Tag 23-25: CONVAY BEACH nach TOWNSVILLE nach UNDARA

  • Dienstag, 25. Februar 2014, CONVAY BEACH nach TOWNSVILLE, 240 Kilometer
  • Mittwoch, 26. Februar 2014, TOWNSVILLE / MAGNETIC ISLAND, 0 Kilometer
  • Donnerstag, 27. Februar 2014, TOWNSVILLE nach UNDARA, 390 Kilometer

Schweren Herzens verlassen wir das Kinderparadies in CONVAY BEACH – vermutlich hätte man hier die ganzen vier Wochen verbringen können, wenn man die Kinder gefragt hätte. Obwohl…die beiden freuen sich immer wieder auf den nächsten Pool 😉
Die Fahrt am Dienstag geht wieder über den BRUCE HIGHWAY (HIGHWAY ONE) stramm nach Norden, das Wetter ist durchwachsen. Immer mal wieder Schauer, aber durchweg 32°C – also kein Gedanke daran, die Klimaanlage im Auto einen Gang runter zu schalten.

australia townsville

Wie gewünscht erreichen wir TOWNSVILLE am frühen Nachmittag – bereits bei der Stadtdurchfahrt fällt uns auf, das diese Stadt irgendwie anders ist als die bisherigen (kleinen) Städte. Hier spürt man direkt so was wie Charme oder Flair. Das mag an dem großen Felsen/Berg liegen, der die Stadt überragt…oder an dem sehr cleveren Innenstadtkonzept das (offenbar) große Shoppingmalls am Stadtrand bisher verhindert hat. Hier gibt es eine lebendige Innenstadt, mit Geschäften, Museen, Bars und Restaurants. Und eine Marina 😉

Wir lassen das Wohnmobil auf einer Campsite nahe der Stadt und fahren mit dem Bus in die Stadt. Der fährt hier aber nur alle Stunde und so laufen wir erst mal zwei Stationen. Aber dann haben wir unsere Fahrt im Tiefkühlwagen. Der Fahrer ist super nett und „schmeißt“ uns an der richtigen Haltestelle in der Stadt raus.
Erst mal zum Touristenbüro, denn wir wollen am nächsten Tag (Mittwoch) nach MAGNETIC ISLAND übersetzten und brauchen die Fährverbindung. Kann man alles problemlos hier buchen, feste Zeiten müssen wir auf der Personenfähre nicht einzuhalten. Und weil empfohlen, buchen wir auch zwei Mini-Autos für die Insel, denn in einem dürfen nur vier Personen sitzen.
Nach der Buchung schaffen wir es trotz drückender Schwüle ins Aquarium mit dem (angeblich) größten lebenden Seewasser-Korallenriff. Weil wir spät dran sind bekommen wir noch einen Monster-Rabatt und sehen uns eigentlich die Dinge an, die wir Segler an jedem Riff der Südsee hätten kostenlos sehen können – wenn wir denn schnorcheln oder tauchen würden. So erleben wir sicher und trockenen Fußes Riff-Haie, jede Menge bunte Fische und ein Mini-Krokodil (ach wie süß!).

australia townsville aquarium

Am Mittwoch ist es Morgens schon so heiß, das man den Tag am liebsten in einem Supermarkt verbringen möchte. Denn die sind immer schön gekühlt…wir aber wollen per Fähre zum MAGENETIC ISLAND übersetzen. Die Insel wird nicht etwa MAGENETIC genannt, weil hier den Touristen magnetisch die Kohle aus der Tasche gezogen wird, sondern weil Kapitän COOK eine magnetische Abweichung an seinem Kompass feststellte, als er damals hier vorbei kam.
Im Fährterminal läuft ein Endlosvideo der SAILTOWNSVILLE MAGNETIC ISLAND RACING WEEK – das Revier scheint wirklich ideal für spannende Segel-Wettfahrten zu sein. Es ist gut, mal wieder (kurz) auf dem Meer zu sein und MAGENTIC ISLAND erinnert uns ein ganz klein wenig an FRANZÖSISCH POLYNESIEN – nur das Wasser ist hier wirklich viel schlechter und vor allem auch gefährlich: Überwall warnen Hinweistafeln vor bösen Quallen, die, im Falle eines Angriffs mit Essig bekämpft werden sollen. Essig, jede Menge Essig…

australia_magnetic island

Erfinderisch wie die AUSTRALIER nun mal sind haben sie Schwimmbarrieren mit Netzen ausgelegt und so wenigstens kleine Strandabschnitte schwimmbar gemacht. Lufttemperatur 34°C, Wassertemperatur 30°C – in wieder mal braunem Schlammwasser. Aber immerhin bauen sie schöne Häuser am Strand…

australia magnetic island

An längeren Fußmärschen ist auf der Insel bei dieser Hitze nicht zu denken. Wie gut, das wir unsere Mini-Cars gebucht haben…nur habe ich das mit dem TOPLESS (-Cars) wohl falsch verstanden?

australia topless car

Aber egal, die Dinger fahren sich wie Cart’s mit Schaltung und die insgesamt 16 Kilometer befahrbare Straße auf der Insel erfordern maximale Konzentration. Viele Kurven, Steigungen und rasante Abfahrten.

Am späten Nachmittag machen wir uns auf den Rückweg zum Festland – netter Ausflug, aber keine Verlängerung notwendig.

australia outback

Für den Donnerstag haben wir mal wieder eine Inland-Fahrt vorgenommen. Wir wollen zum VULCANIC NATIONAL PARC UNDARA. Das sind (leider) knapp 400 Kilometer, aber die Fahrt wird wirklich super. Kaum Verkehr, wieder schnurgerade, lange Straßen und ab und zu kommt uns auch mal ein ROAD TRAIN entgegen. Die dürfen offenbar nur auf bestimmten Strecken-Abschnitten fahren und haben, entsprechend ihrer Größe, zumindest implizite Vorfahrtrechte 😉
Der Weg führt uns über die GREGORY GREAT INLAD ROAD, die in der Karte als DEVELOPMENTAL ROAD bezeichnet wird. Damit meinen die AUSTRALIER Straßen, die eigentlich den sehr gut Ausgebauten Küstenstraßen entsprechen sollten, aber bei denen der Ausbau noch nicht so weit vorangeschritten ist. Das Ergebnis sind extrem unterschiedliche Streckenabschnitte die die Fahrt nie langweilig werden lassen. Manchmal wird der Highway sehr schmal (einspurig) mit beidseitig unbefestigtem Seitenstreifen…wenn da so einem so ein ROAD TRAIN entgegen kommt, sucht man freiwillig schnell das Weite (…nahe dem Straßengraben)!
Wir tanken sicherheits-halber bei halb leeren Tank im GREENVALE ROADHOUSE. Dort machen wir dann auch direkt Mittagspause und kämpfen mit gar zu gierigen Vögeln – unglaublich! Außer allen paar hundert Kilometern solche ROADHOUSES gibt es an der Strecke keine menschliche Ansiedlung.

australia roadhouse

Am späten Nachmittag erreichen wir UNDARA EXPERIANCE – die Campsite im Nationalpark. Wieder eine sehr große Anlage, die jetzt, abseits der Saison recht verlassen wirkt. Vielleicht 20 Gäste? Dafür aber bestimmt mehr als 100 Kängurus. Da stellt sich dann doch die Frage, wer da wen beobachtet! Die Tiere sind wie üblich sehr neugierig und wollen wohl alles mitbekommen, was wir Menschen in letztlich ihrem Revier so anstellen…

Zum Glück hat auch diese Campsite einen Pool und so finden alle Mitreisenden nach der langen Fahrt die wohlverdiente Abkühlung im kalten Nass.

Peter.

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