Tag 33: KUMBARA nach MOUNT ISA

  • Freitag, 7. März 2014, KUMBARA nach MOUNT ISA, 570 Kilometer

Die ganze Nacht mit Klimaanlage geschlafen…wir beide haben leichte Kopfschmerzen, wachen aber erst gegen 8:30 Uhr auf. Gegen 10:00 Uhr sind wir reisefertig und wir brausen zunächst die 70 Kilometer zurück nach NORMANTON. Hätte man sich wirklich sparen können…

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…dann den langen Weg über die Route 83 nach Süden, nach CLONCURRY – der Name ist echt ulkig, oder? War vielleicht ursprünglich mal CLONE CURRY gemeint?

Es ist wirklich unglaublich, wie vielschichtig die flache Landschaft ist. Mal riesige Wiesen aus grünem Steppengras (es ist ja offiziell Regenzeit), mal kleine Wälder oder einfach nur Steppe, Es bleibt die ganze Zeit flach, wir bleiben die ganze Zeit (400 Kilometer!) alleine und ich habe einmal kurz den Gedanken, das uns der Bus bloß nicht im Stich lassen möge…
…obwohl: Wir fahren jetzt immer Trinkwasser für 4 Tage und Proviant für ein paar Tage mit uns herum. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis jemand auftauchen würde und uns einen Lift (Mitnahme) geben würde.

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Wir machen eine richtige Mittagspause mit Lunch im BURKE & WILLS ROADHOUSE – Auslöser war mal wieder tanken. Jetzt liegen wir bei 18 Litern auf 100 Kilometer. Die neuen Bremsen können nicht die Ursache sein, der Bus läuft gut im Leerlauf. Ich vermute er ordentlich Gegenwind, der uns viel Energie kostet.

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Von CLONCURRY sehen wir nichts, die Abzweigung liegt deutlich außerhalb der Ortschaft. Dann auf den BARKLY HIGHWAY (A2) nach Westen. Auf der Karte ganz klar als Umweg erkennbar, aber die unbefestigten Pisten, die mal eben 150 Kilometer sparen würden, trauen wir uns mit dem Bus nicht zu.

Fast schlagartig ändert sich die Landschaft. Statt ebener Buschlandschaft auf einmal kleine (Geröll)Berge, kurvenreiche Straße und vor allem viel mehr Verkehr. Diese OST-WEST Verbindung ist offenbar eine echte Pulsader.

Fahrtechnisch sind die ca. 120 Kilometer zwischen CONCURRY und MOUNT ISA wirklich toll! Ich möchte alle paar Kilometer anhalten und Fotos machen, das geht aber nicht. Die Straße ist zwar breiter als zuvor, aber hier fahren viele ROAD TRAINS (LKW´s mit einer Gesamtlänge von 50-55 Metern) mit 3 oder 4 Anhängern. Und die bremsen nicht mal eben so, wenn da ein Wohnmobil mitten auf der Straße steht.

ROADTRAIN

Einmal wenden wir, um noch mal Fotos zu schießen.

Gegen 17:00 Uhr erreichen wir MOUNT ISA und sind etwas irritiert. Das hat uns kein Buch gesagt. Die Stadt besteht aus zwei Seiten: Der MIENE SIDE und der TOWN SIDE. Die Stadt wurde nur gegründet, weil man die Miene hier gegen 1870 eröffnet hat. Kupfer und Blei wird hier gewonnen – offenbar in wirklich großen Mengen, so groß wie die Anlage wirkt. Aber klar, von irgendwas müssen die Leute ja leben.

Mount ISA

In diesem Zusammenhang sei mal erwähnt:
Auf den Campsites sehen wir jeden Abend“irgendwelche Arbeiter“. Die haben ihre Zelte oder einfachen Wohnwagen da stehen und gehen Morgens auf Arbeit und kommen Abends erst wieder. Das scheinen uns Wanderarbeiter zu sein, die durch halb AUSTRALIEN tingeln, um ihrem Job nach zu gehen. Hier, in MOUNT ISA sind das natürlich vermutlich Mienenarbeiter.

Kein schönes Leben…

Wir wollen Dienstag in ALICE SPRINGS ankommen, bis dahin sind es noch 1.200 Kilometer und wir werden hier in MOUNT ISA diesmal für 4 Tage einkaufen – laut Karte kommt unterwegs kaum noch ein größerer Ort.

An AYERS ROCK habe ich mittlerweile größte Erwartungen. Wir haben zwei volle Tage im Reservat eingeplant und ich hoffe auf wirklich tolle Fotos bei Sonnenauf- und Untergang. Daumen drücken, das es nicht regnet!

Peter.

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