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Beauty Farm, 7 also kurz vor 10

Im Moment sieht es so aus, als ob wir unter 10 Beauty-Farm Berichten bleiben können…

…mit anderen Worten: WIR SIND AUF DER ZIELGRADEN!

OK, es ist noch eine Menge zu tun, aber das ist eben nur eine „Menge“ und nichts kompliziertes mehr. Woran man das merkt?

Relingsdeckel: Pure Kunst!

Während die Werft die letzten Teak-Arbeiten abschließt haben wir angefangen, die ganzen (noch demontierten) Beschläge zu polieren.


POLIEREN!

Normaler Weise ein klares Zeichen von Langeweile an Bord.


Was für ein Fummelkram: Die kleinsten Umlenkrollen, die fettesten Klampen, die längsten Seezäune und die niedlichsten Spannschrauben. Aber besser so: Ganz relaxt im Garten bei Sonnenschein sitzend vor sich her polieren als so: Die Teile im eingebauten Zustand an den unmöglichsten Stellen wieder zu neuem Glanz erwecken!
Wären da nur nicht noch zwei volle Materialkisten! Die Steuerbordkiste haben wir jetzt nach gut 10 Arbeitsstunden durchpoliert, die Backbordkiste und die Winschen warten noch auf ihre Spezialbehandlung.

Andere Boote gehen bei dem tollen Wetter schon ins Wasser, da wird man glatt neidisch!


Also schön mit polieren ablenken, gell?

Was gibt es noch?
Unser Mast ist noch nicht lackiert. Soll direkt nach Ostern an die Reihe kommen. Dann müssen da noch alle Beschläge wieder ran. Unsere Segel sind fertig und liegen in Kiel zum Abholen bereit…wollten wir erst machen, wenn es mal wieder richtig regnet. Bloß keine kostbare Sonne mit langer Autofahrt vergeuden!
Die neue Sprayhood und die Persenninge lassen noch auf sich warten…komisch, das die Damen und Herren Segelmacher so was immer auf den letzten Drücker machen?

Die neuen Decksluken sind montiert und ich werde nun versuchen, die alten bei eBay zu verhökern. Erscheinen mit zu gut, um sie in den Müll zu schmeißen. Ich bin schwer gespannt, was die noch so bringen…

Nun denn: Das Ende ist nah´, die Sonne scheint und es wird wärmer!

Peter.

Beauty Farm, Nummer 6!

Gestern war Weihnachten. Also so in etwa. Fast. Quasi.

Denn auspacken durften wir noch nicht.

Blick auf den Rumpf unter die Abdeckung. Antifouling erst Ende April.

Der STORMVOGEL steht jetzt wieder in der Montagehalle, frisch lackiert. In Hochglanz. Und damit bei den nun folgenden Montagearbeiten der schöne Lack nicht zerkratzt, wurde alles geschickt verhüllt. Natürlich haben wir dennoch einen Blick unter die Schutzhülle geworfen – man will ja schließlich wissen, wie es aussieht!

Ach wie schön!!!

Frisch lackiert, neue Fugen beim Übergang vom Aluminium auf das Teak.

Das Rumpf-Blau haben wir einen Tick dunkler als Ursprünglich gewählt, das Weiß genau so wie es war. Selbst jetzt in der Halle bei diffusem Licht wirkt das alles schon sehr gut! Die Abnahme der Lackierung steht zwar noch aus – dafür brauchen wir natürlich noch richtiges Licht und keine Verhüllung wie jetzt, aber soweit wir das nun  beurteilen können: Astreine Arbeit!

Der Bootsbauer, der nun die Holzarbeiten an Deck ausführen wird, meinte nur: „Klar, sieht noch etwas wüst aus, aber alle Holzteile sind schon vor-gefertigt und fertig zum Einbau. Das geht jetzt schnell!“

Das Teak im Cockpit kommt natürlich wieder – GARANTIERT!

Ich denke ja nur, das hoffentlich bald die Fenster wieder drin sind. Dann sieht das Boot doch gleich wieder sehr manierlich aus. Ich war auch kurz unter Deck und war sehr begeistert von dem Stand der Holzarbeiten dort. Man denkt, die Verkleidungen und Kanten seien alle neu – dabei sind sie „nur“ überholt. Auch hier: Echt gute Arbeit.

Decksluken-Einfassung – wie neu!

 

Kombüsen-Schubladen: Wie neu!

Die Sonne scheint ja nun schon wieder öfters, also machen wir Pläne!

Endlich: Lackierte Relingfüße!

 

Wir hoffen, ab Anfang April den STORMVOGEL wieder zurück zu bekommen und unsere Montage-Arbeiten (also alles das wieder anbauen, was wir im September 2016 selbst abgebaut haben) mit Ruhe und Bedacht in der Halle erledigen können. Dann Anfang Mai ins Wasser, auftakeln, Probefahrt, ausrüsten und einrichten.

Ja, und wenn das alles geklappt hat, dann freuen wir uns jetzt schon auf Mitte Mai: Zwei Wochen Dänische Südsee als ausgedehnten Vor-Saison Probeschlag.

Wird auch Zeit.

Runter vom Sofa, raus aufs Wasser!

Peter.

Beauty Farm, Nummer Fünf!

Manchmal kommt ja schon die Sonne in Elmshorn heraus (echt, kein Seemansgarn!) und es wird schon gegen 7 Uhr am Morgen hell.

Das sind die untrüglichen Zeichen einer beginnenden Segelsaison!

Ganz zweifellos.

Wie gut das unser umfangreiches Refit Projekt an unserem schönen STORMVOGEL vom Typ KOOPMANS 48 voll im Zeitplan ist! Natürlich sieht das Boot noch schwer nach Baustelle aus, aber das ist beim lackieren ja auch normal: Sämtliche Vorarbeiten dauern ewig und werden mit Auftrag der Lackschicht auf einmal unsichtbar. Mit einem Schlag sieht das Boot wie neu aus – jedenfalls vom Lack her.

Wie gut, das alle Arbeiten von Seiten der Werft permanent im Bild dokumentiert werden und ich meine eigenen Fotos mache, wenn ich das Boot mal wieder besuche.  Der STORMVOGEL ist immer noch in der Lackierhalle. Nach dem Vorschleifen wurden die Korrosionsflächen gestrahlt, grundiert und gespachtelt. Der Auftrag der Epoxyspachtelmasse ist wohl die wahre Kunst des Lackierers, denn die Flächen müssen vollkommen glatt werden und nahtlos an vorhandene Oberflächen anschließen. Immer wieder Zwischenschleifen und auf-spachteln. Das dauert seine Zeit, wenn es gut werden soll – und das soll es!

Bei meinem letzten Besuch war das Boot kurz vor „fertig zum lackieren“. Entsprechend bin ich gespannt, wann ich zum „gerade fertig lackiert“ kommen darf!  

Im folgenden ein paar Highlights:

a) Anker
Den Anker habe ich vom Feuerverzinker wieder bekommen. Sieht wie neu aus und hat gerade mal 60 € gekostet. Astrein!

b) Borddurchlass für Heizungs-Auspuff
Wie bereits beschrieben gab es hier eine unliebsame Überraschung – mittlerweile wurde das Loch ausgeschnitten und mit einem neuen Aluminium-Stück zu geschweißt und gespachtelt. Später dann wird wieder an gleicher Stelle ein Loch für den Auspuff der Heizung gebohrt und so das Problem fachmännisch gelöst.

c) Neue Decksluken
Unsere neuen Decksluken von GOIOT sind gekommen. Klar, „ganz neu“ sieht immer gut aus. Was ich aber wirklich gut finde ist, das die wirklich 1:1 genau so gebaut sind, wie die alten. Schön massiv und solide. Es gibt tatsächlich Produkte und Hersteller, die nicht dem Zeitgeist hinterher hecheln.

d) Kleinteile
Die Werft hat alle Kleinteile aus Alu extern zum Sandstrahlen gebracht und pulverbeschichten lassen. Somit sind die Teile optimal vorbereitet, um sie mit der richtigen Farbe lackieren zu können.

Soweit diese Akualisierung.

Peter.

Beauty Farm, schon die Vierte!

Erstmals in diesem Jahr waren wir wieder auf der Werft und haben unseren STORMVOGEL besucht.


Unsere Aluminium Yacht steht mittlerweile in der gut beheizten Lackierhalle und wird für die Lackierung vorbereitet. Alle von Korrosion betroffenen Oberflächen wurden mittels Sandstrahlen auf ihre ursprüngliche Beschaffenheit zurück geführt. Im Detail gab es hierbei noch kleine Überraschungen und wir müssen noch etwas mehr Teak weg nehmen, als wir ursprünglich gedacht haben.

Insbesondere das Aluminiumfundament der Doradenlüfter muss großflächiger behandelt werden, als zunächst gedacht.

Schön war diese Überraschung nicht, bedeutet dies doch erwähnenswerten Mehraufwand. Aber natürlich ist es besser, diese Stellen jetzt auch ordentlich mit zu machen als dort zu pfuschen.  


Nach dem Sandstrahlen wurden die Flächen fünf mal mit einer jeweils hauchdünnen Schicht Grundierung überzogen. Erst darauf wird dann gespachtelt und später dann lackiert.


Mit den auf den Bildern sichtbaren roten Klebestreifen haben wir das Boot in Abschnitte unterteilt um so zu dokumentieren, in welchen Bereichen gearbeitet wurde und wo nicht. Das ist für die spätere Garantiephase wichtig.


Ansonsten geht das Projekt seinen Gang. Sehr viel Hand- und Detailarbeit. Das dauert.

Peter.

Steve Rothery Band im Knust, Hamburg 4. Januar 2017

Unsere Konzertsaison 2017 haben wir  jetzt schon Anfang Januar eröffnet. Der Lifetime Gitarrist von MARILLION, Herr STEVE ROTHERY spielte im Rahmen einer kurzen Solo-Deutschlandtourne am Mittwoch, den 4. Januar 2017 im HAMBURGer KNUST.

Sehr trickreich hatte ich Heidi zwei Eintrittskarten zu Weihnachten geschenkt. Schlau, nicht wahr? Heidi war denn auch ganz froh´ ein paar vertraute Gesichter vom Fanclub THE WEB GERMANY wieder zu sehen und einen Platz mit guter Sicht zu bekommen.

Natürlich macht es wenig Sinn, wenn ein Gitarrist alleine auf der Bühne stehen würde. Also gibt es die Steve Rothery Band (STB) – wie sich heraus stellt, eine echt muntere Truppe! Die Begleitcombo besteht aus den Herren DAVE FOSTER (Gitarre), YATIM HAIMI (Bass), RICCARDO ROMANO (Keyboards) und LEON PARR  (Drums).

Eben jener Dave Foster macht auch eigene Musik und spielte zu Anfang des Konzerts ein paar Stücke seiner neuen Platte „DREAMLESS“. War OK, aber aus meiner Sicht eben auch nur Vorband. Danach betrat dann der Meister selbst die Bühne und in gleicher Formation ging es weiter. Erstaunlich, wie anders sich die Musik auf einmal anhört. Das aktuelle Solo-Album von STEVE ROTHERY heißt „THE GHOSTS OF PRIPYAT“ und kommt völlig ohne Gesang aus. Mit zwei Gitarren kommen solche Instrumental-Stücke live natürlich schon sehr kraftvoll rüber. Ich kannte die Platte vorher nicht und „muss“ mir die jetzt „leider“ kaufen…denn die paar Stücke haben mir spontan sehr gut gefallen!

Aber, und das ist leider wirklich wahr:
Erst im Dritten Teil des Konzerts ging es richtig, also ich meine so richtig, richtig ab: Der Sänger MARTIN JAKUBSKI betritt die Bühne und es werden die Uralt-Kamellen der ersten vier MARILLION Platten aus den 1980´igern zum Besten gegeben. Ich bin ja nicht so für das alte. Alles hat seine Zeit. Auch die Musik. Aber ich muss zugeben: Ich war sofort voll mit dabei! Mensch, hat das Spaß gemacht! Mein absolutes Highlight war WHTITE RUSSIAN von der 1987 erschienen LP CLUTCHING AT STRAWS.

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Da stehe ich also. Über fünfzig Jahre alt. Inmitten anderer reiferer Herren, die aber mit meist weniger Haaren auf dem Kopf. Dreißig Jahre später.

Und gröle voller Inbrunst den Refrain mit: „RACIN´ THE CLOUDS HOME“.

Aus dem Stehgreif. Ohne nachzudenken. Alles noch da.

Wie gesagt. Eigentlich stehe ich nicht auf die Darbietung Uralter Sachen. Als wir dann mit GARDEN PARTY und einem extrem kraftvollen MARKET SQUERE HERO verabschiedet werden, tobt das KNUST und nicht nur ich frage mich, was denn hier gerade abgegangen ist. Ein sichtlich erfreuter STEVE ROTHERY verabschiedet sich dankbar und taucht später auch noch für Autogramme am Merchendise Stand auf.

Wer also immer die Gelegenheit hat, STEVE ROTHERY auch mal solo live zu sehen, der sollte sich Karten besorgen. Es lohnt sich. Absolut!

Peter.

P.S.:
Die paar beschissenen Bilder in diesem Beitrag habe ich wieder mit der GOPRO gemacht. Das war das letzte Mal. Das Teil nehme ich nie wieder auf ein Konzert mit. So ein Schrott. Jetzt suche ich also nach einer kleinen handlichen Kamera, mit der man super Konzertbilder machen kann. Also muss sie extrem lichtstark sein. Und sehr einfach zu bedienen. Robust. Keine beweglichen Teile. Ich habe eine Mission…

Verkaufsseite

Das neue Jahr hat begonnen und gerade so „just-in-time“ haben wir ein selbstgestecktes Projektziel erreicht.

Auf unserer neuen Internet-Seite www.koopmans48.com bieten wir unsere Segelyacht STORMVOGEL professionell zum Verkauf an:

Die Seite ist komplett in Englisch geschrieben, inhaltlich anders aufbereitet  aber im Kern natürlich die gleichen Aussagen wie auf unserer Homepage. Es handelt sich ja schließlich um das gleiche Boot.

WWW.KOOPMANS48.COM basiert zwar technisch wieder auf WORDPRESS, ist aber aufgeladen mit einer Vielzahl an Plug-Ins, die meisten davon kostenpflichtig. Es zeigt sich halt immer deutlicher, das sehr gute, wirklich kostenlose Software ausstirbt. Denn auch ein Software-Entwickler/in möchte mal in Urlaub fahren, vielleicht eine Familie gründen und ein Haus bauen…das kostet Geld und dieses Geld muss mit der eigene Hände Arbeit (bzw. Gehirn) verdient werden. Ich finde das durchaus OK – ist jedenfalls ehrlicher als miese „kostenlose“ Weichware.

Im folgenden hier kurz die verwendeten Module für interessierte Internet-Seitenbauer:

  • Theme „GENESIS“
    • Dieses Theme wird von der Firma STUDIOPRESS hergestellt und vom eigentlich verwendeten IMAGELY Theme ANSEL „nur“ als Softwarebibliothek verwendet. Es kommt zwar auch mit eigenen modernen Benutzeroberflächen – die sind aber nicht so schick wie die von IMAGELY. Muss einzeln für knapp 60 US$ beim Hersteller erworben werden. Nach meinem Verständnis ist das eine Lifetime-Lizenz, aber der Support endet nach einem Jahr…dann also auch keine Updates mehr (?).
  • Theme  „ANSEL“
    • Das WORDPRESS Theme ANSEL ist eine super-moderne, sehr schöne Oberfläche für alle Endgeräte. Ein wenig verwirrend sind die beiden Namen für ein-und-denselben Hersteller. Offenbar benennt sich der gerade von PHOTOCRATI in IMAGELY um.  Oder so ähnlich. Etwas verwirrend. Aber wie auch immer: PHOTOCRATI hat vor Jahren das damals kostenlose PlugIn NextGenGallery gekauft und komplett neu geschrieben und zusätzlich eine kostenpflichtige „Pro-Version“ auf den Markt geworfen. Dabei sind im ersten Wurf wohl so viele Fehler eingebaut worden, das der Ruf erst mal völlig ruiniert war  – auch ich musste damals auf wiedekamm.com wieder auf die alte Version zurück. Nun aber ist alles gut und IMAGELY bietet neben den Oberflächen (Themes) auch das nun wirklich tolles Bilder-PlugIn „NextGenGallery PRO“ an. Ich habe das Bundle aus Themes und PlugIns gekauft – wieder für ein Jahr, danach endet der Support, wenn man nicht neu kauft. Gut 100 US$ dafür…
  • PlugIn „NextGenGallery PRO“
    • siehe oben
  • PlugIn „Gravity Forms“
    • Für die Kontaktseite wollte ich einen passenden Formulargenerator. IMAGELY empfiehlt das von ROCKETGENIUS und nach kurzer Durchsicht habe ich das dann auch noch für 40 US$ gekauft. Vielleicht etwas oversized für diese Anwendung, aber dieses PlugIn ist ebenfalls sehr gut gemacht und leicht anzuwenden.
  • PlugIn „RegenerateThumbNails“
    • Kleines Tool um die Vorschaubilder neu zu erzeugen. Wird von ANSEL benötigt.
  • PlugIn „YOAST SEO“
    • Wahnsinns-SEO PlugIn von einem deutschen Hersteller. Absolut unglaublich, was in der kostenlosen Version alles drin ist. Textanalyse, SEO Vorschläge und ein Ampelsystem das dem Autor zeigt, wie gut der Text und dessen Suchbarkeit wirklich ist. Wenn man dieses PlugIn installiert muss man sich darauf einlassen, das man jeden geschrieben Text mehrfach überarbeiten muss damit er von YOAST SEO mit „grün“ markiert wird.

Soweit zur Softwarebasis der neuen Seite. Im Hinterkopf reift der Gedanke, unsere Hompage ebenfalls auf dieses Basis zu heben. Was mich noch davon abhält ist die damit entstehende Abhängigkeit zu den vielen Softwarelieferanten. Das wird alles nur komplizierter…

…wie immer im Leben.

Peter.

Beauty Farm, die Dritte

Kurz vor Weihnachten nochmal unser Boot besucht.

Was für eine Freude, diesen tollen Arbeitsfortschritt zu sehen, aber es gab auch eine unangenehme Überraschung. Dazu später mehr.

Die Flächen, auf denen das Teak OK ist, werden nur angeschliffen

Aufgrund von internen Arbeitsabläufen in der Werft wurde entschieden, bereits jetzt die zu ersetzenden Teak-Leibhölzer komplett samt Sperrholz-Unterbau herzustellen und einzupuzzeln. Das ist wirklich eine Puzzel! Wenn das erledigt ist, geht es an die Vorbereitung der Aluminiumhülle.

Ich denke, die Bilder sind fast selbst erklärend – man erkennt sehr gut den Ansatz und das Vorgehen.

Hier erkennt man sehr gut die neuen Leibhölzer um den Aufbau herum

Eine fast Böse Überraschung war die Demontage des Auspuff-Rohrs für die Heizung. Das Edelstahl-Teil war völlig un-isoliert in den Aluminium-Rumpf montiert und die durch die unterschiedlichen Metalle entstandene galvanische Korrosion hat die Aluminium-Hülle angefressen. Also quasi die Bohrung größer gemacht. Gehalten wurde das nur noch durch den Epoxy Spachtel und auch nur dadurch war es dicht – denn das Auspuffrohr liegt nur knapp über der Wasserlinie!

Das ist das tolle an Aluminium: An der Kante angefressen, aber Milimeter weiter wieder gesundes Material
Der alte Auspuffstuzten – aus Edelstahl

Wir ärgern uns kurz darüber. Nicht, das das passiert ist. Nein, wir ärgern uns weil die Werft in NEUSEELAND bereits den Job hatte, das zu verbessern. Offenbar haben die aber den Abgasstutzen nicht ausgebaut, sondern einfach nur rund herum die Korrosion beseitigt, munter auf- und angespachtelt und lackiert. Sah´ eine Zeitlang wirklich gut und OK aus – aber, wie sich nun heraus stellt, eben mangelhaft ausgeführt.

Was für eine Augenweide! Alle Stoßkanten/Kanten geschliffen und lackiert

OK, das ist Schnee von gestern (von 2014) und eigentlich keine Aufregung wert. Erst Recht wenn wir jetzt die Gewissheit haben, das die Werft in Deutschland einen astreinen und sehr professionellen Job macht. Das Problem ist heilbar. Wir warten noch auf die Aufwandsschätzung für (a) Neues Stück einschweißen und dann neue Bohrung herstellen oder (b) Bohrung vergrößern und einen größeren Abgas-stutzen einbauen.
Und letztlich: Besser jetzt entdeckt und behoben als später auf See ein Leck eben über der Wasserlinie.

Wer mit Teak arbeitet, muss wohl aucch gut puzzeln können

So gehen wir also alle beruhigt in die Weihnachtspause – und mit dem guten Gefühl, den STORMVOGEL wieder ordentlich in Form zu bringen.

Hier noch ein paar Bilder mehr – weiter gehts im Januar 2017.

Peter.

Oh Du Dänemark!

Über Heiligabend wollte keiner nach Dänemark…

…da fahren Heidi und ich doch einfach jetzt mal kurz zu zweit in die Dänische Einöde.

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Posing am Strand

Neben dem winterlich rauen Charme der Dänischen Nordseeküste auf Höhe des RINGKÖBING FJORD findet man hier die nötige Ruhe zur bevorstehenden Besinnlichkeit, unendliche Weiten für ausgedehnte Spaziergänge – und, wer hätte das gedacht? – echtes Weihnachtsbier!

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Bescherung

Ist ja auch ein Ding. Unser MARKTKAUF in ELMSHORN hatte in den vergangenen Jahren immer das super-leckere TUCHER Christkindlesmarkt Bier im Dezember im Saison-Sortiment. Jetzt, im Jahre des Herren 2016 nicht mehr. Sehr merkwürdig! Habe ich etwa zu wenig davon konsumiert? Hat TUCHER desshalb die Belieferung nördlich der Elbe eingestellt?

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Also tröste ich mich am menschenleeren Strand von HVIDE SANDE mit einer (!) Dose TUBORG JULEBRYG über den anstehenden TUCHER Christkindlesmarkt Bier Entzug und gebe einfach gleich mal pauschal zu Protokoll, das Alkohol wirklich nicht alles im Leben ist!

Und schließlich kommt über Weihnachten ja auch Besuch ins Haus und bringt hoffentlich das ebenfalls köstliche TANNENZÄPFLE Bier aus den südlichen deutschen Landen mit.

Oh, Du fröhliche!

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Keine Spur von Eifersüchteleien auf die Ausreisenden der BELLA, die Heimkehrenden der SOUTHERN STAR oder die ewig Weiterreisenden der MAUNIE. Ihr habt euer Seglerleben – ich habe mein Weihnachtsbier!

Peter.

P.S.: Noch ein paar Bilder von HVIDE SANDE. Auf der Werft hat sich in den letzten Jahren mächtig was getan! Scheinen jetzt ganz groß im Geschäft mit der Wartung der Offshore-Windkraft-Katamarane zu sein. Aber Fischer gibt es hier natürlich auch immer noch. Und Räucherfisch, Weißbrot und Weihnachtsbier – da ist es ja wieder!

VIAGOGO

Quelle Titelbild: viagogo.de

Alle Welt ärgert sich über den Ticketanbieter VIAGOGO, weil man nur dort für sehr viel Geld Eintrittskarten für Konzerte kaufen kann, die offiziell bereits ausverkauft sind.

Das offizielle Geschäftsmodell, nämlich als Makler zwischen Verkäufern und Käufern aufzutreten und an einer Vermittlungsprovision im Erfolgsfall zu verdienen, ist nicht verwerflich und schon gar nicht angreifbar.

Schließlich wird der oft vier- oder fünffach höhere Ticketpreis vom Verkäufer verlangt, nicht von VIAGOGO. Die durchaus üppige Vermittlungsprovision, die VIAGOGO für eine erfolgreiche Vermittlung erhebt (ca. 30%) ist dem Umstand geschuldet, das VIAGOGO eine Gültigkeits-Garantie für die Tickets gibt und, viel entscheidender, ein hoher manueller Aufwand bei VIAGOGO entstehen kann, wenn die Tickets den Eigentümer wechseln.

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Quelle: viagogo.de / Verknappung vom ersten Moment an

Die offizielle Story ist ja auch zu schön um wahr zu sein:

Kunde A kauft regulär im offiziellen Vorverkauf Tickets für ein Konzert, stellt eine Woche vor dem Konzert fest, dass er auf keinen Fall dabei sein kann und bietet nun seine regulär erworbenen Tickets über VIAGOGO an. VIAGOGO unterstützt Kunden A bei der Kaufpreisfindung, weil VIAGOGO zumindest auf der eigenen Website die Nachfrage messen kann. Ist das Konzert ausverkauft, ist der Preis natürlich höher, das Kunde A mal bezahlt hat. Kunde B findet die Tickets bei VIAGOGO, kauft diese und ärgert sich zwar über die viel zu spät im Verkaufsprozess angezeigten hohen VIAGOGO Gebühren und über die m.E. unlauteren Verknappungsmethoden während der Transaktion, kauft aber schließlich doch und wartet sehnsüchtig auf die Tickets.

VIAGOGO fordert nun Kunde A auf, die Karten an VIAGOGO zu senden und schickt sie per Kurier an Kunde B weiter. Kunde A erhält sein Geld von VIAGOGO aber erst drei Tage nach dem Konzert, um eventuell gefälschte Tickets auffliegen zu lassen. Kunde B zahlt natürlich per Kreditkarte „sofort“ an VIAGOGO.

Gegen all das kann keiner etwas haben. Und hat wohl auch keiner – nüchtern betrachtet.

Allein, diese offizielle VIAGOGO Geschichte ist offensichtlich erstunken und erlogen.

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Quelle: viagogo.de / Druck machen, bald ist es zu spät! An hohe Preise gewöhnen

Eine Maklerplattform wie VIAGOGO lebt davon, dass immer ausreichend Tickets für alle relevanten Veranstaltungen auf VIAGOGO vorhanden sind. Ansonsten würde sich ja kein Käufer auf diese Seite verirren.

Ein Internetangebot wie VIAGOGO ist nicht darauf angelegt, mit dem eigentlichen Geschäftsmodell einen hübschen Gewinn zu erzielen. VIAGOGO ist als Risikokapitalfinanztieres Unternehmen (Quelle THE GUARDIAN) darauf angelegt, schnell große Reichweite, Umsatz und Marktanteil zu erringen und so den Unternehmenswert zu steigern. Wenn denn ein (viel) größeres / reicheres Internet-Unternehmen in den Markt einsteigen möchte, werden Unternehmen wie VIAGOGO für richtig viel Geld verkauft und die Macher erzielen erst dadurch ihren persönlichen Gewinn (Quelle THE GUARDIAN).

Für den großen Erfolg sind also viele echte Tickets wichtig. Nur so steigt die Bedeutung der Plattform.

Wenn VIAGOGO dabei jedes Mal auf die vielen kleinen „Privatkunden A“ warten würde, der sich Konzertkarten gekauft hat, aber dann doch verhindert ist, dann wäre das Angebot auf VIAGOGO wohl recht mau.

Und nun wird es richtig spannend.

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Quelle: viagogo.de / Pure dramatik; Technischer Nonsens.

Zum einen scheint es professionelle Händler zu geben, die auf eigene Rechnung regulär im Vorverkauf Eintrittskarten kaufen und dann über VIAGOGO wieder verkaufen – ganz so, wie man es früher auf der Straße vor dem Veranstaltungsort erlebt hat. Schwarzmarkt eben.

Zum anderen scheint VIAGOGO selbst als Kartenkäufer – und Verkäufer in einer Person zu handeln. In dem mit versteckter Kamera gefilmten Beitrag von JustMeSTKK aus 2012 wird um Minute 23 herum sehr glaubhaft geschildert, das es bei VIAGOGO ein Käuferteam gibt, das, ausgestattet mit hunderten verschiedener Kreditkarten und Tarnadressen selbst Karten kauft – um sie dann x-fach teurer weiter zu verkaufen.

Nun ist dieser Bericht aus 2012 – in einem anderen aktuellen THE GUARDIAN Bericht aus Oktober 2016 wird davon berichtet, das mittlerweile auch professionell entwickelte Softwareroboter diesen Job übernehmen. Das macht aus meiner Sicht ja auch hochgradig Sinn, denn es geht ja darum, in den ersten Minuten (gar Sekunden) nach offiziellem Verkaufsstart möglichst viele Tickets zum möglichst günstigsten Preis in sehr schneller Zeit zu kaufen. Das kann eine Software viel besser als viele Menschen. Ein menschlicher Käufer muss ja z.B. immer erst den Seitenaufbau des Browsers abwarten – Software kann im Hintergrund parallel viel schneller arbeiten.

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Quelle: viagogo.de / Schnappathmung setzt ob der hohen Preise ein

Zitat THE GUARDIAN:

„1.000 U2 Tickets für den MADISON SQUERE GARDEN in einer Minute“.

Solche Bots kennt man ja schon seit Jahren von eBay – in diesem Umfeld gibt es Bots, die automatisch Gebote abgeben, damit man das Objekt der Begierde zum günstigen Preis ersteigern kann.

Was mich wundert ist, dass diese Beweise und Anschuldigungen nicht neu sind – immerhin vier Jahre alt – und schlicht nichts passiert. Da reden alle immer über Cyberkriminalität, dann passiert sie im großen Stil, ganz offensichtlich tagtäglich und keiner unternimmt erfolgreich etwas dagegen.

Nicht die Bands.

Nicht die Veranstalter.

Nicht die Verbraucherschützer.

Nicht die Fanclubs.

Vielleicht liegt das ja auch schlicht an Unwissenheit – wie so oft wird immer da richtig viel Geld verdient, wo viele unwissende einen großen Markt herstellen.

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Quelle: MARILLION.COM

Als ich am 5. Dezember 2016 um 12:45 Uhr (Ortszeit LONDON) 45 Minuten nach dem offiziellen Vorverkaufsstart auf www.myticket.co.uk Eintrittskarten für das MARILLION Konzert in der ROYAL ALBERT HALL in LONDON am 13. Oktober 2017 kaufen wollte, waren diese ausverkauft.

Wer bitte schon glaubt denn so was?

MARILLION. In der größten Halle der Bandgeschichte. In einem Jahr. Nach 45 Minuten Sold Out?

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Quelle: viagogo.de / Ganz am Ende wird es richtig teuer.

Je nach Angabe fasst die ROYAL ALBERT HALL 8.000 bis 9.500 Zuschauer. Das ist so ziemlich genau die Anzahl von Menschen, die man als MARILLION Hardcore-Fans bezeichnen kann. Nicht im Vereinigten Königreich, nein, Weltweit! Denn 8 – 9 Tausend Vorbesteller für neue MARILLION CD´s gibt es im Schnitt. Die sind es gewohnt, Monate vor Veröffentlichung die Katze im Sack zu kaufen – und auch direkt per Vorkasse zu bezahlen. Selbst wenn jeder dieser Hardcore Fans also noch jemanden mit bringen würde, wäre man bei einer Hardcore-Nachfrage von 20.000 Karten für ein Konzert in der ROYAL ALBERT HALL in 11 Monaten.

Ich habe über VIAGOGO zwei Tickets im „Block Arena B , Reihe 13“ am 5. Dezember 2016 um 15:30 Uhr gekauft und per Kreditkarte sofort bezahlt. Über MYTICKET muss sich ja nun heraus finden lassen, wer alles diese Reihe 13 gekauft hat und wer sich davon nach nur drei Stunden wieder trennen wollte. Ist halt ein bisschen Rechercheaufwand. Nach meiner Erinnerung warb VIAGOGO zu diesem Zeitpunkt mit der Aussage, nur noch (ca.) 500 Tickets seien verfügbar, jetzt schnell kaufen. Ach ja, das ist ja schon fast lustig:

1) Dreieinhalbstunden nach Vorverkaufsbeginn haben also fünfhundert Karteninhaber festgestellt, dass sie zu der elf Monate später statt findenden Veranstaltung nicht kommen können und ihre Tickets bei VIAGOGO direkt wieder zum Verkauf gestellt?

2) Dadurch, dass sie die Tickets (angeblich) regulär im Vorverkauf erworben haben, mussten sie die ja auch direkt bei MYTICKET bezahlen.

3) Wenn diese Tickets nun über VIAGOGO verkauft werden, bekommen diese 500 Verkäufer ihr Geld aber erst 3 Tage nach der Veranstaltung – also frühestens am 16. Oktober 2017.

Wer, bitte schön, soll das denn glauben?!

Nicht so lustig ist aber auch, dass ich die Tickets erst drei Tage vor der Veranstaltung bekommen soll – obwohl jetzt schon bezahlt. Stornierung nicht möglich. Wieso denn das? Die Karten sind doch jetzt verfügbar? Da steckt wohl noch ein kleines zusätzliches, noch unbekanntes krummes Geschäft unter der Decke?

MARILLION freut sich angeblich über das so super-schnell ausverkaufte Konzert – vermutlich viele, viele Hardcore-Fans sitzen bedröpelt da und fragen sich, warum sie leer ausgegangen sind? Wenn das wirklich so wäre, dann wären die Herren ganz schön naiv. Das glaube ich aber nicht. Die sind recht klug und Lebenserfahren. Und stecken nun in einem echten Dilemma.

Musik ist Emotion. MARILLION ist Emotion im Quadrat!

Aus meiner Sicht ist die Sache gelaufen und nicht mehr änderbar. Natürlich könnte MARILLION aber auf die Idee kommen, mittels Stichproben zu ermitteln, ob es sich hier tatsächlich um Cyberbetrug á la VIAGOGO handelt, oder ob es doch mit rechten Dingen zugegangen ist. Denn aus meiner Sicht ist nicht nur der Fan geprellt – auch die Künstler sebst. Denn der Fan (Angebot/Nachfrage) ist ja offenbar bereit, einen höheren Preis für ein Ticket zu zahlen.
Im Überschlag: 500 Tickets zu durchschnittlich 200 Pfund statt 60 Pfund. Macht 70.000 Pfund Gewinn. Bei einem eingesetzten Kapital von nur 30.000 Pfund. Das sind mehr als 200% Gewinn. Nicht schlecht, der Specht! Zusätzlich ca. 30% Verkaufsprovision, mithin nochmal 30.000 Pfund. Und – das ist doch nun echt der Klopper, alles „im Kreis“ finanziert. Der CashOut für den ursprünglichen Kauf der Tickets wird nach wenigen Tagen vom VIAGOGO Käufer beglichen.

Der per eMail versendeten Bitte des MARILLION Fanclubs, nicht bei Anbietern wie VIAGOGO zu kaufen, folge ich nicht. Ich bin Lifetime-Fan und muss bei einem solchen „once in a life event“ dabei sein. Aber doof bin ich auch nicht und habe durchaus eine gewisse Freude daran, ein wenig zu recherchieren und diesen öffentlich lesbaren Beitrag zu schreiben.

In einem alten SPIEGEL TV Beitrag aus 2011 wird von einer VIAGOGO Panne anlässlich eines TAKE THAT Konzerts berichtet. Hier scheiterten die VIAGGOGO Kunden angeblich daran, das die Tickets personalisiert waren, die Namen aber nicht von Kunde A auf Kunde B umgeschrieben wurden und der Einlass schlicht verweigert wurde.

Nach meinem Verständnis zeigt der Bericht aber nicht einen Fall nachvollziehbar. Ist auch egal, denn personalisierte Tickets sind ja auch keine Lösung. Was ist, wenn ich die Karten verschenken will? Oder wirklich an Freunde weiter verkaufen will, wenn ich verhindert bin?

Die MARILLION Karten für das O2 FORUM Konzert in LONDON am 5. Dezember 2016 waren auch „personalisiert“. Auf beiden Karten war mein (ein!) Name aufgedruckt – der Name des Käufers. Wenn es eine entsprechende Einlasskontrolle gegeben hätte, wäre Heidi nicht mit rein gekommen?

In einem WDR Bericht aus 2013 wird eine andere Quelle von Tickets beschrieben. Angeblich tricksen Fußball-Fanclubs mit der Anzahl ihrer Mitglieder und verkloppen dann zu viel zugeteilte Fan-Kontingente über VIAGOGO, um die Vereinskasse aufzupeppen.

Und wie es so ist, mit sinnlos herum-sitzenden Seglern im Winterlager:

Warum nicht das Böse Vorbild in eine Gute Tat umwandeln?

Geschäftsidee Nummer 4711:

a) Die neue, international agierende Fan-Website „i-get-my-ticket“ wird etabliert.

b) Der Fan registriert sich dort und zahlt x Euro/Dollar/Pfund auf sein Konto ein. In seinem Konto vermerkt der Fan ebenfalls, welche Bands an welchen Orten er besuchen würde, wenn er denn ein Ticket hätte.

c) „i-get-my-ticket“ liegt auf der Lauer und mittels klug gebauter Software werden automatisch die entsprechenden Tickets unmittelbar nach Vorverkaufsbeginn gekauft. Zum offiziellen Verkaufspreis, vor den bösen Robotern von VIAGAOA & Co.

d) Natürlich erhebt „i-get-my-ticket“ auch eine Gebühr. Vielleicht nicht um reich zu werden, aber in jedem Fall um die technische hochwertige Infrastruktur zu betreiben – denn die muss durchaus ganz gut sein. Insbesondere die Internet-Verbindung zu den eigentlichen Verkaufsservern der offiziellen Anbieter muss super schnell sein – am besten schneller, als die der Bösen!

Also denn – Gauner und Halsabschneider gab es schon immer. Bei VIAGOGO bleibt immerhin die Hoffnung, dass sie wirklich liefern 😉

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Quelle: viagogo.de / Ich baue auf diese Garantie!

Peter.

London mit DAVID BOWIE, MARILLION, Blöden und Abzockern

Wieder zu Hause. Du liebe Güte! Wie anstrengend können denn bloß drei Tage in einer Großstadt sein? Wie fühlen uns, als ob wir 14 Tage in NEPAL gewandert wären.

Reisetechnisch hat alles so geklappt, wie es sollte. RYANAIR hat uns bewährt abweisend von und nach LONDON STANSTED befördert. Den NATIONAL EXPRESSS Buss-Shuttle werden wir wohl nie wieder verwenden, denn der brauchte Montagabend im Berufsverkehr über zwei Stunden zum Flughafen. Stop & Go im Bus strengt auch an!

Das PULLMAN Hotel hingegen ein absoluter Kracher. Alles sehr schön & schick, das offenbar handverlesene Personal ist so unglaublich zuvorkommend und freundlich, das uns glatt die Spucke weg bleibt. Wir kennen ja durchaus einige Hotels – das hier war wohl das Beste. Nur die Geschichte mit den Zimmerpreisen ist ein Rätsel: Die hinter dem Empfangstresen angezeigte Walk-In Rate war drei Mal höher, als die, die wir über BOOKING.COM bezahlt haben. Drei Mal höher?

Nun denn, Sight Seeing war nicht angesagt, aber ein wenig Shopping auf der OXFORD STREET. Auch mal ganz nett, aber nicht wirklich meine Welt.

Abends dann in das Musical LAZARUS – mit geschrieben von DAVID BOWIE und mit einigen seiner Songs. Tja, was soll man sagen? Sehr enttäuschend, das Ganze. Man muss wohl moderne Theaterkunst mögen. Also solche Art von Kunst, in der die Schauspieler auf der Bühne mit Blut und Milch nur so herumsauen, so dass man sich unwillkürlich fragt, wer das wohl alles wieder sauber machen soll? Die Live-Band hinter Glas immerhin sichtbar, doch die Interpretation der Songs nicht unbedingt darauf angelegt, das man welche wieder erkennt. LAZARUS sollte man wirklich nur besuchen, wenn man modernes Theater mag. Wenn man die Musik von DAVID BOWIE hören möchte, sollte man sich lieber für ca. 8% des Eintrittspreises die Best-Of Doppel-CD kaufen und ab geht die Post 😉

Tags darauf dann Segler zum Essen treffen, die unseren Blog gefunden haben…das WINDSOR CASTLE ist eine sehr gute Location wenn man in einer urigen Kneipe ein besseres Essen haben möchte, als dies normalerweise in englischen Kneipen der Fall ist.

Und dann das Highlight schlechthin! Endlich!

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Eine gewisse Aufgeregtheit den ganzen Tag über. Eine gewisse Spannung auf das, was da wohl nun kommen möge. Doch, wie so üblich in LONDON, bevor es los geht steht man in einer Schlange. Und wenn man gut 45 Minuten vor Öffnung der Türen denkt, man wäre zu spät und ganz am Ende einer ganz lange Schlange, dann liegt man falsch. Die Schlange wächst in den folgenden 45 Minuten auf die fünf-fache Länge an und belegt einen ganzen Straßenzug. Aha. So fühlt sich also ein ausverkauftes MARILLION Konzert in LONDON an?

Mir ist, als sehe ich durch einen Spiegel mit Ausblick auf die Zukunft. Durchweg ältere Herren, deutlich jenseits der 50. Manchmal in Begleitung einer Dame. Selten in Begleitung von offenkundig Jugendlichen. Nicht nur während des Schlange-stehens, auch später frage ich mich, wie das wohl in geschätzten 8 Jahren laufen soll? Dann müsste MARILLION ihr 20. Studioalbum veröffentlichen. Könnte durchaus das Letzte werden – schließlich werden diese Helden älter. Doch während die Herrn Musiker komfortabel von Haustür zu Haustür gefahren werden und nur (ja, OK, setzten wir mal nur besser in Anführungszeichen: „nur“) zwei bis drei Stunden Show abliefern müssen, warten ihre Fans in der Kälte vor der Halle mit ihrem Rollatoren und suchen den Barrierefreien Eingang, um sich dann kunstvoll und mit müden Knochen in einen Stuhl zu schwingen. Gemeinsam lauschen wir dann der Show über ein Hörgerät, das nicht nur die Gitarre von Herrn ROTHERY verzerrt…

Oh, was für eine Grusel-Vorstellung – schnell weg damit!

O2 FORUM London

Das O2 FORUM zu LONDON ist eine tolle alte Halle. Sehr schöner Ort für Konzerte. Der riesige Balkon ist mit Stühlen ausgestattet – aha, da geht es also schon los. Abgesehen davon, dass ich keine Ahnung habe, wie die Menschen im Obergeschoss an Karten für diese Komfortlösung gekommen sind freue ich mich über meinen ultimativen Stehplatz vor der Mitte der Bühne. Bis es denn los geht frage ich mich allerdings, wer mich denn später nach Hause tragen könnte. Man ist ja einfach nichts mehr gewohnt!

John Wesley

Ein mir unbekannter Herr JOHN WESLEY macht Solo die Vorband. Die ersten beiden Nummern sind gar nicht mal schlecht, aber dann hoffe ich doch auf einen baldigen Abgang. Aber dazu sind Vorbands ja wohl da. Um sie weg zu wünschen.

Heidi hält es inmitten der durchaus stämmigen Herrschaften vor der Bühne nicht aus und verzieht sich in den hinteren Teil der Halle. Ich denke, das ist wahre Liebe. Den Alten zu einem Konzert begleiten in dem Musik gespielt wird, die man selbst höchstens toleriert.

MARILLION

Aber dann gehts schon richtig los! Die Helden betreten die Bühne, legen mit INVISIBLE MAN mal direkt was anspruchsvolleres vor und begrüßen uns erst nach drei weiteren Nummern. Anfangs kann man kein Lächeln, schon gar kein Lachen in den Gesichtern der Akteure erkennen…wer aber so vom Publikum begrüßt und abgefeiert wird wie MARILLION, der kann dann irgendwie auch nicht anders. Los geht die Lächel/Lach-Parade mit Herrn ROTHERY, der, natürlich, für seinen perfekten Beitrag zu einem frühen SUGAR MICE mit frenetischem Sonderapplaus bedacht wird. Und ich stehe da und muss auch grinsen. Genauso! Genau so habe ich mir die textsicheren englischen Fans immer vorgestellt. Man, was für ein toller alt-Herren Chor! Allerdings: Wenn denn unser aller Adresse wirklich NUMBER ONE AT THE END OF THE BAR ist, dann wird es da ganz schön voll sein. Macht ja nix – wir mögen uns ja offenbar auch alle 😉

Das man nicht immer Textsicher sein muss, zeigt kurz darauf erneut ein Solo von Herrn ROTHERY. Schon während des Gitarrenspiels vernehme ich den Zuschauer-Chor. Als SOUNDS THAT CANT BE MADE schließlich endet, stimmt der Chor die Melodie wieder an, ich falle beglückt mit ein und nun grinsen auch wirklich alle auf der Bühne.

[Update 22/12/2016]
Gerade per Zufall bei youtube einen Mitschnitt gefunden – leider ohne das grandiose Ende, aber man hört während des Gitarren-Solos die Zuschauer schon sehr gut – mich auch! Hoffentlich hat jemand auch die Impro danach!

Das sind wohl die Momente, in denen man als Künstler wohl nicht mehr ans Geld denkt. Klar, die anwesenden 2.300 Zuschauer (ausverkauft!) spülen auch Geld in die Kasse, aber die 2.300fachen permanenten Liebesbekundungen sind in diesem Moment wohl deutlich willkommener.

Ja, OK, ich sehe es ein. Schon etwas blöd wenn man ein männlicher Musiker ist und die dargebotene Liebe von deutlich überwiegend älteren männlichen Herrn stammt (siehe oben!), aber besser so als gar nichts! Das weiß doch jeder: Es ist schön, gemocht, oder gar geliebt zu werden!

Drei Stücke vom aktuellen Album sind im Programm. Der Sänger Herr HOGARTH meint, es sei schon erstaunlich das man (MARILLION) erst jetzt darüber nachdenken würde, wie die Welt sich verändert und ob das alles so gut sei – aber in jungen Jahren wäre man ja anderweitig beschäftigt gewesen. F.E.A.R., THE NEW KINGS und ED DORADO (…da freue ich mich ja so, das Herr KELLY sein Keyboard wieder lieb hat!) bilden an diesem Abend also das Weltgewissen nach – und nicht nur ich singe lauthals den Refrain WE ARE TO BIG TO FAIL mit!

Ach, hätte ich doch jetzt einen Rollator zum Ausruhen! Oder wäre wenigstens Schlagzeuger wie Herr MOSLEY. Den sehe ich zwar nicht wirklich, weil er wie üblich gut versteckt hinter seinen Trommeln sitzt (…ich sage nur SITZT!) aber hören, sogar im Bauch fühlen kann ich ihn sehr gut. Ah, wie ich dieses kraftvolle Spiel liebe!

Eine gewisse Merkwürdigkeit passiert bei der letzten Nummer des Abends. So, wie ich die Ansage verstanden habe wollte der Herr Sänger nicht noch eine dritte Zugabe spielen, aber seine Mitstreiter. Also noch mal raus und den phantastischen Longplayer THIS STRANGE ENGINE aufführen. Da erklimmt der Herr Sänger auf einmal wagemutig den linken Lautsprecherturm, macht darauf sitzend (SITZEND!) Pause und versetzt alle Bühnenhelfer in helle Aufregung. Als er eigentlich hätte weiter singen müssen, stellt er fest das er gar kein Mikrofon mit auf seine Kletterpartie genommen hat und bittet per Zeichensprache den Bassisten Herrn TREWAVAS ihm eines zu reichen. Das macht dieser auch fix während Herr ROTHERY eine typische kreisende Handbewegung an der Schläfe vollzieht um offenbar auszudrücken, dass da einer nicht ganz bei Trost ist. Der Song geht tatsächlich ohne Unterbrechung weiter und irgendwie schafft es Herr HOGARTH auch wieder vom Lautsprecherturm herunter zu kommen, beendet das Lied und stürmt abrupt von der Bühne! Und ward nicht mehr gesehen! Kein T´schüß, kein Gute Nacht, kein gar nix. Einfach weg. Herr ROTHERY murmelt noch was ins Mikro, aber dann sind auch alle anderen weg. Komisches Ende. Vielleicht auch doppelt komisch, weil ich bis zur bekloppten Klettereinlage dachte, wie gut Herr HOGARTH heute drauf ist. Vielleicht doch zu viel Belastung?

MARILLION

Das da mal bloß nichts köchelt! Denn die fünf Helden drehen gerade das ganz großes Rad. Dieses Jahr schon überall auf der Welt sehr viele gemeinsame Konzerte gespielt, um Weihnachten herum ein paar Solo-Auftritte, dann die vier MARILLION-Weekends Anfang des Jahres 2017, danach viele (neue) Konzerte (u.a. große Deutschland-Tour im Sommer) und dann schließlich am Freitag, den 13. Oktober 2017 der ganz große Auftritt in der ROYAL ALBERT HALL in LONDON. Puh, ich glaube die Bandmitglieder sind im Schnitt so 8-10 Jahre älter als ich, hoffentlich bleibt da jeder Fit…und das nicht nur körperlich!

ROYAL ALBERT HALL in Verbindung mit Blödheit und Abzocke das letzte Thema. Blöd war ich selber, abgezockt fühle ich mich von anderen, ausdrücklich nicht von MARILLION. Eigentlich sind die sogar die Betrogenen.

Der Vorverkauf sollte Montag, 5. Dezember 2016 12:00 Uhr LONDON-Zeit beginnen. Karten für 45 bis 85 Pfund. Das wusste ich. Das war mir klar. Doch als alternder MARILLION Fan entwickelt man so eine gewisse Lässigkeit und denkt: „OK, die Karten werden begehrt sein, aber ich muss nicht um eine Minute nach Zwölf am Rechner hängen!“. Schließlich hat die ROYAL ALBERT HALL Platz für 9.500 Zuschauer.

Nun denn, um kurz nach Zwölf suchen wir einen Ort zum Verweilen, landen um 12:45 Uhr in einem Cafe und ich stelle entsetzt fest, „no tickets available“. Hä, hat der Vorverkauf doch nicht begonnen? Erst nach mehrmaligen Neu laden der Seite stelle ich fest, das manchmal verfügbare Tickets auftauchen, aber immer nur die ganz schlechten mit eingeschränkter Sicht. Gegen 13:00 Uhr tauchen gar keine Tickets mehr auf, gegen 14:00 Uhr wird offiziell „Ausverkauft“ gemeldet.

Und ich habe keine Tickets.

Soweit also die Kategorie Blödheit. Aber mal im Ernst. Wer glaubt denn auch bitteschön, das MARILLION (hallo, MARILLION, das sind doch die, die vor 31 Jahren mal einen (EINEN!) Welthit hatten und die jetzt nur noch von ein paar zehntausend weltweit verteilten angehenden Greisen verehrt werden!) innerhalb einer Stunde knapp 10.000 (ZEHNTAUSEND!) Karten für ein Konzert verkaufen, das erst in einem Jahr stattfindet?

Also müssen Dunkle Mächte im Spiel sein! Die sonst gerne für irgendwelche Ungereimtheiten viel zitierten „Establishment“ oder „System“ sowie „die da oben“ scheiden wohl aus.

Bleiben also die Schwarzmarkt-Tickethändler als Bösewichter.

Und so landen wir unweigerlich in der Kategorie Abzocker.

Denn, oh Wunder, natürlich wurden direkt nach „Ausverkauft“ auf anderen Kanälen Karten angeboten. Klar, locker zum doppelten oder dreifachen Preis. Aber damit nicht genug. Denn im INTERNET gibt es ja nichts, was es nicht gibt. Also gibt es auch Ticketmakler, die zwischen Anbietern und Nachfragern vermitteln und eine gewisse Seriosität in das Geschäft bringen wollen. VIAGOGO ist so eine Plattform. Ich möchte mich nicht in die Reihe der Nörgler einreihen, die VIAGOGO als Abzocker bezeichnen – könnte man nämlich denken: Die nehmen gut 30% vom Schwarzmarkt-Ticketpreis zusätzlich als Vermittlungsprovision – offenbar von beiden Seiten! Nicht schlecht, aber auch irgendwie nachvollziehbar, wenn denn der Tickettransfer wirklich klappt. Am Ende fühlt man sich aber doch abgezockt, aber, so rede ich mir ein, ich bin ja selbst Schuld. Hätte ja auch im 12:01 Uhr in einem Cafe sitzen können.

Wirklich betrogen oder ausgenutzt dürfte sich aber MARILLION fühlen. Denn die sehen ja gar nichts von diesem Geld. Die haben höchst faire Ticketpreise für das Mega-Event gemacht – ganz so, wie man es von MARILLION kennt. Und genau das haben windige Geschäftemacher nun ausgenutzt. Das ist wohl Kapitalismus pur.

Weil ich VIAGOGO vorher noch nicht kannte und die ganze Geschäftsidee / Geschäftsmodell für sehr interessant halte, werde ich in den kommenden Tagen noch einen kleinen Artikel dazu veröffentlichen.

Für den Moment aber hoffe ich sehr darauf, dass ich tatsächlich zwei Tickets gekauft habe. Sau-Teuer zwar, aber VIAGOGO hat mir versprochen, zu liefern. Irgendwann in der Zukunft, aber vor dem 13. Oktober 2017.

Im hier und jetzt freue ich mich immer noch im O2 FORUM dabei gewesen zu sein. Das war schon echt klasse! Dieses Glücksgefühl trägt wohl auch noch eine kleine Weile…

Peter.

P.S.: Ich entschuldige mich für die wenigen Bilder in schlechter Qualität. Zum einen war nur die GOPRO dabei und zum anderen hasse ich es, während eines Konzertes Bilder zu machen.