CADIZ

CADIZ mit Zwischenstopp in BARBATE

Die Passage von GIBRALTAR nach BARBATE hat sehr gut geklappt. Selbst das gefürchtete TARIFA mit seinem vielen Wind und großen Wellen war am Samstag, den 2. April 2016 sehr freundlich zu uns. Obwohl kaum Wind und Welle konnten wir bei zeitweise 2 Knoten Gegenstrom sehr gut erahnen, was hier wohl unter anderen Bedingungen los sein wird. Als dann auch noch eine riesige Katamaran-Schnellfähre mit Full-Speed in den Fährhafen läuft erinnern wir uns an die Geschichte von SOUTHERN STAR, die hier zwei Nächte geankert hatten und vom Schwell der Fähren fast seekrank wurden…

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Nun denn, wir erreichen BARBATE noch gut im Hellen und sind beim Einlaufen schon sicher, das wir hier nur eine Nacht bleiben wollen. Recht trostlos. Reiner Transithafen.

Und überhaupt ATLANTIK:
Schwimmstege, um sich dem Tidenhub anzupassen, keine Marineros mehr, die beim Anlegen helfen und auch niemand am UKW Gerät um sich anzumelden. Quasi der Gegenstandard zum Mittelmeer.
Aber was soll’s: Der Hafen ist fast leer, wir nehmen eine Box und legen seit hundert Jahren mal wieder längsseits an einem Schwimmsteg an.

Der Wetterbericht am Folgetag deutet darauf hin, das wir sogar ein paar Stunden segeln können. Für den dann darauf folgenden Tag starker NORD-WEST-Wind und Regen, also brechen wir wie schon beim Einlaufen gedacht tatsächlich am Sonntag ins 40 Seemeilen entferne CADIZ auf. Unter Maschine umrunden wir das legendäre KAP TRAFALGAR und gedenken der vor mehr als 200 Jahren gestorbenen Seeleute. Später segeln wir tatsächlich zwei Stunden unter Vollzeug, dann kommt eine Regenfront durch, dreht den Wind erst auf NORD und stellt ihn dann ganz ab.

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Wie gut, das wir CADIZ vor dem Regen schon mal gesehen hatten, zwischenzeitlich war es nur noch auf dem Radar vorhanden 😉
Wir umschiffen die großen Sandbänke in gehörigem Abstand und machen im PUERTO AMERICA fest. Hier meldet sich immerhin jemand auf unseren Funk-Anruf und wir gehen direkt in eine Box – wieder Schwimmsteg.
Trotz einer schnellen Reise sind wir müde – direkt neben dem Hafenbüro gibt es ein einfaches Hafenrestaurant (die Engländer würden EATING PLACE dazu sagen -das trifft es mehr) und wir hauen uns den Bauch mit spanischen Köstlichkeiten voll. Sehr lecker, die Ankunft.

Am Montag (4/4/2016) geht die Welt unter. Zumindest in CADIZ. Graue, tief hängende Wolken, sau kalt und ob des starken Windes horizontal fliegender Regen. In großen Mengen. Wir verlassen das Deckshaus erst mal nicht, später überwinden wir uns wenigstens ein paar Waschmaschinenladungen zu erledigen und werden auf dem Fußweg zur Waschmaschine natürlich klatsch nass. Das Ölzeug taugt nicht mehr so recht.
Überhaupt Ölzeug: Diese Segelklamotte ist sau teuer und hält, wenn man Glück hat, eine Saison. Völliger Schrott. Ich suche jetzt wieder einen Ostfriesennerz.

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Am gestrigen Dienstag erkunden wir dann die wunderschöne Altstadt von CADIZ – die Marina ist in problemloser Fußreichweite. Sehr schöner Ausflug in einer sehr schönen Stadt. Und die Sonne scheint auch wieder – allein, so richtig warm wird es nicht mehr. Maximal 20°C. Uns treibt der Gedanke um, das wir zu früh´ unterwegs sind und in den Europäischen Winter segeln…?

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Für heute (6/4/2016) planen wir unsere Abreise nach PORTUGAL. 100 Seemeilen über Nacht nach ALBUFEIRA an der ALGAVE. Gegen 14:00 Uhr brechen wir bei Leichtwind auf, versuchen zu segeln, sonst Motor und vor Einbruch der Dunkelheit (hier so gegen 21:00 Uhr) soll segelbarer NORD-Wind aufkommen. Wenn alles so klappt, sind wir Morgen früh´ dann in PORTUGAL.

Soweit für heute.

Peter.

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