GALAPAGOS – MARQUESS Tag 20 UPDATE

Ein Fisch, ein Fisch!

Gegen 15:00 Uhr Bordzeit haben wir aus Langeweile mal wieder die Angel ausgebracht. Dritter Versuch…nicht wirklich daran glaubend, das da mal ein Fisch anbeißen wird. Ab und zu mal etwas Nieselregen und der Schwell lädt das Boot immer noch wie doof rollen.

Dann, auf einmal setzt sich die Angelleine in Bewegung und ich bin sehr schnell sehr sicher: Da ist ein Fisch dran! Oh je, wie soll das jetzt wohl weiter gehen? Ruhe bewahren und erst mal ganz laaannngggssaaaaammmm die Bremse der Rolle anziehen.

OK, offenbar ist der Fisch immer noch dran.

Weil so viel Schnur draußen ist (ca. 150 Meter) sehen wir gar nichts. Aber einer alleine kann die Angelroute nicht halten und gleichzeitig ein-kurbeln. Also sitzen wir zu zweit auf dem Achtderdeck, Heidi hält die (Angel!)-Route und ich krubele mir die Seele aus dem Leib. Dann, auf einmal können wir es weit hinter dem Boot im Wasser spritzen sehen: Da kämpft einer um sein Leben. Aber nicht mit uns: Wir haben das Dosenfutter satt und wollen endlich mal einen frischen Fisch auf dem Tisch! Der Fisch hängt fest ab Haken und als er direkt hinter dem Boot ist, kämpft er zwar noch, aber schon deutlich erschöpfter. Nun der Trick, den uns viele erfolgreiche Segel-Angler verraten haben: Wir versuchen dem Tier Wodka einzuflößen damit er ruhiger oder besser bewusstlos wird.

Zuvor braucht der Skipper einen Schluck aus der Pulle, wie aufregend! Die Pulle haben wir seit LAS PALMAS an Bord – eben genau zu jenem Zweck. Eine gewisse Sabine M. aus R-W. hat sie an Bord gebracht. Der Fisch hält nun endlich still und ich ramme ihm unseren auf GALAPAGOS gekauften riesigen Fischhaken in die Kiemen um ihn sicher an Bord zu bekommen. Keine Ahnung, ob die Leine das schaffen würde.

Tja, und dann liegt er da. Zappelt ab und zu noch…jedenfalls mache ich ihm schnell ein Ende in dem ich mit dem super-scharfen Samurei Messer eines gewissen Oliver G. aus K. ihm den Kopf abtrenne. Dann fix ausgenommen, in 5 Teile zerlegt und das Deck von dem ganzen Blut und Dreck gereinigt. Nach Rücksprache mit MAUNIE haben wir einen Mahi Mahi gefangen. Echt schönes Tier so mit der gelben Haut und den blauen Punkten. Das Fleisch ist weiß und fest – echt super! Heidi schätzt den Fang auf 2-3 Kilo, ich gehe mal von 4 aus!

Wir dünsten zwei Stücke mit Zwiebeln und Knoblauch um Ofen und freuen uns sehr, das wir erfolgeich waren! Und am Ende war das Massaker gar nicht soooo schlimm, wie wir das immer befürchtet hatten.

Anbei zwei Bilder – zum Beweis… …und als Aufnahmeantrag für die Mitgliedschaft im edelsten aller Fischereiclubs von Helge K., Lars S. und Frank W., alle aus HH: Na, da könnt ihr doch wohl NICHT mithalten? ;-))

Peter.

P.S.: Das ist im übrigen unser erster Fisch ever: Wir haben noch nie eigenhändig einen Fisch gefangen, abgemurkst und zerlegt…

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