Tag 16-20: Christchurch und umzu

Donnerstag, 30. Januar bis (voraussichtlich) Montag, den 3. Februar 2014

Donnerstags sind wir dann in einem Rutsch über die Route 1 von MARFELLS BEACH nach CHRISTCHRUCH gefahren, ungefähr 300 Kilometer. Heidi sucht den AMBER HOLYDAY PARK in „Stadtnähe“ aus. Der Platz ist wirklich gar nicht so schlecht, aber die vierspurige Schnellstraße vor der Haustür ist wochentags echt laut…tags über.
Egal – mit den Nahverkehrsbus, der direkt am Campingplatz hält, Nachmittags in die Stadt.

Und ein irgendwie schockierendes Erlebnis „genossen“.

Ja, OK, wir wussten, das CHRISTCHURCH 2011 von einem Erdbeben heimgesucht wurde. Irgendwo, irgendwie im Hinterkopf…
…wir kommen im „Stadzentrum“ (hier RED ZONE genannt) an und denken, wir sind Statisten in einem Endzeitfilm. Entweder, die Gebäude sind verlassen (offene Fenster, aus denen die Vorhänge wehen) oder riesige Baulücken zeugen von ehemaligen, längst beseitigten Gebäuden.
Mit anderen Worten: Die Innenstadt gibt es gar nicht mehr, nur Ruinen. OK, ein paar wenige Gebäude sind wieder auf- oder neu gebaut und der Kirchplatz (so lernten wir) ist gerade 2013 wieder eröffnet worden, aber ansonsten? Schrecklich.

Newzealand Christchurch
Also WIKIPEDIA bemüht um diese große Wissenslücke zu schließen. Knapp 200 Todesopfer gab es damals, aber ich glaube, die zerstörte Innenstadt wirkt viel schlimmer. Angeblich sind mittlerweile 70.000 Menschen weg gezogen…
Das Erdbeben hat offenbar insbesondere die Mehrgeschossigen Gebäude zerlegt – und wohl auch etliche „angeknackst“. Wieso die immer noch (leer) stehen kann man nur spekulieren: Ärger mit der Versicherung? Ärger mit dem eigenes eingerichteten Amt für den Wiederaufbau? Schlicht keine Notwendigkeit mehr, weil die Übergang-Büros im Umfeld gut funktionieren?

Was bleibt ist die Gewissheit einer falschen Erwartungshaltung. Statt pulsierendem Leben eher bemühtes auf blühen.

So vergeht der Tag leicht frustriert, das miese Wetter toppt das Erlebte dann noch.

Freitags müssen wir einkaufen und fahren durch die Stadt herum. Gondelfahrt im Nebel (ist bei gutem Wetter bestimmt toll, aber so?) und durch einen langen Tunnel Abstecher nach LYTTELTON – insgesamt kein erwähnenswerter Tag. (Eine Runde Mitleid!)

Samstag dann die Fahrt mit der TRANZALPINE Railway von CHRISTCHURCH nach GREYMOUTH und zurück. Je Strecke etwas über 4 Stunden Fahrt. Nicht gerade billig und das Wetter ist auch nicht optimal. Geht hier denn alles schief? Vormittags (Hinfahrt von 8:15 bis 12:45) mache ich gerade mal drei Bilder und denke mir, wie doof kann man nur sein?
Das Wetter klart aber ordentlich  auf und so lohnt sich der hohe Reisepreis dann doch noch. Schöne Bilder sind die Beste Währung!
Wie schon bei der DUNEDIN Eisenbahnfahrt muss man um „seinen“ Fotoplatz kämpfen, aber irgendwie klappt es doch. Wir sind jedoch sicher, das man sich das Geld für die Bahnfahrt sparen kann und statt dessen die Route 73 mit dem Auto (so man denn motorisiert ist) abfährt. Oft läuft sie entlang der Bahnstrecke und bietet natürlich jederzeit die Möglichkeit für eine individuelle Pause.

Newzealand Tranzalpine
Morgen, am Sonntag wollen wir den Bus aufräumen, packen, sauber machen und mal gaaannnzzz grob AUSTRALIEN planen. Und lesen und nix tuen. Für letzteres ist der AMBER HOLIDAY PARK sicher nicht der richtige Ort, aber für alles andere schon.

Montag Morgen dann den Bus abgeben, zum Flughafen kommen und am Nachmittag nach Sydney fliegen. Dort kommen wir Abends an, übernachten einmal im Hotel und übernehmen dann am Dienstag einen neuen, größeren Bus.

Tja, und dann starten 6 Wochen Wohnmobil in AUSTRALIEN! Davon vier Wochen mit Großer Crew: Tochter und Enkel…

…na, das wird was werden!

Na warte, sacht Schwarte 😉

Peter.

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