TASI 14: CRADLE MOUNTAIN

Eher durch Zufall kommen wir in die Nähe von CRADLE MOUNTAIN. Geplant war das nicht, wie die ganze TASMANIEN Rundreise ja eigentlich nie im Detail von uns geplant wurde. Irgendwann am Anfang haben wir zwar in der Reisegruppe beschlossen, die Insel im Uhrzeigersinn zu bereisen, aber danach nur noch Tagesziele abgesprochen.

CRADLE MOUNTAIN – DIe Gipfel Anfangs noch in den Wolken

Na ja, und so kommen wir also zum CRADLE MOUNTAIN, einer der TOP3-MUST-SEE Sehenswürdigkeiten von TASMANIEN. Die Freunde der Freunde, nun auch unsere, haben uns in WARATAH verlassen: Beide müssen wieder arbeiten und fliegen via LAUNCESTON zurück an die GOLD COAST.

CRADLE MOUNTAIN – DIe Gipfel Anfangs noch in den Wolken

Die Fahrt in den LAKE ST CLAIR Nationalpark, in deren Norden der CRADLE MOUNTAIN liegt, ist wie schon üblich kurvenreich und langsam. Im Schnitt schaffen wir 50 KM/h – ist aber auch gut so: Denn man sieht auch als Fahrer mehr von der Landschaft 😉

LAKE DOVE

Wir kommen früh´ am Mittag auf der etwas überteuerten Campsite des Nationalparks an, laufen kurz zum Visitor Center rüber, besorgen kostenlose Busfahrkarten (weil wir uns schon für PORT ARTHUR einen 90 Tage gültigen Nationalparkpass für ganz TASMANIEN zugelegt hatten (60 AUS$)) und werden zum DOVE LAKE gefahren. Eigentlich soll man das auch mit dem eigenen Auto mache können, aber die Einfahrt wird per Ampel geregelt und tagsüber schalten die Ranger immer auf Doppel-Gelb-Blinkend – gleichbedeutend mit „Einfahrt verboten“. Begründung: Die Straße ist wirklich sehr eng und die offiziellen Busse fahren sehr häufig – wenn da ein Wohnmobil die Straße versperren würde, gäbe das nur großen Ärger.

LAKE DOVE

Die Busfahrt ist super, weil der Busfahrer die Gegend live erklärt. Wie üblich verstehen wir vielleicht die Hälfte, fühlen uns aber auch so gut informiert. Nach 20 Minuten erreichen wir LAKE DOVE. Der Rundgang um den See hat eine Länge von 6 Kilometern, dauert 2 bis 3 Stunden und besitzt den Schwierigkeitsgrad Drei. Alle offiziellen Wanderwege in TASMANIEN werden mit diesem einheitlichen Anforderungsgrad an die Wanderer ausgewiesen. Eins steht für einfacher Spaziergang, Fünf für klettern – aber nicht am Seil. Drei bedeutet, ein wenig auf und ab, mit Stufen oder Rampen auf dem Weg.

LAKE DOVE

Anfangs sind viele Menschen mit uns auf dem Pfad unterwegs, später kehren wenige um, einige gehen schneller, andere langsamer. Und so verläuft sich die Menschenmenge und nach einem Drittel sind wir im Prinzip alleine. Der Weg ist oft aufwendig in das Seeufer gebaut und man muss hier und da mal den Kopf einziehen, um unter den urigen Bäumen durch zu kommen. Macht richtig Spaß, diese ernsthafte körperliche Ertüchtigung seit langem!
Der Wetterbericht hält Wort und es klart im Laufe des Nachmittags weiter auf. Die abziehenden Wolken offenbaren einen kolossalen Blick auf die Berggipfel.

LAKE DOVE / CRADLE MOUNTAIN

Nur einer der Gipfel ist mit Schwierigkeitsgrad Fünf und in 5-6 Stunden zu erklimmen. Wenn man es tatsächlich schafft, steht man 1.500 Meter hoch. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich gerne einen Versuch gewagt. Aber keiner will mit, die Wettervorhersage für den kommenden Tag ist lausig und schließlich muss auch ich selbst zugeben, das ich vermutlich nicht die nötige Fitness für einen solchen Aufstieg mit bringe. Später mal, vielleicht ganz später mal.

BALLROOM Forest / LAKE DOVE

Nun, so mache ich nur ein paar Bilder der Berggipfel von unten – schon verrückt, mit dem 200mm Teleobjektiv kann ich erfolgreiche Gipfelstürmer erkennen. Nur kein Neid! Die relative Nähe liegt wohl daran, das der Gipfel zwar knapp 1.500 Meter hoch ist, LAKE DOVE aber auch schon über 900 Höhenmeter mit bringt.

Wir absolvieren unseren Track (Wanderweg) in 2,5 Stunden. Zum Schluss dann doch etwas angestrengt und erschöpfend – aber wir motivieren uns: Alle 15 Minuten fährt der Bus zurück zum Visitor Center und wir brauchen somit keine unnötigen Meter mehr laufen 😉

LAKE DOVE

Den Abend verbringen wir in der Camp-Kitchen – rappel voll die Hütte (genauer: das Steinhaus). Der Kamin brennt schon früh´ am Abend und viele Camper bereiten sich auf den Kochherden oder den Grillplatten ihr Abendessen vor. Freie Tische sind Mangelware – so räumen wir unseren unverzüglich nach unserem eigenen Essen und ziehen uns an einen kleinen Bistrotisch zum Kartenspielen zurück. Wir wollen so lange wie möglich/nötig in der Küche bleiben, denn draußen ist es schon wieder lausig kalt und man kann ja auch nicht gleich um 7 ins Bett gehen.

Als wir dann irgendwann ins Bett fallen, sind wir von unserer kleinen Wanderung tatsächlich erschöpft, aber auch glücklich, das wir das gemacht haben.

Peter.

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