Tag 7-9: LAKE GLENBAWN nach ARMIDALE nach BYRON BAY

Sonntag, 9. Februar 2014 LAKE GLENBAWN, 0 Kilometer
Montag, 10. Februar 2014 LAKE GLENBAWN nach ARMIDALE, 250 Kilometer
Dienstag, 11. Februar 2014 ARMIDALE nach BYRON BAY, 370 Kilometer

Den Sonntag haben wir faul am See verbracht. Mittags wurde es wieder 37°C und selbst Heidi, sonst extrem zurückhaltend mit unbekannten Gewässern, benetzte die kostbare Haut im See – mit richtig schön braunem Schlammwasser – wie bereits berichtet: Der Sandstand fehlt, statt dessen ist das Ufer eine Modderzone und überaus glitschig. In Ufernähe hat das Wasser wohl so um die 25°C, viel tiefer traut sich keiner von uns hinein – irgendwelche Pflanzen bleiben immer an den Beinen hängen?
Egal, die Eingeborenen gehen auch nicht tiefer ins Wasser…

…und verpsiseln sich am Nachmittag einer nach dem anderen! Klar: Wochenende am Ende, bis man zu Hause ist dauert es eine Weile also los. Es verbleiben nur noch zwei andere Camper am Ort und es wird Abends still, ganz still.

Und dann kommen die Kängurus, erstaunlich nahe und die Kinder (links im Bild) winken ihnen (den Kängurus, rechts im Bild) bewundernd zu:

Lake Glenbanw

Erneut kommt am Abend thermischer Wind auf und sorgt im freien für so was wie Abkühlung, aber alles, wirklich alles im Bus hat gefühlte 40°C. Schränke, Kopfkissen, Bettdecke, Matratze. Die Kinder sind im Bett und schlafen schon, Heidi und ich halten es nicht aus und setzten uns ins freie – was für eine Wohltat!
Heidi beantwortet eMails, ich schreibe an meinem APOLLO Dossier und gegen 23:00 Uhr kommt mitten in der Einsamkeit eine Polizeistreife vorbei und sieht im dunklen zwei Gestalten, spärlich bekleidet, vor ihren elektronischen Geräten! Muss ein erfahrener Polizist gewesen sein, kurz die Fahrt verlangsamt, Lage sondiert und dann weiter – zum Glück 😉

Montags kommen wir nicht so recht in Schwung, aber wir müssen weiter. Die Batterien müssen aufgeladen werden und Einkaufen steht auch wieder auf dem Zettel. Aber erst gegen halb 11 sind wir wieder auf der Straße – 34°C.

Der Weg führt uns über TAMWORTH, laut Buch die Hauptstadt der Country Musik AUSTRALIENS…na ja, wir finden die Goldene Gitarre gleich neben einem KFC (Kentucky Fried Chicken = Hühner-Mc Donnalds), posen in der Hitze für ein paar Fotos vor der Gitarre und vergessen den Ort auch gleich wieder. Im Januar eines jeden Jahres muss hier aber durchaus der (Musik)Bär steppen – Festivals ohne Ende…

Tamworth Golden Gituar

Wir erreichen am frühen Nachmittag ARMIDALE, laut Eigenwerbung die höchste Stadt AUSTRALIENS, irgendwas mit mehr als 1.000 Meter. Wundersam. Vermutlich liegt die Betonung auf „Stadt“. Es muss doch noch höhere Menschenansammlungen geben? Der Ort ist wie alle Orte im östlichen Landesinneren: Außen Gewerbebetriebe und Autohändler, innen mindestens ein großer Supermarkt und viele kleine Fachgeschäfte. Nun denn, wir entern den COLE Supermarkt und beschließen heute mal zu grillen. Ein großer Gasgrill ist auf allen Campingplätzen Teil der Miete…in der BBQ Area.
Die Crew überredet mich, in ARMIDALE auch zu übernachten. Begründung: Hier ist die einzige Campsite weit und breit mit einem Pool. Gutes Argument bei der Hitze.

Der Platz ist fast leer – jedenfalls kaum Wohnwagen (…hier übrigens viel mehr verbreitet als Wohnmobile) oder gar Wohnmobile. Dafür scheinen die „Cabins“ alle ausgebucht zu sein. Jede Campsite hat auch kleine feste Häuschen mit 2-6 Betten im Angebot. Keine Küche, Bad und WC, das nutzt man alles von der Campsite mit.
So finden wir unseren Platz unter einem großen, Schatten spendenden Baum und die Crew geht erst mal baden – und ich kann in Ruhe für den APOLLO Bericht gut recherchieren, denn hier gibt es mal zur Abwechslung echtes Breitbandinternet inklusive!

Das BBQ ist super. Jede Menge Gemüse (Zucchini, Pilze, Zwiebeln und Aubergine) und natürlich Würstchen und Steak. Müssen wir öfters machen!

Früh´ am Dienstag Morgen wachen wir auf.

VOR KÄLTE!

Es hat gegen 7:00 so um die 15°C, der Platz liegt im Hochnebel oder Wolke, so genau können wir das nicht unterscheiden. Wahnsinn: Mehr als 22°C Temperaturunterschied in nur 14 Stunden. Da muss man erst mal mit halten.

Wir frühstücken im Fleece und machen uns gegen 9:00 Uhr auf den langen Weg nach BYRON BAY. Dieser Zielwunsch stammt von Annika. Sie hat auf einem HURRICANE Festival die Band PARKWAY DRIVE live erlebt, aufgetreten in Flip-Flops und eben aus BYRON BAY, AUSTRALIA stammend. Und ja, wir wollen alle auch wieder zurück an die Küste. Das Kruven auf den engen Straßen in den Bergen bekommt nicht allen gut…

…unterwegs machen wir Mittagspause in ULMARRA, dreikt am Flussufer auf einem sehr schön angelegten Rastplatz. Das denken sich auch die örtlichen Tiere, die wollen auch was von unserem Festmahl:

Ulmarra

Ulmarra
Die Campsite in BYRON BAY ist unglaublich teuer, mehr als das doppelte es bisher gewohnten. OK, alles etwas höherwertiger als bisher gesehen und der Sandstrand mit dem kristallklaren Seewasser und der leichten Brandung lassen das Loch im Portmonee augenblicklich vergessen 😉

Morgen wollen wir aber weiter. Der Platz ist rappel voll und eng. Und Strandurlaub können wir die nächsten 1.600 Kilometer immer noch machen. Also Morgens die Stadt erkunden und dann die 150 Kilometer nach BRISBANE. Dort ist Sightseeing und ein Treffen mit unseren Segelfreunden von der GALINAGO angesagt.

Peter.

Ein Gedanke zu „Tag 7-9: LAKE GLENBAWN nach ARMIDALE nach BYRON BAY“

  1. Hallo Ihr Lieben,

    da ich gerade ungewöhnlicherweise mal in NZ konstantes Wi-Fi habe, konnte ich auch mal endlich auf Eure Site. Das mit den fehlenden Menschenmassen durfte ich zum Glück gerade die letzten Tage am Barrys Bay, nahe Akaroa fest stellen. Leere Strände und sehr schöne Gebirgsketten, ich bin begeistert! Davor war mir Auckland und Christchurch doch echt zu laut.
    Da ich mir evtl. auch noch einen fahrbaren Untersatz mieten wollte bin ich nun ja bestens informiert, also wohl nichts was irgendwie mit Apollo zu tun haben könnte. Ihr scheint trotzdem mächtig Spass zu haben und meine Jungs können wohl nun auch endlich Luftgitarre spielen 😉

    Lasst es Euch gut gehen.

    LG, Sven 🙂

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