KUMAI nach BELITONG

Gegen 8 Uhr, am Donnertag den 23. Oktober 2014 brechen wir auf nach BELITONG. Kanpp 400 Seemeilen im Nordwesten, aber mit einem gewaltigen Umweg, denn der Süd-Westen von BORNEO wird von weit in das Meer hinein reichenden Sandbänken umgeben.

Zunächst die Flussfahrt auf dem KUMAI River, bei der man tunlichst die Wassertiefe stets im Auge hält. Von komfortablen 8 Metern kann es auch schon mal auf 2,5 Meter gehen…

Wir motoren munter in die Bucht von KUMAI (immer noch Flachwassergebiet mit weniger als 10 Meter) und werden fast vom aufkommenden Süd-Ost Wind überrascht. Aber nach so viel motoren ist der Wind natürlich willkommen und wir setzten Segel und gehen Am Wind nach Süden.

11 Stunden später schläft der Wind völlig ein und wir gehen kurz vor Mitternacht wieder unter Maschine. An Schlaf ist nicht zu denken! Dichter Schiffs- und Fischereiverkehr erfordern volle Aufmerksamkeit.
Gegen 1:00 Uhr am Freitag (24/10/2014) läuft die Maschine mal wieder unruhig. Noch einen Fischer abpassen, Maschine aus und Vorfilter wechseln. Sieht ganz  schön versaut aus, diesmal nach nur 60 Stunden. Da haben wir wohl neben Diesel noch ganz „schönen“ anderen Mist im Tank. Wir haben noch zwei Vorfilter in Reserve und werden in BELITUNG später  noch mehr kaufen. Die kosten ca. 3 €, daran soll es nicht liegen…

…nur, wenn wir wir tatsächlich so viel Mist im Tank haben…

…dann können auch die Leitungen verstopfen und dann ist`s richtig doof!

Wir tuckern weiter durch die Nacht, kämpfen mit Müdigkeit, Fischern und Schiffen. Geht aber gut, sehr gut sogar.

Nach dem Frühstück setzten wir Segel und stellen die Maschine ab – wie schön ist denn dass? Nur die Geschwindigkeit ist mau, 4 Knoten machen uns nicht Glücklich! Schuld ist ein Gegenstrom von gut einem Knoten…

Und, wie sollte es anders sein, am Abend schläft der Wind mal wieder ein, wir gehen wieder unter Maschine in die Nacht, weichen Fischern aus, denken nur ganz kurz über die vielen Blitze und Regenschauern nach, die uns umgeben, aber nicht erwischen.

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Das Radarbild auf dem Plotter zeigt zwei große rote Flächen = ganz viel Wasser…VON OBEN!
Die Nord-Ost-Ecke von BELITUNG nehmen wir großzügig, denn da ist ein Krabbenfischer unterwegs und erreichen endlich am späten Vormittag des 25. Oktober 2014 (Samstag) den Ankerplatz.

Mal wieder völlig unerwartet – kolossale Felsen im Wasser, weißer Sandstand, Palmen.

Schön das wir hier sind und schon wieder ein anderes INDONESIEN zu sehen bekommen.

Aber das ist wohl nur logisch, wenn man über dieses riesige Land mal genauer nachdenkt 😉

(…aber zu viel denken ist nicht gut…)

Peter.

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