange Standzeit. Aber von mir aus. Bis auf die Kohlestifte (oder auch Kohlebürsten genannt) ist der Elektromotor allerdings wartungsfrei.

Schön sauberer Kupfer des Kollektors

Gestern nun habe ich das defekte Teil also auseinander gebaut. Ging relativ einfach: Elektromotor vom Gehäuse der Hydraulikpumpe getrennt, hinteren Deckel des Elektromotors abgeschraubt und den Anker (so nennt man das drehende Innenleben eines Elektromotors) heraus gezogen. Zusammen mit jeder Menge Bröselkram.

Aha, hat sich also im Motor irgendwas zerlegt. Nur was? Auf dem ersten Blick nichts erkannt, auf den Zweiten und Dritten auch nicht. Also alles gereinigt, wieder zusammen gesetzt und nach dem Prinzip Hoffnung ausprobiert.

Tote Hose.

Geht (natürlich) nicht.

Nochmal auseinander gebaut, weil es ja so schön einfach geht.

Diesmal noch genauer hin geschaut. Speziell auf die Stelle, an der die Kohlestifte den Strom auf den Anker leiten sollen. Dieses Teil wird beim Elektromotor Kollektor oder auch Schleifring genannt. Denn hier handelt es sich ja um einen Schleifkontakt.

Merkwürdig: Zwei Drittel des Schleifringes sehen schön kupferfarben aus, aber bei einem Drittel ist kein Kupfer zu erkennen.

Da ist alles schwarz?
Muss das so sein?
Ist da vielleicht nur besonders hartnäckiger Dreck drauf und deshalb wird kein Strom geleitet?

Kein Kupfer mehr am Kollektor

Mit dem Schraubenzieher herum gekratzt – nö, kein Dreck. Aber auf einmal fällt ein kleines Stückchen Kupfer von einem benachbarten Element ab…
…und das ist dann die Erklärung: Der Kollektor ist nur dünn mit Kupfer beschichtet und an den schwarzen Stellen ist diese Beschichtung abhandengekommen. Das war wohl der Bröselkram, der mir beim ersten Auseinander bauen entgegen kam.

So was kann ja eigentlich nur passieren, wenn die Kohlestifte soweit abgenutzt sind, das ihre Feder anfängt, auf dem Kollektor zu schleifen? Die Kohlestifte sind ja extra aus einem weicheren Material, damit sich diese austauschbaren Teile abnutzen – und eben nicht die Kupferschicht des Kollektors. Aber die Kohlestifte sahen (sehen!) ja noch recht gut aus! Bleibt also nur, wie so oft in diesen Tagen, ein Qualitätsproblem zu vermuten. Die obligatorische GOOGLE Recherche hat schnell ergeben, dass man den Kollektor nicht reparieren kann – jedenfalls nicht mit vertretbarem Aufwand.

Die Kohlestifte sollen den Strom auf den Kollektor übertragen

Ja, und nun also die Preisfrage: Was kostet wohl ein neuer Elektromotor?

Die gute Nachricht zuerst: Es gibt den Motor tatsächlich als Ersatzteil.

Toll!

Für schlappe 435,00 Euro, plus Versand. Der Wahnsinn! Der hat aber dann immerhin auch neue Kohlestifte. Denn dieses angebliche Verschleißteil kostet unglaubliche 73,95 €! Materialwert maximal 50 Cent. Aber bloß nicht aufregen. Auch nicht darüber, dass SIMRAD den Elektromotor in Norwegen natürlich nicht selbst baut, sondern vermutlich die Firma LEMAC in Schottland. Deren Modell PM70 kommt dem verwendeten SIMRAD Teil schon sehr nahe…aber natürlich unternimmt SIMRAD alles, um die Herkunft zu verschleiern und so eine Alternativbeschaffung zu unterbinden.

Interessant: Die eigentliche Hydraulikpumpe gibt es nicht als Ersatzteil. Die geht wohl nicht kaputt. Auch wenn man sie nicht alle 1.000 Stunden überholt.

Tja, das war also nix mit Reparatur. Leider.

Wir nehmen die Kohlestifte und die Hydraulikpumpe ohne den kaputten Elektromotor als Ersatzteile wieder an Bord.

Eigentliche Hydraulikpumpe der PRU160

Und hoffen, das in Wirklichkeit nicht der ganze Elektromotor das Verschleißteil ist.

Peter.

Weihnachten

Weihnachten 2018

Also denn.

Das war es mal wieder.

Eigentlich war ja nix.

Nix von wirklicher Bedeutung.

Dann kann ich auch nix besonderes schreiben.

Peter.

PS I: Aus der Abteilung „Kreativer Nonsens des Eigen Blut, professionell aufgezogen, am 1. Weihnachtsfeiertag veröffentlicht: Das Kurzhörspiel „Die böse Ziege“ – unbedingt mal reinhören!

PS II: 3SAT bringt an Sylvester einen Ausschnitt aus dem ROYAL ALBERT HALL Konzert von MARILLION. Leider sehr früh´ am Morgen (8:30 Uhr), aber man könnte ja mal rein sehen…oder aufnehmen…




Weihnachten 2018

Marillion im Mehr Theater

Einmal mehr MARILLION.

Einmal MARILLION im MEHR THEATER in HAMBURG.

Gesehen am 2.Dezember 2018.

Die Halle heißt wirklich so und befindet sich auf dem Gelände des HAMBURGER Großmarkts. Gar nicht mal so schlecht, aber auch ganz schön groß. 1.500 Menschen gehen da rein, wir waren gestern Abend vielleicht 1.200 Besucher. Und obwohl HAMBURG, norddeutsch zurückhaltend, schwer aufzutauen und so weiter: Wir waren durchaus 1.200 enthusiastische Besucher!

Blick zurück

Na klar, mit fortschreitendem Publikumsalter sind Sitzplätze eigentlich ganz schön angenehm, aber bei dieser Art von Musik nicht wirklich förderlich für die Entfaltung von jeglich möglichen Bewegungsdrang der Zuhörer. Zumal die mobil aufstellbaren Sitzreihen den Nachbarn zum passiv Mitzappeln zwingen – gesundheitlich durchaus vergleichbar mit passiv Rauchen. Könnte ich mir jedenfalls vorstellen, als rücksichtsloser aktiv-zappler.

Blick nach vorn: Man beachte: Ungewohnt breite Bühne, rechts und links locker 4 Meter Platz…

Vor der Darbietung der eigentlichen Helden des Abends trällern Al Bano und Romina Power ein paar Schnulzen von der Bühne. Die drei ersten der gefühlt 50 Stücke wurden von Romina vorgetragenen und waren gerade noch erträglich. Als dann Al Bano neben der überaus theatralischen Bedienung des Tasteninstruments auch noch selbst sehnsuchtsvoll ins Mikrofon schmachtete, fühlte ich mich kurz im falschen Film – sprich, in der falschen Vorstellung! Oh Schreck! Aber auf dem HAMBURGER Großmarkt gibt es nur diese eine Bühne. Keine Verwechselung möglich. Hier muss ich also richtig sein!

Al Bano und Romina Power- alias Jennifer und Riccardo

Der durchaus vorhandene Respekt für den Herrn Vater von Romina, die in Wirklichkeit offenbar Jennifer Rothery heißt, führt anfangs meine Hände am Ende eines Stückes zögerlich zusammen, um ein leise klatschendes Geräusch abzusondern. Aber, wenn man es genau nimmt, war diese Handlung einfach nur heuchlerisch, im Besten Fall vielleicht nett. Familienbande kann man ja für Bühnenauftritte eigener Kinder noch gelten lassen. Machen andere auch. Peter Gabriel hat schon länger Tochter Melanie auf Tour mit dabei. Das hat Charme und ist durchaus ein Privileg eines stolzen Künstlervaters. Aber Freundschaft reicht nicht aus – da muss dann schon auch Leistung eine Rolle spielen. Und die fehlt bei Riccardo Romano, alias Al Bano, völlig. Seine Darbietung muss man als Grausam bezeichnen. Völlig unpassend, völlig schmalzig, völlig für den A…!

Aber hübsch die Ruhe bewahren, auch wenn es schwer fällt. Ist von den hier herrschenden Kräften so gewollt und es kann ja nicht immer nach dem Publikum gehen. Zumal, und das ist schon sehr verwirrend: Einige Zuhörer applaudieren tatsächlich fanatisch (jawohl, FA-NA-TISCH!) Ganz so, als hätten sie gerade Bob Geldorf, Paul McCartney, Bono, Michael Jackson, Madonna, Lady GaGa und den Papst in einer Person auf der Bühne erlebt.

Nach fünf, nicht fünfzig, Liedchen hat die Qual ein Ende. So eine  Vorgruppe hat ja seit jeher eine ganz klare Aufgabe: Die Messlatte so weit abzusenken das die eigentlichen Helden des Abens bei ihrem Auftritt locker darüber springen können. Doch eben jene eigentlichen Helden des Abends betreten immer noch nicht die Bühne. Umbaupause. Fragt sich nur, wieso das Abräumen eines Mikrofonständers und eines Keyboards samt Hocker 25 Minuten dauert. Und Umbaupause heißt. Vielleicht, weil es dann 21:00 Uhr ist und es endlich los gehen kann…

…und wie es los geht: MARILLION eilt auf die Bühne, kein langes rum-gelabere, sondern mal eben kraftvoll THE LEAVERS in allen fünf Akten als Opener aufgeführt. Die Mitmenschen in der Halle sind außer sich. Ich auch!

Pete, ganz hinten, Steve H. vorne

Vom Start weg toller Sound, tolle Lightshow und mindestens die beiden sehr gut gelaunten Steve Hogart (Gesang) und Pete Trewawas (Bass) wirken unmittelbar ansteckend. Der Drummer, Herr Mosly war wohl auch da. Jedenfalls konnten wir die herrlich satt abgemischten Trommeln erfreut in der Magengrube spüren, doch gesehen haben wir ihn nicht wirklich. Das übliche Versteckspiel mit diesem Herrn. Kennt man ja.

Steve Rothery

Steve Rothery, also sozusagen der Vater von oben genannter Romina, war anfangs offenbar nicht gut drauf. Schaute sehr ernst, haderte ein wenig mit den Einstellungen an seinem Gitarrenverstärker, spielte aber mal wieder sehr brillant. Man möge mir meine große Bewunderung und Achtung vor diesem Menschen bitte abnehmen – warum zur Hölle findet sich aber niemand in seinem Umfeld, der Herrn Rothery ein ganz klein wenig, wirklich nur sehr vorsichtig, sehr behutsam, ein paar freundschaftliche Hinweise zu seinem Bühnen-Outfit gibt? Würde ich ihn persönlich kennen, würde ich das machen. Nach ein paar Bier oder so. Dann würde ich mich trauen. Bestimmt! Auf der anderen Seite. Warum habe ich solche Gedanken? Warum schreibe ich das? Ist doch völlig egal, was der Mann anzieht. Ich interessiere mich doch nur für die exzellente Bearbeitung der Saiten seiner vielen Gitarren. So lange er das ehrlich, live und ohne doppelten Boden macht, kann er doch machen, was er will. Oder anziehen, was er will? Die Erklärung für diesen recht bescheuerten Gedanken ist recht einfach: Immer dann, wenn man jemanden besonders gerne mag, möchte man ihn (in der Regel ungefragt) verbessern. Das kennt jeder. Zumindest jeder der in einer seriösen Beziehung lebt. Das Gegenteil ist Gleichgültigkeit – weil einem der/die andere völlig egal ist. Herr Rothery ist mir nicht egal.

Mark Kelly

Mark Kelly hingegen wie immer sehr souverän als Herrscher über allem, hier und da mal ein Lächeln wenn der Herr Sänger mit mäßigem Erfolg das Publikum versucht zu beruhigen. Sein Keyboard-Solo von THIS STRANGE ENGINE: Einmalig! Die Geräusche und Klangeffekte von GAZA bringen einen an einen Ort, an dem man dann lieber doch nicht sein möchte.

Die drei schmerzlos eingestreuten (ich nenne sie mal) alten Schlager NO ONE CAN, BEAUTIFUL und COVER MY EYES muss ich geduldig hin nehmen – frage mich dabei allerdings, wie so was mit GAZA oder QUARTZ zusammen geht. So ist das wohl, wenn man 18 Platten erfunden hat und 1.200 anwesende Geschmäcker auf einmal befriedigen will, oder muss, oder sogar KANN?!

SEASONS END und THE PARTY sehr gut ausgesucht!

Und ganz zum Schluss einer aus der Mottenkiste. GARDEN PARTY. Da bin ich mir ja nicht so sicher, ob das wirklich schlau ist. Der Herr Sänger mag das Asbach-Uralt Lied offenbar nicht – jedenfalls kann er immer noch nicht den ganzen, vom damaligen MARILLION Sänger ausgedachten Text. Warum also wird hier und jetzt dieser sehr schwungvolle Klassiker als Rausschmeißer gespielt? Könnte sein, das Herr Rothery da Meinungsbildend tätig war. Denn eben jener spielt dieses Stück ja auch im zweiten Teil seiner STEVE ROTHERY BAND (SRB) Tour (im übrigen mit dem o.g. Riccardo Romano am Keyboard) und weiß aus eigener Anschauung, das das Publikum dabei regelrecht ausflippt. Doch es gibt zwei gewaltige Unterschiede zum hier und jetzt: Zum einen kann der (Cover-)Sänger der SRB, Martin Jakubski, den Text sehr, sehr gut und weiß auch durchaus ihn zu präsentieren. Zum anderen spielt SRB im unmittelbaren Anschluss, nahtlos an GARDEN PARTY das noch etwas ältere MARKET SQUERE HEREO und erlegt damit das nun vollständig ausrastende Publikum vollends – man ist wirklich froh´ wenn es dann vorbei ist. Weil man körperlich nicht mehr kann! Stimme, Muskeln, Arme, Beine – alles kaputt, ausgelaugt, erschöpft. Also bei SRB. Nicht im hier & jetzt.

OK, die sitzende Tätigkeit als enthusiastisches Publikum (teils in Abendgarderobe) in einer 1.500 Menschen fassende Halle ist offenbar etwas völlig anderes, als die paar hundert stehenden Kerle im KNUST.

Aber das muss ja auch so sein. Denn MARILLION als außerordentlich gut zusammenspielendes Rockkollektiv ist weit MEHR als alle Solo-Ausflüge einzelner Künstler, die ihr Repertoire mit ollen Kamellen aufpeppen wollen. Müssen?

Peter.

Offener Brief an das Management

[offener Brief von Pierre Piton an sein Management, dessen genauer Aufenthaltsort seit Jahren eigentlich unbekannt ist]

 Liebes Pierre Piton Management,

lieber Don King,

diese ewige Abwesenheit nervt langsam!

Nie ist das Management da, wenn man es braucht. Habe vor, mein Programm zu ändern. In Zeiten von #metoo erscheint mir „Ich war 17 und sie 31“ (Besser bekannt unter „Und es war Sommer„) nicht mehr angemessen – ja, sogar gefährlich für meine weitere Karriere! Also müsste wohl ein neues Stück einstudiert werden und mein Management, welches unvergleichbar in Personalunion unternehmerische Fähigkeiten mit der Nachahmung markanter elektrischer Gitarren („diudiudiuuuuuu!“) vereint, weilt, wie immer, in weiter Ferne.

Don King auf der Flucht an Bord der Luxus-Segelyacht BELLA

 

Es ist zum verzweifeln!

Allein, auf mich gestellt, habe ich mich nun ohne Rücksprache für einen alten Vicky Leandros Titel entschieden – „Ich liebe das Leben!„. Scheint mir sehr angesagt sein zu können! Zum einen reflektiert es im verborgenen das inzwischen völlig zerrüttete Verhältnis zwischen mir, Pierre Pition, und meinem in der Ferne weilenden Manager Don King. Zum anderen, für die weniger informierten Kenner der wahren Verhältnisse in der deutschen Schlagerbranche, enthält der Text einige weise und kluge Aussagen die unser zukünftiges Publikum, die so genannten Best-Ager 50+, doch wohl alle nachfühlen können:

1) Was kann mir schon geschehen?

2) Man stirbt nicht gleich daran!

3) Die Welt ist schön!

4) Glaub mir, ich liebe das Leben!

Es ist mir absolut unverständlich, wie meinem Management eine solche Perle des deutschsprachigen Liedguts durch die Lappen gehen konnte. Immerhin wurde das Lied bereits 1975 veröffentlicht!

Ich schlage vor, das wir bei diesem nun von mir (!) wieder entdeckten Meisterwerk auf den Einsatz der sowieso immer viel zu dominanten Managementgitarre verzichten und statt dessen einen kraftvollen Managementchor einbauen. Wie das hochverehrte, sich in der karibischen Sonne wälzende Management am Ende des Liedtextes in Zeile (34) selbst nachlesen kann (falls Don King die Sonnebrille mal von der Nase nimmt):

Ich zitiere:

„La, La La La La La, La, La La La La La“

Diese Zeile erscheint mir sehr geeignet, dem beschränkt künstlerisch fähigen Management zu genügen.

Lieber Don King, ich hoffe sehr, ich überfordere damit Deine Stimmbänder und überschreite jegliche Grenzen mit dieser anspruchsvollen Textzeile aus fremder Feder Deines von der karibischen Sonne eingedampften und von Kubanischen Rum vernebelten Kleinhirnes!

Jetzt werde ich doch richtig wütend.

Jawohl. Ja. Jetzt!

Oh, mein geliebter Don, komm doch bitte einfach zurück!

Mach es so, das es wieder wie früher wird!

Ohne Dich werde ich wieder versagen.

Ohne Dich wird das Publikum gar nicht erst kommen – und die drei, die vielleicht doch kommen, die werden weg laufen!

Wenn Du bei der Premiere dabei wärst, könntest Du bis zu Deinem Einsatz das Publikum vielleicht einfach fest halten?

Aber ach, was kann mir schon geschehen?

Glaube mir, ich liebe das Leben!

Dein Pierre Pitron.

P.S.: Die von Dir ins Gespräch gebrachte Bankverbindung ist ungültig. Als wir gemeinsam das Konto seinerzeit im Jahre des Herren 2013 bei der einzigen Bank der TOBAGO CAYS an Bord der BELLA eingerichtet haben, hast Du offensichtlich im Kleingedruckten übersehen, das ein monatlicher Zahlungseingang von mindestens einem karibischen Dollar erwartet wurde. Die freundliche Dame der Bank hat Dich extra darauf hingewiesen. Ihren Namen habe ich nach all den Jahren zwar vergessen, aber ich bin sicher, er fing mit „U“ an. Ich weiß zwar bis heute nicht, wo Du, mein lieber Don, die Unsummen an Schwarzgeld gebunkert hast, die ich Dir täglich aus meinen Einnahmen als Boatboy ausgehändigt habe. Vielleicht hast Du es ja auch selbst schon vergessen? Für den Fall das Du in Kürze in PANAMA vorbei kommst: Frage dort doch mal nach – eigentlich liegt da immer Geld rum!

============ SCHNIP / SCHNAP ==============
Vicky Leandros: Ich liebe das Leben
Text&Musik: Leo Leandros, Klaus Murno

(01) Dein Koffer wartet schon im Flur
(02) Du Iässt mich allein
(03) Wir sehen uns an und fühlen nur
(04) Es muß wohl so sein
(05) Noch stehst du zögernd in der Tür und fragst
(06) Was wird aus Dir?

(07) Nein
(08) Sorge dich nicht um mich
(09) Du weißt
(10) Ich liebe das Leben
(11) Und weine ich manchmal noch um Dich
(12) Das geht vorüber sicherlich
(13) Was kann mir schon geschehen?
(14) Glaube mir
(15) Ich liebe das Leben.
(16) Das Karussell wird sich weiter drehen
(17) Auch wenn wir auseinander gehen
(18) Mag sein
(19) Dass man sich selber oft viel zu wichtig nimmt
(20) Verzweifelt auf ein Feuer hofft
(21) Wo es nur noch glimmt
(22) Wenn so was auch sehr weh tun kann
(23) Man stirbt nicht gleich daran.

(24) Was kann mir schon geschehen?
(25) Glaub mir: Ich liebe das Leben
(26) Das Karussell wird sich weiter drehen
(27) Auch wenn wir auseinander gehen.

(28) Vielleicht gefällt es mir
(29) Wieder frei zu sein
(30) Vielleicht verliebe ich mich aufs neu
(31) Man wird ja sehen
(32) Die Welt ist schön
(33) Wie es kommt ist einerlei

(34) La La La…La, La, Laaaa, La
(35) Du weißt ich liebe das Leben.
(34) La La La…La, La, Laaaa, La

(35) Ich frage dich:
(36) Was kann mir schon geschehen?
(37) Glaub mir ich liebe das Leben
(38) Das Karussell wird sich weiter drehen
(39) Auch wenn wir auseinander gehen
(40) Auch wenn wir auseinander gehen

(41) Du weißt ich liebe das Leben!
============ SCHNIP / SCHNAP ==============

Marillion – schon wieder!

Ja ja, ich weiß. Schon wieder was über MARILLION.

Und wirklich: Diese Seite soll nicht zu einem MARILLION Fan-Blog verkommen – dafür gibt es schließlich den Blog des Deutschen MARILLION Fanclubs „THE WEB GERMANY„.

Also keine überflüssige MARILLION-Lobhudelei hier. Versprochen.

Nur hier kurz die hoch emotionale Nachricht, das das jetzt schon legendäre MARILLION Konzert in der ROYAL ALBERT HALL zu London am 6. April 2018 auf Blu-Ray, DVD und CD veröffentlicht wird. Und weil MARILLION echte (im positivsten Sinne) Selbstvermarktungsprofis sind, haben sie vorab auf YOUTUBE zwei Videos veröffentlicht, um die gerade angelaufene  Vorbestellungs-Kampagne zu unterstützen:

THE SPACE – Erste Veröffentlichung auf der LP SEAONS END im Jahre 1989. Kopfrechnen. Neunundzwanzig Jahre ist das her. Das Video zeigt die grandiose Live-Aufführung vom 13. Oktober 2017 in der ROYAL ALBERT HALL. Mit THE SPACE wurde an diesem unvergesslichen Abend der zweite Teil des Konzerts eröffnet.

BEHIND THE SCENES – Kurzer Clip über die Vorgeschichte des Konzerts in der ROYAL ALBERT HALL. Mit einigen (kurzen!) Ausschnitten aus den anderen Stücken. Wenn das mal nicht Appetit macht! 30 Jahre musikalische Weiterentwicklung. Kein Stillstand.  Faszinierender denn je.  Wer ganz genau hin sieht, der erkennt bei Minute 3:04 ganz Rechts unten im Bild einen Kerl mit Mütze… 😉

Oh, wie ich mich auf den 6. April 2018 freue! Heidi nicht so. Sie ist skeptisch. Denn sie ahnt:

ES WIRD LAUT!

ES WIRD SEHR LAUT!

ES WIRD SEHR, SEHR LAUT!

Peter.

P.S.: MARILLION kann man also ab dem 6. April 2018 in offenbar erstklassiger Qualität (Bild & Sound) quasi live auf dem Sofa erleben. Wem das gefällt, der kann MARILLION Ende November / Anfang Dezember 2018 in Frankfurt, Essen, Berlin, Erfurt, Bremen, Hamburg, Stuttgart oder Wien richtig und in echt live erleben. Die Karten für Hamburg, am 2.Dezember 2018 haben wir natürlich schon 😉