CAPE VERDE

Seit ein paar Tagen sind wir in MINDELO auf der KAP VERDEN Insel SAO VICENTE. Die Marina und der Ankerplatz versprühen in jeder Sekunde das Flair der Ozeanüberquerer.

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Der Langfahrtsegler, der „vielleicht demnächst“ Weltumsegler. Es herscht eine ganz eigenartige, fesselnde Atmosphäre, die wir schon lange nicht mehr verspürt haben. Der ATLANTIK ist doch etwas anderes als das MITTELMEER.

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Nun denn – wir wollen ja wie immer weiter nach Westen und von daher will hier jede Minute optimal genutzt werden. Frisör, Postkarten, Briefmarken, Essen gehen, Schnacken, dummes Zeug Schnacken und natürlich die obligatorische Inseltour mir dem Auto.

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Die geht auf SAO VIVENTE relativ schnell – und doch auch langsam zugleich. Das liegt zum einen daran, das die Insel klein ist und man eigentlich schnell durch wäre. Zum anderen sind die meisten Straßen gepflastert und man fährt nicht schneller als 30 oder 40 km/h. Das ist eine ganz schön schlaue Methode der Verkehrsberuhigung.

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Die Insel ist spektakulär. Steile Felsen, phantastische Strände und eine gnadenlose Trockenheit. Vollkommen irre trocken. Keine Ahnung wieso Menschen auf die Idee kommen konnten, hier leben zu wollen. Viele Menschen sind arm und die permanente Bettelei geht uns schnell auf die Nerven. Aber nur, weil wir daran nicht mehr gewohnt waren. Gute Vorbereitung für die Karibik? Die Menschen auf zum Beispiel VANUATU waren auch arm – konnten aber durch ihre üppigen Gärten und vom Fischfang gut leben. Das mit den Gärten ist hier nicht. Hier wächst nichts – außer in einem Tal in dem durch Brunnen kleine Gärten bewässert werden.

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Im Törnführer haben wir gelesen, das mehr als 80% der Lebensmittel importiert werden müssen und das das Land abhängig von Entwicklungshilfe und dem Geld vom im Ausland lebenden Familienmitgliedern ist.

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Eine spezielle Art von Tourismus könnte man hier vielleicht entwickeln, aber die Inseln sind soweit ab vom Schuss…wer kommt hier schon mal eben hin? Große Kreuzfahrer offenbar. Verwunderlich, aber bisher ist jeden Tag mindestens einer gekommen. Für 8-12 Stunden. Dann sind die bleichen Touris wieder weg…und lassen kaum Geld in der Stadt.

Wir sind auch fast schon wieder weg. Die Skipper haben noch nicht entschieden, aber zur Debatte steht die heutige Abreise oder sonst in jedem Fall Morgen. Das machen die beiden vom Wetterbriefung abhängig. Telefonat mit dem Spezialisten in LONDON heute Vormittag.
Ich hoffe innig, das wir bis Morgen bleiben und ganz in Ruhe auf den großen Sprung gehen. Schaukeln wird es sowieso – die Passatwinde sind jetzt sehr konstant. Gestern war auf dem Ponton zu hören, das in diesen Tagen rund 20 Boote gen BARBADOS aufbrechen. Das ist eine ganze Menge!

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Und wenn wir wieder untwerwegs sind, gibt es zwar Textberichte (so die Technik denn will), aber keine Bilder. Wäre ja auf Dauer auch langweilig. 14 Tage Wasserbilder 😉

Hier also nun unsere letzten Bilder für eine kleine Weile. Ein paar davon finden wir besonders schön.

Peter.

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