LINGGA ISLANDS: PENUBA

Wir sind in der letzten großen INDONESISCHEN Inselguppe vor SINGAPORE unterwegs: LINGGA ISLANDS.

Zu dieser Inselgruppe gehören große Inseln, kleine Inseln und auch ganz kleine Inseln. INDONESIEN verfügt (so meinen wir uns zu erinnern) über 16.000 Inseln – da hätte man viel zu tuen, wollte man die alle besuchen.

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Der Rallye-Fahrplan führt uns nach PENUBA und, wir können es nicht oft genug betonen, es ist mal wieder völlig anders. Aus irgend einem Grunde werden die Häuser direkt am Ufer ins Wasser gebaut und nicht an Land. Der Ankerplatz liegt flussähnlich zwischen zwei Inseln und entsprechend heftig ist auch die Strömung – bis zu 4 Knoten! Tief ist es auch, so um die 22 Meter. Erstmals auf unserer Reise brauchen wir 5 (in Worten FÜNF!) Ankermanöver um unseren Haken in den Grund zu bekommen.

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Wir kommen am frühen Nachmittag des 6. November 2014 an und gehen zwei Stunden später (…hält der Anker wirklich?) natürlich sofort an Land. Der Ort wirkt klein und beschaulich, später erkunden wir auch die 100% an Land liegenden Straßen und stellen fest, das er gar nicht so klein ist, wie am ersten Tag angenommen.

Tags darauf die offizielle Begrüßung an der Pier. Ungewöhnlich: Zwei kleine Jungs führen eine Art „Tanzkampf“ vor.

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Wir werden mit Reiß beworfen und gehen das kurze Stück zum Festplatz. Es wird musiziert (…hört sich irgendwie arabisch an), getanzt, gelacht und, natürlich, es werden Reden gehalten.

Wir haben Glück mit dem Wetter: Die Sonne kommt raus und taucht Land und Leute in rauschende Farben!

Relativ spontan werden wir für den Folgetag mal wieder ein eine Schule eingeladen. Immer nett, also hin, um 8:00 Uhr, wie sich das gehört. Eine kleine Bühne, Musik und los geht es mit der Tanzvorführung.

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Aber was ist das?

Nach einer Nummer ist Schluss und es folgt

1. Rede
2. Rede
3. Rede
4. Rede
5. Rede
6. Rede
7. Rede

1.224. Rede

10.341. Rede

5.213.871 Rede

Und irgendwann dämmert uns Touristen, das heute wohl der Schulleiter verabschiedet wird und die neue Schulleiterin feierlich in das Amt eingeführt wird. Und weil diese Veranstaltung schon lage geplant war, hat man uns einfach dazu eingeladen – und vergessen, uns die geplanten 5 Millionen Reden zu erläutern. Wenn man denn wenigstens die Landessprache sprechen würde… ;-(

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Nun denn, wir machen uns vom Acker und mieten Motorroller. Die Straße ist teilweise unbefestigt und nur langsam zu befahren. Der Ausflug lohnt sich: Wir entdecken eine unglaublich schöne Bucht mit Sandstrand und super klarem Wasser, wir besuchen einen Krebsfischer und kosten (…von viel zu kleinen Tieren, aber es gibt hier keine Regeln) und verkriechen uns in eine Hütte als mal wieder ein Gewitter nieder geht – wie schön die Luft dabei abkühlt!

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Als wir zur Pier zurück kommen, liegt dort ein großes Frachtschiff (gebaut aus Holz) und entlädt Zementsteine, mit denen der Festplatz gepflastert wird. Jede Menge Arbeiter, weil bis auf den Kran alles manuell erfolgt. Keine Schuhe, keine Handschuhe, keine Helme. Gut ist das nicht!

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Am Sonntag verlassen wir PENUBA und gehen 12 Seemeilen nach Osten, auf die Insel MEPAR. Kurze Distanz, aber viel Strom gegen an und auf dem Ankerplatz extrem flaches Wasser.

Schauen wir mal, wie es hier aussieht!

Peter.

2 Gedanken zu „LINGGA ISLANDS: PENUBA“

  1. Hallo alle Wiedekamms,
    heute morgen ist die Trauer bei uns eingezogen, denn Tamunas Mutter ist heute morgen verstorben.
    Wir sind alle zutiefst erschüttert über diesen herben Verlust.
    Tamunas Mutter war stets ein willkommener Gast bei uns, denn ihre selbstlose und überaus herzliche Art berührte im Innersten.
    Erst jetzt, wo sie nicht mehr unter uns weilt, spüre ich für mich, wie sehr ich sie geliebt habe, denn meine eigene Trauer ist abgrundtief.
    Möge sie in Frieden Ruhen, und Einzug halten in das Himmelreich- verdient hat sie es sich tausendmal……
    Tamuna & Frank & Nils & Lukas

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