GALAPAGOS – MARQUESS Tag 3-5 (13&15/05/2013)

Seit GALAPAGOS haben wir außer der MAUNIE kein anders Fahrzeug gesichtet. Ganz schön einsam hier!

Wir laufen sensationelle 7 bis 8 Knoten. Aber nicht, weil wir so gut segeln können, sondern weil wir hier eine hervorragende Strömung von 1-2 Knoten in Richtung Westen haben. Und die zieht uns mit. So haben wir schon gut 600 Seemeilen hinter uns und „nur noch“ 2.400 vor uns.

Das Wetter ist durchweg gut, seit dem wir direkten Kurs auf das Ziel genommen haben ist die Welle auch erträglicher. Der Bordalltag auf so einem Langtörn stellt sich nun endlich ein. Wir sind verwundert, das wir uns immer noch daran gewöhnen müssen. Aber der Unterschied zur Ankerbucht ist wohl zu groß: Permanente Bewegung im Boot, ungewohnte Geräuschkulisse, unruhiger Schlaf und natürlich auch die Nachtwachen sind gewöhnungsbedürftig. Immer wieder, immer wieder neu.

Wir kämpfen noch ein wenig mit unserer Windsteuerung und sind im Moment öfter mal auf Elektro-Autopilot. Zu oft rennt die HYDROVANE aus dem Kurs und kommt nicht wieder zurück. Aber das wird sich schon noch lösen lassen… Für TAHITI (über-übernächste Station) zeichnet sich ein Werftaufenthalt ab. Zum einen wollen wir uns ein neues Funkgerät einbauen lassen (wird aus Europa eingeflogen), zum anderen ist der Unterwasseranstrich zu erneuern und zum Dritten müssen wir endlich die kleinen, aber nervigen Leckagen an Deck in den Griff bekommen. Bin gespannt, ob wir auf TAHITI eine entsprechende Infrastruktur vorfinden.

Generell muss man mal bemerken, das die ganzen Planungs-Bücher eine Sache nicht berücksichtigt haben. Wo NACHFRAGE ist, entsteht ein MARKT! Die vielen Yachten, die jedes Jahr um die Welt gehen (keine Ahnung, wie viele es wirklich sind…alleine auf dem Törn von GALAPAGOS nach MARQUESS sind „wir“ im Moment 14 Boote…in Summe sind das aber bestimmt 300 bis 600, wenn nicht mehr!) erzeugen überall dort, wo sie auftauchen NACHFRAGE. Nach Diesel, Wasser, Obst, Gemüse, Fleisch, Konserven und so weiter.

Auf SAN CRISTOBAL / GALAPAGOS oder den SAN BLAS Inseln vor PANAMA alles kein Problem. Wer hätte das gedacht? OK, man kann vielleicht über die etwas höheren Preise diskutieren, aber am Ende ist doch irgendwie alles erhältlich.

Soweit vom fünften Reisetag. An Bord alles wohl,

Peter.

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