ALORE – KALABAHI

Seit Tagen (seit 21. August 2014) liegen wir sehr, sehr ruhig vor Anker in KALABAHI.

Tiefseeankern – Wassertiefe ist 32 Meter und wir haben die kompletten 100 Meter draußen. Das wird ein „Spass“, die beim Anker auf wieder weg zu stauen ;-(

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Von WETAR aus sind wir schon wieder über Nacht „gesegelt“  – in Anführungszeichen, weil wir in Wahrheit fast die ganze Strecke unter Motor gelaufen sind. Kein Wind, nur in der Nacht von 2 bis 4 Uhr.
OK – Vorteile: Mal wieder ordentlich die Batterien durchgeladen und viel Wasser mit dem Wassermacher produziert. Nachteile: Viel Diesel verblasen und der Brüllaffe hat jeglichen Ansatz von Schlaf zu Nichte gemacht – wohl nicht müde genug, wie?

Die Stadt ist viel größer als SAUMLAKI, aber völlig anders. Viel weitläufiger, noch mal mehr geschäftiger und zumindest Anfangs unübersehbar. Wieder sehr charmant, laut und aufregend. Jeder will fotografiert werden und jeder will ein Foto mit den Weißen schießen – VIP unter vielen tausenden Menschen.

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Zunächst großes Crewtreffen im Hotel am Hafen. Das muss erst mal lernen, das Segler durchaus durstige Leute sind und man damit Geld verdienen kann. Lustiger Weise sind alle Boote hier, wer hätte das gedacht?

Wie üblich sortiert sich die Stadt nach der ersten Begehung und wir finden endlich einen VISA Geldautomaten (MASTERCARD ist deutlich mehr vertreten), den Markt und Läden, in denen man Lebensmittel kaufen könnte…wenn man denn auf Kekse, Chips und Kaffeepulver steht, mehr haben die nämlich nicht. Konserven sind hier so selten wie Weiße Touristen….

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…aber die beiden Märkte sind natürlich der Hammer und machen jeden Laden („Supermarkt“ wäre wirklich der falsche Ausdruck) überflüssig. Gemüse, wenig Obst, viel Trockenfisch, frischen Fisch, lebende Hühner und Gewürze verteilt auf 100derte überdachte Stände machen den Einkauf zum Erlebnis. Wir haben Glück – denn Richard, unser Tourguide am Samstag begleitet uns auf den Markt und so haben wir einen exzellenten Dolmetscher. Richard wundert sich bestimmt, welche Mengen wir einkaufen, aber hier gibt es Kartoffeln, große Zwiebeln und Eier!

Die vorangegangene Bustour hat uns in ein Bergdorf geführt und wir konnten einen Einblick in das ursprüngliche Leben der INDONESIER bekommen…na ja, hatten wir schon auf unsere Art. Aber wie die hier im Berg Zigaretten drehen war dann doch neu 😉

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Die Bustour brachte uns auf den Gedanken einer Scooter-Tour – ohne Guide und ohne echtes Ziel. Unser Rally-Kontaktman meint, das sei kein Problem, aber am Sonntag warten wir gut zwei Stunden auf die Mopeds, weil dessen Fahrer uns fahren wollen…das wollen wir aber nicht. Erst als wir hartnäckig bleiben, bekommen wir die Zweiräder – zum gleichen Preis wie mit Fahrer. Also mit 6 Mopes auf Tour und als wir die Stadt hinter uns lassen sind alle etwas entspannter ob des Wusels in der Stadt.

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Angeblich sind die Teile voll getankt, aber eine Kontrolle zeigt doch sehr unterschiedliche Füllstände. Also sicherheitshalber tanken! Gar nicht so einfach. Die einzige richtige Tankstelle ist ausverkauft und die ansonsten so zahlreichen kleinen Buden am Straßenrand, die das Benzin in kleinen Plastik- oder Glasflaschen verkaufen, sind leer gefegt. Erst später auf dem Land finden wir eine Bude, die uns „voll tankt“. Klar, cool mit Zigarette in Mund.

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Der Ausflug ist super, wir sehen tolle Landschaften, spartanische Dörfer und wirklich überall freundliche, viel mehr junge als alte  Gesichter.

Mister, Mister, how are you?

Mister, Mister, foto, foto?

Mister, Mister!

Peter.

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