ACHTUNG Kultur: Dass Da Was War – Marius Müller-Westernhagen

Wieder eine echt alte, aber unvergessene Scheibe – „DASS DA WAS WAR“ habe ich in VINYL auf der LP „Das Herz eines Boxers“. Nach meiner Erinnerung war die Langspielplatte (kurz LP genannt) im Radio insgesamt ein echter Flop und Herr Müller-Westernhagen verschwand für eine Weile in der medialen Versenkung…bis er Jahre später mit SEXY um so erfolgreicher aus eben jeder wieder aufzutauchen.Also es war im Jahr (ich glaube) 1982:

Ich war 17 und sie war äeinnundreisssig (die Aussprache entscheidet!) und über Liebe, wusste ich nicht viel…

…ach Mist, anderes Lied, gar nicht zu diesem Text hier passend und zuletzt leicht angeschäkert lauthals vor Anker liegend mit einem Britischen (denen mussten wir diesen Klassiker beibringen!) und einem Deutschen Paar (die kannten den, natürlich!) in der Bucht von RODNEY BAY, SAINT LUCIA zum Besten gegeben…

…also zum viel ernsteren und bedeutenderen „DAS DA WAS WAR“:

Es muss wirklich Anfang der 80´iger gewesen sein, als ich mir diese Platte gekauft habe. Den Text fand ich immer sehr gut – er hat so was von unersättlich, vom permanenten Maximum, vom alles haben wollen, vom alles machen wollen. OK, er sagt nichts darüber aus, wie und womit man die so anfallende Zeche bezahlen soll, aber er formuliert ganz klar:

LEBE DAS LEBEN UND LASSE NICHTS AUS, IN DIE SCHWARZE KISTE SPRINGST DU NOCH FRÜH GENUG!

Der Text:

================ SCHNIP / SCHNAP =====================
Musik: Michael Schenkenberg, Text: Marius Müller-Westernhagen

DASS DA WAS WAR

(01) Ich liebe den Wind, das Land, die Alleen und ich möchte schwimmen in allen Seen
(02) Ich möchte die Welt zur Verfügung haben und auf dem Rücken aller Pferde traben

(03) Ich möchte sein wie eine Luft und den Kosmos möchte ich mir einverleiben
(04) Von allen Musiken der ganzen Welt hätte ich so gern die schwarzen Scheiben

(05) Man muss  sich kneifen und weiß, man ist da und wenn man dann tot ist, dass da was war

(06) Warum nicht in den Häusern Chinas liegen dem China, so, wie es niemals war
(07) Ich möchte nie mehr die Menschen belügen und weise sein in einem Jahr

(08) Man muss sich kneifen und weiß, man ist da und wenn man dann tot ist, dass da was war

(09) Von allen Zeiten ein Zeuge sein und alles sehen und alles wissen
(10) Kein Tabu und keine Grenzen ich möchte vom Leben gar nichts missen

(11) Man muss sich kneifen und weiß, man ist da und wenn man dann tot ist, dass da was war
================ SCHNIP / SCHNAP =====================

Irgendwie hat mich Zeile (04) infiziert – mittlerweile habe ich echt viele „Scheiben“ – längst nicht mehr alle schwarz, viele auch silbern. Ich liebe es, die Alben beim hören der Musik in den Händen zu halten und wo möglich, den Text mit zu lesen. In Zeiten von CD Inlets heutzutage nur noch mit Lupe möglich, aber doch wirklich ein tolles Stück Technik, das man Text so klein drucken kann, oder?

Tja, und das mit dem „Man muss sich kneifen…“ im Refrain ist mittlerweile Wirklichkeit geworden:
Durchaus mehr als einmal kam mir (besser: Uns, Heidi auch) der Gedanke: Wahnsinn, kneif mich, jetzt! Wir stehen hier an diesem xyz Ort der Welt, hätten uns das vor ein paar Jahren nie träumen lassen und möchten das bisher Erlebte auf keinen Fall mehr missen!

Obwohl wir auf unserer Reise jede Menge Geld ausgeben, habe ich den Eindruck, ich werde reicher.

Peter.

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