Canterbury

Mal wieder durch Zufall finden wir unseren nächsten Haltepunkt und landen im Süd-Östlich gelegenen CANTERBURY.

Die Kathedrale von Canterbury: Überall in der Stadt zu sehen

Und das kam so: Die Fähre für die Rückreise nach DEUTSCHLAND hatten wir zunächst nicht gebucht um zeitlich flexibel zu bleiben. Wie üblich heutzutage. Dabei hatten wir übersehen, dass die Sommerferien viele Insulaner dazu verleiten, ihre geliebte Insel zu verlassen und das alte Europa auf dem Kontinent zu besuchen. In der Folge waren alle von uns gewünschten Fährtermine ausgebucht oder vier Mal (!) so teuer wie normal.

Die Kathedrale von Canterbury: Überall in der Stadt zu sehen

Nachdem wir dann für den Sonntagvormittag eine günstige Fähre buchen konnten, suchten wir nun also einen Campingplatz in der Nähe von DOVER – Freitag bis Sonntag. Und, na logisch, auch das gar nicht so einfach. „Ausgebucht“. So ein Nonsens. Campingplatz ausgebucht….
…aber nicht in CANTERBURY! 30 Minuten Fahrzeit bis DOVER, das wird an einem Sonntagmorgen wohl OK sein.

Die Kathedrale von Canterbury: Überall in der Stadt zu sehen

Also landen wir unverhofft in der Stadt der Kirche und sind anfangs nicht sicher, ob das gut oder schlecht ist. Doch bereits nach dem ersten Besuch in der Stadt freuen wir uns sehr, hierhergekommen zu sein!

Die Kathedrale von Canterbury: Schwindelerregende Höhen

Was für eine schöne Altstadt und, obwohl wirklich viel Eintrittsgeld, was für eine phantastische Kirche – oder wohl richtiger Kathedrale. Und während das zuletzt besuchte Kohlebergwerk immerhin 250 Jahre Geschichte vor sich her trug, hat dieses Bauwerk 1.400 Jahre (!) gesehen. Oder, wie wir Hobby-Historiker ja seit DIE SÄULEN DER ERDE wissen, Variationen davon. Denn fertig wurden die Kirchen damals ja nie. Endlos lange Bauzeiten und immer wieder Aus- und Anbauten. Je nach Kassenlage und Laune des Kirchenvorstehers.

Die Kathedrale von Canterbury: Fasziniernde Decken

Gebaut wird an der Kathedrale von CANTERBURY jetzt gerade auch wieder. Instandhaltung.

Obwohl mitten am Tag gar nicht mal so viele Besucher auf dem Gelände. Liegt vielleicht am teuren Eintritt? Wir gehen als Familie mit Kindern durch und stöhnen hörbar an der Kasse. Aber wehe dem, der mehr als drei Kindern die Kathedrale zeigen möchte. Dafür gibt es keinen Tarif. Merke: Bergwerke kann man in GROSSBRITANNIEN kostenlos besuchen, Kirchen nehmen Geld.

Später am Nachmittag gehen wir ins Kino. Unsere Freunde von der MAUINE hatten uns vom neuen Kinofilm YESTERDAY berichtet und wir dachten, es sei eine gute Idee, diesen Film in einem englischen Kino zu sehen. War es auch. Obwohl längst nicht jeden Dialogwitz verstanden haben: Sehr lustiger und gut unterhaltender Gute-Laune Film.

Die Kathedrale von Canterbury: Protz

Der Campingplatz liegt gerade so in Fuß-Reichweite der Stadt. Die jungen mitreisenden Menschen überreden die Oma am Tag darauf zu einem weiteren Stadtbesuch, Opa versteckt sich hinter seinem Computer und schreibt ein paar Blog-Beiträge. Das gelingt ihm nämlich nicht, wenn die Jugend mit ihrer Anwesenheit nachhaltig versucht, die Regeln des Tages zu bestimmen.

Die Kathedrale von Canterbury

Und das ist, so hart diese Erkenntnis auch sein mag, ein unzweifelhaftes Kennzeichen des fortschreitenden Alters.

Bitte nicht stören!

Peter.

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