PORT MIOU / CASSIS

OK, ST. TROPEZ was klasse, aber nicht wirklich unsere Kragenweite.

Wir sind nicht arm, aber 17 € für ein blödes Bier können wir weder nüchtern, noch volltrunken akzeptieren. Sollen doch die Damen und Herren „Reichen“ in ihrem Getto bleiben, wir ziehen einfach weiter!

55 Seemeilen nach PORT MIOU, in der Nähe von MARSEILLE.

port_miou_cassis_0001
Meilenmachen ist angesagt, weil laut Wetterericht der MISTRAL anfängt zu blasen, mit 30-40 Knoten aus Nord-West, also ziemlich genau der Richtung, in die wir wollen.

War ja mal wieder klar.

Die ersten 30 Seemeilen laufen wie am Schnürchen, unter Motor zwar, aber wir laufen mit den Strom an TOULON vorbei, sehen einen großen französischen Hubschrauberträger und machen mehr Meilen, als gedacht.

port_miou_cassis_0006
Klar, so viel Seefahrerglück kann nicht von Dauer sein. 15 Seemeilen vor dem Ziel fängt es an zu blasen, aus vollen Rohren.

Wie so häufig verpasse ich die Gelegenheit, zum Segel setzen und auf einer großen Kreuz gegen an zu gehen. Das geht. Das kann der STORMVOGEL. Liegt das an meinem seglerischen Unvermögen, an Faulheit oder an der Nähe des Motorbootes?

Wie auch immer, wir kacheln 25 Knoten gegen an, laufen gerade mal noch 5 Knoten über Grund und ein paar Wellen sind größer, als unser Bug sie wegstecken könnte. Trotzdem – der STORMVOGEL knallt nicht einmal in die Welle, nicht einmal schüttelt sich der Mast. Das ist gut.

Alles andere ist wirklich Scheiße.

port_miou_cassis_0026
Und das Beste ist natürlich, das die gemachten Fotos aussehen, als hätten wir Bestes Wetter.

Wahrnehmungsverzerrung.

Wir erreichen abgekämpft und müde den ehemaligen Steinbruch von PORT MIOU, ganz in der Nähe von CASSIS. Toller „Hafen“, die kostenpflichtigen Mooringbojen haben wir aber nicht erwartet…
…ist uns aber auch egal, denn die beiden folgenden Tage sind keine Seetage. Viel zu viel Wind gegen an.

port_miou_cassis_0066
Und so sind wir einfach nur happy, hier gut angekommen zu sein. Alles was man braucht ist umzu: CASSIS, nettes Städtchen mit Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten, Internet und Busverbindung nach MARSEILLE.

Alles gut.

Ein Filmteam treibt sich hier zwei Tage an Land und auf dem Wasser herum – keine Ahnung, für welchen Film die hier arbeiten.

Die Nacht vom 23. auf den 24. September wird zwar unruhig, aber wir haben am Abend noch mehr Leinen ausgebracht und können (be)ruhig(t) schlafen…

😉

Peter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.