PORT KLANG nach LANGKAWI (MALAYSIA) mit 5 Zwischenstationen

(6/2-15/2/2015)

Die Passagiere planmäßig auf dem Flughafen in Empfang genommen, alle sind glücklich und insbesondere der ehemalige Kommunikationsoffizier des STORMVOGEL ist im siebten Himmel.

Die Rückfahrt vom Flughafen zum ROYAL SELANGOR YACHT CLUB ist weit, teuer und am Ende auch schwierig, weil der Fahrer den Weg nicht findet. Ist auch wirklich schwer denn es wird gebaut wie verrückt um dem Verkehr in und von dem Haupthafen in MALAYSIA einen Weg zu bahnen.

Alles gut, alle glücklich.

Am Nächsten Morgen brechen wir erst etwas später auf – aber nicht, weil die Passagiere verschlafen, sondern weil das Büro erst um 9:00 Uhr öffnet und wir noch bezahlen müssen – und möchten, denn die Leute im Club sind sehr nett und freundlich.
Eine dieser Freundlichkeiten ist, das wir den Rat bekommen, unseren Propeller abtauchen zu lassen. Es könnte sich Plastik vom sehr dreckigen Fluss darin verfangen haben und das könnte zu Problemen führen.
Wir Fragen AMY, den Mann für alles auf dem Pontoon. Todesmutig springt er in die reißende Strömung und zerrt endlos lange Plastikplanen aus Ruder und Propeller. Gut, das wir das gemacht haben. Das hat natürlich auch seinen Preis…

Dann, gegen 9:30 Uhr endlich los nach SUNGAI BERNAM – einer Ankermöglichkeit in einem breiten, aber flachen Fluss 67 Seemeilen Nord-Westlich. Wir laufen (natürlich) unter Maschine und der Strom hilft gewaltig. Um 19:05 Ankern wir im Fluss, haben einen Top-Sonnenuntergang und sehr ruhigen Ankerplatz. Befreundete Boote haben von einer Kollision in der Nacht mit einem Fischer berichtet, also sind wir beleuchtet wie ein Weihnachtsbaum und alles ist gut.

malaysia_to_langkawi_0016
Sehr früh´ am nächsten Morgen (7/2/2015) brechen wir wieder auf, die Flussmündung hinunter und nach Norden Richtung PANGKOR. Nur 32 Seemeilen, wir können immerhin teilweise motorsegeln und sind schon Mittags da – bei Niedrigwasser schleichen wir uns über die Sandbänke zwischen Marina und Fahrwasser. Das Lot zeigt zeitweise „****“ an – keine Tiefe mehr messbar.
Aber wir bleiben nicht stecken, bekommen einen Platz in der halb fertigen Marina (und wohl auch nie vollendeten), freuen uns einige bekannte Gesichter der SAIL2INDONESIA Rally zu treffen. Endlich die Gelegenheit mit Bill und Caroline von JUFFA ein Bier zu trinken – das war immerhin schon auf dem Schlag von AUSTRALIEN nach INDONESIEN verabredet.

malaysia_to_langkawi_0011
Das Hotel in der Nähe hat einen Pool und so kühlen wir uns dort ab und zu ab – aber PANGKOR MARINA ist eher ein Platz am Boot zu arbeiten denn für Beach-Holiday. Und so zieht es uns nach einem Ruhetag schon wieder weiter.

Montag Nachmittag (9/2/2015) gehen wir 15 Seemeilen nach Norden zur Insel PULAU TULANG um die darauf folgende Etappe nach PENANG (57 Seemeilen) kleiner zu machen. Der Ankerplatz ist OK, aber auch etwas rollig. So finden nur Teile der an Bord befindlichen Personen Schlaf.

Den Schlag nach PENANG kürzen wir nochmals ab und ankern im Süden der Insel. Nachmittags kommt immer für ein paar Stunden NW Wind auf, so 10-15 Knoten und wir versuchen zu segeln, oder wenigstens Motorsegeln.
Der Ankerplatz ist super, ruhig und mit spektakulärer Kulisse. Alles gut, alles Super, alles toll.

malaysia_to_langkawi_0026
Und wie nun schon mehrfach ein geübt, am Mittwoch (11/2/2015) früher Aufbruch. Erstes Tageslicht setzt so gegen 7:15 Uhr ein, es ist super angenehm kühl und wir gehen im Fahrwasser nach Norden. Wir passieren die beiden PENANG Brücken völlig entspannt – 24 Meter Durchfahrtshöhe bei nur 18 Metern Masthöhe.

malaysia_to_langkawi_0046
PENANG ist mal wieder überraschend. Eine endlos lange Hochhaus-Stadt am Ost-Ufer der Insel. Durchaus eine Mega-City.

malaysia_to_langkawi_0036

Eine alte Bekannte liegt am Kreuzfahrtterminal: Die QUEEN MARY 2 ist auch hier.

malaysia_to_langkawi_0066

Wir erreichen die STRAITS QUAY MARINA mindestens zwei Stunden zu früh, denn es ist, mal wieder, Niedrigwasser und wir schummeln uns so durch den Schlick. Wir überprüfen später den Seewasserfilter und entfernen tatsächlich ca. 2 cm Schlick. Das ist bestimmt nicht optimal für den Seewasserkreislauf, aber in der Marina ist das Wasser wieder tiefer und der Seewasserkreislauf wird wieder frei gespült.

malaysia_to_langkawi_0001
Über diese Marina könnte man viel fabulieren, aber sie ist einfach völliger Nonsens. Aber eben auch die Einzige weit und Breit und die Ankerplätze an PENANGS Ostküste werden allesamt eher als „Mäßig“ eingestuft.

Wie üblich Shoppen, ein Girlsday, Visa für THAILAND (die brauchen wir tatsächlich, weil wir mit dem eigenen Boot einreisen werden und „anders“ wieder ausreisen) und die obligatorische PENANG Inseltour mit dem Taxi.
Alles gut, alles Super, alles Toll, alles Super-Heiß und jeder Moment in einer klimatisierten Umgebung wird genossen!

malaysia_to_langkawi_0076
Am Sonntag, den 15. Februar 2015 machen wir uns zum 60 Seemeilen Schlag nach LANGKAWI auf. Wieder in aller Frühe, wieder mit wenig Wasser unter dem Kiel und wieder mit Wind auf der Nase. Immerhin, wir segeln erstmals in diesem Jahr unter Vollzeug, hart am Wind (Schwenkkiel draußen) und gleiten durch die Wellen. Dieses leichte Stampfen wird von Teilen der Besatzung als unangenehm empfunden und auch der Skipper ist nicht glücklich, weil er immer weiter abfallen muss. Das Ziel KUAH im Osten auf LANGKAWI wird so nicht in einem Schlag zu erreichen sein…

malaysia_to_langkawi_0096
….da kommt der Katamaran SIRIUS auf Südkurs vorbei und wir chatten mit Mike und Jules. Die beiden sind auf dem Weg nach PENANG um dort CHINESE NEW YEAR zu feiern (…das muss echt eine riesen Party sein!) und geben uns den super Tip, das man den ganzen Papierkram auch in TELEGA erledigen kann – ganz im Westen von LANGKAWI. So wird also wieder mal alles gut, der Wind schläft sowieso mal wieder ein, der Jockel muss wieder ran und als er auf NW umspringt, sind wir auch schon fast da.
Aber wir haben dann doch 12 Stunden für den Törn gebraucht, 2 Stunden mehr als erhofft.

Die Marina ist noch besetzt, wir bekommen einen guten Liegeplatz und Besuch von YINDEE PLUS und ELONISA, die unser Einlaufen beobachtet haben.

Was für eine schöne Überraschung!

Wenn Segler Segler nach einiger Zeit wieder treffen – an Herzlichkeit kaum zu übertreffen.

Und der Hit für uns: Beide Boote waren bereits in THAILAND und wir bekommen die Besten Ankerplätze und Törnvorschläge für den Weg nach PHUKET frei Haus.

Wir werden nun erst mal LANGKAWI erkunden – es ist hier angenehmer, weil kühler. Aber es ist auch schon klar: Wir werden hier nicht so lange bleiben wie ursprünglich gedacht. Das Revier in THAILAND soll deutlich besser und spektakulärer sein.

Ganz schön verwöhnt, diese Fahrtensegler.

Peter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.