T-3 oder NORDERNEY, HELGOLAND und CUXHAVEN

Schon komisch, dieses bewusst langsame nach Hause kommen…

…man könnte ja auch durchziehen, nach dem Motto: „Das kennen wir schon alles und da kommt auch nichts neues mehr…“.

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Dabei sollte man aber die Macht des Zufalls nicht unterschätzen – denn auf beiden Inseln lernen wir noch mal sehr nette Menschen kennen. Leibhafte Theaterschauspieler, Krankenschwestern und Bundeswehrsoldaten. Was vereint: Alles Segler. Per Zufall und nur kurz zwar, aber eine sehr schöne Zeit zusammen verbracht. Schon alleine das ist jeden Zwischenstopp wert!
Die Inseln, OK, aber doch schwierig zu argumentieren. NORDERNEY ist so hässlich verbaut, da kann man wohl nur nach Osten auf die Campingplätze und die Strände flüchten. Wenn es denn keinen Nebel gäbe. HELGOLAND bewahrt sich tapfer den 60iger Jahre Charme. Wie lange das wohl noch für die Besucherströme reicht?

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Wetter-technisch durchwachsen – seglerisch eine glatte 6. Kein Wind, dafür Nebel und die engen Fahrwasser von NORDERNEY. Und Schiffsverkehr. Wenigstens wird es nicht langweilig.

Heidi treibt mich auf HELGOLAND und der DÜNE zu einer vollständigen Umrundung derselben Eilände inmitten des Nordsees.

Zu Fuß, OMG (oh mein Gott), zu Fuß!!!!

Dabei ist sie wieder hin und weg von den Seerobben auf der DÜNE. In ihrer absoluten Gemächlichkeit sind sie ober-cool, aber deswegen gleich in Ekstase zu verfallen? Mit Mühe kann ich sie davon abhalten, ein Robbenbaby zu entführen…obwohl, seit einigen Tagen stinkt es so verdächtig fischig an Bord???

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Technisch beeindruckend ist die offenbar in Fahrt gekommene Windanlagen-Industrie. Wie schon auf BORKUM viele Spezialschiffe und Boote im Hafen von HELGOLAND, die Techniker per HighTec Katamarane zu den Anlagen auf See bringen. Aus einer Informationsschrift auf HELGOLAND haben wir gelernt, das so ein Windrad 1-2 Tage Wartung pro Jahr benötigt. Ein Windpark besteht aus ein paar hundert Windrädern. Da braucht man Personal und Infrastruktur. Und sportliche Mitarbeiter, die auch bei rauhem Wetter die Nerven behalten.

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Auf beiden Inseln liegen wir im Päckchen. Ich schwöre, das ist wirklich kein Problem für mich! Aber ganz hinten, ganz tief im Hirn reift vor dem Hintergrund eines signifikanten Investments in das neue Projekt „STORMVOGEL beauty farm“ der Gedanke, das die über unser Boot kletternden Menschen durchaus die Straßenschuhe ausziehen könnten bevor das Turnen beginnt. OK, unser Teak sieht im Moment nicht wie neu aus, aber jetzt sieht es wirklich aus wie Hulle…

…auf den letzten Meilen…

…wohl auch deshalb hat sich Heidi in den Kopf gesetzt, das Boot zu putzen, bevor wir am Samstag, 13:00 Uhr in HAMBURG einlaufen. Also legen wir uns Morgen Abend (Donnerstag)  in WEDEL auf die Lauer und schrubben am Freitag das Deck wie blöde. Am Freitag soll es ja sowieso regnen, passt also!
Für die neue Saison habe ich schon so eine Persenning-Päcken-Idee: Wir legen und fixieren einfach eine Art Teppich auf der Lauffläche und es gibt keinen Stress mit Straßenschuhen…

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Der STORMVOGEL ist schon feierlich über die Toppen geflaggt. Dabei kommt heraus, das die Flagge von THAILAND bei Ankunft in der TÜRKEI wohl so zerfetzt war, das ein einzelnes, nicht namentlich zu erwähnendes Crewmitglied eben jene heimlich entsorgt hat…und das die Vereinsflagge eben so sehr gelitten hat, den diebischen Händen des Ordnung liebenden Crewmitglieds zum Glück aber entkommen ist.
In CUXHAVEN gibt es zwar zwei gute Schiffsausrüster, einer hat sogar THAILAND im Programm, aber ausverkauft. Donnerlüt!

Tja, und so nähern wir uns gut beschäftigt dem unausweichlichen Ende einer langen Reise.

Aaaaaccccccchhhhhh ja….

Peter.

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