SETE

Geschafft – ein großes, weil sehr geliebtes Reiseziel erreicht!

OK, die Anreise aus der Türkei, über Griechenland und Italien hätte man vielleicht einfacher haben können – aber der Weg ist immer noch das Ziel!

Die Passage von SAINT MARIE DE LA MEER fast vollständig unter Vollzeug zurück gelegt, die 34 Seemeilen vergehen wie im Fluge. Da ist wohl auch etwas Vorfreude dabei.

Zuerst kommt der kleine Berg MONT SAINT-CLAIR in Sicht, dann der große, aber sehenswerte Industriehafen zur Rechten und die Einfahrt in die Kanäle mit den großen Trawlern zur Linken.

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Ich habe SETE zum ersten mal Anfang 1984 als Matrose auf dem Mehrzweckschiff ASKANIA besucht. Und dann mit Heidi und der immer größer werdenden Familie zu Ostern, Campingurlaub, fast jedes Jahr für immerhin 20 Jahre. Im Nachbarort MARSEILLIAN PLAGE gleich beim ersten Urlaub auf dem ROBINSON Campingplatz Freunde fürs Leben kennen gelernt…

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…dem Leben in Südfrankreich kann man schnell und einfach verfallen.

Baguette, Käse, der billige, tiefrote LANGUDOC Rotwein, kilometerlanger Sandstand.

Mittwochs Markt in SETE. Den großen Fischereischiffen beim Ein- und Auslaufen zusehen. Den Möwen zusehen, wie sie zielsicher den noch so kleinen Fischrest aus dem Wasser fischen. Die Ruhe und Gelassenheit der Eingeborenen bewundern.

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Wiederholungen sind nicht wirklich mein Ding. Aber auf einer Weltreise Station an einem geliebten Ort zu machen, das ist wohl durchaus OK.

Vielleicht sogar ein Muss.

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Das Wetter an unserem Ankunftstag (28/9/2015) ist perfekt, die Stimmung super. Mit dem Dingi am Abend auf Sundowner Tour durch die Kanäle. Die Eingeboren fischen überall – oder sitzen am Ufer unterm Sonnenschirm und lassen es sich ebenso gut gehen, wie wir.

Herrlich, nicht zu toppen.

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Das Wetter in den kommenden beiden Tagen (Di/Mi) ist dagegen lausig. Wirklich lausig. Herbst pur. Stürmischer Regen, nicht kühl, sondern kalt. Wir machen eine große Autotour nach MARSEILLAN PLAGE und MARSEILLAN um unseren Freunden aus AUSTRALIEN Teile der Wiedekammschen Geschichte näher zu bringen…

…und Wein zu kaufen. Direkt aus der Kelterei, direkt vom Erzeuger.

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Und man glaubt es kaum. LES CAVES RICHEMER gibt es immer noch und die Dame hinter dem Tresen staunt nicht schlecht, als sie hört, das wir hier schon vor 25 Jahren saßen und Rose Sekt getrunken haben – man bedenke, unser zu Besuch weilender Fahrer war noch nicht geboren!

Den Rose Sekt gibt es immer noch, ist uns nun aber deutlich zu süß. Wie sich Geschmack über die Jahre doch ändert?

So eine kleine Erinnerungstour ist ist wohl gerade in Mode. Beim Mittag an der Fischerei-Pier treffen wir auf zwei lange befreundete Paare aus Süddeutschland und der Schweiz, die gerade zusammen auch auf so einer Tour sind. Wir lernen den Begriff CHATEU DE MIGRÄNE im Zusammenhang mit billigen Wein kennen. Einer der Herren hat Teile des Mittelmeers auch mal mit dem Segelboot bereist und bekundet vom tiefsten Herzen seine Eifersucht auf unser derzeitiges Leben.

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Stimmt schon.

Mit jedem weiteren Monat unserer Reise verlieren wir immer mehr den Maßstab jedes „normalen“ Lebens.

Peter.

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