Mehr KOH´s – Meer Wasser

Getreu dem ewigen Motto „Stillstand ist der Tot“ bereisen wir die PHUKET Region in THAILAND weiter eifrig mit dem Boot.

Nach dem wir den YACHT HAVEN im Nordosten der PHUKET Halbinsel verlassen hatten, ankerten wir eine Nacht vor KOH PANAK. Hier gibt es wieder eine Höhle, die man mit Dingi oder Kanu befahren kann, um am anderen Ende in einer Art See zu landen.

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So die Theorie.

In der Praxis muss man erst mal abwarten, bis die ganzen Touristenboote verschwunden sind, dann ist der Wasserstand der Falsche und als wir am nächsten Morgen in die Grotte einfahren können, wird es uns nach 100 Metern so unheimlich, das wir lieber umdrehen.
Das war auch schlau, denn, so lernen wir später, wir waren zu früh dran. Bei Hochwasser ist der Ausgang noch unter Wasser und man kommt gar nicht durch…

Nun, wir behalten KOH PANAK als den Ort in Erinnerung, an dem wir fangfrische Krabben (TIGER PRAWNS) direkt vom Fischer gekauft haben und mit Öl, Salz, Pfeffer und natürlich Knoblauch auf unserem COBB´s Grill gegaart haben.

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Köstlich. Absolut köstlich!

Tags drauf (17/03/2015) machen wir uns auf, weiter Richtung Norden. Kurzer Abstecher zum JAMES BOND Island, hier wurde damals DER MANN MIT DEM GOLDENEN COLT gedreht.

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Dann nach KOH PAN YI, einem (eigentlich) Fischerdorf, das komplett auf Stelzen am Rande eines Felsens im Fluss steht.

Das mit dem „eigentlich“ ist so:
Die Einwohner fischen zwar noch, aber ausschließlich Touristen. Nicht zu hunderten, nein, gleich zu tausenden fallen sie in den kleinen Ort ein, Essen was und fahren dann wieder zurück. Die An- und Abreise ist durchaus etwas langwierig und so verbringen die Leute mehr Zeit in den Booten als im „Fischerdorf“.
Gegen 16:00 Uhr brechen wir auf zur Erkundung – keine Touri-Boote mehr an den Stegen und auch keine weißen an Land.

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Dafür, so jedenfalls laut Heidi, die frechsten Kinder in ganz Südost-Asien!

Bei genauerer Betrachtung verwundert das auch nicht: Die Kinder kennen nur die Horden von Touristen, die ihnen den Platz zum Spielen nehmen und neugierig alles fotografieren wollen. Der Zusammenhang zwischen Wohlstand (das Dorf ist sicherlich nicht arm!) und Eindringlingen ist den Erwachsenen sicher bekannt, aber nicht den Kindern.

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Landschaftlich ist die Kulisse grandios und wir müssen etwas aufpassen, das wir uns vor lauter political correctness nicht den Anblick versauen lassen. An Schwimmen gehen mögen wir nicht mehr denken – das Meerwasser ist trübe, kaum Sicht und dicke fette Quallen lauern auf ahnungslose Schwimmer.
Das mit den Quallen ist im übrigen merkwürdig: Horden von Fischerbooten greifen die mit einer Art Mistforke aus dem Wasser und schmeißen die ins Boot. Keine Ahnung, wer scharf auf diese Biester ist und dafür Geld bezahlt? Will man am Ende das Wasser sauber halten?

Zurück zum Fischerdorf:
Pompöstes Gebäude ist, mal wieder, die Kirche im Ort. Weltweit haben wir das auch so in Erinnerung. Die Kirchen sind die am tollsten, am reichsten, am schönsten anzusehenden Gebäude. Egal ob Christlich, Muslimisch, Hindu oder was auch immer. Komisch, oder?

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Die Meinung ist gespalten, bleiben oder gehen? Der Skipper fügt sich der Crew und wir gehen am folgenden Tag nach KOH YAO YAI, einer sehr großen Insel inmitten der NGA Bucht östlich von PHUKET.

Was der Skipper mal wieder nicht wusste – die Insel ist mehrheitlich Moslem und es gibt nur an wenigen Orten Bier. Zum Beispiel im WHITE HOSE, einem ziemlich herunter gekommenen Beach Ressort an der Westküste.

Dafür sind die Straßen gut und der Verkehr erträglich: Klarer Fall für eine Scooter Tour über die Insel!

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Es tut richtig gut, mal wieder den ganzen Tag was anderes zu sehen als den STORMVOGEL. Der Fahrtwind ist angenehm kühl, die Bilder im Kopf großartig und der Hintern schmerzt nach 5 Stunden Fahrt unangenehm 😉

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Der Lunch in einem alkoholfreien, sehr schönen Restaurant schlägt dem Skipper nach 30 Minuten so auf den Magen, das ein fäkaltechnischer Notstopp im Dschungel notwendig wird. Dabei müssten sich doch unsere Mägen an alles hier gewöhnt haben?

Nun denn, die Bilder sagen 10mal mehr aus, als ich hier je schreiben könnte. Und wem die Bilder bzw. Farben etwas trübe vorkommen: Nein, wir haben keinen Schleim auf den Objektiven, die Luft ist hier in der Tat sehr trübe. Vemutlich desshalb, weil wir zum Ende des NORD-OST Monsuns kommen. Ende April, Anfang Mai dreht der Wind auf SÜD-WEST und klart die Luft wieder auf.
Ich habe hin und her überlegt, ob ich die Bilder digital verbessere, die wären dann zwar brillanter/schöner, wären aber nicht die Wahrheit.

Und was anderes als die Wahrheit kommt nicht in die Tüte.

Äh, in den Blog 😉

Peter.

P.S.

Liegen auf der Westseite von PHUKET, nahe dem Flughafen vor Anker. Gehen Morgen in aller Frühe (06:30 Uhr) 55 Seemeilen nach Nord-Westen zu den SIMILAN Islands. Hoffen (endlich mal!) auf Segelwind. Dort gibt es keine Infrastruktur – also auch kein Internet. Kommen 27/03/2015 zurück 😉
KOH PANAK

 

JAMES BOND ISLAND

 

KOH PAN YI

Vielleicht noch ein paar Sätze mehr zu diesem besonderen Ort:
Das ganze Dorf steht auf Stelzen im Wasser. Im Süden sind die Bauten voll auf die „Abfertigung“ von Touristen ausgelegt. Anleger direkt vor der Tür, je Restaurant Platz für 20 Boote, also knapp 600 Touristen. Es gibt mindestens 7 Restaurants dieser Art.
Alle Gebäude werden über den Hauptweg, ebenfalls auf Stelzen, verbunden. Der ist vielleicht 2,50 Meter breit und wird oft von Straßenhändlern noch enger gemacht. Die Häuser grenzen direkt an diesen Weg – wer was zu verkaufen hat, verkauft es aus dem Haus heraus.
Die eher traditionellen Wohnhäuser sind dichter am Felsen und viel kleiner. Es scheint so, das die ärmeren Leute über dem Schlamm bei Niedrigwasser wohnen, die reichen haben immer Wasser unter ihren Häusern. Wir sehen für jedes Haus eine Art Klärgrube, allerdings sehr hoch gebaut damit die Flut nicht eindringen kann. Wir sind bei ablaufendem Wasser an Land und fragen uns, wie man über diesem übel stinkenden Schlamm leben kann?
Auf der Flussseite gibt es im nördlichen Bereich des Dorfes große Fischfarmen, in denen Fische aufgezogen werden. Logisch: Besser gefangen aufziehen als aufs Meer zu ziehen und mühsam den Fisch zu fangen.
Nun, das mit der Wasserqualität scheint diese Methode nicht zu stören.

Die Moschee ist unglaublich reich verziert und kostbar. So eine haben wir bisher noch nicht gesehen! Leider haben wir keinen Zutritt – überhaupt haben wir den Eindruck, das die Leute froh sind ihren Feierabend zu haben – denn der große Touri-Auftrieb beginnt ja jeden Morgen von neuem – so gegen 10:00 Uhr.

Der Ort eine eine Schule mit einem überraschend großen Schulhof – alles natürlich auf Stelzen. Wir vermuten das hier nur die kleinen Kinder unterrichtet werden, denn am nächsten Morgen sehen wir Teenager in Boote den Fluss hinauf fahren.
Wir folgen den Hinweistafeln auf das „Floating Stadium“ und finden tatsächlich einen kleinen Fußballplatz, der, völlig aus Kunststoff gefertigt, mal nicht auf Stelzen steht, sondern schwimmt. Nur gut, das es hier keine Welle gibt, wer würde sonst wohl jemals das Tor treffen?

 

KOH YAO YAI

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