SUMBAWA BESAR

SUMBAWA BESAR war auch teuer, sogar sehr teuer. Aber anders, als man denkt…

Der Ankerplatz war einmal mehr Durchschnitt – nicht richtig gut in einer sehr weit offenen Bucht. Es kommt auch direkt ein Boat-Boy vorbei und wir bestellen Diesel und ein Auto mit Fahrer für die Einkäufe an Land.
Der Diesel war ein echter Reinfall. SOUTHERN STAR hat ebenfalls geordert und wird zuerst beliefert. Was da kommt ist vielleicht mal Diesel gewesen, aber jetzt so dreckig, das das Tankmanöver per Kanister abgebrochen wird. Ich sehe mir die Schweinerei selbst an und storniere ebenfalls. Die Brühe kommt uns nicht in die Tanks!

Unser Boat-Boy ist denn auch unser Fahrer – und kutschiert uns in einem Klein-LKW durch die Gegend. Ich sitze komfortabel auf dem Beifahrersitz, die anderen hinten auf der offenen Ladefläche. Alles gut. Alles schön.

Am Abend sind wir wieder an Land – eine Art Karneval findet bereits die ganze Woche über hier statt und das wollen wir uns mal aus der Nähe ansehen. Folksfest sicherlich, aber sicher auch kein Karneval. Auf einer sehr, sehr großen Bühne werden Showacts dargeboten, viele Menschen sitzen auf Stühlen herum und klatschen begeistert. Wir tauchen ein in eine andere Welt, INDONESIEN bei Nacht, wir alleine unterwegs ohne Guide und ohne Programm.
Alles gut. Alles schön.

Wie verabredet treffen wir unseren Fahrer wieder und er bringt uns zum Strand. Mit dem Dingi zum Boot und beim Übersteigen vom Dingi auf dem Stormvogel fällt unsere Kamera (NIKON D800) ins Wasser. Im wasserdichten Seesack. Sie schwimmt also und wir fischen sie nach einer knappen Minute wieder raus…aber ein paar Tropfen Seewasser haben doch das innere des Seesacks und das Äußere der Kamera erreicht.
Sofort mit einem feuchten Frischwassertuch abgewischt, Batterie und Speicherkarte heraus genommen und vor dem Lüfter einen Trockenversuch gestartet. Das Ende vom Lied ist, das die Kamera tot ist, aber das Objektiv überlebt hat. Das, und das ist das Positive daran,  ist also kein Totalverlust.
Wie gut, das wir seit NEUSEELAND eine Ersatzkamera dabei haben und BALI nicht weit entfernt scheint – dort wird es ja wohl adäquaten Ersatz geben.

Zur Wahrheit gehört auch, das der an sich schöne Abend erst mal gelaufen ist. Die Stimmung ist weit unten.

In der Nacht komme ich darauf, das das nur halb so schlimm ist. Verglichen mit den anderen Dingen, die uns so passieren. Die Kamera ist „nur Geld“: Gehe in einen Laden und kaufe eine neue.

Leckagen, Sturmschäden und Materialbruch lassen sich beileibe nicht so leicht beheben

Alles gut. Alles schön.

Peter.

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