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Stormvogel Rufzeichen DD7177 erteilt

Heute kam mit der Post die Zuteilungsurkunde für unser Rufzeichen und unsere DSC/MMSI Nummer von der Bundesnetzagentur:

  • Rufzeichen: DD7177
  • MMSI: 211563480
  • DSC: 211563480

Das Rufzeichen spricht sich „delta delta sieben eins sieben sieben“ bzw. „delta delta seven one seven seven“ und wird nur bei Sprachanrufen über UKW Funk Kanal 16 verwendet.

Die DSC Nummer ist sowas wie eine Telefonnummer im UKW Funk. Man kann die Nummer in sein Gerät eingeben und es dann bei uns „klingeln“ lassen bis wir ran gehen – also ohne direkten Sprachanruf über Kanal 16.

Die MMSI ist unsere Kennung für unseren AIS und UKW Sender.

Alle Nummern sind weltweit eindeutig und können hier gesucht werden.

Peter.

Refit: Teil 1

Seit zwei Wochen wird auf der HUTTING Werft in den Niederlanden (Makkum) an unserem Stormvogel gewerkelt und geschraubt. Diese „Renovierung“ nennt man neudeutsch „Refit“ und ist sehr beliebt um aus was älterem was (quasi) neues zu machen.

In Summe haben wir aktuell 34 Teilprojekte, davon einige kleine (z.B. Tanks reinigen) aber auch ein paar größere. Neue Segel, neues stehendes und laufendens Gut im Rigg als „einfach neu“ Projekte kosten viel Material, aber wenig Arbeitszeit.

Aufwendiger ist da noch die Überholung des Teakdecks: Das wurde zwar 2005 neu gebaut, aber die Dichtungen zwischen den Hölzern haftet nicht mehr – dadurch könnte Wasser unter das Holz gelangen. Also alte Gumnmierung (in Wahrheit irgendwas Sikkaflex mäßiges) raus und neu verkleben:

Die grossen Fenster im Deckshausbereich werden aus Sicherheitsgründen ebenfalls erneuert. Zum Einsatz kommt modernes, bruchsicheres Doppelglas. Also müssen die alten raus. Dann werden Muster genommen und die neuen werden individuell gefertigt. Das dauert natürlich etwas:

Und schließlich gibt es aktuell noch eine „Schönheitsoperation“ im Salon: Die beiden „Oma-Sessel“ fliegen raus und werden durch eine Bank als Seekoje ersetzt. Der Platz ist optimal: Tiefste Stelle im Schiff und auf Masthöhe. Die Sessel sind schon raus:

Soweit der aktuelle Zwischenstand.

Peter.

Segelnummer XAL GER 503

Nun hat unser „Stormvogel“ eine offizielle Segelnummer:

XAL
GER 503

Segelyachten haben keinen behördlichen Eigentumsnachweis – wie etwa der KFZ Brief bei einem Auto. Die einzige Möglichkeit ist beim Deutschen Segler Verband (DSV) die Ausstellung eines internationalen Bootsschein zu beantragen. Dazu muss man Kopien des Kaufvertrags und des Personalausweises einreichen / hinterlegen. Dann wird der Bootsschein gegen Gebühr ausgestellt und man erhält eine DSV Nummer, die gleichzeitig auch die Segelnummer ist.

Das „XAL“ gibt an das das Boot nicht besonders vermessen wurde. Das wäre aber nur dann sinnvoll, wenn man an offiziellen Regatten teilnehmen wollte.

Da wir weiterhin Mitglieder in unserem Segelverein novomind-sports e.V. (NMS) (www.novomind-sports.de) bleiben werden hat der Verein jetzt neben dem Vereinsboot nun also noch ein Mitgliedsboot.

Peter.

Hausmeister oder „Ablufthaubenretter“

Mittwoch Morgen, 06:30 Uhr, puff, Sicherung in der Küche raus. Geht auch nicht wieder rein – fliegt immer mit lautem Getöse wieder raus.

Also alle Lampen aus und per Isolationsverfahren die Lampen der Ablufthaube als Verursacher identifiziert. Ausstecken, Sicherung rein und erstmal frühstücken.

Ab 08:00 Uhr dann Demontage des Übeltäters und Ursachenforschung. Ursprünglich hatte ich die Schalter an der Vorderseite in Verdacht – die sind bei der alten Ablufthaube mal durchgebrannt. Diese Haube haben wir nun vielleicht seit 5 oder 6 Jahren.

So montagefreundlich wie unsere BOSCH Waschmaschine ist das Teil nicht. Viele Schrauben, viele scharfe Kanten und vor allem altes, ekliges Fett…Igitt!

Schalter demontiert – alles OK. Sieht wie neu aus. Kabel verfolgen und siehe da: Die Zuleitung zur Beleuchtung ist glatt verkohlt. Nicht durchgebrannt oder so: Verkohlt!

Offenbar permanente Überlastung. Wie kann das sein? Das darf doch nicht sein?

Also große Internet-Recherche. Der Hersteller SILVERLINE hat nur Werbung auf der Website. Keine Ersatzteile, keine Anleitungen. Das ist schlecht. Aber immerhin das Gerät als Neuware bei verschiedenen Anbietern gefunden – unter anderem auch bei eBAY. Der Anbieter mit dem absoluten Kampfpreis von gut 100 € kann zwar nicht liefern (Klassiker!), hat aber folgende interessante Produktbeschreibung:

Da steht zur Beleuchtung: 2 mal Kerze 40 Watt. Genau das, was auch auf dem Typenschild unserer Ablufthaube SILVERLINE BAW 653 E steht:

ABER: Ein anderer Anbieter (offenbar seriöser, weil realistischer Preis und lieferfähig, auch bei eBAY) nennt nur 2 mal 25 Watt für die Beleuchtung:

Das scheint des Rätsels Lösung zu sein:

Ursprünglich wurde das Gerät mit 2 mal 40 Watt angegeben (…und das ist ja schon wenig für eine Herdbeleuchtung). Dann gab es wohl Probleme mit durchgeschmorten Stromkabeln der Beleuchtung und man ändert einfach die maximale Leistung der zulässigen Leuchtmittel um die Produktion nicht anpassen zu müssen. Na prima.

Nun habe ich also das Typenschild korrigiert, ein Kabel neu eingebaut, die Haube Grundgereinigt und vor allem Energiesparbirnen mit max. 9 Watt eingeschraubt.

Und schwubs, um 12:00 Uhr war die Aktion schon beendet und ich kann mich als Ablufthaubenretter bezeichnen.

Man muss Prioritäten setzen…

…so ein Mist: Am Samstag kam die Ankündigung das Marillion (www.marillion.com) am 25. Juli 2012 in Hamburg im Rahmen ihrer (quasi) Welttournee spielen…da sind wir bummelig aber schon zwei Wochen unterwegs, wenn alles klappt wie es klappen soll. Nun kann man wohl großzügig den Termin verschieben, aber wenn man damit anfängt schiebt man immer weiter.

Also keine Planänderung und die Hoffnung, das noch ein Konzert auf unserer Route dazu kommt. Aber bei dem diesjährigen Tourkalender der Band bleibt wenig Chance und die werden sich ja wohl nicht nach uns richten können 😉

BTW: Auf der Marillion-Homepage ist gerade der Trailer für die aktuelle Konzert-DVD zu sehen. Kann man sich ja mal ansehen…und schön am Ende dem Fanchor lauschen!

Meilenstein 2 erreicht – Boot gekauft…

Heute, um 13:10 Uhr war es so weit: Mit einer großen Faxorgie zwischen den Niederlanden und Deutschland wurde der Kauf von unserem neuen, schwimmenden Zuhause für die Jahre 2012-2015 besiegelt. Damit macht unser Projekt „Lange Reise“ einen entscheidenden Schritt.

Hier die technischen Daten und ein paar Bilder von unserem Boot:

  • Typ: Koopmans 48 Decksalon
  • Designer: D. Koopmans
  • Baujahr: 1995 (zu Wasser 1997)
  • Abmessungen ca: 14,46 x 3,95 x 2,70 m
  • Tiefgang: 1,45 / 2,70 m
  • Durchfahrtshöhe ca: 19 m
  • Werft Kasko: Koopmans Kasko Sneek / Innenausbau: Wilhelmina Werft
  • Rumpfmaterial: Aluminium
  • Bootsname: Stormvogel

 

Nun stehen umfangreiche Modernisierungs- und Erneuerungsarbeiten an (Neudeutsch: Refit). Diese Arbeiten werden von März bis April 2012 in den Niederlanden durchgeführt. Anfang Mai übernehmen wir das Boot in Makkum am Ijsselmeer. Dann der erste große Probeschlag in Richtung Hamburg und eventuell auch auf die Ostsee.

Peter.

Zielgerade!

Aus den zwei möglichen Booten ist nun eines geworden – der Eigner des zweiten wollte sich nicht auf unsere Preisvorstellungen einlassen. So wurde die Entscheidung einfacher!

Letzten Donnerstag war ich dann also mit dem Gutachter wieder in den Niederlanden um das vorverhandelte Boot unter die Lupe zu nehmen. Die gute Nachricht ist: Es gibt keine Show-Stopper. Allerdings sind doch noch einige umfangreiche Reparaturen und Verbesserungen vorzunehmen und ich warte dieser Tage sehr gespannt auf das Refit-Angebot der Werft. Hoffentlich sprengt das nicht alle Budgetgrenzen…aber ich glaube, das klappt!

Sobald der Kauf unter Dach&Fach ist werde ich hier natürlich ein paar Bilder von dem Dampfer veröffentlichen…bis dahin ist Geduld angezeigt 😉

Als „Bester Projektleiter der Welt“ (…OK, kleiner Anflug von alter Überheblichkeit…) habe ich zusammen mit Heidi nun unseren genauen Abfahrtszeitpunkt festgelegt:

  • Hamburg, Samstag den 14. Juli 2012 13:00 Uhr

Genauere Details folgen sicher dann, wenn sie fest stehen. Wichtig ist ja erstmal nur, das die Meilensteine festgeklopft werden!

Nachtrag: Eine kleine Laugenpumpe

Neben der Bootsbeschaffung und Reiseplanung widme ich mich verschiedenen Hausmeistertätigkeiten. So wurde bereits der Geschirrspüler mit harmlosen Ersatzteilen versorgt, der Trockner ersetzt oder der Dachboden aufgeklart.

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Wäschemeister der Familie Wiedekamm geriet die Laugenpumpe unserer BOSCH MAXX 6 Waschmaschine in mein Blickfeld. Besser gesagt in mein Gehör: Immer wenn es ans Abpumpen ging klapperte und klöderte es…und das schon seit Monaten! Ok, immer mal wieder das Sieb gereinigt und tolle Dinge gefunden (Geld, Nägel und natürlich Knöpfe). Aber es war wohl nur eine Frage der Zeit bis die Pumpe ihren Geist aufgibt und vor dem Hintergrund einer Katastrophenprävention wurde ein Austauschprojekt („Replacement“) definiert.

Natürlich steht am Anfang die Ersatzteilbeschaffung – und die Beantwortung der Frage „Lohnt sich das überhaupt noch?“.

Also flux auf die BOSCH Ersatzteilwebsite und über die Typennummer und Explosionszeichnung die Pumpe auch schnell gefunden – soll aber 80 € kosten. Hmmmm. Lohnt sich das überhaupt noch…

…also GOOGLE bemüht und nach Alternativen gesucht. Viele, viele Treffer und auch wirkliche Alternativen. Aber, so stellte sich die Frage, kann es sein das die gleiche Pumpe woanders die Hälfte kostet?

Na ja, probieren es also einfach. Bei www.ersatzteilbestellung.de das Teil bestellt und im CheckOut kurz mal über die Zahlungsmethoden gestolpert (Vorkasse oder Sofortüberweisung (…wie doof muss man eigentlich sein um seine Homebanking-PIN auf einer fremden Website einzugeben?)) und los gings für (Achtung!) 40 €.

Zwei Tage später war das Teil da und wollte eingebaut werden.Vor dem Hintergrund unseres Projekts „Lange Reise“ also eine ideale Trainingssituation für die Crew: „Mannschaft Assestiert Skipper bei schwieriger Montage an Maschine“. An einem Freitag Nachmittag die Waschmaschine von Netz und Leitungen getrennt, entwässert und schwups montagefreundlich auf eine Wasserkiste gewuchtet. Alte Pumpe ausbauen und sich einprägen, wo was wie verdrahtet und angeschlossen ist. Dann zwei Überraschungen:

  • Die alte Pumpe ist völlig identisch mit der neuen – also nicht die Spur von „Originalersatzteil“. Sogar das Typenschild ist identisch!
  • Geld, wir haben Geld gefunden: Im Zulaufschlauch von der Trommel zur Pumpe und in der Pumpe habe wir weitere Geldstücke gefunden, in der Summe so 24 € Cent – wir sind reich! Aber nicht das einer denkt, wir wären Geldwäscher!

Also die neue Pumpe rein und leichte Begeisterung wie „idiotensicher“ das Ganze aufgebaut ist: Die Stecker sind verpolungssicher, die Schläuche haben Kerben und passen nur auf eine bestimme Art und die (Klemm-) Schlauchschellen sind mit einer Zange einfach zu handhaben. Das die Pumpe im Gehäuse nur eingesteckt wird und mit nur eine Schraube fixiert wird setzt der Einfachheit die Krone auf…wohl der Produktion in Niedriglohnländern geschuldet?

Maschine wieder aufgebaut, angeschlossen und Probelauf: Erfolg, Erfolg, Erfolg! Die Pumpe pumpt nahezu geräuschlos („wie am ersten Tag“) kein unerwünschter Wasseraustritt und gegenseitiges Schulterklopfen über die gelungene Operation. Tolle Crew – der Bootsmotor kann sich schon mal warm anziehen!

Fazit: Die Jungs von BOSCH bauen tolle, wartungsfreundliche Waschmaschinen, haben eine gute (wenn auch langsame) Ersatzteil-Website und sind dafür doppelt so teuer wie der „freie Markt“. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Heute, da ich diesen Artikel endlich schreibe fällt mir auf, das es die Pumpe auch bei eBAY gibt. Für 30 € – vom gleichen Verkäufer (GEHG GmbH alias www.ersatzteilbestellung.de).

Die Geschichte stellt einmal mehr klar das man als Verbraucher „den richtigen Preis“ nicht mehr kennen kann. Es bleibt immer das Gefühl das man das identische Produkt irgendwo für die Hälfte bekommt – oder sogar darunter!

Peter.

 

Status Bootskauf

Vergangene Woche war ich Dienstag / Mittwoch (31.01-01.02) wieder in den Niederlanden um potentielle Boote genauer unter die Lupe zu nehmen.

Diesmal war es eisig kalt – aber zum Glück waren die Boote in Hallen und die Verkäufer bzw. Makler haben dafür gesorgt das sie ein wenig geheizt wurden. Bei zwei Booten sind wir heute in konkrete Verhandlungen eingestiegen – mal sehen ob sich die Preisvorstellungen annähern.

Auf der Reise habe ich ein paar Bilder geschossen. Neben einem Bild von meinem Strandhotel (was von aussen deutlich schlimmer aussieht als es von innen ist) gibt es auch zwei Bilder eines unglaublichen J-Class Neubau aus Aluminium der bei einer Werft einfach so auf dem Hof stand. Aber keine Sorge – das ist nicht unsere Kragenweite 😉

Hier werden die J-Class Boote sehr gut beschrieben.

Ergebnisse Hollandreise

Am Dienstag und Mittwoch war ich mit einem Gutachter und einem Segelfreund in den Niederlanden. Wir wollten ein konkretes Boot auf Herz und Nieren überprüfen. Allerdings kam der Gutachter relativ schnell zu dem Schluss das ich besser die Finger davon lassen sollte.

Also haben wir den zweiten Tag genutzt um bereits vorausgewählte Alternativboote in einer Erstbeschau anzusehen. Allerdings ist es keine leiche Sache denn man muss sein neues Boot erstmal leiden mögen – erst dann kann ein Gutachter mit der technischen Prüfung bei der Kaufentscheidung helfen.

Das Ergebnis dieser Reise ist also nun, das ich nicht weiter über den Kaufpreis eines konkreten Boots verhandeln muss, sondern eine weitere Holland-Reise organisieren werde um mit Heidi andere Boote vor-auszuwählen. Dann (natürlich) wieder eine Gutachterreise.

So kann man auch seine Zeit verbringen – wenn die lange Autofahrt nicht wäre…die Niederlande sind eigentlich ein ganz nettes Pflaster!

Peter.