MAUPITI – RAROTONGA Tag 3+4

(So.25-Mo.26/08/2013)

Der Sonntag ist den Namen Wert, gegen Mittag kommt der Wind so weit
runter das wir unseren WINGAKER setzten. Wie üblich bei diesem Segel an
Bord des STORMVOGELs schläft der Wind darauf ganz ein – irgendwie hat
das Teil eine abschreckende Wirkung auf die Umwelt? Dabei kostet es so
viel Mühe, das Teil am Pole aufzutakeln. Noch eine Leine mehr an Deck
und wir könnten einen Pullover stricken…
…na denn, Segel wieder weg, Pole stehen lassen und erst mal 1,5
Stunden motoren. Die Batterien wollen sowieso frische Energie und warmes
Wasser für eine anstehende Skipper-Dusche wird auch noch produziert.
Mit dieser „Unterwasser-Genua“ holen wir dann mühelos die MAUNIE ein,
die tapfer mit 2 Knoten Fahrt unter PARASAILOR die Segel behauptet. Über
UKW Funk kommt von der BOUNTY (ebenfalls unter PARASAILOR) der Hinweis,
das wir nun vom RAROTONGA RACE disqualifiziert seien…so ein AIS ist
schon verräterisch: Wenn alle nur 2-3 Knoten laufen und der STORMVOGEL
6, dann hat der wohl die Maschine laufen 😉

So wird der Nachmittag der Nachmittag der „Segeln mit Löchern im Segel“
Wettbewerb: PARASAILOR und WINGAKER sind ähnliche Konstruktionen eines
Leichtwindsegels, bei dem im oberen Drittel ein Kite-Drachen eingenäht
ist. Und der hat eben Löcher. Das soll mehr Stabilität und Leistung bringen.

Wir setzen also unseren WINGAKER wieder, zur Belohung kommt auch Wind!
Anfänglich zögerlich, dann laufen wir mit einem mal mit 4 Knoten in die
Nacht – alles ganz gemächlich und komfortabel. Also unsere ERSTE
Nachtfahrt mit dem Leichtwindsegel…und es läuft guuuuut! Der Wind
frischt weiter auf (entgegen der „Vorhersage“) und wir laufen 6-7
Knoten. Mit anderen Worten: WIR FLIEGEN!

Heute Morgen passieren wir gegen 10:00 Uhr lokale Zeit unsere erste
COOK-Insel an Backbord: ATIU. Nur ein großer, flacher bewaldeter Felsen
im Pazifik. Keine Bucht, kein Hafen, kein Ankerplatz. Also links liegen
lassen…

Entsprechend der „Vorhersage“ dreht der Wind nun über NE – NNE – N auf
derzeit NNW, bleibt aber entgegen der „Vorhersage“ existent. Den
Windwinkel kann man mit einem Leichtwindsegel nicht mehr fahren, also
runter mit dem Ding und die normalen („white sails“, wie der Engländer
sagt) Segel wieder gesetzt. Das dauert alles in allem so 30 Minuten.

Nun segeln wir unter Vollzeug Richtung RAROTONGA und rechnen stündlich
mit einschlafendem Wind. Noch laufen wir 5-6 Knoten und haben knapp 100
Seemeilen vor uns. Ob mit oder ohne Wind, Morgen Vormittag werden wir am
Ziel ankommen.

An Bord alles wohl,

Peter.

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