SINGAPORE und auf dem Weg zurück

Am 25. November 2014 sind wir gut in SINGAPORE angekommen, die Überquerung der SINGAPORE STRAIT und das Befahren der örtlichen Fahrwasser war ob des Schiffsverkehrs etwas anspruchsvoller, aber problemlos.
SOUTHERN STAR hat den US-Segler SOLSTICE geschleppt, da Don (alias Captain Current) Probleme mit der Hauptmaschine hat. Nach einer halben Stunde Betrieb springt der Öldruckalarm an…Robbie hat sich das schon vor ein paar Tagen angesehen und denkt, die Maschine ist hin.

Was soll ich sagen? Ehrlich? Besser seine Maschine als unsere!

Die Passage ist alles mögliche, aber landschaftlich sicherlich nicht anspruchsvoll. Die Skyline ist zwar „Wowh“, liegt aber im dichten Dunst und man erahnt sie mehr, als das man sie sieht. Danach sehen wir Öltanks, Öltanks, Öltanks und natürlich auch Öltanker.
Die Riesen-Container Jäger sind wie immer beeindruckend, aber gewohnt hässlich. Starke Sache, wie die im engen Revier frei manövrieren. Der Blick auf den Plotter ist nicht mehr hilfreich, zu viel Informationen auf zu kleinem Bildschirm. Aber die AIS Signale der umgebenden Schiffe abschalten kann ja auch keine Lösung sein.

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Die folgenden Tage waren von aufräumen, putzen und abkühlen im Pool geprägt, nur gestern Nachmittag waren wir mal kurz in der Stadt. Völlig irre Verhältnisse. Shoppingzentrum an Shoppingzentrum, Menschenmassen die kaufen, kaufen, kaufen und stolze Eltern, die ihre Kinder ganz aufgeregt vor den vielen prachtvoll geschmückten Tannenbäumen auf der Strasse fotografieren wollen – wollen, aber nicht können: Dazu sind zu viele Menschen unterwegs die alle irgendwie ihren Weg in die Konsumtempel suchen. Wir halten uns zurück, zu mal es hier gar nicht so billig ist, wie man vielleicht denken könnte. Kameraobjektive sind hier jedenfalls teuer als in DEUTSCHLAND.
Was wir wirklich nicht in den Kopf bekommen: Wie kann es sein, das 100 Kilometer weiter südlich eine völlig andere Welt existiert? Wie kann SINGAPORE zu einem (offenkundig) unermesslichen Reichtum kommen und INDONESIEN scheint so viel ärmer? Scheint, weil INDONESIEN ja gar nicht arm ist.

Wie aufgesetzt diese westliche Welt auf einmal wirkt.

Ich bin ja nur eingeschnappt: Es kommt keiner mehr an und lacht, keiner will ein Foto von mir machen und keiner will von mir fotografiert werden.

SINGAPORE läuft uns nicht weg. Mitte Januar, wenn wir wieder kommen, werden wir bestimmt Zeit genug haben, SINGAPORE abseits der Shopping-Mall´s zu erkunden.

Die Verabschiedung von Robbie und JoJo ist kurz und schmerzlos – wir werden uns ja im März/April 2015 wieder sehen – denn SOUTHERN STAR geht (wie auch ODA) ebenfalls per Seeschiff ins MITTELMEER.

Nun sitzen wir also am Flughafen CHANGI in SINGAPORE, der Flieger hat 30 Minuten Verspätung und Sitze am Notausgang gab es 3,5 Stunden vor Abflug nicht mehr. Dafür haben wir nur 2 Stunden Aufenthalt in DUBAI. Besser so ein Start nach DEUTSCHLAND als gar keiner.

Also denn, rein in die Konservenbüchse, 1.024 Filme angesehen und schwups sind wir im Kühlschrank DEUTSCHLAND!

Peter.

Ein Gedanke zu „SINGAPORE und auf dem Weg zurück“

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