Indonesien ABC

Wie beschreibt man ein riesiges Land?

Wie beschreibt man die freundlichsten und glücklichsten Bevölkerung die wir je getroffen haben?

Wie beschreibt man ein wundervolles Erlebnis?

Wir versuchen es mit einem INDONESIEN ABC und hoffen sehr, damit den lieben Menschen und der schönen Natur in INDONESIEN gerecht zu werden und dem geneigten Leser große Lust auf einen INDONESIEN Besuch zu machen!

INHALTSVERZEICHNIS

Bilder und Texte weiter untern, oder auf den Link klicken:

A – wie ABFALL
B – wie BALI
B – wie BINTANG
C – wie CHRISTEN
C – wie CHINESISCHE VOGELNESTER
D – wie DIEBSTAHL
E – wie EIS
F – wie FISCHER
F – wie FARBENFROH
G – wie GESCHÄFTE
H – wie HÄHNCHEN
I – wie INDONESIEN
J – wie JOKO WIDODO
K – wie KOMODO DRAGON
K – wie KARAOKE
K – wie KLOTOK
L – wie LACHEN
L – wie LARANTUKA
M – wie MARKT
M – wie MI GORENG
M – wie MOSCHEE und MUSLIME
N – wie NATUR
N – wie NATIONALFEIERTAG
O – wie ORANG UTAN
P – wie PINK BEACH
Q -wie ÄQUATOR
R – wie REPARATUR
S – wie SCHULE
T – wie TERIMA KASIH
T – wie TOURISMUS
U – wie URWALD
V – wie VERKEHR
W – wie WETTER
X – wie XYLOPHON
Y – wie YACHT
Z – wie ZEREMONIE

A – wie ABFALL

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Gleich vorneweg das unangenehme, das deprimierende, das unmögliche. Dann ist es ausgesprochen und vom Tisch: Der Umgang mit Plastikabfall ist eine Katastrophe. Er wird achtlos in die Landschaft oder ins Meer geworfen. Von jedem, in jedem Ort an jeder Stelle. Diese Art der eigenen Umweltzerstörung wird nicht mehr lange gut gehen denn es liegt und schwimmt schon so viel herum, das es nicht mehr viel Platz für neuen Plastikabfall gibt.

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Die Situation am Meer ist extrem deprimierend. Wir sind Stunden lang durch Felder von Plastikabfall gefahren und hatten unsere eigene Sorge, das nichts im Propeller oder in der Seewasserkühlung hängen bleibt. Aber diese Sorge ist natürlich lächerlich im Verhältnis zur wahren Katastrophe: Die Fische schlucken und essen Plastik und sterben entweder daran oder transportieren es in die Nahrungskette der Menschen, wenn sie gefangen und gegessen werden.
Es ist sicher nicht an uns, darüber zu richten – aber Aufklärung ist zwingend notwendig. Wir sind davon überzeugt, das die Menschen in INDONESIEN keine Ahnung haben, was sie da an ihrer eigenen Umwelt anrichten. Wenn nichts geschieht, wird es noch ein- oder zwei Generationen dauern…und dann ist es unmöglich, das Zeug wieder aus dem Meer zu fischen.
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B – wie BALI

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Ja, OK. BALI ist eine der 17.508 Inseln von INDONESIEN und ein sehr beliebtes Reiseziel. Ja, richtig gelesen: INDONESIEN besteht aus siebzehntausendfünfhundertacht Inseln! Aber BALI ist so anders als das restliche INDOENSIEN, sogar die direkt umgebenen Inseln (LOMBOK und JAWA) sind anders als BALI – besser, natürlicher, direkter. BALI hat schon vor Jahrzehnten (4+) mit dem Tourismus angefangen, entsprechend hoch entwickelt ist die Infrastruktur und die Erwartungshaltung der Einheimischen an die vermeintlich reichen Touristen.
BALI ist natürlich wunderschön und hat viele, sehr viele tolle Landschaften, Strände, Berge und  Tempel. Nur muss man auf dieser Insel aufpassen und nicht zur gleichen Zeit an diesen tollen Orten sein, an denen auch hunderte (oder gar tausende) von anderen Touristen dort herum laufen.
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B – wie BINTANG

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BINTANG bedeutet Stern und wenn man einfach ein BINTANG bestellt, dann erntet man erst mal Unverständnis. BEER BINTANG ist dann schon eindeutiger. Das Bier wird in Flaschen zu 0,33ml oder 0,66ml in Kartons verkauft – manchmal bekommt man auch Dosen. Die leeren Flaschen haben leider keinen Pfand, sind aber bei den Dorfbewohnern heiß begehrt.

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Darin werden alle Arten von Flüssigkeiten aufbewahrt und auch wieder verkauft – wie, in einigen Gegenden zum Beispiel selbst gebrannter Schnaps. Der, so muss betont werden, einem glatt die Schuhe auszieht!
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C – wie CHRISTEN

Im Osten von INDONESIEN sind Christen in der religiösen Mehrheit – im Westen ganz klar in der Minderheit. Religion spielt in INDONESIEN eine große Rolle, wir hatten aber nie den Eindruck, das es zur Rivalitäten oder gar Streitereien kommt. Siehe auch M – wie MUSLIME.
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C – wie CHINESISCHE VOGELNESTER

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Eine der verrücktesten Geschichten überhaupt: Die Chinesen haben in KUMAI auf BORNEO hohe Häuser gebaut, die wie Lagerhallen aussehen. Aus Lautsprechern wird die ganze Stadt mit Vogelgezwitscher beschallt – um echte Vögel anzulocken die dann in den Häusern ihre Nester bauen sollen.
Diese Nester werden dann von den Menschen gestohlen, eingepackt und nach China als Delikatesse verkauft. Ist das nicht verrückt?
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D – wie DIEBSTAHL

Kommt nicht vor. Kommt einfach nicht vor. Vielleicht ist das in den Großstädten anders, aber kein Diebstahl an den Orten, die wir besucht haben. Alles liegt offen herum, die Türen werden nicht verschlossen. Als wir auf LOMBOK bei DARWIN am Abend zu einem Kaffee eingeladen sind, fällt der Strom aus. Seine Frau betreibt einen kleinen Laden an der Straße. Die Ware liegt offen auf Tischen. Als es stock duster wird, ist keiner in Aufregung. Alles bleibt liegen wie es soll. Wäre ja auch ganz schön doof, im eigenen Dorf zu klauen.
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E – wie EIS

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Fast alle Inseln in INDONESIEN, die wir besucht haben, verfügen über elektrischen Strom. Dieser wird mit großen Dieselgeneratoren erzeugt und über ein lokales Leitungsnetz in die Häuser und Hütten gebracht. Der Strom wird für Licht, Fernsehen und das Aufladen von Telefonen verwendet – aber nicht für Kühlschränke. Obwohl es durchaus sehr heiß wird, gibt es kaum Kühlschränke auf den Inseln.
Entsprechend selten findet man Eis. In einigen größeren Orten haben wir Eis zur Kühlung von Fischen gesehen – im wesentlichen wird aber auf Kühlung von Lebensmitteln oder Getränken verzichtet. Das funktioniert auch gut, denn die Produkte auf dem Markt werden sehr frisch angeboten und verkauft. Während wir in EUROPA eine aufwendige Kühlkette betreiben müssen, um zum Beispiel Hühner zu verkaufen, funktioniert das auf den Märkten in INDONESIEN so: Die noch lebenden Hühner laufen angeleint auf dem Markt herum oder werden in Käfigen unter dem Tresen gehalten. Wenn man nun ein Huhn kaufen möchte, wird es mal eben abgemurkst, gerupft und verkauft. Frischer gehts nimmer! Es gibt auch fertig gerupfte Hühner im Verkauf, ohne Eis. Dafür manchmal mit vielen Fliegen weil die Verkäufer keine Zeit haben, die zu verscheuchen. Die haben wir dann lieber nicht gekauft 😉
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F – wie FISCHER

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Fischer in INDONESIEN haben wohl einen der härtesten Jobs der Welt. In Einbäumen aufs Meer hinaus, weit weg von der Küste. Tag und Nacht. Meist alleine. Kein Funk, keine Navigation. Ein Holzpaddel als Antrieb, manchmal ein sehr primitives kleines Segel. Gefischt wird mit Treibnetzen und Angeln.  Für uns Segler oft ein wahrer Hindernissparkur – Slalom-fahrt, bei Nacht unmöglich. Manchmal sahen wir auch größere Boote, aber das war eher die Ausnahme. Auf kleinen Hütten im Meer wird ein ganz kleiner Fisch (ca. 2 cm lang) mit Hebenetzen gefangen. Mit Licht werden die Fische angelockt und wenn dann ein Schwarm über dem Netz ist, wird es hochgezogen. Diese kleinen Fische werden an Land in der Sonne getrocknet und dann als Beilage für Reiß oder Salat verwendet – Eiweißquelle. Vermutlich ist jeder INDONESIER, der am Meer lebt, ein Fischer. Ob Vollzeit, Teilzeit oder Vergnügen, jeder der ein Kanu hat paddelt aufs Meer und versucht sein Glück in brütender, unerbärmlich brennender Sonne…
…und dann der Frust nichts zu fangen und mit leeren Händen zurück zu kommen! Wir haben auch versucht Fische zu fangen – wie andere Yachten auch. Keiner hat was gefangen. Vermutlich ist das Meer nördlich der Inselkette bereits überfischt? Auf den Märkten wurden Fische angeboten, zumeist kleine die noch eine Weile im Meer hätten wachsen sollen.
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F – wie FARBENFROH

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Immer wieder beschäftigt uns die Frage, warum wir INDONESIEN so toll fanden. Klar, die freundlichen Menschen, die lachenden Kinder. Die Natur. Aber jetzt, da wir diesen Beitrag hier schreiben und uns unsere INDONESIEN Bilder ansehen stellen wir fest, wie farbenfroh das Land ist. Die Häuser sind in strahlenden Farben angemalt, Rot-Weiße Nationalflaggen schmücken die Straßen, die Boote der Fischer und Seenomanden leuchten bunt in der Sonne. Jeder hat offenbar so seine eigene Lieblingsfarbe, denn es ist alle vertreten!
Ist es nicht bedenklich das wir in Deutschland gesetzlich regeln, welche Farben unsere Häuser haben dürfen?
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G – wie GESCHÄFTE

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Hektik haben wir nicht erlebt. Alles ist irgendwie im Fluss, alles regelt sich irgendwie und Aufregung scheint ein Fremdwort zu sein. Wer denkt, das diese ortsübliche Gelassenheit mit Faulheit gleich zu setzten ist, der irrt. Die Menschen INDONESIEN wollen arbeiten und dafür bezahlt werden. Viele, sehr viele Menschen sind in Geschäften beschäftigt. Eigentlich kommt einem INDONESIEN wie eine endlose Aneinanderreihung von Geschäften vor. Supermärkte gibt es nicht, dafür die traditionellen Märkte und Fachgeschäfte umzu. In den größeren Städten gibt es ganze Straßenzüge mit Geschäften, die alle das gleiche Verkaufen. Zum Beispiel eine Straße für Elektrobedarf, eine andere für Autos- und Autozubehör, eine weitere für Haushaltswaren aller Art und eine andere Straße für Werkzeuge. Das ist praktisch: Wenn man einen Schalter braucht, muss man nur wissen in welcher Straße die Geschäfte sind, fährt dorthin und klappert zu Fuß alle Läden ab, bis man das richtige gefunden hat.
Viele dieser Geschäfte werden von Chinesen betrieben – auch in INDONESIEN. Deren Sortiment ist immer größer als das der Nachbarn, deren Wille zum Verkaufen ist immer größer als das der Nachbarn und deren Qualität ist immer schlechter als die der Nachbarn. Der Grund ist offensichtlich: Die Chinesen verkaufen am liebsten Produkte, die in China hergestellt wurden. Und da hapert es dann doch, immer noch, an der Qualität – zum Beispiel bei Werkzeugen.
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H – wie HÄNCHEN

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Neben Fisch ist Hähnchen die Haupt-Fleischquelle im INDONESISCHEN Essen. Hähnchen wird in allen Nasis verarbeitet, als heftig scharf gewürzte Schenkel serviert oder deren Ei gekocht oder gebraten  zu jeder Mahlzeit gereicht.
In den Dörfern sieht man die Tiere frei herum laufen, in den Städten fragt man sich, wo die Millionen Tiere, die für die Versorgung wohl notwendig sind, eigentlich herkommen?
Die Antwort ist so einfach wie bei uns: Auf dem Lande gibt es riesige „Hühnerfarmen“.
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I – wie INDONESIEN

Was für ein riesiges Land! Ein Land mit knapp 2 Millionen Quadratkilometern Fläche und fast 240 Millionen Einwohnern. Wir haben mit dem Boot gut vier Monate (16 Wochen!) gebraucht, um ganz vom Osten in den Westen zu gelangen. Und dabei haben wir längst nicht alle Inseln besuchen können. Aber die, die wir besucht haben, haben uns unglaublich inspiriert und fröhlich gemacht. Anfangs ist man ob des vielen Lachens und der Aufgeschlossenheit der Menschen unsicher, ob das wirklich ernst gemeint sei?
Aber es kommt vom Herzen, die Freundlichkeit ist echt!

Zitat Terry, übergewichtiger und viel trinkender US Amerikaner und Superyacht-Skipper: „THEY HAVE NO MONEY – BUT THEY ARE SO HAPPY!“
(„Sie haben kein Geld – aber sie sind so glücklich!“)

Stimmt genau. Geld ist nicht alles! Geld macht auch hier niemanden glücklich. Vielmehr ist es der Umgang der Menschen miteinander. Die Freiheit der Kinder, die nach der Schule die Kanus der Eltern entführen und neugierig die weißen Besucher auf ihren Yachten besuchen fahren. Die stolzen, jungen Väter die ihre Babys liebevoll auf dem Arm tragen. Die Mädchen und Frauen, die auch in diesem Land selbstbewusst das Letzte Wort haben.

INDONESIEN ist ein sehr junges Land. Alt an Kultur und Landschaft, jung im denken. Ein Land auf dem Sprung in den Weltmarkt. Ein Land das noch viel erreichen will und viel erreichen wird!
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J – wie JOKO WIDDODO

JOKO WIDODO ist der neue Präsident von INDONESIEN mit einer extrem beeindruckenden Vita. Kennen gelernt haben wir ihn natürlich nicht und beileibe nicht jeder in INDONESIEN ist ein Fan von ihm.
Auf BORNEO in der Flusshafenstadt KUMAI brauchen wir neue Anlasserkabel für die Hauptmaschine. Mit dem Auto fahren wir in eine noch größere Stadt und finden dicke Schweißkabel, die passen. Die Verkäufer und Angestellten im Laden sind nicht richtig bei der Sache: Im Fernsehen wird gerade die feierliche Vereidigung von JOKO WIDODO übertragen und wir lernen, das dies die erste unblutige Amtsübergabe seit der Unabhängigkeit 1949 in INDONESIEN war. Klare Zeichen von Fortschritt und Demokratie.
Und eines der schwierigsten innenpolitischen Themen hat JOKO WIDODO bereits angefasst: Die Eindämmung der Korruption. Wir haben bis auf BALI nie damit zu tun bekommen und nur wilde Geschichten aus der Vergangenheit darüber gehört: ONG, Elektriker auf einer Werft in SINGAPORE musste geschäftlich nach JAWA. Am Flughafen blickt der Beamte auf die frisch geputzen Schuhe von ONG – schöne Schuhe! ONG musste seine Schuhe eintauschen gegen die des“Beamten“.
Korruption ist ein natürlicher Feind von allgemeinem Wohlstand und Demokratie. First things first, wie die Engländer zu sagen pflegen.
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K – wie KOMODO DRAGON

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Aus touristischer Sicht sind die KOMODO DRAGONs sicher eines der großen INDOENSIEN Höhepunkte. Aber nicht nur die Tiere sind sehenswert. Der ganze KOMODO Nationalpark ist einen ausführlichen Besuch wert!
Aber bitte nicht an Bord eines dieser Billig-Tourboote, die ab und zu mal untergehen. Beim Buchen der Reise vor Ort in LABUAN BAJO bitte das Boot vorher zeigen lassen!
Einmal auf den KOMODOS angekommen empfiehlt sich eine Wandertour auf einen der kleinen Berge. Wenn man das mit einem Führer macht, kommt man auch an den Drachen vorbei und kann, je nach Mut, aufregende Fotos von sich und den Tieren schießen.
Händler verkaufen Halsketten mit Krallen von toten Drachen – haben wir erst mal geglaubt, nur um später zu lernen, das die Krallen in Wirklichkeit aus Kuh-Horn handgeschnitzt werden…OK, die Story zählt. Wen interessiert schon
die ganze Wahrheit?
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K – wie KARAOKE

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Wenn man nicht singen kann, ist man in INDONESIEN verloren. Wenn man nicht tanzen kann, auch, aber singen ist wichtiger. Selbst die höchsten Regional-Politiker stellen sich auf die Bühne und trällern ein Liedchen!
Eigentlich singen alle. Immer. Und wenn gerade keine Band zugegen ist, dann wird eben mit einer KARAOKE Maschine gesungen. Neben INDONESISCHEN Pop-Songs und traditionellen Liedern können die meisten INDONESIER auch internationale Pop-Songs.
Ein einzelner, uns bekannter Rallye-Leiter mit Namen Raymond ist jedenfalls unser „My Way“ INDONESIEN-Meister. Keiner war besser!
KARAOKE ist toll, wenn alle mit machen. Und es haben immer alle mit gemacht.
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K – wie KLOTOK

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Der Name assoziiert im Deutschen garantiert das falsche. Ein KLOTOK hat so gar nichts mit einem Klo zu tun – obwohl, ein Klo gibt es auch darauf. Eines der einfachsten Sorte – die Schüssel direkt über dem Wasser…
…denn ein KLOTOK ist ein Boot, vielleicht sogar ein Schiff. Gebaut aus Hartholz. Es gibt einfache Arbeitsboote oder auch hübsch verzierte Ausflugsboote. In jedem Fall ist es ein ganz traditioneller Bau bei dem der Steuermann ganz vorne im Bug sitzt.
Wir haben zwei Tage den KUMAI River mit einem KLOTOK bereist – viel Spaß dabei gehabt. Aber auch froh‘ gewesen, wieder an Bord unseres eigenen Bootes zurück kehren zu können.
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L – wie LACHEN

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Lachen ist eine angeborene Eigenschaft. Vor lauter Arbeit und Stress haben wir das Lachen in EUROPA fast vergessen. In INDONESIEN lachen alle. Jedenfalls alle, die wir getroffen haben. Vielleicht hilft es auch einfach das Leben in einfachsten Umständen zu meistern. Angeblich lebt ein viertel der INDONESIER unter der Armutsgrenze. Das mag sein – wir haben ein ganz offenkundig armes Fischerdorf auf WETAR, weit m Osten von INDONESIEN besucht – was sollen wir sagen: Die Menschen haben sich gefreut und gelacht. Und wir auch!
Man darf ein hartes Leben nicht mit einem unglücklichen Leben gleich setzten. In unserer Wohlstandsgesellschaft wird das Schöne, das Gute immer kleiner – in einem harten, rauen Leben in einfachsten Verhältnissen ist das kleine Glück ganz, ganz groß!
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L – wie LARANTUKA

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Die östlichste Stadt der größten INDONESISCHEN Insel FLORES heißt LARANTUKA und liegt an einer Fluß-ähnlichen Meerenge.
LARANTUKA ist unser liebster Ort in INDONESIEN geworden – es sind ja immer sehr individuelle Eindrücke und Erlebnisse, die eine solche Liebe bestimmen. Der Empfang und Aufenthalt war einmalig – die Menschen auf der Straße haben sich schlicht über die einzigen weißen Touristen gefreut. Echt gefreut. Man stelle sich das mal vor: Stolz darauf sein, das Fremde die eigene Stadt besuchen!
Landschaftlich schön, aber sicher nicht außergewöhnlich schön. Mit dem Scooter haben wir die nähere Umgebung erkundet, mit dem Bus umliegende Dörfer und Schulen. LARANTUKA ist mit Sicherheit der ideale Startpunkt für eine FLORES Reise von Ost nach West.
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M – wie MARKT

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OK, anfangs hatten wir so unsere Probleme, so ganz ohne Supermarkt auskommen zu müssen. Da war AUSTRALIEN im Kopf doch noch näher als INDONESIEN. Dann haben wir die Vorteile der lokalen Märkte schnell erkannt und uns zu den eifrigsten Marktgängern der Flotte entwickelt.
Ein Marktbesuch ist nicht nur einfach einkaufen – ein Marktbesuch ist Eventshopping – ja! So nennt man das heute! Die Märkte in INDONESIEN leben – die Menschen dort verkaufen nicht nur einfach, sie bereiten vor Ort auf dem Marktstand die Produkte auf, egal ob Gemüse, Fisch, Fleisch oder Hähnchen. Alles live – direkt vor den eigenen Augen. Leider konnten wir nie so viel einkaufen, wie wir gewollt hätten – der Bedarf von zwei Personen hält sich dann doch in Grenzen und essen gehen (in einem der vielen kleinen einfachen „Restaurants“) ist eben auch einfacher als selber kochen…aber in jedem Fall kann man einmalige Fotos schießen und sich noch viele Jahre später daran satt sehen!
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M – wie MI GORENG

Wer nicht immer Reiß essen möchte, der kann auch Nudeln bekommen. MI GORENG gibt es wie die Reiß-Schwester NASI GORENG mit Hühnchen, Seefood oder Beef und, als Krönung, auch mit einem Spiegelei darüber.
Aber Vorsicht. Das kann durchaus eine scharfe Sache werden. Man kann froh sein, wenn man seine Lippen nach 30 Minuten wieder spürt 😉 Oder, man ist clever und fragt nach „not so spicy“ – hat immer geklappt.
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M – wie MOSCHEE und MUSLIME

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Je weiter wir nach Westen kamen, um so stärker war die andere Religion zu erleben. Nur im Osten sind die Christen stark vertreten, ansonsten ist das Land MUSLIMISCH, von BALI mit seinem Buddhismus mal abgesehen. Und wie auf der ganzen Welt schon gesehen: Die Gotteshäuser sind immer die prunkvollsten, die prächtigsten, die schönsten im Ort. Egal ob Dorf oder Stadt. Egal welche Religion. Egal ob Kirche, Moschee, Tempel oder Gotteshäuser. Ist das nicht merkwürdig?
Wir haben keine Berührungsängste mit den Muslimen und die Muslime auch keine mit uns. OK, in sehr orthodoxen Dörfern war es schwierig, neues Bier aufzutreiben, aber irgendwo hatte irgendwer immer eine Kiste zu verkaufen. Auf LOMBOK wurden wir zu einem Fest in eine Moschee eingeladen. Netter Weise erst zum Ende der Predigt – was für ein einmaliges, postives Erlebnis!

Die Muslime sind halt auch nur ganz normale Menschen. Als Gäste in einem muslimischen Land haben wir uns anzupassen und nicht mal Ansatzweise darüber zu meckern, wenn Morgens um 4:00 Uhr der Iman über Lautsprecher singt.

Umgekehrt würden wir aber auch in unserem eigenen Land erwarten, das sich unsere Gäste anpassen.

Den Satz „Ich glaube an Gott, aber nicht an Religionen.“ haben wir schon oft auf unserer Reise durch die Welt gehört – und aus unserer Sicht wäre es begrüßenswert, wenn noch viel mehr Menschen so denken würden. Wenn die Religion die Lebensweise bestimmt und dadurch unzeitgemäße Regeln befolgt werden, ist das Stillstand. Stillstand ist der Tot.  Hat schon vor Jahren Herbet Grönemeyer gesungen und muss daher per Definition wahr sein.
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N – wie NATUR

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Obwohl die Küstenlinien von INDONESIEN dicht besiedelt sind und das Land 240 Millionen Einwohner hat, gibt es jede Menge, ohne Ende Natur zu bestaunen. Die erreicht man mit dem Motorroller (Scooter) über gut ausgebaute Straßen recht schnell – oder man sieht die majestätischen Berge gleich vom Wasser aus.
Das vielleicht eindrucksvollste Naturschauspiel haben wir vor Anker liegend auf dem Weg nach LABUAN BAJO erlebt: In der Abenddämmerung färbt sich der Himmel schwarz von Millionen (?) von Fledermäusen auf dem Weg von einer Insel zum Festland.
Ausgedehnte Wälder, Bergseen, Vulkane, traumhafte Sandstrände, Urwald, Steppen, Mangroven, Drachen, Krododile, Vögel, Orang Utans, Affen, Wasserbüffel, Fische, Korallen – alles in einem Land, alles in freier Natur, alles frei zugänglich, alles ursprünglich, alles einmalig. Wo anders auf der Erde gibt es diese massive und vor allem ursprüngliche Vielfalt noch?
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N – wie NATIONALFEIERTAG

indonesia_abc_0066 Am 17. August 1945 erklärte der spätere Präsident SUKARNO die Unabhängigkeit INDONESIENS – und dieser Tag ist bis heute einer der höchsten Feiertage in INDONESIEN. Wir hatten die wohl einmalige Gelegenheit, die Feierlichkeiten auf der Insel KISAR zu begleiten. Und den Stolz des Landes auf die jüngste Vergangenheit zu spüren.
Der WIKIPEDIA Beitrag dazu ist sehr lesenswert und es gibt einen sehr beeindruckenden, wirklich hochkarätigen aber leider fast vergessenen Kinofilm zu dieser Zeit. Mit den sehr jungen MEL GIBSON und SIGOURNEY WEAVER in den Hauptrollen: „Ein Jahr in der Hölle“ (im Original „The Year of Living Dangerously“). Verrückt: Der hervorragende Film war bis ins Jahr 2000 in INDONESIEN verboten…
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O – wie ORANG UTAN

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Die Tiere wissen ja gar nicht, wie prominent sie sind. 9 Rallyboote haben das offizielle Rallyeprogramm verlassen und einige hundert Seemeilen Umweg in Kauf genommen, um die ORANG UTANs auf BORNEO zu besuchen.
Hier leben sie in einem Reservat, relativ frei. An drei Ranger-Stationen kann man die Tiere vor, während und nach der Fütterung mit Bananen recht gut beobachten. Ihre unglaubliche Kletterkunst. Ihre scheinbar stoische Ruhe. Ihr Rudelverhalten. Erst die Männchen, dann die Weibchen mit den Kindern. Und zwischendurch kleine, vor-witzige Affen die denken, sie könnten den großen die Banane von der Platte klauen.
Wer jemals die Chance hat, nach KUMAI auf BORNEO zu kommen und die ORANG UTANS zu besuchen, der soll sie ergreifen und reisen! Auch um den INDONESIERN zu zeigen, das Tourismus auf Dauer viel mehr einbringt, als den Regenwald abzuholzen, den ORANG UTANs den Lebensraum zu rauben und doofes Palmöl herzustellen.
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P – wie PINK BEACH

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Von LABUAN BAJO (ganz im Westen der Insel FLORES) aus kann man mit Tourbooten zur PINK BEACH fahren…oder man segelt gleich mit dem eigenen Boot dorthin.
Der Strand ist einmalig, weil er Seeseitig von rosafarbene Korallen eingefasst wird. Zum einen ein tolles Schnorchel- und Tauchrevier, zum anderen werden die rosa farbenen Korallen vom Seewasser ausgewaschen und das färbt den ganzen Strand rosa – oder eben im Englischen PINK.
Der Strand ist verhältnismäßig klein und wenn die Tourboote kommen, wird es auch mal voll…wenn man eine individuelle Tour bucht, kann man aber diesen Traumstrand am Morgen und ab dem späten Nachmittag für sich alleine haben.
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Q – wie ÄQUATOR

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Auf der Insel KELIT kann man trockenen Fußes den Äquator überqueren. Wenn es nicht gerade regnet, versteht sich. Für uns ein besonderer Moment, nach knapp zwei Jahren wieder die Nordhalbkugel der Erde zu erreichen. Klar, wenn man in AFRIKA wäre, könnte man auf tausenden Kilometer Länge den Äquator entlang wandern. In INDONESIEN ist das schon viel schwieriger – verdammt viel Wasser umgibt die vielen Inseln und daher ist dieser Ort sehr besonders – zumindest für uns Seefahrer.
Der Aufenthalt dort wurde denn auch noch besonders-besonders, weil wir eingeladen wurden, ein nahe gelegenes Dorf von SEA GYPSIES (Seenomaden) zu besuchen. Unvergesslich – eine bleibende Erinnerung an zurückhaltende, sehr gastfreundliche Menschen!
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R – wie REPARATUR

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Reparatur – ein Wort, das im westlichen EUROPA demnächst vergessen wird. Ja, Wahnsinn! Man kann Dinge reparieren! Man kann Schuhe reparieren. Man kann Elektromotoren reparieren. Man kann Kleidung reparieren. Schuhe. Fernseher. Maschinen aller Art. Sogar Computer und Telefone.
Während wir alles kaputte nur noch weg schmeißen und neu kaufen, wird es in INDONESIEN wieder aufgearbeitet. Das ist zwar eine sehr aufwendige Form des Recyclings, weil aber Arbeitszeit kaum etwas kostet, ist alles möglich. Überhaupt können wir fest stellen, das die niedrigen Löhne zu ganz anderen Service- und Produktionsmöglichkeiten führen, als bei uns.

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Der Ansatz „Reparatur ist das Beste Recycling“ ist natürlich aus der Mangelsituation heraus geboren und nicht etwa der geniale Gedanke eines Umweltpolitikers – führt aber zum richtigen Ergebnis. Jedenfalls bei hochwertigen Produkten. Leider, und das ist sehr bedauerlich, nicht bei Plastik. Da kann nichts repariert werden.
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S – wie SCHULE

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Schule wird in INDONESIEN groß geschrieben. Ab dem fünften Lebensjahr geht jeder zur Schule. Die Schulgebäude sind manchmal in einem schlimmen, baufälligen Zustand. Aber das scheint die Kinder und die Lehrer nicht zu stören. Wir haben viele Schulen besucht und viele Lehrer kennen gelernt. Alle schienen uns sehr motiviert und bei der Sache zu sein. Klar, wenn Besuch da ist, dann ist alles noch mal ein bisschen besser! 😉
Wir haben auf den Straßen junge Männer und Frauen getroffen die als Englischlehrer arbeiten und so glücklich waren, endlich mal mit Ausländern die Sprache sprechen zu können, die sie unterrichten.
HANS, unser Tourführer in LARANTUKA hat sich extra in seiner Schule einen Tag frei genommen um den Tag mit uns verbringen zu können – und Englisch in der Praxis zu sprechen.

Dieses Bewusstsein um die Notwendigkeit der Überwindung der Sprachbarrieren hat uns immer wieder sehr beeindruckt. Dabei hat das Land sowieso schon viele eigene Sprachen auf den einzelnen Inseln. Zu Hause lernen die Kinder die Ur-Sprache der Mütter und Väter, in der Schule dann INDONESISCH und ENGLISCH.

Rechnen ist hingegen nicht so angesagt – für einfachste Additionen wird der Taschenrechner mit dem großen Display gezückt 😉

Man mag zu Schuluniformen stehen wie man will – die Schulkinder tragen sie als etwas besonderes und sind besonders nett und adrett darin anzusehen.
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T – wie TERIMA KASIH

TERIMA KASIH bedeutet in der Deutschen Übersetzung Danke Schön. Wir haben das sehr oft und immer gerne von Herzen gesagt. Und am liebsten würden wir über einen Welt-Lautsprecher ganz INDOENSIEN TERIMA KASIH zurufen. Für eine wunderschöne Zeit in einem wunderschönen Land mit ganz wunderbaren Menschen! T E R I M A  K A S I H !!!!!
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T – wie TOURISMUS

Es gibt einige, aber wirklich nur einige wenige Inseln in INDONESIEN, die touristisch voll erschlossen sind. BALI ist mit Sicherheit die größte und bekannteste. Aber diese Art von Tourismus ist in unseren Augen austauschbar und beliebig.
Die Backpacker, die auf umschlungenen Wegen ihren Pfad nach LABUAN BAJO finden, um den KOMODO Nationalpark zu besuchen, sind sicher nur die Vorhut der großen Gruppen von Pauschaltouristen, die in fünf oder zehn Jahren diesen Flecken Erde erobern werden.
Einheimische Touristen, die Geheiminseln wie BELITONG besuchen, werden noch eine Weile unter sich bleiben – bis auch Backpacker ihren Weg hier bahnen.
INDONESIEN braucht, wie im übrigen jedes Land mit wenig Industrie und viel Natur, Touristen für dem wirtschaftlichen Aufstieg. Wir glauben, die Beste Art INDONESIEN zu bereisen ist die per Boot. Die Gewässer sind sicher, das Wetter ist gut bis sehr gut und es erschließt sich die unglaubliche Vielfalt der Inseln und deren Bewohner auf diesem Wege. Wer mit der WONDERFUL SAIL2INDONESIA Rallye unterwegs ist, hat Glück und bekommt ein Programm der Extraklasse geboten – wer alleine unterwegs ist, wird auch seine Freude haben, etwas ruhiger, etwas stiller, etwas ungeplanter. Aber, und das ist wirklich wahr: Die Einwohner der Inseln von INDONESIEN heißen jeden Besucher herzlich willkommen und freuen sich sehr über den Besuch – denn sie sind Stolz darauf, das sich Bewohner von fernen Ländern aufmachen, um ihr Land, ihre Insel zu besuchen. Wirklich stolz!
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U – wie URWALD

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URWALD gibt es in INDONESIEN jede Menge. Als Segler haben wir natürlich längere Touren im Dickicht von Schlingpflanzen, Sträuchern, Büschen und Bäumen vermieden, aber kleinere Ausflüge in die grüne Hölle haben wir immer wieder mutig unternommen.
Die trockene Jahreszeit war sicherlich nicht die richtige – so ein Urwald braucht Wasser um sein strahlendes Grün zu präsentieren, um den Geruch von frischer Erde, nassen Bäumen in die Nase zu treiben!
Einmal, auf BORNEO, haben wir im URWALD übernachtet. Zwar an Bord eines KLOTOKS komfortabel auf Matratze und unter Moskitonetzen und somit sicher vor jeglichem Getier, aber wir haben im Urwald übernachtet…und waren Überrascht, das der Urwald auch schläft! In der Dämmerung noch lautstarke Beschallung von Tieren aller Art, dann, relativ Schlagartig Nachtruhe bis zum frühen Morgengrauen.
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V – wie VERKEHR

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Wir haben oft darüber diskutiert. Ist INDONESIEN nun ein Dritte-Welt Land oder nicht? Für uns steht fest: Nein, es ist bereits Erste-Welt: Es gibt alle erdenkliche Infrastruktur, dort wo sie nötig ist. In kleinen Fischerdörfern braucht man keine asphaltierten Straßen, oder?
Die Straßen sind durchweg in einem guten Zustand. Befahren werden sie aber weniger von Autos. Tausende und Abertausende Scooter (Motorroller) beherrschen das Straßenbild. Es gibt Scooter-Taxis, die genau einen Fahrgast mitnehmen können – auf der Sitzbank hinter dem Fahrer.
Es gibt Familien-Scooter, auf denen (bei normaler Sitzbank) vier oder fünf Personen abenteuerlich ineinander verschachtelt über die Straßen brausen. Und es gibt die Renn-Scooter, die oh Wunder von jungen Männern gefahren werden die keine Limits kennen.
Wir haben uns öfters mal jeder einen Scooter gemietet um die Gegend um unseren Ankerplatz herum weiter, tiefer erkunden zu können. Solange man in die gleiche Richtung wie alle fährt, ist alles gut. Aber wenden oder in den Verkehr einfädeln – höchste Vorsicht geboten!
Die Scooter brauchen Benzin. Benzin und Diesel ist Mangelware in INDONESIEN. Für die normale Bevölkerung wird der Treibstoff von der Regierung subventioniert, aber eben auch rationiert. Lange Schlangen vor den Tankstellen in Kauf nehmen, oder per 1,5 Liter Flache am Straßenrand zum Schwarzmarktpreis kaufen.
Der Verkehr fließt chaotisch, aber irgendwie elegant. Raser sind sehr selten, Drängler gibt es keine, aber jeder fährt irgendwie seine Richtung. Also kann es auch mal vorkommen, das auf der eigenen Fahrbahn jemand entgegen kommt, das man Rechts und Links gleichzeitig überholt wird oder das man abrupt bremsen muss, weil der Vordermann einfach stehen bleibt.
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W – wie WETTER

Die INDONESISCHEN Inseln liegen Großteils parallel zum Äquator, wie an einer Schnur aufgereiht. Zum Süden hin der riesige, tiefe INDISCHE Ozean, zum Norden die fache JAWA See.
In unserer Erinnerung hatten wir auf unserer Reise nur wenig Regen, dafür unendlich viel Sonne bei erträglicher Luftfeuchtigkeit. 28°C bis 35°C für Wochen! Wind hatten wir eigentlich keinen, schon gar keinen zum segeln. Wenn es mal welchen gab, dann war es lokaler Wind der durch hohe Berge in Verbindung mit großen Wasserflächen entsteht.
Diese Windarme Route ist aber auch nur hier, nördlich der Inselkette möglich. Bleibt man südlich, hat man das Wetter des INDISCHEN Ozeans – oft mit Wind aus der falschen Richtung – auch nicht gerade Seglers-Traum.
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X – wie XYLOPHON

Wir wissen nicht, ob die Tempel-Musiker auf BALI ihre Instrumente die sie so liebevoll mit kleinen Hämmerchen bearbeiten tatsächlich XYLOPHONE nennen, aber zum einen brauchten wir ein Wort mit X, zum anderen sehen die für uns tatsächlich so aus.
Im Orchester wirkt deren Musik bereits nach ein paar Minuten Hypothetisch, nicht einschläfernd, aber ruhig stellend, beruhigend.
Genau aus diesem Grund wurde die Musik wohl erfunden – um den Mönchen beim Meditieren zu helfen, um die jungen Wilden zu beruhigen? Keine Ahnung, wir wollen uns auf jeden Fall bei Gelegenheit eine Tempel-Musik CD zulegen – zur Beruhigung 😉
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Y – wie YACHT

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Nicht viele Yachten kommen nach INDONESIEN. Die Meisten kommen mit einer der beiden Rallyes ins Land. Die eine nennt sich SAIL INDONESIA und die andere WONDERFUL SAIL2INDONESIA. Die Namensähnlichkeit hat einen Grund. Der Organisator und Rallyeleiter der alten SAIL INDONESIA (Raymond Lesmana) hat das Lager gewechselt und die neue Rallye WONDERFUL SAIL2INDONESIA ins Leben gerufen. Diese steht unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Tourismus in INDONESIEN und wird in Zusammenarbeit mit der ISLAND CRUISING ASSOCIATION in NEUSEELAND betrieben.
Wir möchten eine Rallye Teilnahme in jedem Fall empfehlen da durch das organisierte Reisen einige Dinge einfacher werden. In jedem sollte man eine Rallye wählen, in denen Raymond Lesmana der Rallyeleiter ist – sein Wissen um sein Land ist ist Gold wert. Seine Person ist auf den meisten Inseln seit Jahren bekannt und entsprechend einfach werden Ausflüge, Motorroller, Diesel, Bier oder was auch immer notwendig ist, organisiert.
Wichtig ist, das man seine Erwartungshaltung an „Organisation“ und „Planung“ deutlich reduziert. In INDONESIEN passieren viele gute Dinge, aber sie entstehen spontan und aus der Situation heraus, nicht aufgrund eines genauen Terminplans.
Während der gesamten INDONESIEN Passage (16 Wochen) hatten wir keine Probleme mit Sicherheit, Bettlern, Diebstahl, Übergriffen oder sonstigen Unannehmlichkeiten. Für 2014 wissen wir nur von zwei Booten, die (kleinere) Probleme in dieser Hinsicht hatten…und beide waren alleine unterwegs.
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Z – wie ZEREMONIE

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Darin sind die INDONESIER ganz, ganz groß. In jedem Ort, den wir besuchten wurde eine mehr oder minder große Willkommenes-Zeremonie abgehalten. Tänze, Musik Folklore und Ansprachen. Die Ansprachen waren oft überflüssig, um ehrlich zu sein. Erst recht, wenn sie nur in INDONESISCH ohne Übersetzung gehalten wurden. Da aber auch immer die lokalen Würdenträger eingeladen wurden, haben wenigstens einige verstanden, was gesagt wurde 😉
Zwei Zeremonien werden uns für immer in Erinnerung bleiben. Der unglaublich smarte Regent von Ost-LARANTUKA, der als einziger seine Ansprache auf zwei Minuten begrenzte und jeden Satz in Englisch und Indonesisch vortrug und den Höhepunkt des Abends mit einer Wahnsinns-Gesangseinlage (I’M SAILING von ROD STEWARD) persönlich bestritt.

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Zum anderen die Verkleidungs-Aktion in KALABAHI und unser gemeinsamer Auftritt auf der Showbühne in lokaler Landestracht. OK, den Kerl erkennt man immer wieder, aber die Frau?
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Heidi und Peter.

P.S.: Zwei Dinge sind uns bei diesem Beitrag noch wichtig: Wir haben viele Inseln in INDONESIEN besucht, aber nicht die Hauptinsel JAWA, auf der mehr das die Hälfte der INDONESIER wohnt. Dort, so sagte man uns, sei alles anders. Nicht mehr so schön, nicht mehr so bodenständig. Gut, das wir da nicht waren – aber auch wichtig zu wissen. Als Abgrenzung zu „unserem“ INDOENSIEN.
Zum anderen verweisen wir in diesem Beitrag massiv auf WIKIPEDIA als tiefer gehende Informationsquelle. Wir halten nichts davon, die dort verfügbaren Detailinformationen hier in anderer Form zu wiederholen.

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