Tag 14-17: RAINBOW BEACH via BARGARA und TANNUM SANDS nach CARNARVON GEORGE

Sonntag, 16. Februar 2014, RAINBOW BEACH nach BARGARA, 160 Kilometer
Montag, 17. Februar 2014, BARGARA, 0 Kilometer
Dienstag, 18. Februar 2014, BARGARA nach TANNUM SANDS, 190 Kilometer
Mittwoch, 19. Februar 2014, TANNUM SANDS nach CARNARVON GEORGE, 420 Kilometer

Schon wieder vier Tage als Nachtrag, scheint wohl die Regel zu werden?

RAINBOW BEACH gefällt uns nicht wirklich, als wieder weiter auf unserem Weg Richtung Norden. Ob der Hitze hat aber niemand Lust, weit zu fahren – und am Ziel möge bitte ein Swimming-Pool oder ein toller Sandstrand auf uns warten!
So jedenfalls die Erwartungshaltung und der völlig unnötige Druck auf den Fahrer und Navigator. Wir fahren zunächst parallel zum Highway One nach MARYBOROUGH und gehen dort auf die Schnellstraße. Aber nur für ein paar Kilometer, denn nun kommt BUNDABERG und diesen Ortsnamen kennen wir aus unserem Seekarten. Da wollen wir doch mal glatt die Marina-Aus-Cheken und einen Platz für die Nacht suchen. BUNDABERG ist, so lernen wir, weltberühmt für seinen Rum. Bereits weit vor der Stadt kann man die Zuckerrohr-Felder, alle saftig Grün auf rotem Boden begutachten.
An einer Brücke am Fluss machen wir kurze Pause und ich frage einen Local, wie wir denn zur Marina kämen. Im breitesten Ausi-Slang erklärt er mir den Weg und will dann wissen, wo wir her kämen – GERMANY! Ja, da war er gerade letztes Jahr auch – im Rahmen einer Europa-Rundreise hat er in München Station gemacht…schon wieder einer 😉
Wir fahren den Fluss weiter runter zum Meer und finden eine schreckliche Retorten-Marina in the middle of nowhere! Wer hier mit dem Boot ankommt ist verloren – wenn er kein Auto hat.

Nun denn, der Tagesauftrag lautete ja nicht, Marina suchen, sondern Badegelegenheit. Wir versuchen unser Glück zunächst in BURNETT HEADS, aber die beiden Campsites gefallen uns nicht. Also ein Stück zurück nach BARGARA und wir finden so ziemlich das Optimum: Campsite direkt am Meer, flacher Badestrand mit Bewachung (zumindest an diesem Sonntag) und eine leichte Brandung, die Jung und Alt Spaß macht! Wassertemperatur (gefühlt) so um die 25°C, Badewasser!

Am Montag stellt sich die Frage nach der Weiterreise und wird mit der Gegenfrage „wieso eigentlich?“ beantwortet. Also bleiben wir, Vormittags „Wanderung“ zum Supermarkt und Nachmittags Surfen lernen – denn „in der Stadt“ haben die Kinder kleine Surfbretter erstanden und wollen die natürlich sofort ausprobieren…

Der Dienstag ist gekennzeichnet von einer unmotivierten Suche nach der nächsten guten Campsite am Meer. Wir fahren AGNES WATER und SEVENTEEN SEVENTY (Village) in der Hoffnung an, hier wieder einen tollen Platz zu finden. Die Stichstraße zu den Orten am Meer ist gut 40 Kilometer lang und wenn man weiter nach Norden will, muss man die auch wieder zurück. Aber Pustekuchen. Die Landschaft ist „mal wieder eine andere Küste“ und die Campsites liegen überall, nur nicht am Meer. Eher an einer Lagune, völlig ohne Brandung – für angehende Surfer also nicht das Wahre. Und für Opa´s, die das besondere suchen, auch nicht.
Auf dem Rückweg zum Highway führt uns das Navi auf eine unbefestigte Straße – eigentlich kein Problem. Aber wenn dann auf einmal ein Schild auftaucht das sagt: „Straße für Camper ungeeignet“ dann glauben wir doch eher dem Schild und kehren um.
Wir landen leicht frustiert in TANNUM SANDS (kurz unterhalb von GLADSTONE) und, wie durch ein Wunder, auf einer Campsite mit Pool. Aber uns wird sofort klar, das ist hier nur für eine Nacht…

Carnarvon
Der Fahrer hat keine Lust mehr auf diese Küsten-Nester und studiert Bücher, Karten und Kalender. Letzteres weil ANNIKA ja pünktlich in CAIRNS sein muss, um ihren Rückflug zu erreichen. Motiviert durch ein Buch und die Karte gehen wir wieder auf Inlandstour. Keine Brandung, kein Pool, statt dessen endlose Straßen, alle gerade aus, kaum Verkehr (auf über 300 Kilometern wurden wir nicht einmal überholt – es war kein Fahrzeug hinter uns!) und endlich mal wieder Landschaft zum satt sehen!

Carnarvon

Als wir die letzten 40 Kilometer in Richtung CARNARVON NATIONAL PARK fahren kommen wir uns vor wie in einem Zoo: So viel Tiere am Straßenrand haben wir noch nie gesehen. Klar, ganze Rinderherden (…das müssen Edeltiere sein, so wie die hier weiden dürfen), aber auch Emus, Kängurus (alle lebend), Kookaburra und weiteren Tieren, deren Namen wir gar nicht kennen.

Klasse, jetzt beginnt das AUSTRALIEN Abenteuer!

Die mittlerweile unbefestigte Straße wird auf den letzten 4 Kilometern zum Bush-Camp richtig schlecht und wir kommen nur sehr langsam vorwärts. Kaum vorstellbar, das hier eine Campsite kommen soll. Aber sie kommt, sie ist geöffnet und wir bekommen den nettesten Empfang in AUSTRALIEN überhaupt! Die Leute, die hier den Dienst hinter dem Tresen schieben machen das aus Leidenschaft – 150 Kilometer bis zum nächsten Dorf.

Carnarcvon

Wir haben erst mal zwei Nächte gebucht und wollen Morgen die große Schlucht („CARNARVON GEORGE“) bewandern. Außerdem hoffen wir auf eine kurze Nachtwanderung mit einem Führer – es werden einmalige Erlebnisse versprochen…

…schauen wir mal, welcher Natur die sind ;-))

Peter.

P.S.: Der GPS Track läuft immer mit – ruhig mal unter http://www.wiedekamm.com/boot/gps-track/ ansehen!

P.S.2: Natürlich gibt es hier kein Handy-Netz, aber immerhin einen kostenlosen Schmalband-Internetzugang…

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